Das letzte Treffen der JuNas in Borna-Birkenhain war ganz dem Weißdorn gewidmet. Angefangen mit einer spielerischen Namenwiederholung, bei der uns ein Weißdornzweig half, erfuhren wir einiges darüber, was der Weißdorn so kann. Die roten Früchte sehen nämlich nicht nur hübsch aus, sie sind auch gesund – besonders fürs Herz. Aber wie kann man den Weißdorn gut verarbeiten? Und schmeckt er dann auch?
Das wollten wir ausprobieren und so machten wir uns auf die Suche nach Weißdorn auf dem Gelände, untersuchten die Blätter und ihr Aussehen, probierten die fast schon überreifen Früchte und machten uns schließlich in der warmen Septembersonne ans Ernten. Ganz schön viel Arbeit, mit so kleinen Früchten eine ganze Schüssel zu füllen. Für die Herstellung unserer „Gummibärchen“ (Fruchtleder) brauchten wir neben den Weißdornfrüchten auch Äpfel, die wir zu einem Mus verarbeiteten. Die Weißdornfrüchte wurden zunächst mit den Händen zu einer Masse verarbeitet – eine ziemlich matschige Angelegenheit – bevor sie durch die Flotte Lotte gejagt wurden. Nun galt es nur noch, Apfel und Weißdorn zu mischen, auf Bleche zu streichen und in das Dörrgerät zu schieben. Und beim nächsten Treffen haben wir den perfekten Snack für zwischendurch!
Verantwortlich für den Beitrag und Ansprechpartner für die Jungen Naturwächter in Borna-Birkenhain ist die Ökologische Station Borna Birkenhain.




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- Was haben Ameisen mit dem Wiesenknopf zutun und was ist eigentlich ein Bläuling? →
Nachdem wir bereits das Thema Ameisen behandelt haben, trafen wir uns nun auf einer extensiv gemähten Wiese in Hartau bei Zittau zum Thema Wiesenknopf-Ameisenbläuling. Als eine Art Rätselstunde aufgebaut mit der Frage: Was könnte diese Pflanze mit Ameisen zu tun haben und was ist ein Bläuling? war es von Anfang bis Ende eine spannende Veranstaltung für unsere JuNas. Stück für Stück wurde das Geheimnis gelüftet und zum Schluss waren alle erstaunt und fasziniert, welch unglaubliche Strategie dieser Schmetterling entwickelt hat, um für seine Nachkommen zu sorgen.
Zunächst bekamen die JuNas die Aufgabe in Bestimmungsbüchern den Großen Wiesenknopf zu finden und sich anschließend auf die Suche nach dieser Pflanze im Gelände zu begeben. Alsbald waren die ersten Exemplare gefunden. Nun wurden die am Vortag aufgestellten Ameisenköder gesucht und inspiziert. Leider waren kaum Ameisen zu den eingerichteten Futterstellen gekommen. Jeder der Teilnehmenden stellte eine Theorie auf, wie die Ameisen mit dieser Pflanze in Verbindung stehen könnten. Die abenteuerlichsten Geschichten wurden erzählt. Daraus entstanden Gemälde von Fantasiefiguren. Jeder sollte eine Kuckucksraupe malen.
Nachdem jeder kleine Künstler eine solche Fantasiegestalt zu Papier gebracht hatte, bestaunten wir die vielen unterschiedlichen Werke. Daraufhin gingen wir der Frage nach, welche besondere Fortpflanzungsstrategie der Kuckuck hat und lüfteten das Geheimnis, dass es einen Schmetterling (der Wiesenknopf-Ameisenbläuling) gibt, der eine ähnliche Strategie hat. Er legt seine Eier in die Blütenköpfchen der Pflanze. Die Raupen imitieren den Duft von Ameisen und lassen sich von diesen in ihr Nest tragen. Dort lassen sie sich füttern und verzehren sogar die Ameisenbrut. Für die JuNas war es kaum vorstellbar, dass diese Pflanze und genau die richtige Ameisenart zusammen vorkommen und diese dann auch noch die Raupen finden. Wir waren uns somit schnell einig, woran es liegt, dass dieser Schmetterling wohl recht selten ist. Alle wollen bis zum nächsten Treff mal darauf achten, ob sie in der Zwischenzeit einen Bläuling entdecken können.
Verantwortlich für den Beitrag und Ansprechpartner für die Jungen Naturwächter in Zittau ist das Naturschutzzentrum Zittauer Gebirge



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- Herbstcamp mit den Jungen Naturwächtern Neschwitz →
Vom 04. bis 06. Oktober fand auf dem Wünschehof bei Crostau das Herbstcamp der Jungen Naturwächter der Naturschutzstation Neschwitz e. V. statt.
Acht Kinder und Jugendliche erlebten den Herbst in den drei Tagen auf kreativ kulinarische Weise. Jeder Tag wurde draußen an der frischen Luft verbracht und bot zahlreiche Möglichkeiten, sich dem Thema des Jahreszeitenwandels zu widmen. Vom Drachensteigen und Budenbau, über das Basteln von Blechdosenlaternen und Naturmandalas, bis hin zum Herstellen von leckerem Apfelmus, -saft und -gelee war für alle etwas dabei. Gekocht wurde in einer Außenküche, gespielt und entdeckt im Wald und geschlafen auf Feldbetten, in einem von einem Kamin beheiztem Raum.
Hast du auch Lust die Natur zu entdecken, verstehen und schützen? Dann werde Teil der Jungen Naturwächter der Naturschutzstation Neschwitz. Melde dich dafür einfach per E-Mail unter: naturschutzstation-neschwitz@t-online.de oder per Telefon unter: 035933 30077.
Die Jungen Naturwächter sind mit 5 Ortsgruppen im Landkreis Bautzen vertreten. Bei Interesse zu anderen Regionen, schau gern im Internet unter: www.naturzentrale-bautzen.de oder kontaktiere uns einfach. Wir freuen uns auf dich!



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Unser langersehntes erstes Treffen nach der Sommerpause war ein voller Erfolg. Gemeinsam mit unseren 15 jungen Naturwächterinnen und Naturwächtern trafen wir uns in Leutzsch bei Nachbarschaftsgärten e.V. Dort erhielten wir einen Einblick in die wichtige Arbeit des gemeinnützigen Vereins, dank einer kleinen Führung durch die Gemeinschaftsgärtnerin Julia.
Anschließend begaben wir uns auf Abenteuerreise durch die Streuobstwiese des Vereins. Eine mitreißende Vorlesegeschichte über das Schicksal des Streuobstwiesen-Bauern Bienle entfachte eine lebhafte Diskussion über die Vor- und Nachteile von Obstplantagen. Dabei wurde uns schnell bewusst, welchen unschätzbaren Wert eine extensiv bewirtschaftete Streuobstwiese für die Tier- und Pflanzenwelt hat. Überall um uns herum tauchten Tiere auf, mit denen die Kinder zuvor noch nie in Berührung gekommen waren. Angefangen beim imposanten Heupferd, über die faszinierende Wespenspinne bis hin zu einem Bienenschwarm, der gerade dabei war, ein neues Volk zu gründen. Ein ganz besonderes Highlight für die Kinder war Bea’s beeindruckende Vorführung zur Kunst des Sensenmähens. Dabei lernten wir, weshalb es sich bei der Mahd lohnt auf elektrische Unterstützung zu verzichten. Mit dem Versuch eine Nahrungspyramide nachzubilden, stellten wir schnell fest, wie fragil das Nahrungsnetz einer Streuobstwiese ist und wie kleine Eingriffe das ganze System zum Einsturz bringen können.
Es war toll, dass wir diesen Tag im Nachbarschaftsgarten Leutzsch verbringen konnten. Wir hoffen sehr, dass unsere selbstgebauten Unterschlupfmöglichkeiten für nützliche Insekten wie Ohrenkneifer und Marienkäfer sowie die installierten Nistkästen dazu beitragen, den Garten zu unterstützen. Die Nachbarschaftsgärten des Vereins sind wundervolle lebendige Orte. Angesichts des wachsenden Bebauungsdrucks in unserer Stadt wird immer deutlicher, wie wichtig grüne Flächen für unser Wohlbefinden und den Klimaschutz sind. Je mehr solcher grünen Oasen wir in unserem Viertel schaffen, desto besser sind sie sowohl für unser persönliches Wohlbefinden als auch für die Erhaltung unserer Umwelt und den Schutz des Klimas.
Verantwortlich für den Beitrag und Ansprechpartner für diese JuNa-Gruppe ist die Auwaldstation Leipzig.






Die Vogelberingung ist eine international anerkannte Methode, um den Bestand heimischer Wildvogelarten erheben zu können. Standardmäßig werden bei der Vogelberingung Art, Geschlecht, Alter, Gewicht, Flügellänge u. ä. erfasst. Durch die Kennzeichnung und Vermessung von Brut- und Zugvögeln über Jahre hinweg, lassen sich Veränderungen innerhalb verschiedener Vogelpopulationen aufzeigen. So können wichtige Rückschlüsse auf äußere Einflüsse, wie etwa den Klimawandel, gezogen werden. Der Naturschützer und Ornithologe Steffen Emmrich und seine Vereinskollegen ermöglichten uns bei der Vogelbringung der Gelenauer Ornithologen dabei zu sein und einen intensiven Einblick in diese Feldforschungsmethode zu erhalten. Die meisten Teilnehmenden hatten noch niemals die Gelegenheit, Singvögeln so nahe zu kommen und nutzten die Möglichkeit viele Fragen zu stellen und den Experten über die Schulter zu schauen.
Verantwortlich für den Beitrag und Ansprechpartner für die Jungen Naturwächter im Erzgebirge ist die Naturschutzstation Pobershau.



