An drei spannenden Tagen tauchten 10 naturinteressierte Jugendliche mit uns intensiv in die Welt der Moose ein. Ziel des Camps vom 20. – 23.10.2023 war es, die Artenkenntnis zum Thema Moose zu fördern. Dabei wurden analoge und digitale Bestimmungsmethoden angewendet. Neben dem Tablet kamen dafür vor allem Lupen und Mikroskope zum Einsatz.  Auf einer Exkursion in das Schwarzwassertal wurden möglichst viele Moosarten eines Biotopes zur weiteren Bestimmung gesammelt. Wir haben geübt, wie man Moos-Funde dokumentieren kann (Herbarisieren). Außerdem gestalteten die Jugendlichen u. a. auch ein Moosarium sowie ein Moos-Beet auf dem Gelände des Vereins. Natürlich war an diesem verlängerten Wochenende auch ausreichend Zeit für gesellige Aktivitäten, Austausch unter Gleichgesinnten sowie für Erholung am dann schon herbstlich gewordenen Erzgebirgskamm.

Weiter Infos zu den Jungen Naturwächtern aus dem Erzgebirge findet ihr hier.

Das letzte Treffen der JuNas in Borna-Birkenhain war ganz dem Weißdorn gewidmet. Angefangen mit einer spielerischen Namenwiederholung, bei der uns ein Weißdornzweig half, erfuhren wir einiges darüber, was der Weißdorn so kann. Die roten Früchte sehen nämlich nicht nur hübsch aus, sie sind auch gesund – besonders fürs Herz. Aber wie kann man den Weißdorn gut verarbeiten? Und schmeckt er dann auch?

Das wollten wir ausprobieren und so machten wir uns auf die Suche nach Weißdorn auf dem Gelände, untersuchten die Blätter und ihr Aussehen, probierten die fast schon überreifen Früchte und machten uns schließlich in der warmen Septembersonne ans Ernten. Ganz schön viel Arbeit, mit so kleinen Früchten eine ganze Schüssel zu füllen. Für die Herstellung unserer „Gummibärchen“ (Fruchtleder) brauchten wir neben den Weißdornfrüchten auch Äpfel, die wir zu einem Mus verarbeiteten. Die Weißdornfrüchte wurden zunächst mit den Händen zu einer Masse verarbeitet – eine ziemlich matschige Angelegenheit – bevor sie durch die Flotte Lotte gejagt wurden. Nun galt es nur noch, Apfel und Weißdorn zu mischen, auf Bleche zu streichen und in das Dörrgerät zu schieben. Und beim nächsten Treffen haben wir den perfekten Snack für zwischendurch!

Verantwortlich für den Beitrag und Ansprechpartner für die Jungen Naturwächter in Borna-Birkenhain ist die Ökologische Station Borna Birkenhain.

Nachdem wir bereits das Thema Ameisen behandelt haben, trafen wir uns nun auf einer extensiv gemähten Wiese in Hartau bei Zittau zum Thema Wiesenknopf-Ameisenbläuling. Als eine Art Rätselstunde aufgebaut mit der Frage: Was könnte diese Pflanze mit Ameisen zu tun haben und was ist ein Bläuling? war es von Anfang bis Ende eine spannende Veranstaltung für unsere JuNas. Stück für Stück wurde das Geheimnis gelüftet und zum Schluss waren alle erstaunt und fasziniert, welch unglaubliche Strategie dieser Schmetterling entwickelt hat, um für seine Nachkommen zu sorgen.

Zunächst bekamen die JuNas die Aufgabe in Bestimmungsbüchern den Großen Wiesenknopf zu finden und sich anschließend auf die Suche nach dieser Pflanze im Gelände zu begeben. Alsbald waren die ersten Exemplare gefunden. Nun wurden die am Vortag aufgestellten Ameisenköder gesucht und inspiziert. Leider waren kaum Ameisen zu den eingerichteten Futterstellen gekommen. Jeder der Teilnehmenden stellte eine Theorie auf, wie die Ameisen mit dieser Pflanze in Verbindung stehen könnten. Die abenteuerlichsten Geschichten wurden erzählt. Daraus entstanden Gemälde von Fantasiefiguren. Jeder sollte eine Kuckucksraupe malen.

Nachdem jeder kleine Künstler eine solche Fantasiegestalt zu Papier gebracht hatte, bestaunten wir die vielen unterschiedlichen Werke. Daraufhin gingen wir der Frage nach, welche besondere Fortpflanzungsstrategie der Kuckuck hat und lüfteten das Geheimnis, dass es einen Schmetterling (der Wiesenknopf-Ameisenbläuling) gibt, der eine ähnliche Strategie hat. Er legt seine Eier in die Blütenköpfchen der Pflanze. Die Raupen imitieren den Duft von Ameisen und lassen sich von diesen in ihr Nest tragen. Dort lassen sie sich füttern und verzehren sogar die Ameisenbrut. Für die JuNas war es kaum vorstellbar, dass diese Pflanze und genau die richtige Ameisenart zusammen vorkommen und diese dann auch noch die Raupen finden. Wir waren uns somit schnell einig, woran es liegt, dass dieser Schmetterling wohl recht selten ist. Alle wollen bis zum nächsten Treff mal darauf achten, ob sie in der Zwischenzeit einen Bläuling entdecken können.

Verantwortlich für den Beitrag und Ansprechpartner für die Jungen Naturwächter in Zittau ist das Naturschutzzentrum Zittauer Gebirge

Vom 04. bis 06. Oktober fand auf dem Wünschehof bei Crostau das Herbstcamp der Jungen Naturwächter der Naturschutzstation Neschwitz e. V. statt.

Acht Kinder und Jugendliche erlebten den Herbst in den drei Tagen auf kreativ kulinarische Weise. Jeder Tag wurde draußen an der frischen Luft verbracht und bot zahlreiche Möglichkeiten, sich dem Thema des Jahreszeitenwandels zu widmen. Vom Drachensteigen und Budenbau, über das Basteln von Blechdosenlaternen und Naturmandalas, bis hin zum Herstellen von leckerem Apfelmus, -saft und -gelee war für alle etwas dabei. Gekocht wurde in einer Außenküche, gespielt und entdeckt im Wald und geschlafen auf Feldbetten, in einem von einem Kamin beheiztem Raum.

Hast du auch Lust die Natur zu entdecken, verstehen und schützen? Dann werde Teil der Jungen Naturwächter der Naturschutzstation Neschwitz. Melde dich dafür einfach per E-Mail unter: naturschutzstation-neschwitz@t-online.de oder per Telefon unter: 035933 30077.

Die Jungen Naturwächter sind mit 5 Ortsgruppen im Landkreis Bautzen vertreten. Bei Interesse zu anderen Regionen, schau gern im Internet unter: www.naturzentrale-bautzen.de oder kontaktiere uns einfach. Wir freuen uns auf dich!

Beim letzten Treff der JuNas ging es um das Thema „Heuschrecken“ im Zittauer Gebirge. Wir widmeten uns dem Thema Heuschrecken. Spielerisch und sportlich testeten wir zunächst, wie weit jeder einzelne von uns aus dem Stand springen kann. Anschließend wurde exemplarisch von einigen Kindern die Körpergröße gemessen, mit 12 multipliziert und die entsprechende Strecke abgeschritten. Jetzt konnten wir uns vorstellen, wie weit einige Heuschrecken aus dem Stand springen können und waren sehr fasziniert über diese Höchstleistung. Anschließend trugen wir zusammen, was jeder von uns an den Heuschrecken am meisten mag und kamen so auf viele Aspekte der Ökologie und der Lebenswiese zu sprechen, wie etwa die Entwicklung über den Jahresverlauf, die Besonderheit der Hemimetabolen Verwandlung, der Funktion und Lauterzeugung der Gesänge und die Ernährung. Mit Keschern, Becherlupen und Keschern ausgestattet wurden die auf der extensiv genutzten Wiese vorkommenden Arten bestimmt und anschließend noch 2 Bewegungsspiele gespielt um die Nahrungsbeziehung darzustellen. Zunächst fingen die Großen Grüßen Heupferde hüpfend die auf allen vieren krabbelnden Blattläuse. Später wurden dann die Heupferde von den flinken Igeln verspeist. Es war ein erlebnisreicher Nachmittag und alle haben viel über diese hüpfenden Weggefährten gelernt.

Verantwortlich für den Beitrag und Ansprechpartner für die Jungen Naturwächter im Zittauer Gebirge ist das Naturschutzzentrum vor Ort.