Während unseres Treffens wird überraschend eine junge Spitzmaus abgegeben. Sie braucht dringend Nahrung. Beim Füttern passen alle auf. Anschließend wiederholen wir unser Wissen über die Spitzmaus und erfahren Wichtiges für das Füttern der Spitzmaus, z.B. Fütterungszeiten, Behandlung während des Fütterns und danach (Bauchmassage, Ausputzen, warmhalten des Tiers).

Hilfe für Spitzmuas
Erstversorgung einer Spitzmaus

Wir trafen uns um 8.30 Uhr am Familienzentrum Delitzsch und fuhren zuerst mit 5 Kindern zum Parkplatz Neuhauser See in Benndorf. Dankbarerweise begleitete uns an diesem Tag Herr Krüger, der eine Fahrradwerkstatt in Delitzsch hat und uns im Fall einer Fahrradpanne fachkundig unterstützen konnte. Um 9.00 Uhr starten wir dann alle zusammen in die Goitzsche-Wildnis. Am Arboretum gab es eine Pause mit Frühstück und wir trafen Christine Bergt, die ehrenamtlich die Wildpferde in der Goitzsche mit versorgt und uns dorthin führen wollte. Gemeinsam ging es weiter zu den Wildpferden. Es handelt sich dabei um eine kleine Herde von aktuell fünf Exmoore-Ponys, die auf einem mehrere Hektar großen Areal mit Wiese und Wald frei leben. Sie sind allerdings soweit an den Menschen gewöhnt, dass sie relativ nah heran kommen und gern auch frische Möhren und Äpfel nahmen, die die Kinder über den Zaun reichten. Ansonsten leben die Tiere sehr artgerecht im Sommer und Winter im Freien, brauchen keinen Hufbeschlag und keinen geschlossenen Stall.
Frau Bergt erzählte uns vieles über die Tiere und beantwortete Fragen.

Auf dem Rückweg machten wir noch Station bei den „Wächtern der Goitzsche“ – aus Eisen gefertigte Statuen. Interessant war auch ein Steinkreis mit eingearbeiteten Gesichtern, deren Vorlage Kinder einer Grundschule angefertigt hatten. Außerdem lagen als Zeitzeugen einige bereits zu Braunkohle gewandelte Baumstämme dort, die aus dem ehemaligen Braunkohletagebau stammten.
Am Arboretum hatten wir dann noch ausreichend Zeit, ein kleines Biotop mit Wasser, das wir mit einer Pumpe förderten, zu füllen, den Barfußpfad zu testen und für ein Spiel „Eulen und Krähen“, das die Themen des Tages nochmals spielerisch wiederholte. Außerdem konnten sich wir uns nochmals ausreichend für den Rückweg mit Essen und Trinken stärken.
Unsere Tour hatte eine Länge von ungefähr 30 Kilometern und wir waren froh, dass alle gut durchgehalten haben und keine größeren Pannen oder Unfälle zu beklagen waren.
Um 15.00 Uhr endete der Tag am Familienzentrum in Delitzsch.

Am See angekommen erhielten die JuNAs eine Klemmmappe um zu notieren, welche Wiesenbewohner sie erkennen können.
Nachdem unser „Untersuchungsgebiet“ erreichten, haben sich alle ins Gras gelegt um die Stockwerke der Wiese festzulegen (Blütenschicht, Blatt- und Stängelschicht, Streuschicht, Bodenschicht) und um einige Wiesenblumen zu bestimmen. Darunter waren Rotschwingelgras, Knäuelgras, Natternkopf, Labkraut, Margarite, Hornklee.
Dann kam die spannende Frage woran man ein Insekt erkennt und ob Spinnen auch Insekten sind? Insekten haben eine 3-Gliederung Kopf, Brust, Hinterleib; sie haben 6 Beine, Rüssel und ein Exoskelett; Spinnen sind keine Insekten, sie haben Kopf und Brust zusammen, sie haben 8 Beine.
Jetzt ging es so richtig los, ausgerüstet mit Becherlupen und Kescher sollten die JuNAs kleine Wiesenbewohner einfangen und versuchen zu bestimmen.
Insgesamt wurden 35 Wiesenbewohner gefunden!
Alle Becherlupen waren gefüllt mit unterschiedlichen Kleinlebewesen! Was für eine Ausbeute. Darunter waren: Kleespinner die Raupe (Nachtfalter), Wiesenschaumzikade, Wellenlinien-Spanner, das Kleine Wiesenvögelchen (Schmetterling), ein Balkenschröter (Käfer), die Larve des asiatischen Marienkäfers. Zum Schluss malt jedes Kind seinen Lieblings-Wiesenbewohner auf sein Arbeitsblatt. Am frühen Abend war dann auch unser Ausflug schon zu Ende und wir bedankten uns ganz herzlich bei den Referentinnen vom Naturschutzbüro.

Für den Kurs konnten wir Lars Mingram als Referent gewinnen. Als Rettungssanitäter unterrichtete er uns in Erster Hilfe.

Wir lernten wie man im Notfall vorgeht: S – M – H schützen – melden – helfen; wie man sich verhält, wenn man an eine Unfallstelle kommt: Die 5 W´s: Wo, Was, Wie viele, Welche, Warten; Die Notfallnummern: 112 – 110;
Und wie wir eine Bewusstseinsstörung erkennen und was wir in so einem Fall tun können.

Nach einer Stunde Theorie freuten sich die Kinder selbst in Aktion zu gehen: wir übten in Zweierteams die stabile Seitenlage, Verbände anlegen, Verletzte mit einer Isolierdecke zu wärmen und den Umgang mit Verletzen zu üben. Es war ein sehr lehrreicher, interessanter Nachmittag, der uns Freude gemacht hat.

Feuer machen
Wir lernen auf verschiedene Art und Weise Feuer zu entfachen

Im Februar war es nicht so kalt, aber unser Thema „Feuer“ deshalb nicht weniger spannend. Wir JuNas aus Delitzsch machten im Garten ein Feuer und lauschten dabei der Geschichte der Techniken des Feuerentfachens von der Altsteinzeit bis zur Neuzeit. Sibylle, unsere Betreuerein, zeigte die Werkzeuge, die benutzt wurden um Funken zu schlagen mit Stein auf Stein; Stein und Stahl; Drillbogen; Streichhölzer; kohlenstoffgehärtetem Eisenstab, sowie mit Gas- Benzin-Feuerzeugen.
Alle waren gebannt ob es Sibylle gelingen wird das aufgebaute Tipifeuer mit einem Funken durch Funkenschlag mit Stein und Stahl und einem passenden Funkenfänger (+Zundernest) zu entzünden.
Hurra es hat geklappt und alle waren begeistert! Natürlich konnten wir anschließend die verschiedenen Werkzeuge selbst ausprobieren.

Wir machen Feuer mit Stein und Stahl.