Beim letzten Treff der JuNas ging es um das Thema „Heuschrecken“ im Zittauer Gebirge. Wir widmeten uns dem Thema Heuschrecken. Spielerisch und sportlich testeten wir zunächst, wie weit jeder einzelne von uns aus dem Stand springen kann. Anschließend wurde exemplarisch von einigen Kindern die Körpergröße gemessen, mit 12 multipliziert und die entsprechende Strecke abgeschritten. Jetzt konnten wir uns vorstellen, wie weit einige Heuschrecken aus dem Stand springen können und waren sehr fasziniert über diese Höchstleistung. Anschließend trugen wir zusammen, was jeder von uns an den Heuschrecken am meisten mag und kamen so auf viele Aspekte der Ökologie und der Lebenswiese zu sprechen, wie etwa die Entwicklung über den Jahresverlauf, die Besonderheit der Hemimetabolen Verwandlung, der Funktion und Lauterzeugung der Gesänge und die Ernährung. Mit Keschern, Becherlupen und Keschern ausgestattet wurden die auf der extensiv genutzten Wiese vorkommenden Arten bestimmt und anschließend noch 2 Bewegungsspiele gespielt um die Nahrungsbeziehung darzustellen. Zunächst fingen die Großen Grüßen Heupferde hüpfend die auf allen vieren krabbelnden Blattläuse. Später wurden dann die Heupferde von den flinken Igeln verspeist. Es war ein erlebnisreicher Nachmittag und alle haben viel über diese hüpfenden Weggefährten gelernt.
Verantwortlich für den Beitrag und Ansprechpartner für die Jungen Naturwächter im Zittauer Gebirge ist das Naturschutzzentrum vor Ort.



- ← Herbstcamp mit den Jungen Naturwächtern Neschwitz
- Streuobstwiesen-Tag mit den „Schlauen Eisvögeln“ →
Unser langersehntes erstes Treffen nach der Sommerpause war ein voller Erfolg. Gemeinsam mit unseren 15 jungen Naturwächterinnen und Naturwächtern trafen wir uns in Leutzsch bei Nachbarschaftsgärten e.V. Dort erhielten wir einen Einblick in die wichtige Arbeit des gemeinnützigen Vereins, dank einer kleinen Führung durch die Gemeinschaftsgärtnerin Julia.
Anschließend begaben wir uns auf Abenteuerreise durch die Streuobstwiese des Vereins. Eine mitreißende Vorlesegeschichte über das Schicksal des Streuobstwiesen-Bauern Bienle entfachte eine lebhafte Diskussion über die Vor- und Nachteile von Obstplantagen. Dabei wurde uns schnell bewusst, welchen unschätzbaren Wert eine extensiv bewirtschaftete Streuobstwiese für die Tier- und Pflanzenwelt hat. Überall um uns herum tauchten Tiere auf, mit denen die Kinder zuvor noch nie in Berührung gekommen waren. Angefangen beim imposanten Heupferd, über die faszinierende Wespenspinne bis hin zu einem Bienenschwarm, der gerade dabei war, ein neues Volk zu gründen. Ein ganz besonderes Highlight für die Kinder war Bea’s beeindruckende Vorführung zur Kunst des Sensenmähens. Dabei lernten wir, weshalb es sich bei der Mahd lohnt auf elektrische Unterstützung zu verzichten. Mit dem Versuch eine Nahrungspyramide nachzubilden, stellten wir schnell fest, wie fragil das Nahrungsnetz einer Streuobstwiese ist und wie kleine Eingriffe das ganze System zum Einsturz bringen können.
Es war toll, dass wir diesen Tag im Nachbarschaftsgarten Leutzsch verbringen konnten. Wir hoffen sehr, dass unsere selbstgebauten Unterschlupfmöglichkeiten für nützliche Insekten wie Ohrenkneifer und Marienkäfer sowie die installierten Nistkästen dazu beitragen, den Garten zu unterstützen. Die Nachbarschaftsgärten des Vereins sind wundervolle lebendige Orte. Angesichts des wachsenden Bebauungsdrucks in unserer Stadt wird immer deutlicher, wie wichtig grüne Flächen für unser Wohlbefinden und den Klimaschutz sind. Je mehr solcher grünen Oasen wir in unserem Viertel schaffen, desto besser sind sie sowohl für unser persönliches Wohlbefinden als auch für die Erhaltung unserer Umwelt und den Schutz des Klimas.
Verantwortlich für den Beitrag und Ansprechpartner für diese JuNa-Gruppe ist die Auwaldstation Leipzig.






Die Vogelberingung ist eine international anerkannte Methode, um den Bestand heimischer Wildvogelarten erheben zu können. Standardmäßig werden bei der Vogelberingung Art, Geschlecht, Alter, Gewicht, Flügellänge u. ä. erfasst. Durch die Kennzeichnung und Vermessung von Brut- und Zugvögeln über Jahre hinweg, lassen sich Veränderungen innerhalb verschiedener Vogelpopulationen aufzeigen. So können wichtige Rückschlüsse auf äußere Einflüsse, wie etwa den Klimawandel, gezogen werden. Der Naturschützer und Ornithologe Steffen Emmrich und seine Vereinskollegen ermöglichten uns bei der Vogelbringung der Gelenauer Ornithologen dabei zu sein und einen intensiven Einblick in diese Feldforschungsmethode zu erhalten. Die meisten Teilnehmenden hatten noch niemals die Gelegenheit, Singvögeln so nahe zu kommen und nutzten die Möglichkeit viele Fragen zu stellen und den Experten über die Schulter zu schauen.
Verantwortlich für den Beitrag und Ansprechpartner für die Jungen Naturwächter im Erzgebirge ist die Naturschutzstation Pobershau.



Im September trafen sich die Jungen Naturwächter aus dem Partheland zu einem spannenden Treffen, bei dem sie gemeinsam über verschiedene Aspekte von Pflanzen forschten und diskutierten.
Thematisiert wurden unter anderem invasive Neophyten, also nicht heimische Pflanzen, die in neue Gebiete eingewandert sind. Um die Effizienz der natürlichen Verbreitungsmethoden von Pflanzen hautnah zu erleben, unternahmen wir ein praktisches Experiment: wir liefen auf Socken über eine blühende Wiese. Das klingt erstmal recht unspektakulär, doch an unseren Socken blieben viele Samen hängen, was eindrücklich demonstrierte, wie Tiere zur Verbreitung von Pflanzensamen beitragen können. In deren Fell bleiben die Pflanzensamen ebenfalls hängen und werden somit in der Landschaft verbreitet. Die Zoochorie, wie diese Art der Verbreitung genannt wird, konnte mit viel Spaß aufgenommen werden. Der Bauplan von Pflanzen wurde erklärt und am Wegesrand konnten Arten bestimmt werden. Ein Kletten-Weitwurf und ein unterhaltsames Pflanzenmemory lockerten das Programm zusätzlich auf und boten eine willkommene Abwechslung. Neben all der Theorie und Praxis kam auch die Kreativität nicht zu kurz: Aus selbst gesammelten Kräutern stellten wir ein wohlriechendes Kräuteröl her. Als krönenden Abschluss bestaunten wir einen selbstgemachten Löwenzahnhonig, den ein Mitglied unserer Gruppe liebevoll zubereitet hatte. So endete ein lehrreicher und abwechslungsreicher Tag in der Natur.
Weitere Infos zu den Jungen Naturwächtern aus dem Partheland findet ihr hier.
- ← Ausflug zur Vogelberingungsstation
- Juhuuu, noch eine Spinne! Artenforscher*innencamp „Faszinierende Spinnen“ im Erzgebirge →
Die Sommerferien gingen für die Teilnehmenden des Artenforscher*innencamps des LPV Westsachsen erlebnisreich zu Ende: Vom 15. bis 17. August 2023 war Spinnenzeit, genauer Webspinnenzeit! Warum die flinken Achtbeiner so viel Angst und Unmut bei vielen Menschen hervorrufen, konnten die Nachwuchsforscher*innen unseres dreitägigen Camps nicht nachvollziehen, ließen sie doch schon zu Beginn Weberknechte – die im Übrigen nicht zu den Webspinnen gehören – über Arme und Gesicht krabbeln. In den drei Camptagen tauchten die Jugendlichen tief ins Thema Spinnen ein: Begleitet von den beiden Spinnenexperten Dr. Detlef Tolke und Maximilian Schweiger gingen sie mehrfach auf Spinnenpirsch, erfuhren, wo die kleinen Raubtiere leben, wie sie Nahrung erbeuten, wozu Spinnenseide genutzt wird, wie Spinnennetze gewebt werden und wie die Paarung der Spinnen abläuft. Beim Blick durchs Binokular wurden kleine Details der oft unscheinbaren Krabbler dann ganz groß: Die zumeist acht, durchaus unterschiedlich angeordneten Augen, acht mehr oder weniger behaarte Gliedmaßen, Giftklauen, imposante Zeichnungen auf Vorder- und Hinterleib. Das Bestimmen fiel dann plötzlich gar nicht mehr so schwer, vor allem nachdem die Teilnehmerinnen die Handhabung eines Bestimmungsschlüssels kennengelernt und diesen systematisch und mit Begeisterung angewendet haben. Eine Nachtwanderung führte die Spinnenforscherinnen entlang des Naturlehrpfades vorbei an Netzen und Gespinsten. Bei Tag ging uns sogar ein Exemplar des Ammendornfingers ins Netz, eine bei uns eher selten vorkommende und die einzige Spinne, die auch dem Menschen eine recht schmerzhafte Wunde zufügen kann. Bei einem gemeinsamen Lagerfeuer lauschten wir Spinnengeschichten und dachten uns selbst – zum Teil gruselige – Geschichten über Spinnen aus. Zum Abschluss gestalteten die Jugendlichen selbständig ein Brettspiel mit vielen Frage- und Antwortkarten, um auch anderen Spinneninteressierten das im Camp erarbeitete Wissen weitergeben zu können. Immerhin erhöhte sich die Anzahl der den Teilnehmenden bekannten Spinnenarten von fünf zu Beginn des Camps auf 32 an Tag 3, die sie im Verlauf des Camps kennengelernt haben und – mit etwas Zeit, Geduld, Artenkenntnis und Spinnenführer – nun auch bestimmen könnten.
Für Fragen zum Camp, klickt auf die Seite der Naturschutzstation Gräfenmühle, wer im nächsten Jahr auch gerne bei einem Artenforscher*innen-Camp dabei sein möchte, schaut auf die Seiten der Jungen Naturwächter – wir planen schon für 2024!







