Am Freitag, dem 05.01.2024, trafen sich die Jungen Naturwächter der AG Chemnitzer NATUREntdecker zur ersten Veranstaltung im Jahr 2024. Da an diesem Wochenende die „Stunde der Wintervögel“ bevorstand, drehte sich alles um unsere gefiederten Freunde, die den Winter bei uns in Mitteldeutschland verbringen.
Zur Einleitung gab es einen Kurzfilm über die Mitmachaktion und es wurden die notwendigen Hilfsmittel für die Vogelzählung besprochen. Anschließend wurden nochmal Zug- und Standvögel thematisiert, bevor es dann daran ging, die Artenkenntnisse der JuNas zu testen. Auf dem Tisch lagen nun zahlreiche Vogelbilder und die dazugehörigen Namen. Ziel war es, jedem Bild den richtigen Vogelnamen zuzuordnen. Als Hilfsmittel standen Vogelbestimmungsbücher zur Verfügung, um auch den Umgang mit diesen zu üben. Einige Arten wurden recht schnell erkannt, bei manchen musste dann doch im Buch nachgeschaut werden. Aber alle Namen wurden selbständig von den JuNas zugeordnet. Bei der nächsten Übung durfte jeder Teilnehmende eine Vogelbeschreibung vorlesen und alle anderen hatten die Aufgabe, schnellstmöglich die Art herauszufinden. Das hat allen viel Freude bereitet, besonders das Vorlesen der Vogellaute sorgte für viel Spaß. Vögel konnten wir leider an diesem Tag keine mehr zählen, da es draußen schon dunkel wurde.


Damit wir dennoch gemeinsam Vögel zählen und an der Mitmachaktion teilnehmen konnten, wurde sich für den nächsten Vormittag verabredet. Vier JuNa-Familien gingen ausgerüstet mit Ferngläsern und Klemmbrettern in der Umgebung der Naturschutzstation Chemnitz-Gablenz auf die Suche. Unterstützung erhielten wir dabei von zwei erfahrenen Vogelkennern. Leider waren an diesem Tag sehr wenige Vögel unterwegs, sodass wir tatsächlich nach ihnen suchen mussten. Lediglich die Saatkrähen waren zahlreich auf der nahegelegenen Wiese bei der Nahrungssuche zu beobachten und ein Eichhörnchen war durch das recht milde Wetter geweckt worden. Aber mit Hilfe unserer routinierten Naturschutzhelfer konnten wir dann doch noch einige Arten beobachten und natürlich auch hören. So konnten wir mit unserem Spektiv Kernbeißer entdecken, welche die meisten JuNas noch nie zuvor gesehen hatten. Dies war unser Highlight des Tages. Zwischendurch durften wir dem Presseteam noch Interviews geben und für ein paar Fotos posieren. Auf dem Rückweg flog dann ein großer Schwarm Rabenvögel über uns hinweg, wobei wir noch einige Dohlen hören und auch entdecken konnten.



Zurück in der Naturschutzstation werteten wir die Ergebnisse unserer Exkursion aus. Insgesamt notierten wir 20 Vogelarten auf unseren Meldebögen. Zufrieden verabschiedeten wir uns in das wohlverdiente Wochenende, wo sicherlich der ein oder andere auch im eigenen Garten nochmal nach den gefiederten Wintergästen Ausschau gehalten hat.
Verantwortlich für den Beitrag und Ansprechpartner für die JuNas aus Chemnitz ist Naturschutzstation Chemnitz
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Am 11. Oktober pünktlich um 10 Uhr traf sich die JuNa-Gruppe Ebersbach am Feldweg in Kottmarsdorf, dem Ausgangspunkt der Nussjagd.
Nach einer kurzen theoretischen Einführung ins Gebiet, dem Schutzstatus und der Lebensweise der Haselmaus, sowie der Unterschiede zwischen den Fraßspuren von Haselmaus, Waldmaus, Eichhörnchen und Specht begaben sich die Kinder auf die Suche nach angefressenen Haselnüssen. Dabei wurde ein Gebiet von etwa 4 ha abgesucht.
Jede Nuss, die eine Fraßspur aufwies, wurde gesammelt. Nach einer kleinen Mittagspause in Form eines Waldpicknicks, ging es mit den gesammelten Nüssen zurück in die NABU-Naturschutzstation Ebersbach. Dort angekommen wurden die gesammelten Nüsse mit Lupe und Bestimmungsbuch genauer untersucht, um die Verursacher der Fraßspuren zu ermitteln.
Dabei wurde festgestellt, dass von den insgesamt 23 gesammelten Haselnüsse 4 Nüsse von Mäusen (davon eine Nuss durch eine Wühlmaus), 2 Nüsse von dem Specht, eine Nuss vom Kleiber und 15 Nüsse von einem Eichhörnchen angefressen wurden. Eine Fraßspur der Haselmaus war leider nicht darunter.
Doch dafür konnten während der Exkursion auch andere Spuren entdeckt werden, wie zum Beispiel die Rupfung einer Taube, ein ausgegrabenes und ausgefressenes Wespennest und ein Wühlmausloch.
Insgesamt war es eine schöne und gelungene Aktion, bei der alle Kinder viel Spaß hatten.



Verantwortlich für den Beitrag und Ansprechpartner für die JuNas aus Ebersbach ist die NABU Naturschutzstation Ebersbach.
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Am Nikolaustag 2023, hatten die JuNas vom Biberhof Torgau und dem LPV Torgau Oschatz das Vergnügen, ein Winterquartier im Keller des Braumuseums (Fischerstraße 11, Torgau) zu erkunden. Herr Plaszkorski (Mitarbeiter der Stadt Torgau und ausgewiesener Fledermausexperte) gab den JuNa’s einen beeindruckenden Einblick in den Jahreszyklus dieser faszinierenden Flugakrobaten.
Der Eisenschlüssel führte uns in die Gewölbe des alten Mittelalter- und Braukellers. Die Kinder gingen gemeinsam auf die Suche nach Fledermäusen. Ausgestattet mit Taschenlampen durchleuchteten sie die Schlitze zwischen den Steinen, um die schlafenden Flugkünstler zu finden. Inmitten der historischen Gemäuer stießen wir auf eine Langohrfledermaus. Eine Breitflügelfledermaus hat es sich in einem Fledermauskasten gemütlich gemacht. Beide Fledermäuse werden dort friedlich ihren Winterschlaf halten, bis sie der Frühling wieder weckt.
Doch wir fanden nicht nur die Fledermäuse in den Gemäuern des Braumuseums. Unsere neugierigen Blicke entdeckten weitere faszinierende Bewohner, darunter ein Tagpfauenauge (überwintert als adulter Falter auf Dachböden oder in Kellern). Gespensterhafte Erscheinungen und Spinnen vervollständigten die Liste unserer Entdeckungen.
Die kleinen Nachtflatterer, die wir mit eigenen Augen beobachten konnten, machen deutlich, wie wichtig es ist, Winterquartiere wie den Keller des Braumuseums zu erhalten . Diese erlebnisreiche Aktion vermittelte nicht nur Wissen, sondern ließ auch eine spielerische Atmosphäre entstehen, in der die Natur mit allen Sinnen erfahrbar wurde.
An dieser Stelle möchten wir uns von Herzen beim gesamten Team des Braumuseums und insbesondere bei Herrn Plaszkorski bedanken. Ihre Unterstützung und Gastfreundschaft haben es uns ermöglicht, das JuNa Treffen auf diese Art und Weise zu gestalten. Möge das Bewusstsein für den Schutz von Winterquartieren wie diesem weiter wachsen , damit auch zukünftige Generationen die faszinierende Welt der Fledermäuse erleben können.
Falls auch ihr bei euch Fledermäuse habt oder euch für den Schutz der Tiere einsetzt, freuen wir uns über eine Bewerbung von euch für die Fledermausplakette „Fledermaus komm ins Haus“. Hier geht es zur Bewerbungsseite: Fledermausplakette.
Weitere Informationen zu Fledermäusen könnt ihr auf folgender Homepage finden: fledermausschutz-sachsen.de




Verantwortlich für den Beitrag und Ansprechpartner für die JuNas aus Torgau ist die NABU Naturschutzstation Biberhof Torgau.
Nachdem wir bei unserem letzten Treffen auf einer Exkursion die Entstehung des Zittauer Gebirges nachvollzogen haben, besuchten unsere JuNas am 05.12. das Geologiezentrum in Zittau. Hier konnten sie eine Vielzahl unterschiedlicher Gesteine und Mineralien aus der Region aber auch weltweit bestaunen. Herr Küpper, ein Experte in Sachen Steine und Mineralien, führte uns durch die Ausstellung und beantwortete die vielen Fragen der Kinder. Die JuNas konnten ihr Wissen über die heimischen Gesteine weiter viertiefen und sind jetzt kleine Experten in Fragen zur Entstehung und Geologie im Zittauer Gebirge. Einzelne Bestandteile von Gesteinen wurden unter dem Mikroskop untersucht und die Kinder konnten sich an unterschiedlichen Schleifmaschinen selbst Steine schleifen und die wundervolle Verwandlung vom unscheinbaren Gestein in einen kleinen Schatz erleben.



Verantwortlich für den Beitrag und Ansprechpartner für die JuNas aus Zittau ist das Naturschutzzentrum Zittauer Gebirge gGmbH.
Vom 09. bis 12.10.2023 hieß es in Borna-Birkenhain: „Auf ins geheimnisvolle Reich der Pilze!“ Domenica Kraußer von Napikra nahm die JuNas und andere Interessierte mit in die geheime Welt der Fadenwesen. Uns ist nun klar, dass Pilze uns gar nicht so unähnlich sind, denn auch hier gibt es Räuber, Partner und Resteverwerter. In vier Tagen beschäftigten wir uns mit den Grundlagen der Pilzsystematik, lernten Röhrlinge, Porlinge, Sprödblätterpilze und Faserblätterpilze von Anderen zu unterscheiden; entdeckten Pilzmycele und ließen die Sporen tanzen. So entstand nach und neben einem üppigen Pilzmuseum auch unser eigenes Pilz-Buch. Am Nachmittag wurde kreativ gewerkelt: Es entstanden Schnitzlinge und Tonlinge, Pilzkreide, Pilzpapier und leckerer Pilztee.
Verantwortlich für den Beitrag und Ansprechpartner für die JuNas aus Borna-Birkenhain ist die Ökologischen Station Borna-Birkenhain e. V.


