Am 17. Januar fand das erste Treffen des Jahres statt, bei dem sich die JuNa’s des Biberhofs Torgau und des LPV Torgau/Oschatz versammelten. Gemeinsam starteten sie mit viel Enthusiasmus in die Jahresplanung, die auf eine besondere Weise gestaltet wurde.
Die Kinder hatten die einzigartige Gelegenheit, aktiv an der Gestaltung des Jahresplans teilzunehmen. In einem demokratischen und spielerischen Prozess wurden die Themen für das kommende Jahr ausgewählt. Gewonnen haben die Themen:
- Amphibien & Reptilien (mit Lebensraum Wasser)
- Hasen, Kaninchen (Nagetiere)
- Wolf & Luchs (Raubtiere)
Ein besonders aufregender Moment war die Namensfindung für die Gruppe. Die JuNas entschieden sich gemeinsam für den Gruppennamen „JuNa Bibberkids“ – das doppelte „bb“ ist so gewollt.
Um die Forschungsabenteuer der „JuNa Bibberkids“ noch authentischer zu gestalten, erhält dieses Jahr jedes Kind einen eigenen Forscherrucksack. Für den Rucksack wurden Forscher-Sammelmappen bemalt, diese mit Naturbildercollagen versehen und der Rucksack mit einem persönlichen Namensbutton verziert.
Über das Jahr hinweg werden die Rucksäcke mit weiteren Forschungsmaterialien befüllt, sodass die „JuNa Bibberkids“ stets bestens ausgerüstet sind, um die Geheimnisse der Natur zu erkunden. Dieses innovative Konzept fördert nicht nur die Neugier der Kinder, sondern auch ihre Eigenverantwortung und Teamarbeit.
Das JuNa Treffen war nicht nur ein Auftakt für spannende Forschungsabenteuer, sondern auch ein Zeichen für die gelebte Gemeinschaft und den aktiven Umweltschutz in der Kindergruppe. Wir sind gespannt auf die Erlebnisse und Entdeckungen, die die „JuNa BibBerkids“ im Laufe des Jahres machen werden.“





Verantwortlich für dein Beitrag und Ansprechpartner für die JuNas aus Torgau ist die NABU Naturschutzstation Biberhof Torgau.
Bei unserer JuNa Veranstaltung am 16.01.2024 haben wir uns den heimischen Wintervögeln gewidmet. Zunächst ging es darum, die verschiedenen Schnabelformen von Vögeln kennenzulernen. Bei einem spannenden Sortierspiel lernten die JuNas, Pinzettenschnabel, Kegelschnabel, Löffelschnabel und Hakenschnabel voneinander zu unterscheiden, ordneten heimische Vogelarten den jeweiligen Schnabelformen zu und erfuhren, welcher Schnabel für welche Nahrung am besten geeignet ist.
Dann ging es ans Nüsse knacken, Körner mischen und Rindertalg zufügen. Heraus kamen wunderschöne, dekorativ und lecker aussehende Futterglocken für die Wintervögel mit einem Kegelschnabel. Diese haben sich auf kernige Kost spezialisiert. Zu diesen Vögeln zählen Blaumeisen, Kohlmeisen und andere. Die JuNas hatten viel Spaß dabei und viele hatten bereits konkrete Ideen, wo sie ihre selbst hergestellte Futterglocke aufhängen wollen.


Verantwortlich für den Beitrag und Ansprechpartner für die JuNas aus Zittau ist das Naturschutzzentrum Zittauer Gebirge.
Am 13.01.2024 fand das erste Treffen der neuen JuNa-Gruppe (Leipzig Mitte) im Rosental bzw. im Naturkundemuseum statt. Insgesamt nahmen 11 Kinder aus Leipzig und Tauchau an dem Treffen teil. Es stand unter dem Fokus des gegenseitigen Kennenlernens und des Wissenserwerbs zu unseren heimischen Wintervögeln.
Die Kinder waren aufgeregt und voller neugieriger Vorfreude. Nach einer kurzen Vorstellungsrunde und einem Aufwärmspiel gemeinsam mit den Eltern, wurden diese verabschiedet.
Bereits an unserem Treffpunkt, dem Naturkundemuseum, konnten wir die ersten Vögel beobachten und gemeinsam herausfinden, um welche Arten es sich handelt. Als Einführung zum Thema durften die Kinder im Rosental (Park) erraten, welcher Vogel durch Aufhacken von Fichtenzapfen und Nüssen an seine Winternahrung gelangt: der Buntspecht. Hierfür konnten sie die mitgebrachten Zapfen und Nussschalen genauer betrachten. Anschließend sind wir der Frage auf den Grund gegangen, wie genau es die Buntspechte schaffen, ohne Hände eine runde Nuss zu knacken. Mit Hilfe von Aststücken, Holzstäbchen und einem Metallbohrer als „Schnabel“ durften die Kinder es selbst ausprobieren, ob es ihnen gelingt, die Nuss zu öffnen. Die Kinder haben die Spechtschmiede kennengelernt und an geeigneten Baumstämmen selbst ausprobiert.
Die Kinder konnten ihr Vorwissen einbringen, welche heimischen Standvögel sie bereits kennen und woran man diese unterscheiden kann. Anhand von Info-Karten wurden diese nochmals gezeigt. Wir konnten noch weitere Vögel in der Natur entdecken und bestimmen.
Nach einer Essenspause stellten wir Erdnussketten für die Wildvogelfütterung her. Anhand des Halbpräparates einer Saatkrähe wurde den JuNas das Vorgehen bei einer Präparation näher gebracht. Es ergab sich auch die Möglichkeit über den Balg einer Dohle zu streicheln.
Beim Gang durch die Ausstellung haben wir die einheimischen Vogelarten genauer unter die Lupe genommen (z. B. Unterscheidung von Haus- und Feldsperling, Amselweibchen und Männchen) und gemeinsam überlegt, wieso Zugvögel in der kalten Jahreszeit wegziehen. Es gab für die Gruppe die gemeinsame Aufgabe, in der Ausstellung alle 7 heimischen Spechtarten zu finden. Dies haben die Kinder sehr gut und gemeinsam gelöst. Als „Belohnung“ wurden die Logbücher ausgeteilt und die JuNas durften ihren ersten Stempel eintragen. Des Weiteren konnten wir den JuNa-Ordner mit erstem Informationsmaterial (Steckbriefe Wintervögel und Wintervogelfütterung) ausgeben.
Im Anschluss haben wir draußen das Spiel „Restaurant zum Wintervogel“ gespielt. Danach gab es eine Auswertung und eine kurze Wissensvermittlung zu den unterschiedlichen Ernährungsweisen in Abhängigkeit zur Schnabelform. Anschließend durften wir die Erdnussketten und das Vogelfutter für die echten gefiederten Freunde auf diesem Areal verteilen.
Nach einem Abschiedsritual war die gemeinsame JuNa-Zeit auch schon zu Ende.
Verantwortlich für den Beitrag und Ansprechpartner für die JuNas aus Leipzig Mitte ist das Deutsche Kleingärtnermuseum.
Die Jungen Naturwächter haben sich im Januar wieder an der Auwaldstation getroffen, um den Spuren der Tiere und Menschen auf die Schliche zu kommen. Einige haben etwas Müll mitgebracht, um später damit ein Experiment zu beginnen. Los ging es, der Eiseskälte trotzend, mit Mülltüte und Greifern, Handschuhen und Augen wie ein Luchs. Bewaffnet mit Neugier und Forschergeist machten wir uns auf den Weg, um in der Umgebung alles zu finden, was nicht in die Natur gehört und dabei einige Spuren von Tieren zu entdecken.
Nach einigen Menschenspuren entdeckten wir faszinierende Tierspuren an einem alten umgefallenen Baum, Bohrlöcher, die wie Würmer aussahen und dadurch zauberhafte Bilder hinterließen. Wir konnten sogar Trittspuren von einem Hund entdecken, was unsere Entdeckerlust noch weiter anspornte. An den Brücken war es schwieriger, Spuren zu finden, da das Wasser aufgrund des hohen Pegels viele Hinweise verschluckt hatte. Doch das hielt uns nicht davon ab, weiter nach Hinweisen zu suchen. Angenagtes und verrottetes an Schalen und Nüssen wurde noch gefunden.

Als die Kälte langsam ihren Tribut forderte, kehrten wir zur Auwaldstation zurück, wo wir uns am wärmenden Kamin ausruhten und stärkten. Aufgewärmt konnten wir uns eingehend mit verschiedenen Tierspuren beschäftigen und den Inhalt der Spurenkiste begutachten. Es war alles dabei, verschiedene Schädel und Knochen, Trittsiegel und unbekanntere Tierspuren wie Gallen. Alles was wir draußen nicht finden konnten, schauten wir uns hier im Original oder auf Fotos an. Eine Haselmaus nagt anders an Nüssen als ein Eichhörnchen und dann gibt es auch noch lustige Bohrkäfer. Das hat viel Freude gemacht und die Kinder haben die verschiedenen Nüsse gut zugeordnet.

Anschließend teilten wir uns in Gruppen auf, um verschiedene Aufgaben zu erledigen. Eine Gruppe begann damit, neben dem Kompost ein Loch zu graben und den mitgebrachten Müll darin vorläufig zu vergraben. Am Ende des JuNa-Jahres werden wir die Sachen gemeinsam wieder rausholen und den Status der Verrottung untersuchen. Wir haben Plastik, Pappe und eine Bananenschale eingegraben und sind extrem gespannt, was am Ende dabei raus kommt. Eine andere Gruppe widmete sich dem Malen von Schildern für dieses „Müllgrab“, um den Ort zu markieren.
Eine weitere Gruppe nahm sich Gewölle von einer Schleiereule vor und betrachtete sie unter dem Stereomikroskop, um mehr über die Nahrungsgewohnheiten der Tiere zu erfahren. Da war ganz eindeutig Maus die absolute Leibspeise. Die Kinder hatten außerdem die Möglichkeit, Trittsiegel von verschiedenen Tieren wie Fuchs, Reh oder Wildkatze herzustellen und so ihre eigenen Spuren mit nach Hause zu nehmen.
Der Tag war nicht nur lehrreich, sondern auch voller schöner Momente und neuer Erkenntnisse. Es war ein Tag voller Entdeckungen und Freude am Erforschen der Natur – ein Tag, den die Kinder sicherlich nicht so schnell vergessen werden.
Verantwortlich für den Beitrag und Ansprechpartner für die JuNas im Auwald ist die Auwaldstation Leipzig.
Unser erstes JuNa-Treffen im neuen Jahr 2024 hat uns ins Regenwaldmuseum Phyllodrom in Leipzig geführt. Der klirrenden Kälte draußen wollten wir entgehen und uns in warme Gegenden entführen lassen… Aber stimmt das wirklich? Gleich zu Beginn wurde mit Vorurteilen aufgeräumt: Regenwälder sind nicht immer tropisch, das Bild vom ewigen Sonnenschein entspricht nicht der Realität – auch in Alaska oder der Bretagne existieren Regenwälder, dabei ist die Durchschnittstemperatur dort relativ gering.
Bezaubernd sind die Wälder aber allemal, noch dazu unglaublich wichtig und dabei so fragil. Wie u. a. das Zusammenspiel der Sternorchidee mit dem Schwärmer Xanthopan morganii praedicta zeigt, existieren dort exakt aufeinander abgestimmte Arten, die aber durch das geringe Vorkommen sehr schnell bedroht sind. Schon eine einzige Straße durch ein Regenwaldgebiet kann diesen komplett aus dem Gleichgewicht bringen. Wieder einmal hat sich für uns gezeigt, wie wichtig der Naturschutz ist!
Wie faszinierend das Leben im Regenwald ist durften wir dann wortwörtlich am eigenen Leib erfahren und zum Beispiel Stabschrecken auf die Hand nehmen. Ein bisschen Überwindung hat es zwar gekostet, aber sowas erlebt man wirklich nicht jeden Tag!


Verantwortlich für den Beitrag und Ansprechpartner für die JuNas aus dem Landkreis Leipzig ist die Ökologische Station Borna-Birkenhain.
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