Der NABU Freiberg bietet 15 jungen Menschen im Alter von 12 bis 18 Jahren die Möglichkeit, die heimischen Amphibienarten zu entdecken. Ihr lernt welche Nachweismethoden es gibt, wie man ein Vorkommen findet und vieles mehr.
- Kennenlernen der heimischen Amphibienarten
- Erforschung der vorhandenen Amphibienvorkommen
- Kontrolle von Krötenzäunen
- Nachweismethoden: Fallen, Keschern, Nachtexkursion
- Dir das Wissen zu vermitteln, wie du Amphibien zuhause schützen kannst
Termin: 11. – 15. April 2023 (Osterferien)
Kosten: 85 € pro Person
Anmeldungen bis zum 12. März per Email an umweltbildung@nabu-freiberg.de oder info@naju-sachsen.de.
Weitere Informationen sind in diesem Flyer.
Teil 2 des JuNa-Artenforscher*innen Camp Amphibien im Landkreis Mittelsachsen
Am 9. Juli 2022 kamen die Teilnehmenden des Amphibien-Camps vom April dieses Jahres erneut zusammen. Wir trafen uns in Mulda, um einen praktischen Naturschutzeinsatz für die Erhaltung und Förderung von Amphibien durchzuführen.
In einem Waldstück in der Nähe befindet sich aktuell ein Vorkommen von Feuersalamandern. Dieses wurde im Jahre 2015 durch die Familie Püwert und Marko Olias vom Naturschutzinstitut Freiberg e.V. „wiederentdeckt“. Aufgrund der geringen Anzahl von Individuen liegt es unter der Nachweisgrenze und galt seit den 70er Jahren als verschwunden. Zurzeit befinden sich maximal 200 Alttiere im Gebiet, wobei ein Tümpel das Habitat des Feuersalamanders ist. Dieser verschlammt allerdings durch geringe Niederschlagsmengen seit diesem Jahr.
Bei dem Einsatz schaufelten die Jugendlichen im Tümpel, um Laichmöglichkeiten für die Tiere zu schaffen. Wahrlich eine körperlich anstrengende und aufwändige Tätigkeit, doch mit vielen Händen haben wir einiges an Schlamm an den Rand des Gewässers befördert. Dabei kam auch Müll wie alte Glasflaschen und Reifen zum Vorschein, den wir gleich entfernten.
An zwei nahegelegenen Teichen haben wir im Anschluss Eimerfallen geleert und Amphibien bestimmt. Ein besonderes Highlight waren Massenvorkommen an Kaulquappen und juvenilen Erdkröten, die gerade das Wasser verließen. Wir sahen auch erstmalig Molchlarven, die noch Kiemen an den Kopfseiten besitzen, bevor später deren Lunge komplett ausgebildet ist.
Der Bergmolch zeigte sich wieder in seiner wunderschönen Wassertracht und verblüffte uns mit seiner farblichen Anpassung an den Boden des Teiches. Bei der Bestimmung waren einige der Molche nicht wie üblich blau gefärbt, sondern durch den Aufenthalt in diesem Gewässer im Laufe der Zeit braun geworden.
Der Spaß blieb bei selbst gemachter Matsch-Schminke, Barfußlaufen im Teich, vielen neuen Eindrücken sowie gemeinsamen Essen natürlich nicht aus!
Text: Annekathrin Sobota
Fotos: Ute Eulitz
Das Artenforscher*innen-Camp wurde vom NABU Freiberg organisiert. Wenn du wissen willst, was die JUNAs dort noch so machen, dann wende dich an:
NABU Regionalgruppe Freiberg e. V.
Bernhard-Kellermann-Straße 20
09599 Freiberg
📞 03731 202764 und 0176 72588420
📧 freiberg@NABU-Sachsen.de
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Im Programm Junge Naturwächter Sachsen ist in diesem Jahr ein drittes Kooperationsprojekt gestartet. Kooperation heißt, dass mehrere Partner zusammen arbeiten. In dem Fall sind dies das Land Sachsen, der Landkreis Mittelsachsen und die LaNU. Alle zusammen wollen für das Projekt weitere Grundlagen erarbeiten, die den JuNa-Gruppen helfen, ihre Treffs einfacher zu planen und zu organisieren.
Ein wichtiger Aspekt dieses neuen Projektes ist es, Ideen zusammenzustellen, die die JuNa-Akteur*innen dabei unterstützen, eure Kurse in guter Qualität umzusetzen.

Es soll außerdem erprobt werden, wie die Älteren von euch durch Artenforschercamps noch tiefer in spezielle Naturschutzthemen einsteigen können. Einige spannende Camps sind in Planung: zu Amphibien, Fledermäusen, Insekten, Pflanzen, Pilzen oder Vögeln. Die Termine dafür, erfahrt ihr rechtzeitig hier.

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