Am See angekommen erhielten die JuNAs eine Klemmmappe um zu notieren, welche Wiesenbewohner sie erkennen können.
Nachdem unser „Untersuchungsgebiet“ erreichten, haben sich alle ins Gras gelegt um die Stockwerke der Wiese festzulegen (Blütenschicht, Blatt- und Stängelschicht, Streuschicht, Bodenschicht) und um einige Wiesenblumen zu bestimmen. Darunter waren Rotschwingelgras, Knäuelgras, Natternkopf, Labkraut, Margarite, Hornklee.
Dann kam die spannende Frage woran man ein Insekt erkennt und ob Spinnen auch Insekten sind? Insekten haben eine 3-Gliederung Kopf, Brust, Hinterleib; sie haben 6 Beine, Rüssel und ein Exoskelett; Spinnen sind keine Insekten, sie haben Kopf und Brust zusammen, sie haben 8 Beine.
Jetzt ging es so richtig los, ausgerüstet mit Becherlupen und Kescher sollten die JuNAs kleine Wiesenbewohner einfangen und versuchen zu bestimmen.
Insgesamt wurden 35 Wiesenbewohner gefunden!
Alle Becherlupen waren gefüllt mit unterschiedlichen Kleinlebewesen! Was für eine Ausbeute. Darunter waren: Kleespinner die Raupe (Nachtfalter), Wiesenschaumzikade, Wellenlinien-Spanner, das Kleine Wiesenvögelchen (Schmetterling), ein Balkenschröter (Käfer), die Larve des asiatischen Marienkäfers. Zum Schluss malt jedes Kind seinen Lieblings-Wiesenbewohner auf sein Arbeitsblatt. Am frühen Abend war dann auch unser Ausflug schon zu Ende und wir bedankten uns ganz herzlich bei den Referentinnen vom Naturschutzbüro.

Am 12. Juni trafen wir uns in der Naturschutzstation in Weiditz zur Abschlussveranstaltung unserer ersten „Expedition Umfeld“. Wir – das waren vier der sechs JuNas, die dabei ein ganzes Jahr lang jeden Monat eine oder mehrere Naturentdecker-Aufgaben gelöst haben:

So sollten wir herausfinden, ob und wo es in unserem heimischen Umfeld Fledermäuse, Rotmilane, Störche, Rauch- und Mehlschwalben oder Schleiereulen zu entdecken gibt. Im Januar stand außer-dem die Teilnahme an der „Stunde der Wintervögel“ auf dem Programm. Im Mai waren wir bei der „Stunde der Gartenvögel“ dabei. Für die botanisch Interessierten gab es Aufgaben zu Phänologi-schen Beobachtungen.
Jeder hatte für die Expedition eine „Forscher-Lotsenmappe“ bekommen, die den Aufgaben-Kalender, eine Karte der heimischen Region, wichtige Beobachtungsregeln und Infos zu den ver-schiedenen Arten sowie Vorlagen für Meldebögen enthielt.

Super war, dass wir uns auch zu drei Veranstaltungen in der Naturschutzstation treffen konnten. Highlight der ersten (mit Zeltübernachtung) war, dass wir mit einem Experten auf Fledermauserkundung gehen konnten. Bei der zweiten führte uns ein Naturschutzhelfer in eine Brutkolonie von Graureihern, in der auch ein Rotmilan-Paar nistete, das den Reihern manchmal Fische stibitzte.

Am heutigen Tag stand nun die Auswertung unseres Expeditionsjahres auf dem Plan. Ganz am Anfang berichtete Majesta ziemlich empört davon, dass man in ihrem heimischen Umfeld gerade ein altes Gebäude abzureißen beginnt, in dem aber viele Gebäudebrüter wohnen, die dort offensichtlich Junge füttern. Sie holte sich Rat, wie sie dagegen vorgehen kann.

Außerdem zeigte sie uns Bilder und Videos aus dem JuNa-Ordner, den sie sich auf ihrem Smartphone für interessante Naturbeobachtungen + Notizen eingerichtet hat. Majesta freut sich schon darauf, demnächst mit einem Naturschutzhelfer aus ihrer Region bei Vogelschutz-Aktivitäten mitgehen zu dürfen.

Auch Robin und Henry waren interessante Entdeckungen gelungen. Sie berichteten außerdem davon, dass sie begonnen haben, sich gemeinsam selbstständig mit dem Thema „Schnecken und Muscheln“ zu beschäftigen und fragten, ob denn im nächsten Jahr dazu einmal eine Veranstaltung stattfinden könne.

Jakob konnte berichten, dass er im Laufe der Expedition Fledermäuse, einen Rauchschwalbennistplatz, ein Storchennest und mehrere Greifvogelnester entdeckt hat. Auch für die phänologischen Untersuchungen gelangen ihm einige Nachweise. Alle Beobachtungen hat er akribisch dokumentiert:

Höhepunkt des heutigen Treffens in der Station war natürlich unser Abenteuer Biber-Beobachtung.
Am ersten Gewässer hatten wir leider kein Entdecker-Glück. Dort konnten wir dafür aber gleich mehrere Entenfamilien, Haubentaucher, Blesshühner und Höckerschwäne beobachten.

Am zweiten Gewässer wurde unsere Ausdauer belohnt. Hier konnten wir gleich mehrere Biber beim Schwimmen und Tauchen beobachten.

Uns allen hat das Expeditionsjahr viel Freude und neues Wissen beschert und wir freuen uns schon auf das kommende JuNa-Jahr. Für den Expeditionsfortganges wünschten wir uns neben der Fort-setzung unserer Umfeld-Beobachtungen z. B. auch Einblicke in das Eulenschutzprojekt der Natur-schutzstation Weiditz und eine Veranstaltung, bei der wir unser Wissen zum Lebensraum Wald und zum Spurenlesen weiter vertiefen können.

Auf jeden Fall sind wir im nächsten Jahr wieder dabei, wenn es heißt: Auf zur Expedition Umfeld!

Auf dem Gelände der Naturschutzstation Rödlitztal soll ein Lehrpfad entstehen. Die JuNas richten für die jeweiligen Tierarten Biotope ein und beschildern sie. Dabei helfen sie sich gegenseitig in den jeweiligen „Fachbereichen“.

Zu Beginn wurde eine Bestandsaufnahme durchgeführt und dabei der Umgang mit Bestimmungsliteratur geübt. Erste Maßnahmen für den Sandlaufkäfer (Schaffung von vegetationsarmen Flächen) wurden durchgeführt.

Flutlichter, Karabinerhaken, Helme – die JuNas lernen nicht nur vieles über die heimische Natur und setzen sich für ihren Schutz ein, sondern sind auch immer wieder aktiv draußen unterwegs, egal in welcher Form.

Nach einem spannenden Tag als Naturschützer haben sich die JuNas im Rahmen des Feriencamps im Natur- und Freizeitzentrum Töpelwinkel dieses Jahr beim Nachtklettern bewiesen. Mit Kletterlehrer Jens Gürtler haben sich die Kinder und Jugendlichen am einzigartigen Kletterbogen ausprobiert – natürlich gut gesichert – und dabei eine etwas andere Abwechslung vom Naturschutzalltag erlebt.

Wie das so aussah, könnt ihr euch im Video ansehen:

In der Naturschutzstation Weiditz haben die Jungen Naturwächter zusammen mit Marion Gringer im Herbst dieses Jahres so einiges über die heimischen Säugetiere gelernt. Was ist ein Säugetier? Wie groß sind die verschiedenen Arten eigentlich wirklich? Diese und andere Fragen haben die JuNas in einer kleinen Einführung geklärt. Dabei haben sie mit viel Anschauungsmaterial gearbeitet.

Doch am besten lässt sich das Gelernte natürlich draußen anwenden. Bei ihrer Erkundungstour entdeckten die Kinder auch einige Hinweise auf heimische Tierarten, zum Beispiel dem Biber, dessen Fraßspuren an Bäumen man besonders im Winter findet, wenn das Futter knapp ist. Außerdem gab es weitere spannende Dinge zu sehen. Frau Gringer hatte bereits einige Tage vorher Wildkameras aufgestellt. Diese haben interessante Aufnahmen von heimischen Säugetieren gemacht.

Wenn ihr wissen wollt, was die JuNas auf den Wildkameras entdeckt haben, dann schaut euch unser Video dazu an: