Am 8.10. haben wir uns um 15:30 Uhr im Garten vom Familienzentrum Mittendrin in Delitzsch getroffen.

Herr Rudolph, vom Zentrum Mittendrin, ist ein erfahrener Kletterer. Er hat uns die Regeln, Sicherheitshinweise sowie die Vorgehensweise an der Kletterwand im Garten erklärt. Es konnten maximal zwei Kinder gleichzeitig an die Wand, die dann mit Gurten und Sicherungsseil klettern konnten. Herr Rudolph und ein ausgebildeter Kollege haben die Seile gesichert.

Zum Warmwerden kletterten wir waagerecht und auf geringer Höhe an der Wand entlang. Danach wurden die Seile angelegt. Es gibt dabei drei Schwierigkeitsgrade und wir haben alle bei Stufe 1 begonnen. Wer weitermachen wollte, konnte die beiden anderen Stufen auch noch ausprobieren. Alle anderen konnten zur Slackline gehen und das Balancieren üben. Es gab außerdem noch Leiter-Golf. Bei dem Spiel müssen Kugeln, die an einer Schnur hängen, so geschickt geworfen werden, dass sie sich an den Sprossen der Leiter verfangen und hängen bleiben.

Es hat so viel Spaß gemacht, dass wir gar nicht aufhören wollten. Am Ende sind wir nochmal die Wand hochgeklettert und haben sogar die Zeit gestoppt.

Am 03.10. haben wir das dreißigjährige Jubiläum der deutschen Einheit mit einer besonderen Aktion in der Ökologischen Station Borna-Birkenhain gefeiert.

Vormittags konnten wir die vielen Obstsorten auf der Streuobstwiese in Neukirchen kennenlernen und auch kosten!

Äpfel von Streuobstwiese

Danach pflanzten wir drei junge Apfelhochstämme. Da die Eltern mit dabei waren, hatten wir auch tatkräftige Unterstützung, wenn es etwas schwerer wurde. Zuerst haben wir die kleinen Bäumchen einem Pflanz- und Wurzelschnitt unterzogen und sie somit bereit für das Einpflanzen gemacht.

Dann mussten Pfähle für die Bäume eingeschlagen werden – da gaben die anwesenden Eltern alles! Danach halfen sie uns auch beim Wässern der Bäume. Die großen Kanister hätten wir alleine gar nicht heben können.

Um danach noch erkennen zu können, wer welchen Baum gepflanzt hat, haben wir noch große beschriftete Steine unter die Apfelbäume gelegt.

Wir werden unseren „Edelborsdorfer“, den „Dülmener Herbstrosenapfel“ und den „Pfirsichroten Sommerapfel“ in den nächsten Jahren im Auge behalten und sie mit Wasser und Schnitten weiter versorgen.

Während unseres Treffens wird überraschend eine junge Spitzmaus abgegeben. Sie braucht dringend Nahrung. Beim Füttern passen alle auf. Anschließend wiederholen wir unser Wissen über die Spitzmaus und erfahren Wichtiges für das Füttern der Spitzmaus, z.B. Fütterungszeiten, Behandlung während des Fütterns und danach (Bauchmassage, Ausputzen, warmhalten des Tiers).

Hilfe für Spitzmuas
Erstversorgung einer Spitzmaus

Pünktlich um 8:00 Uhr trafen wir uns am Parkplatz Werbeliner See in Zwochau mit Peter Posch und Jan Schöne, beide ehrenamtlich tätig im Wolfsmonitoring am Werbeliner See. Ausgerüstet mit 2 Bollerwagen für Stative, Ferngläser und Gepäck ging es los.  

Schon bald lag eine Losung am Wegesrand, dort wo ein Wildwechsel über den Weg runter zum Zwochauer See führt. Hier erfuhren wir viel darüber woran man „Wolfslosung“ erkennen kann und dass es im Gebiet ein Rudel gibt. Mit einem Blick auf die Karte wurde uns gezeigt wo sich in Sachsen – besonders in der Lausitz – Rudel befinden und daß der Werbeliner See ein untypischer Standort für Wölfe ist. Die Fachwelt hat dafür noch keine endgültige Erklärung. Offensichtlich ist, dass es genug Nahrung in Form von Wildschweinen, Rehen und Hasen in der Gegend gibt. Wildschweinspuren, besonders umgewühlter Erde konnten wir auf unserer Wanderung jedenfalls genug sehen.

Bei der nächsten Losung wurde uns gezeigt wie genau ein Monitoring abläuft, wie die Losung vermessen, betitelt, nummeriert, fotografiert und dann eingeschickt wird für eine genaue Analyse. Auf diese Weise kann Alter, Geschlecht, Nahrungsaufnahme und vieles mehr bestimmt werden und hilft den Experten ihr Bild von einem Rudel und vom Verhalten der Wölfe zu entwickeln.

Nach unserer Frühstückspause auf dem Weg (im Naturschutzgebiet darf der Weg nicht verlassen werden) wurde der Wind immer heftiger, Sturmböen kamen dazu. Etwas früher als geplant machten wir uns auf den Weg zum Seminarhaus, wo uns ein köstliches Mittagessen erwartete. Vorher bekamen wir aber noch alle offen Fragen zu den Wildtieren im Naturschutzgebiet und zum Wolf ausführlich beantwortet. Wir konnten auch Fotos von Wildkameras mit aktuellen Aufnahmen sehen. Müde vom Wandern, der frischen Luft und den vielen Informationen fuhren wir um 14 00 Uhr zurück nach Delitzsch.

Wir trafen uns um 8.30 Uhr am Familienzentrum Delitzsch und fuhren zuerst mit 5 Kindern zum Parkplatz Neuhauser See in Benndorf. Dankbarerweise begleitete uns an diesem Tag Herr Krüger, der eine Fahrradwerkstatt in Delitzsch hat und uns im Fall einer Fahrradpanne fachkundig unterstützen konnte. Um 9.00 Uhr starten wir dann alle zusammen in die Goitzsche-Wildnis. Am Arboretum gab es eine Pause mit Frühstück und wir trafen Christine Bergt, die ehrenamtlich die Wildpferde in der Goitzsche mit versorgt und uns dorthin führen wollte. Gemeinsam ging es weiter zu den Wildpferden. Es handelt sich dabei um eine kleine Herde von aktuell fünf Exmoore-Ponys, die auf einem mehrere Hektar großen Areal mit Wiese und Wald frei leben. Sie sind allerdings soweit an den Menschen gewöhnt, dass sie relativ nah heran kommen und gern auch frische Möhren und Äpfel nahmen, die die Kinder über den Zaun reichten. Ansonsten leben die Tiere sehr artgerecht im Sommer und Winter im Freien, brauchen keinen Hufbeschlag und keinen geschlossenen Stall.
Frau Bergt erzählte uns vieles über die Tiere und beantwortete Fragen.

Auf dem Rückweg machten wir noch Station bei den „Wächtern der Goitzsche“ – aus Eisen gefertigte Statuen. Interessant war auch ein Steinkreis mit eingearbeiteten Gesichtern, deren Vorlage Kinder einer Grundschule angefertigt hatten. Außerdem lagen als Zeitzeugen einige bereits zu Braunkohle gewandelte Baumstämme dort, die aus dem ehemaligen Braunkohletagebau stammten.
Am Arboretum hatten wir dann noch ausreichend Zeit, ein kleines Biotop mit Wasser, das wir mit einer Pumpe förderten, zu füllen, den Barfußpfad zu testen und für ein Spiel „Eulen und Krähen“, das die Themen des Tages nochmals spielerisch wiederholte. Außerdem konnten sich wir uns nochmals ausreichend für den Rückweg mit Essen und Trinken stärken.
Unsere Tour hatte eine Länge von ungefähr 30 Kilometern und wir waren froh, dass alle gut durchgehalten haben und keine größeren Pannen oder Unfälle zu beklagen waren.
Um 15.00 Uhr endete der Tag am Familienzentrum in Delitzsch.