…das ist das Motto des Artenforschercamps im Vogtland vom 2.-4. August. Eingeladen sind alle Kinder und Jugendlichen zwischen 12 und 18 Jahren, die sich nicht vor kleinen Krabbeltieren scheuen und lieber mit Wissen über deren Bedeutsamkeit für unsere Umwelt punkten wollen. Mit Lupe, Mikroskop und Bestimmungsbüchern gehen die MitarbeiterInnen der Naturschutzstation Gräfenmühle mit Euch auf Entdeckungstour rund um das Natur- und Umweltzentrum Oberlauterbach im Vogland.

Alle weiteren Infos und die Möglichkeit zur Anmeldung findet ihr hier: https://jungenaturwaechter.de/spinnencamp/

Die Jungen Naturwächter*innen aus Hirschfeld (Landkreis Zwickau) packten am 26. April 2022 in „ihrem“ Waldstück in der Nähe der Lochmühle kräftig mit an, um 50 Baumsetzlinge, die der Sachsenforst dort auf einer nach Sturmschäden und Borkenkäferbefall gerodeten Fläche gepflanzt hat, vor Wildverbiss zu schützen. Unter Anleitung durch den zuständigen Revierförster Karsten Preußner bereiteten sie in 2er-Teams Wuchshüllen vor und brachten diese um den Baumnachwuchs – Weißtannen, Berg-Ahorn und Lärchen – an.

Die JuNas konnten sich so nicht nur ganz praktisch ein Bild von der Arbeit eines Försters machen, sondern auch ihr Wissen um die Bedeutung von Artenvielfalt in einem gesunden (Wirtschafts-)Wald vertiefen und selbst aktiv werden. Am Ende der Aktion waren die Kinder zu Recht stolz auf ihre Arbeit! Da die jungen Bäume in unmittelbarer Nähe des AG-Standortes stehen, werden die JuNas nun regelmäßig schauen, ob es ihren Schützlingen gut geht.

Kontakt: Peggy Stöckigt

LPV Westsachsen e.V.
Kreisnaturschutzstation Gräfenmühle
Pestalozzistraße 21A
08459 Neukirchen/Pl.

Tel. 03762/75935-16
E-Mail: peggy.stoeckigt@lpv-westsachsen.de
www.graefenmuehle.de

Fotos: Franziska Simon

In den Osterferien fand unser Artenforscherinnen Camp zum Thema Amphibien statt. Akteurinnen des Naturschutzbundes (NABU) Freiberg und der Naturschutzjugend (NAJU) Sachsen erarbeiteten, in Kooperation mit der Sächsischen Landesstiftung für Natur und Umwelt (LANU), ein Praxisbaustein-Angebot für Jugendliche zwischen 12 und 18 Jahren.


Insgesamt 15 Teilnehmerinnen erkundeten gemeinsam in Freiberg und Neschwitz (Oberlausitz) über eine knappe Woche hinweg regional vorkommende Amphibien und verbrachten viel Zeit in der Natur. Uns interessierte dabei besonders: Woran erkennt man Amphibien und wie unterscheidet man die einzelnen Arten voneinander? Mit welchen Methoden ist es möglich, Amphibien im Gelände aufzuspüren und nachzuweisen? Wie werden die Funde dokumentiert und wie kann man die Arten schützen?

Im Raum Freiberg begleitete uns der Amphibienexperte und Naturschutzreferent Andreas Püwert auf unseren Exkursionen u. a. in den Ludwig-Renn-Park, Fürstenbusch sowie nach Mönchenfrei. Wir kescherten in Reifenspuren, Pfützen und in Teichen, leerten Eimerfallen und kontrollierten Amphibienschutzzäune. Dabei entdeckten wir zahlreiche Kamm-, Teich- und Bergmolche sowie Grasfrösche in verschieden Altersstufen vom Laich bis zur ausgewachsenen Amphibie. Die Tiere selbst behutsam zu halten, ihre Haut und ihren Geruch wahrzunehmen und sie anhand ihrer Merkmale zu bestimmen, war für viele von uns ein besonderes Erlebnis. Gemeinsam suchten wir nach Verstecken, zum Beispiel unter Steinen oder unter liegendem Totholz. Wir fanden dabei nicht nur Amphibien, sondern auch andere Tiere, wie zum Beispiel die Blindschleiche aus der Artengruppe der Reptilien.

In Neschwitz lauschten wir zusammen mit dem Amphibienexperten Holger Lueg den dumpfen Rufen der Rotbauchunken. Besonders viele Exemplare von Rotbauchunken, Grünfröschen sowie Knoblauchkröten fanden wir an den Amphibienschutzzäunen entlang der stark befahrenen B96. Neben den Amphibien sahen wir Laufkäfer, Wasserschnecken, Weißstörche, Graugänse und Kraniche. Ein weiteres Highlight war der Ruf der Rohrdommel. Immer wieder wurden wir mit den Gefahren konfrontiert, denen die Amphibien ausgesetzt und fanden beispielsweise von Fressfeinden liegengelassene Haut der giftigen Erdkröte sowie leider auch zahlreiche Verkehrsopfer. Wir erfuhren, weshalb Amphibienschutzzäune beiderseits der Straße stehen und weshalb man Hin- und Rückwanderung unterscheidet. Alle Amphibien wurden gezählt, bestimmt und anschließend in Eimern zu nahegelegenen Gewässern getragen. Durch Ton- und Bildaufnahmen sowie durch die schriftliche Dokumentation ist es möglich, den Zustand der Populationen zu beurteilen. Daraus lassen sich neben dem Vorkommen der Art auch gezielte Schutzmaßnahmen ableiten und entwickeln.

Beim gemeinsamen Kochen und bei Spielen, wie „Werwolf“ oder „Wer bin ich?“, lernten wir uns untereinander schnell kennen und wuchsen im Laufe der Woche zu einem guten Team zusammen. In Neschwitz lud uns unweit der naturnahe Wald des Fischereihofes Kleinholscha zu ausgelassenen Naturabenteuern ein. In einem abgelassenen Teich stapften wir barfuß durch den Matsch oder wateten mit Gummistiefeln durch die Teiche. Eine Woche voller schöner Erlebnisse ging viel zu rasch zu Ende. Ein Wiedersehen ist zum zweiten Teil des Artenforscherinnen Camps am 09.07.2022 geplant, wenn wir einen Arbeitseinsatz mit der Wiederherstellung eines Amphibien-Laichgewässers durchführen. Wir freuen uns drauf, unser erlerntes Wissen anwenden zu können und vor der eigenen Haustür auf Amphibiensuche zu gehen!

Artenforscher:innencamp Amphibien in Freiberg und Neschwitz vom 19.-24.04.2022 +++ Fotos von Robert Michalk

Im neuen Monatsauftrag  der NABU-Naturschutzstation Stadt und Aue Leipzig erfahrt ihr, wie ihr bei der großen Zählaktion „Stunde der Gartenvögel“ des NABU mitmachen könnt.

Die Vögel tschilpen und piepen seit einigen Wochen in den Parks und Gärten um die Wette. Jetzt sind sie besonders häufig zu beobachten, weil Brutzeit ist. Da liegen richtige Frühlingsgefühle in der Luft. Man kann sie auf Partnersuche, beim Bau ihrer Nester für den Nachwuchs oder auf Nahrungssuche beobachten.

Deshalb ruft der NABU vom 13.05. bis 20.05.2022 dazu auf, die Vögel in der Umgebung zu zählen. So kann geschaut werden, ob es weniger Vögel werden und mehr Schutzmaßnahmen getroffen werden müssen oder ob sich manche Bestände wieder erholen.

 Im Monatsauftrag lernt ihr die Vögel kennen, die jetzt häufig zu beobachten sind, sodass ihr sie kinderleicht bestimmen könnt – wie ein echter Vogelforscher eben!

Weitere Infos und andere Monatsaufträge findet ihr nicht nur auf dem NABU-Blog sondern auch auf der NABU-Facebookseite.

Basiskurse für JuNas neu starten – vernetzt geht’s am besten!

Wie können naturbegeisterte junge Leute davon erfahren, dass wir demnächst einen JuNa-Kurs bei uns in der Naturschutzstation starten? Wer eignet sich als gut als Mitstreiter*in und wie gewinnen wir Expert*innen zu bestimmten Themen hinzu? Wo finden wir Ideen und Materialien, mit denen wir die Veranstaltungen so spannend wie möglich gestalten können? Woher bekommen wir finanzielle Mittel, um unser Angebot dauerhaft abzusichern?

Diese und viele weitere Fragen warfen bei der Fortbildungsveranstaltung zu den JuNa-Basiskursen am 3. Mai 2022 die Teilnehmenden in den Ring.

Bereits nach zwei Kennenlern-Spiel-Runden waren die neun JuNa-Akteur*innen sowie Johanna Mechler von der LaNU und Sylvia Eggert, Projektleiterin QM JuNa, auch schon mitten drin in einem lebhaften Erfahrungsaustausch, der den ganzen Tag über lebhaft blieb und in der Feedbackrunde am Ende der Veranstaltung von allen als gewinnbringend und hilfreich empfunden wurde – vor allem auch im Sinne einer Vernetzung untereinander.

Dass sich dieser Tag so offen und lebendig gestaltete, lag nicht nur an der Offenheit und dem Interesse aller Mitwirkenden, sondern ganz sicher auch am Gastgeberort – dem CJD Ökohaus in Markkleeberg. Die dort dominierende inspirierende Architektur, das natürlich gestaltete Freigelände sowie die liebevolle Umsorgung durch den Leiter der Einrichtung, Sebastian Steiner, und seine beiden engagierten FÖJler*innen, die JuNa-passend outdoor und vegan für uns kochten, trugen zum Gelingen der Veranstaltung bei.

Allen Mitwirkenden ein großes Dankeschön und viel Erfolg bei der weiteren Arbeit!

Ansprechpartnerinnen JuNa-Koordinierungsstelle der Landesstiftung Natur und Umwelt

Simona Kahle (simona.kahle@lanu.sachsen.de) und Johanna Mechler (johanna.mechler@lanu.sachsen.de)

Ansprechpartnerin JuNa-Qualitätsmanagement uns Handlungsleitfaden

Sylvia Eggert (sylvia.eggert@posteo.de)