Artenforscher:innen-Camp im Erzgebirge: Vom Steinpilz, Fliegenpilz und Champignon hast du sicher schon mal gehört. Aber weißt du, dass es schätzungsweise 3,8 Millionen Pilzarten auf der Erde gibt? Die kann man natürlich nicht alle essen, aber Pilze sind so viel mehr als nur ein Lebensmittel. In der Natur spielen sie als Zersetzer eine Schlüsselrolle und auch für uns Menschen sind sie vielfältig nutzbar. Was man alles mit Pilzen machen kann, lernst du bei diesem Camp.

TERMIN: 23. – 25. Oktober 2022

Hier erfahrt ihr mehr.

Der Challenge-Day am 22.08.22 im Vogtland: Es ist heiß und sonnig. Die Sommerferien nahen sich ihrem Ende und begeisterte JuNas erzählen von ihren Naturerfahrungen im Urlaub. Egal ob in den Alpen oder am Meer, unsere JuNas sind immer aktiv in der Natur. Schmetterlinge fliegen, Grashüpfer springen – perfekt um uns heute ein wenig mit Insekten zu beschäftigen. Den Weg in die Natur bahnen wir uns heute einmal blind und auf „Zehenspitzen“. Es ist erstaunlich, was den JuNas alles so in der Natur aufgefallen ist ohne ihren Hauptsinn, die Augen, zu gebrauchen. Vom Plätschern des Baches, dem Zirpen der Grillen, dem melodischen Singen der Vögel und vielem mehr.

Im grünen Klassenzimmer angekommen gehen wir erstmal auf die Theorie ein. Nach der Mittagspause und einer kleinen Siesta, um nochmals in die Natur mit anderen Sinnen einzutauchen werden die JuNas zu Jägern. Ihre Beute – Insekten. Ihre Waffen – Kescher, Becherlupen, Bestimmungsliteratur (analog/digital), Beobachtungsbogen. An dieser Stelle können alle Leser beruhigt werden, bei dieser Jagd sind keine Insekten zu Schaden gekommen. Die Kinderaugen strahlten, als Sie die Beute erfolgreich gefangen, in der Becherlupe betrachten konnten. Die Zeit war leider viel zu kurz, die Jagd hätte bis Sonnenuntergang weitergehen können. Nach dem Vergleich und Auswertung der Beobachtungen kam es zum großen Jahresrückblick, da dies die letzte Veranstaltung unseres 1. JuNa-Kurses war. Die JuNas waren begeistert vom Kurs, und die kleine Kritikpunkte können wir nutzen, um unseren Kurs im nächsten Jahr noch besser zu machen. Auf dem Rückweg tauchen wir ein letztes Mal mit allen Sinnen in die Natur ein.

An dieser Stelle bedanken wir uns bei allen, die den 1. JuNa-Kurs so erfolgreich gemacht haben – allen JuNas, allen Betreuern, allen Ehrenamtlichen, allen Helfern im Hintergrund. Danke, dass ihre alle dabei wart. Wir hoffen euch bald wieder bei uns zu haben und mit euch die Natur mit allen Sinnen zu erleben.

Fotos: Christian Paul

Natur- und Umweltzentrum Vogtland (NUZ) e.V., Treuener Str. 2, 08239 Falkenstein OT Oberlauterbach

📞   03745 75105-23

📧 paul@nuz-vogtland.de

💻 Natur- und Umweltzentrum Vogtland (NUZ) e.V.

Urlaub zu Ende und immer noch Lust auf Naturerlebnisse? Du möchtest lieber entdecken, welche Krabbeltiere sich unter der Hängematte verstecken als nur darin zu liegen? Dann bist Du bei JuNa genau richtig. Abenteuer, Spaß, Naturerlebnis und praktischer Naturschutz erwarten Dich in jeder der vielen Gruppen der Jungen Naturwächter:innen in Sachsen. Welche Gruppe für Dich in der Nähe ist findet Du auf unserer Übersichtsseite http://www.jungenaturwaechter.de/wo

Übrigens suchen alle Gruppen auch immer Jugendliche oder Erwachsene, die genauso begeistern von der Natur sind und bei der Begleitung und Anleitung von Naturschutztreffs helfen wollen.

Die JuNa-Menschen freuen sich auf Dich!

Teil 2 des JuNa-Artenforscher*innen Camp Amphibien im Landkreis Mittelsachsen

Am 9. Juli 2022 kamen die Teilnehmenden des Amphibien-Camps vom April dieses Jahres erneut zusammen. Wir trafen uns in Mulda, um einen praktischen Naturschutzeinsatz für die Erhaltung und Förderung von Amphibien durchzuführen.

In einem Waldstück in der Nähe befindet sich aktuell ein Vorkommen von Feuersalamandern. Dieses wurde im Jahre 2015 durch die Familie Püwert und Marko Olias vom Naturschutzinstitut Freiberg e.V. „wiederentdeckt“. Aufgrund der geringen Anzahl von Individuen liegt es unter der Nachweisgrenze und galt seit den 70er Jahren als verschwunden. Zurzeit befinden sich maximal 200 Alttiere im Gebiet, wobei ein Tümpel das Habitat des Feuersalamanders ist. Dieser verschlammt allerdings durch geringe Niederschlagsmengen seit diesem Jahr.

Bei dem Einsatz schaufelten die Jugendlichen im Tümpel, um Laichmöglichkeiten für die Tiere zu schaffen. Wahrlich eine körperlich anstrengende und aufwändige Tätigkeit, doch mit vielen Händen haben wir einiges an Schlamm an den Rand des Gewässers befördert. Dabei kam auch Müll wie alte Glasflaschen und Reifen zum Vorschein, den wir gleich entfernten.

An zwei nahegelegenen Teichen haben wir im Anschluss Eimerfallen geleert und Amphibien bestimmt. Ein besonderes Highlight waren Massenvorkommen an Kaulquappen und juvenilen Erdkröten, die gerade das Wasser verließen. Wir sahen auch erstmalig Molchlarven, die noch Kiemen an den Kopfseiten besitzen, bevor später deren Lunge komplett ausgebildet ist.

Der Bergmolch zeigte sich wieder in seiner wunderschönen Wassertracht und verblüffte uns mit seiner farblichen Anpassung an den Boden des Teiches. Bei der Bestimmung waren einige der Molche nicht wie üblich blau gefärbt, sondern durch den Aufenthalt in diesem Gewässer im Laufe der Zeit braun geworden.

Der Spaß blieb bei selbst gemachter Matsch-Schminke, Barfußlaufen im Teich, vielen neuen Eindrücken sowie gemeinsamen Essen natürlich nicht aus!

Text: Annekathrin Sobota

Fotos: Ute Eulitz

Das Artenforscher*innen-Camp wurde vom NABU Freiberg organisiert. Wenn du wissen willst, was die JUNAs dort noch so machen, dann wende dich an:

NABU Regionalgruppe Freiberg e. V.

Bernhard-Kellermann-Straße 20

09599 Freiberg

📞  03731 202764 und 0176 72588420

📧 freiberg@NABU-Sachsen.de

💻 NABU Regionalgruppe Freiberg e.V.