Die Kinderumweltgruppen Naundorf und der Staatsbetrieb Sachsenforst luden am 23.03.24 zur gemeinsamen Pflanzaktion ein. Unterstützt wurden wir von der Natur- und Umweltgruppe Mügeln und der Fachgruppe Ornithologie Oschatz. 23 Kinder und Jugendliche und 30 Erwachsene trafen sich am Forsthaus Seelitz, und Revierförster Mario Erdmann begrüßte alle, die trotz der frühen Morgenstunde und des kalten, nassen Wetters erschienen waren. Nach einer kurzen Erläuterung der geplanten Aufforstungsmaßnahme machten wir uns auf den Weg durch den Nebel zur Fläche. In drei Pflanzgruppen eingeteilt, pflanzten wir 2 Streuobstwiesen und Ebereschen für die Gestaltung des Waldrandes. Die Kinderumweltgruppen hatten Nistkästen gebaut, die ihren Platz auf der Fläche fanden. Der Regen, der kam, war für die Pflanzen super. Nur für uns Teilnehmer waren die Bedingungen nicht optimal, und so verkürzte sich die geplante Aktion aufgrund der Kälte und Nässe. Ein kleiner Imbiss mit Kuchen und Schnitten und viel heißem Tee und Kaffee bildete den Abschluss. Leider waren zum gemeinsamen Abschlussbild nicht mehr alle vor Ort. Wir danken allen Beteiligten für die engagierte Arbeit und freuen uns schon auf unsere nächste gemeinsame Aktion. Trotz der schwierigen Umstände hat es uns viel Spaß gemacht, und wir sind stolz auf unsere gepflanzten Bäume.



Verantwortlich für den Beitrag und Ansprechpartner für die JuNas aus Naundorf ist die Ökostation Naundorf.
- ← Als Jäger und Sammler Wald und Wiesen neu entdecken
- Teambuilding bei den JuNa-biBBerkids in Torgau →
Stopp heißt Stopp, sich untereinander vertragen und ausreden waren einige der Gruppenregeln die die JuNa-biBBerkids gemeinsam erarbeitet haben.
Beim letzten Junge Naturwächter Treffen der JuNa-biBBerkids (NABU Biberhof & LPV Torgau/Oschatz) stellten die Kids auf spielerische Art ihre eigenen JuNa-Gruppenregeln auf. Hierbei hatten alle die Möglichkeit zu sagen, was ihnen wichtig ist und welche Erwartungen sie an die Gruppe haben. Die selbst erarbeiteten Gruppenregeln sollen die biBBerkids als Team stärken und helfen, Frustration und Missverständnisse zu vermeiden.
Zum Anschluss des JuNa-biBBerkids Treffen drückten die JuNa-Eltern die Schulbank bei einem JuNa-Elternabend. Währenddessen bastelten die Kids Duftsäckchen.




Fotos: Katja Barth
Verantwortlich für den Beitrag ist die NABU Naturschutzstation Biberhof Torgau. Ansprechpartner für die JuNas aus Torgau ist die NABU Naturschutzstation Biberhof Torgau und der LPV Torgau.
Am 16. März versammelten sich die Jungen Naturwächter Partheland, um einen Beitrag zum Schutz der Amphibien zu leisten.
Im Frühjahr, sobald die nächtlichen Temperaturen die 10-Grad-Marke erreichen, beginnen verschiedene Arten von Fröschen, Kröten und Molchen, aus ihren Winterquartieren zu den Laichgewässern zu wandern. Obwohl die Dunkelheit den Amphibien Schutz vor Fressfeinden wie Reihern oder Störchen bietet, birgt ihre Reise viele Gefahren. Auf manchen Abschnitten müssen sie Straßen überqueren, wo die Gefahr besteht, von Autos überfahren zu werden. An anderen Stellen, wie auch an unserem Einsatzort, stellen die Füße von Spaziergängern und Joggern sowie die Reifen von Radfahrern, die die gut getarnten Kröten leicht übersehen können, eine ernste Bedrohung dar.
Amphibien haben es in der heutigen Landschaft schwer. Viele Gewässer werden trockengelegt oder mit Fischen besetzt, die den Laich oder die Kaulquappen fressen. Intensive Landwirtschaft und stark befahrene Straßen, die natürliche Wanderwege durchtrennen, verschärfen die Situation zusätzlich.
Deshalb ist die Naturschutzarbeit, wie sie auch die Jungen Naturwächter leisten, von großer Bedeutung. Sie unterstützt die Amphibien auf ihrer gefährlichen Reise und trägt zum Erhalt der Arten bei.
Als wir im Wäldchen ankamen, war es noch hell und von Amphibien war weit und breit keine Spur. Doch wir hatten Glück, denn wir wurden von einem echten Amphibien-Experten begleitet: Tony Kremser von der Leipziger Amphibienschutzgruppe des NABUs. Er teilte sein Wissen über Naturschutzarbeit und Forschung mit uns.
Nach einer kurzen Einteilung in Gruppen und der Auswahl unterschiedlicher Wege, suchten wir mit Taschenlampen die Umgebung ab. Leider sank die Temperatur schnell und im Gegensatz zu den vorangegangenen Abenden, an denen es etwa 9 Grad warm war und zahlreiche Erdkröten aktiv waren, zeigte das Thermometer an diesem Abend nur 6 Grad. Entsprechend fanden wir nur vereinzelt Erdkröten, denen wir helfen konnten.
Unser Amphibien-Experte Tony Kremser entdeckte später einen besonders großen Frosch. Er erklärte uns anhand spezifischer Merkmale, dass es sich um einen weiblichen Grasfrosch handelte. Das Tier war besonders kräftig, da es zahlreiche Eier trug, die es bei der Begegnung mit einem geeigneten Männchen im Wasser ablegen würde. Wir setzten die Froschdame vorsichtig zurück ins Gewässer, damit sie ihre Suche nach einem Partner fortsetzen konnte.
Obwohl die Amphibienwanderung an diesem kühlen Abend nicht sehr stark ausgeprägt war, war die Suche nach den kleinen Tieren im Schein der Taschenlampen, umgeben von Bärlauch, Aronstab und braunem Laub, ein spannendes Erlebnis.







Verantwortlich für den Beitrag und Ansprechpartner für die JuNas aus Partheland ist die Naturschutzstation Partheland.
…konnten die Jungen Naturwächter aus dem Zittauer Gebirge am 12. März 2024 erleben. Zunächst zog jedes Kind einen Natur-Gegenstand aus einem Beutel, von dem es sagen sollte, was es ist oder was man daran sehen konnte. Die Gegenstände waren beispielsweise ein Stück Holz mit linienförmigen Gängen drin, ein abgeworfenes Geweih vom Rehbock, ein angenagter Zapfen, eine Feder oder eine Haselnuss mit Loch. Dann überlegten wir, was das denn nun mit unserem heutigen Thema zu tun hat. Schnell wurde klar, dass es bei Tierspuren eben nicht nur um die herkömmlichen Fußabdrücke im Boden geht, sondern um alle möglichen Spuren und Zeichen, die auf die Anwesenheit von Tieren hindeuten.
Mit einigen Ansichtsexemplaren, wie Fraßspuren von Biber, Maus, Eichhörnchen und Specht, Wildschwein- und Marderzähnen und einer halben Rippe, war die Begeisterung geweckt. Bevor aber alle, voller Aufregung und Entdeckungslust, in den Wald stürmen konnten, gab es noch eine wichtige Übung zu absolvieren: das Schleichen! Denn schließlich könnte es auch gut sein, dass man eins der Tiere, deren Spuren man findet, auch “in persona” zu Gesicht bekommt – und dafür braucht es viel Ruhe. Mit Vorfreude, Neugierde und Anspannung ging es dann in den Wald. Schnell wurde einem nicht sehr augenscheinlichen Wildwechsel gefolgt, der uns abseits des Weges hinein ins Dickicht führte. Oder war es doch eher der regelmäßige Schrei des Kolkraben, der die Kinder dazu ermutigte, den Weg zu verlassen und seinem Ruf in die Wildnis zu folgen?
Im dichten Unterholz wurde einiges an Tierspuren entdeckt. Mäuselöcher, unterschiedlicher Kot, ein paar Trittsiegel, eine Fege- und eine Äsungsstelle, verschmutzte, abgeschabte Stellen an der Basis von Baumstämmen, Bohrlöcher holzbewohnender Insekten u.v.m. Mit Hilfe der mitgeführten Lupen und Bücher bestimmten die Kinder zum Großteil selbst, welches Tier die Spuren verursacht hat. Anfangs wurde über die Spurenfunde sogar Protokoll geführt. Da immer wieder neue Spuren hinzukamen, geriet die Dokumentation auf Papier alsbald ins Hintertreffen und die Kinder widmeten sich stattdessen voller Eifer dem weiteren Entdecken.
Am Ende galt es, wieder aus dieser kleinen Wildnis herauszufinden. Der Orientierungssinn der älteren Kinder half dabei und so gelangten wir durch Gestrüpp, über Dornen, kleine Bächlein und Matsch wieder zum Ausgangspunkt unserer spannenden Spurensuche zurück.




Verantwortlich für den Beitrag und Ansprechpartner für die JuNas aus Zittau ist das Naturschutzzentrum Zittauer Gebirge.
Was ist Amphibienschutz? Wie hoch muss ein Krötenzaun sein? Wie funktioniert ein Krötenzaun? Wer stellt Krötenzäune auf? Wie und wann werden Krötenzäune kontrolliert?
Diesen Fragen und noch vielen mehr sind wir auf den Grund gegangen.
Früh am Morgen des 2. März traf sich die Gruppe „JuNa-biBBerkids“ der Naturschutzstation Biberhof Torgau und des LPV Torgau am Krötenzaun in Prudel Döhlen. Diesen stellt und betreut die NABU Naturschutzstation Biberhof Torgau jedes Jahr aufs Neue. Und diese freuten sich sehr über die Hilfe der JuNa-biBBerkids.
Wen oder was könnten wir in den Eimern heute finden?
Die Sonne schien und der Tau am Morgen begrüßte uns freundlich. Bevor wir auf Krötensuche gingen, lernten die biBBerkids auf spielerische Art einige verschiedenen Amphibienarten kennen und wie man sie unterscheiden kann. Nach einer kurzen Einweisung, ging es in zwei Gruppen eingeteilt endlich los.
Amphibientaxi!
Da die Temperatur in der Nacht noch unter 6 °C betrug und es nicht geregnet hatte, hatten wir keine große Hoffnung etwas zu finden. Aber der Krötenzaun hatte eine kleine Überraschung für uns parat. Eine kleine Knoblauchkröte hatte sich in einem der Eimer tief im Moos vergraben. Mit vorsichtiger Hand, durfte jeder einmal die Kröte auf die Hand nehmen und Mithilfe von Bestimmungsmaterialien die Art bestimmen. Voller Begeisterung und mit ruhiger Hand trugen die biBBerkids ihren kleinen Schützling in einem Eimer mit Moos gefüllt über die Landstraße. Wir brauchten dazu nur ca. eine Minute. Kröten lassen sich dabei mehr Zeit. Was für sie an der viel befahrenen Straße oft tödlich endet. Daher ist das „Amphibientaxi“ sehr wichtig für die Amphibien geworden.
Ist noch genug Wasser im Laichgewässer?
Unser Frühstück verbrachten wir gemeinsam am Elbarm Prudel Döhlen. Mit einer selbst gestalteten Geräuschekarte und den Blick auf das Gewässer (Wasserstand sehr niedrig), sprachen wir gemeinsam darüber, warum in den letzten Jahren die Anzahl der Amphibien und die Artenvielfalt auffällig zurückgehen.
Wie überlisten die Amphibien ihre Fressfeinde auf ihrer Wanderung?
Mit dem Versteckspiel „Schwuppdiwupp“ lernten die biBBerkids, wie wichtig „Tarnfarben“ für das Überleben sind. Die Begeisterung und der Spaß an der Sache waren so groß, dass die biBBerkids öfters bei der Amphibienkontrolle am Zaun aushelfen möchten. Die Amphibienwanderung kann also losgehen. Wir sind bereit!











Fotos: Anne-Helene Pirl und Katja Barth
Und wenn ihr jetzt auch Lust bekommen habt bei unseren JuNa-biBBerkids mitzumachen und ihr zwischen 6 Jahren und 18 Jahren alt seid, dann meldet euch bei uns. (barth@nabu-sachsen.de oder 03421-902 703)
Wir freuen uns auf euch!“
Verantwortlich für den Beitrag ist die NABU Naturschutzstation Biberhof Torgau. Ansprechpartner für die JuNas aus Torgau ist die NABU Naturschutzstation Biberhof Torgau und der LPV Torgau.
