Vor einigen Tagen hatten wir auf einer Exkursion in einem Teich Froschlaich entdeckt, der sich nicht weiterentwickelt hat und abgestorben schien. Das kam uns komisch vor, denn normalerweise müssten die Kaulquappen längst geschlüpft sein. Die JuNas sollten den Teich genauer unter die Lupe nehmen und herausfinden, was mit dem Wasser nicht stimmt.
Mit Teststreifen und einer App konnten die Kinder verschiedene Werte messen. Dabei haben wir festgestellt, dass der pH-Wert zu hoch war, die Nitratwerte die Grenzwerte weit überschritten und dass im Wasser Chlor enthalten war. All diese im Wasser gelösten Stoffe können für die Tiere und Pflanzen im Teich schädlich sein.


Die Jungen Naturwächter stellten sich die Frage, ob man das Wasser reinigen kann. Kurzum bauten wir gemeinsam kleine Wasserfilter aus Blumentöpfen. Das Loch im Boden der Tontöpfe wurde mit einem Stofftuch abgedeckt, dann wurden die Töpfe mit Sand, wieder einem Tuch, danach mit Steinen und zum Schluss mit einem Kaffeefilter befüllt.
Während das Wasser langsam durch die Filter lief, wollten wir uns die Wasserorganismen im Teich näher betrachten. Denn auch diese verraten einiges über die Wasserqualität. Unter anderem fanden die Kinder verschiedene Arten von Strudelwürmern, Schlammröhrenwürmer und Wasserasseln. Allesamt Indikatoren, also Zeigerorganismen, für sehr nährstoffreiches und überdüngtes Wasser.

Als die Wasserproben vollständig durch die Filter gelaufen waren, wiederholten wir die Messung mit den Teststreifen und siehe da: die Werte hatten sich tatsächlich sehr verbessert. Sogar mehr als wir erwartet hatten. Das daraufhin ins Gespräch gebrachte Vorhaben, den gesamten Wasserinhalt des Teiches durch unsere „Anlagen“ zu schicken, haben wir vorerst vertagt 😉.
Habt ihr bei euch in der Nähe einen Teich, wo die Amphibien ihre Eier gelegt haben? Dann geht doch auch hin und wieder mal nachschauen, wie sich die Kaulquappen dort entwickeln!
Ansprechpartner für diese Gruppe ist das Naturschutzzentrum „Zittauer Gebirge“ gGmbh.
Text: Olivia Böhm und Elfi Kühnel; Fotos: Elfi Kühnel
Am 25.04.2026 trafen sich die JuNas in Lauenstein zum ersten Mal. Seit Mitte März wird die Gruppe aufgebaut und schließlich haben sich 12 Kinder mit großer Begeisterung für das Programm angemeldet. 10:30 Uhr trafen sich Eltern und Kinder am Schloss, um die Umgebung in Lauenstein zu erkunden. Ziel der Veranstaltung war es, der Gruppe die Chance zu geben, selbst miteinander warm zu werden und im Programm anzukommen.
Dabei wurde zunächst eher allgemein über die heimische Flora und Fauna gesprochen. Gespielt wurden diverse Waldpädagogik-Klassiker. Damit sich alle vorstellen konnten, durfte sich jeder einen Gegenstand aus der Natur suchen und sich und den Gegenstand kurz vorstellen. Dabei wurden diverse Geschichten erzählt oder Informationen von den Kindern preisgegeben. Zu entdecken gab es ziemlich viel. Die Kinder erhielten Becherlupen und so wurden viele Pflanzen gesammelt und bestaunt. Ab und an erhielten wird auch die Chance, diverse Insekten zu beobachten, um sie anschließend wieder freizulassen. Der heimische Mischwald bot die Möglichkeit, das Wissen zu verschiedenen Nadel- und Laubbaumarten unter Beweis zu stellen. Die Kinder waren auch sehr interessiert daran, wie man verschiedene Pflanzen verwenden kann. Ein Stück im Wald angekommen gab es eine kleine Mittagspause. Im Anschluss ging es weiter mit dem Spiel Luchs und Reh. Jedes Kind durfte ein Mal den Luchs spielen und wir haben uns noch kurz zu beiden Tierarten ausgetauscht. Dass wir im Anschluss ein echtes Reh sehen, war ein glücklicher Zufall.


Der Weg vorbei an viel Totholz bot die Möglichkeit, darüber aufzuklären, dass auch große Vorsicht im Wald geboten ist. Die Kinder wussten auch schon, dass trotzdem noch viel Leben in den toten Bäumen herrscht. Kurz bevor wir den Wald verlassen wollten, fertigten die Kinder noch eine Geräusche Landkarte an. Die Kinder sollten 10 Minuten leise sein und horchen, welche Tiere und evtl. Pflanzen in der Umgebung wahrgenommen werden konnten. Dabei landete auch das eine oder andere Auto oder andere Maschinen auf dem Blatt. Ein Kind mochte nicht gerne Malen und nutze die Zeit still zum meditieren.
Um den Tag zum Abschluss zu bringen, spielten wir einige Runden „1, 2 oder 3“. Dabei wurden Fragen zum Thema Pflanzen gestellt und drei Antwortmöglichkeiten vorgegeben. Hier konnten auch mehrere Antworten richtig sein. Die Kinder sollten sich nun auf eine der drei Positionen stellen, je nachdem, welche Antwort richtig war. Bei den Fragen wurde sowohl Wissen behandelt, was wir bereits gelernt hatten, als auch neues Wissen abgefragt. 14:30 Uhr wurden die Kinder wieder in die Hände der Eltern gegeben. Am 23. Mai startet der nächste Praxistag, bei dem die Kinder etwas über heimische Vögel lernen sollen. Hier ist auch ein Vogelexperte des NABU mit eingeplant. Die Gruppe freut sich auf jeden Fall auf die nächste Veranstaltung.
Text und Fotos: Philipp Miersch
Ansprechpartner für diese Gruppe ist die Naturschutzstation Osterzgebirge e.V.
Am Samstag, den 25. April, traf sich die JuNa-Gruppe Freital-Tharandt erneut zu einem abwechslungsreichen Praxistag in der Natur. Dieses Mal stand das Thema Vogelbeobachtung und -bestimmung im Mittelpunkt – begleitet von einem ganz besonderen Gast: dem ehrenamtlichen Naturschutzhelfer Herrn Schmidt. Seit über 20 Jahren führt Herr Schmidt regelmäßig Vogelmonitorings auf derselben Fläche durch. Viermal im Jahr erfasst er dort die vorkommenden Vogelarten und meldet seine Daten an die Vogelschutzwarte Neschwitz. Diese wertet die Ergebnisse aus und kann so langfristige Entwicklungen der Vogelbestände in der Region nachvollziehen – ein wichtiger Beitrag zum Naturschutz, den die Kinder aus erster Hand kennenlernen durften. Gemeinsam mit dem Experten tauchten die Jungen Naturwächter in die Welt der Vogelstimmen ein. Mit großer Begeisterung lauschten sie den Gesängen verschiedener Arten wie Zilpzalp, Stieglitz und Kernbeißer und lernten, diese zu unterscheiden. Besonders spannend war es, auch Spechte anhand ihres „Lachens“ und Trommelns zu erkennen. Sogar Turmfalken konnten während der Exkursion gesichtet werden. Mit der Zeit gelang es vielen Kindern, erste Vogelarten selbstständig am Gesang zu bestimmen – ein toller Lernerfolg! Im Anschluss führte der Weg hinauf zur Johannishöhe. Dort vertieften wir das Gelernte im Sitzkreis: Mithilfe von anschaulichen Materialien, Klangboxen und Plüschtieren wurden weitere Vogelstimmen wiederholt und gefestigt. Ergänzend beschäftigten sich die Kinder mit dem Aussehen verschiedener Arten und entdeckten dabei auch Unterschiede zwischen Männchen und Weibchen (Geschlechtsdimorphismus), die sie spielerisch mit Bildkarten und Memory-Elementen zuordneten. Nach einer kurzen Pause, in der die Tiere des Hofes – Ziegen und Schafe – aus nächster Nähe erlebt werden konnten, ging es zum Abschluss noch einmal in den Wald. Dort erstellten die Kinder ihre eigene „Hörlandkarte“: Jede*r suchte sich einen ruhigen Platz und notierte, welche Vogelstimmen sie oder er erkennen konnte. Eine anspruchsvolle Übung, die Konzentration und genaues Hinhören erforderte. Es war ein rundum gelungener und lehrreicher Tag mit vielen neuen Eindrücken. Schon jetzt freuen sich die Jungen Naturwächter auf das nächste Treffen mit Herrn Schmidt – dann geht es um das Beobachten und Kartieren von Spechthöhlen und die Frage, wie es den Spechten in unserer Region geht.



Text und Fotos: Milena Müller und Lukas Vogt.
Ansprechpartner für diese Gruppe ist die Naturschutzstation Osterzgebirge e.V.
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Ein JuNa-Tag voller neuer Perspektiven auf Schnecken und Muscheln
Strahlender Sonnenschein begleitete das jüngste Treffen der Jungen Naturwächter an der Auwaldstation – für uns perfektes Frühlingswetter, für die tierischen Stars des Tages, die Weichtiere, auch Mollusken genannt, jedoch eigentlich gar nicht ideal. Trotzdem ließen sich die „Wilden Wölfe“ nicht aufhalten und tauchten mit großer Neugier in diese oft übersehene Tiergruppe ein.
Nach einem fröhlichen Start und der Begrüßung unseres Gastes, des Weichtier-Experten Frank Borleis, begann der Tag wie gewohnt mit der Fühli-Runde mit unserem Maskottchen „Fritzi Schleimfuß“. Passender hätte es kaum sein können. Im Mittelpunkt des Tages stand die Weinbergschnecke. Die Kinder erklärten Frank selbstbewusst, warum Fritzi diesen Namen trägt – „Fritzi“ ist ein geschlechtsneutraler Name, da Landschnecken Zwitter sind, und „Schleimfuß“, weil sich Schnecken mit ihrem einzigen muskulösen Fuß und einer Schleimspur fortbewegen.
Ein gelungener Start, der selbst den Fachmann beeindruckte.
Im Innenhof wartete eine knifflige Sortieraufgabe: Muscheln oder Schnecken? Anhand verschiedener Schalen fanden die Kinder heraus, dass Muscheln immer aus zwei Klappen bestehen, während Schnecken ein spiralig gewundenes Gehäuse besitzen, das manchmal sogar mit einem mitwachsenden Deckel oder nur ein reduziertes Gehäuse aufweist.
Im Kaminzimmer nahm uns Frank Borleis mit auf eine Reise durch die Welt der Weichtiere in Deutschland. Neben vielen spannenden Arten hatte er auch ein echtes Kuriosum dabei: die kleinste Landschnecke Deutschlands, die gerade einmal zwei Millimeter groß ist. Kaum vorstellbar, wie winzig ihre Eier und Jungtiere dann erst sind! Außerdem erfuhren die „Wilden Wölfe“, dass es Land-, Süßwasser- und Meeresschnecken gibt, die ganz unterschiedliche Atemorgane besitzen. Landschnecken besitzen Lungen, viele Süßwasserschnecken ebenfalls. Sie müssen jedoch regelmäßig an die Wasseroberfläche, um Luft zu holen. Andere Süßwasser- und alle Meeresschnecken atmen über Kiemen. Muscheln hingegen besitzen alle Kiemen, leben ausschließlich im Wasser, filtern es zur Nahrungsaufnahme und sind ein wichtiger Hinweis auf Fischvorkommen, da sich ihre Larven in den Kiemen von Fischen entwickeln.
Beim Modellieren eigener Schnecken aus Knete wurde es kreativ: Von hoch aufgetürmten Turmschnecken bis zu flachen Tellerschnecken oder napfförmigen Varianten war alles dabei. Dabei lernten die Kinder auch, wie man die Drehrichtung eines Schneckenhauses bestimmt: Ausgehend vom ältesten Teil in der Mitte des Gehäuses. Die Tatsache, dass fast alle Gehäuse rechtsgewunden sind und linksgewundene Schnecken – sogenannte „Schneckenkönig*innen“ – nur etwa einmal unter 10.000 Tieren vorkommen, sorgte für Staunen und wurde direkt an allen Schneckenhäusern auf dem Tisch geprüft.
Dann ging es endlich nach draußen: Im Garten der Auwaldstation und in der Laubstreu des kleinen Wäldchens machten sie sich auf die Suche nach Landschnecken. Trotz der Trockenheit wurden sie fündig – gut versteckt in feuchten Rückzugsorten. Schnecken sind eigentlich nachtaktiv und verlassen ihre Verstecke tagsüber nur bei Regen, da sie trockene Bedingungen meiden. Insgesamt konnten die JuNa drei Nacktschnecken- und vier Gehäuseschneckenarten finden. Auch Fritzi hat eine/n Artgenoss*in gefunden.

Bei einem Picknick unter Kastanien lauschten die Kinder einem Podcast und erfuhren, dass manche Schnecken sogar andere Schnecken oder Kot fressen.
Nach mehreren Runden des Bewegungsspiels „Maulwurf-Schnecke“ ging es weiter ans Wasser. An der Neuen Luppe zeigte sich die Vielfalt der Weichtiere besonders eindrucksvoll: Unter Steinen fanden sich Napf- und Tellerschnecken sowie Köcherfliegenlarven. Viele Kinder entdeckten hier zum ersten Mal Schneckenlaich und erhielten so einen faszinierenden Einblick in das verborgene Leben unter der Wasseroberfläche. Später legten die Kinder den Lebenszyklus einer Schnecke nach und stellten dabei fest, dass Gehäuseschnecken ihr „Haus“ bereits beim Schlüpfen besitzen.
Am Hundewasser konnten sie schließlich selbst aktiv werden und weitere Wassertiere bestimmen. Darunter war der faszinierende Wasserskorpion, ein räuberisches Insekt mit Atemrohr und Fangarmen.
Erschöpft, aber voller neuer Eindrücke, ging dieser JuNa-Tag zu Ende. Ein Tag, der gezeigt hat: Selbst die unscheinbarsten Tiere haben erstaunliche Geschichten zu erzählen – man muss nur genau hinschauen.




Text und Fotos: Beatrice Schlabes
Verantwortlich für diese JuNa-Gruppe ist die Auwaldstation Leipzig gGmbH.
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Das Ende der Osterferien nutzten die von der BUND Regionalgruppe Chemnitz betreuten Jungen Naturwächter aus Chemnitz als Gelegenheit, eine Exkursion zur Naturschutzstation Herrenheide zu unternehmen. Ziel der Exkursion war es dabei nicht nur, die Natur rund um die Station kennenzulernen, sondern vor allem auch die NAJUs aus Burgstädt zu treffen, die ebenfalls beim Jungen Naturwächter Programm mitmachen. Trotz ungemütlichen Wetters ließen sich die Teilnehmenden nicht abschrecken. Die Anreise erfolgte mit dem Zug bis nach Wittgensdorf, von dort aus ging es zu Fuß weiter zur Station. Schon auf dem Weg konnten zahlreiche Vögel beobachtet werden, wie Rotmilane, Graureiher und Bachstelzen, was die Vorfreude auf den Tag weiter steigerte.



Angekommen wurde sich erst einmal bei Tee und Keksen in gemütlicher Runde „beschnuppert“. Nach einer kleinen Kennlernrunde konnte nun ein reger Austausch stattfinden. Leider zeigte sich das Wetter von seiner unfreundlichen Seite: Es war kalt und immer wieder setzte Regen ein. Nach einer interessanten Führung durch die Naturschutzstation war deshalb erst einmal Bewegung angesagt. Mit verschiedenen Spielen wärmten sich alle wieder auf und brachten neue Energie in die Gruppe.
Anschließend wurde gemeinsam das Mittagessen vorbereitet. Es wurde gegrillt – mit Würstchen und leckeren Gemüsespießen. Ein besonderes Highlight war die selbstgemachte Bärlauchbutter. Den frischen Bärlauch dafür hatten die Teilnehmenden zuvor direkt auf dem Gelände der Station gesammelt.




Um dem Mittagstief zu entgehen, ging es danach in Kleingruppen weiter mit einem spannenden Stationsquiz. Mithilfe der zahlreichen Infoschildern auf dem Gelände der Naturschutzstation Herrenhaide sollten verschiedene Fragen rund um das Thema Natur gelöst werden. Am Ende war das Lösungswort klar: Junge Naturwächter!
Nach einem erlebnisreichen Tag machten sich schließlich alle wieder auf den Heimweg. Trotz des schlechten Wetters hatten alle viel Spaß und machten das Beste aus der Situation.
Beim nächsten Treffen sind dann die NAJUs aus Burgstädt an der Reihe: sie wollen die Naturschutzstation in Chemnitz besuchen – allerdings erst, wenn das Wetter wieder etwas freundlicher ist.
Text: Betty Neumann, Bilder: BUND Chemnitz
Ansprechpartner für diese Gruppe ist die NABU-Naturschutzstation Herrenhaide e.V.
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