Am 1. Juli 2026 waren Estelle Brandt gemeinsam mit Annett Erdmann und fünf Jungen Naturwächtern der Grünen Welle Naundorf in die Sächsische Staatskanzlei nach Dresden eingeladen. Es wurde der Umwelt-EHRENPREIS verliehen.
Mit dem Umwelt-EHRENPREIS 2026 würdigt der Freistaat Sachsen herausragende Leistungen und besonderes Engagement für Umwelt- und Naturschutz.


Estelles Laudatio, die von Dagmar Rilke (Referentin im SMUL) vorgetragen wurde:
„Die 13-jährige Estelle Brandt setzt sich seit 2022 mit großem Engagement und beeindruckender Eigeninitiative als Junge Naturwächterin in der Kinderumweltgruppe der Ökostation Naundorf für Natur- und Umweltschutz ein. Sie steht stellvertretend für rund 800 Junge Naturwächter in Sachsen.
An der Ökostation Naundorf engagieren sich derzeit insgesamt 40 Kinder und Jugendliche im Alter von 5 bis 18 Jahren in drei Altersgruppen der Jungen Naturwächter. Begleitet werden sie von Gruppenleiterin Annett Erdmann, die zugleich Leiterin der Naturschutzstation ist.
Estelle bringt sich regelmäßig in die Organisation der Gruppentreffen ein. Besonders hervorzuheben ist ihr Einsatz in der Betreuung der jüngeren Kinder.
Mit Verantwortungsbewusstsein, Kreativität und großer Begeisterung motiviert sie andere Kinder und Jugendliche, sich ebenfalls für den Schutz der Natur einzusetzen.
Darüber hinaus berichtet Estelle engagiert über die Aktivitäten der Jungen Naturwächter auf Instagram sowie auf den Seiten der Jungen Naturwächter bei der Landesstiftung Natur und Umwelt. So trägt sie dazu bei, Umwelt- und Naturschutz sichtbar zu machen.
Estelle Brandt steht beispielhaft für junge Menschen, die Verantwortung übernehmen, Gemeinschaft gestalten und sich mit großem persönlichem Einsatz für Natur und Umwelt starkmachen.“
Der Preis, der eine Ehrenurkunde, die Pflanze „Ehrenpreis“ und 5.000 Euro Preisgeld umfasst, wurde von Herrn Staatsminister Georg-Ludwig von Breitenbuch verliehen.
Für die Teilnehmenden aus Naundorf war das ein erlebnisreicher Nachmittag. In der Staatskanzlei war vorher noch keiner von uns. Das Gebäude hat uns beeindruckt und die Verleihung natürlich auch.


Die Verleihung begann mit einem Austausch bei Kaffee und Kuchen. Nach der Preisverleihung gab es noch ein Buffet und Zeit für Gespräche. Mit Johanna Mechler von der Sächsischen Landesstiftung Natur und Umwelt kamen wir ins Gespräch und Herr von Breitenbuch nahm sich auch Zeit für ein Gespräch mit uns.
Wir haben uns auch mit einem anderen Preisträger – Peter Strasser, der für sein »Engagement für den Erhalt der Würfelnatter in Sachsen« geehrt wurde, verabredet. Wir wollen im nächsten Jahr einen Arbeitseinsatz durchführen und etwas zur Würfelnatter erfahren.
Über das Preisgeld freut sich der Umweltverein Grüne Welle Naundorf e.V. . Gemeinsam mit den Kindern und Jugendlichen sowie dem Vorstand wird überlegt, was mit dem Preisgeld gemacht wird.

Text: Corina Brandt
Bilder: Thomas Victor und Corina Brandt
Ansprechpartner für die Kinder- und Jugendumweltgruppen Naundorf ist die Ökostation Naundorf.
18 Junge Naturwächter der kleinen Kinderumweltgruppe trafen sich am 11. Juni 2026 in der Ökostation in Naundorf. Nach einem kleinen Snack hatten die Kinder von ihren Naturbeobachtungen der letzten Zeit berichtet. Dann bekamen alle ein Fernglas und los ging es in den Park.
Zuerst war Kirschkernweitspucken angesagt. Weiter durch den Park kamen wir am Ziel an – der Storchenhorst in Naundorf.
Leider war zuerst nichts zu sehen. Also hieß es Geduld haben. Gar nicht so einfach…
Dann zeigte sich ein kleiner Storch im Nest. Weiter warten und es lohnte sich. Ein Elternstorch kam und fütterte die drei kleinen Störche. Dann flog er davon auf eine kleine Wiese nebenan. Er holte Material für das Nest und flog wieder hoch. Das war eine tolle Beobachtung für alle Kinder.
An der Schautafel haben wir uns dann noch den Weg der Störche in den Süden angesehen.
Es war wieder ein schönes Treffen.






Text: Juna-Kind Estelle Brandt
Fotos: Corina Brandt
Ansprechpartner für die Kinder- und Jugendumweltgruppen Naundorf ist die Ökostation Naundorf.
- ← Umweltehrenpreis für Estelle Brandt als Junge Naturwächterin der Grünen Welle in Naundorf
- Die Langenweißbacher JuNas baden im Wald →
Anfang Juni war die JuNa-Gruppe Langenweißbach zu einer besonderen Entdeckungstour im Wald unterwegs. Nach einem Regenschauer zeigte sich der Wald von seiner schönsten Seite: Die Luft war klar und frisch, der Duft von Erde, Moos und Bäumen lag in der Luft und überall gab es etwas zu entdecken.
Am Waldspielplatz angekommen, konnten sich die Kinder zunächst nach Herzenslust austoben. An einem kleinen Waldbach entstanden mit viel Kreativität und Teamarbeit Stege, Brücken und Dämme aus herumliegenden Ästen und Holzstücken. Mit großer Begeisterung wurden Bauideen entwickelt, ausprobiert und immer wieder verbessert.

Im Anschluss stand eine etwas ruhigere Erfahrung auf dem Programm. Die Kinder waren eingeladen, sich jeweils einen eigenen Platz im Wald zu suchen – in Sicht- und Hörweite der Gruppe, aber dennoch für einen Moment ganz für sich. Dort konnten sie fünf Minuten lang bewusst den Wald wahrnehmen und auf ihre Sinneseindrücke achten. Welche Geräusche sind zu hören? Welche Gerüche nimmt man wahr? Was gibt es zu sehen, das sonst vielleicht übersehen wird?
Diese kleine Einheit des „Waldbadens“ war für viele eine neue Erfahrung. Nicht allen fiel es leicht, für einige Minuten still zu sitzen und die Umgebung aufmerksam wahrzunehmen. Gleichzeitig bemerkten die Kinder, dass fünf Minuten in Ruhe oft deutlich länger erscheinen als fünf Minuten beim Spielen. Dennoch berichteten die meisten nach der Übung, dass sie sich entspannter und erholter fühlten.
Besonders schön war das positive Feedback der Gruppe: Viele Kinder wünschten sich, eine solche Waldauszeit bald zu wiederholen. Auch die Anregung, sich diese einfache Achtsamkeitsübung für den Alltag zu merken und sie in stressigen Situationen oder für einen Moment der Ruhe zu nutzen, wurde mit Interesse aufgenommen. So zeigte sich einmal mehr, dass der Wald nicht nur ein spannender Natur- und Erlebnisraum ist, sondern auch ein Ort, an dem man zur Ruhe kommen und neue Kraft schöpfen kann.
Text und Fotos: Peggy Stöckigt
Ansprechpartner für diese Gruppe ist die Kreisnaturschutzstation Gräfenmühle/LPV Westsachsen e.V.
Am 1. Juni 2026 besuchten die Staatsministerin für Sport und Ehrenamt Christiane Schenderlein und Olaf Ebert von der Stiftung „Bürger für Bürger“ mit ihrem Team die Ökostation in Naundorf.

Kinder und Jugendliche der Umweltgruppen, Olaf Schmidt, Gunter Steinbach, Harry Beck und eine Gruppe Frauen, die sich immer zum Kaffee und Spielenachmittag treffen, waren vor Ort.
Uwe Narkunat begrüßte die Gruppe um Frau Dr. Schenderlein. Nach dem Austausch und einem Rundgang durch das Haus und das Gelände wagten sie einen Blick in den Eimer mit Kröten.
Es war Krötenregen und die Kinder sammelten Kröten von der Straße, aus dem Keller und von überall wo es feucht war ein und brachten sie in den Park. So wurden hunderte Kröten gerettet.


Das beeindruckte auch unseren Besuch.
Danach setzten sie sich mit in die Außenküche und bei Kaffee und Kuchen wurden ein paar Worte gewechselt.


Zum Abschluss richteten sie Worte an alle Anwesenden und bedankten sich bei jedem, der dazu beiträgt, dass Gemeinschaft gelebt wird.
Wir fanden es gut, dass Frau Schenderlein bei uns war und sich für die Arbeit in der Ökostation und die Arbeit der Jungen Naturwächter interessiert.
Text: Juna – Kind Estelle Brandt
Fotos: Annett Erdmann und Corina Brandt
Ansprechpartner für die Kinder- und Jugendumweltgruppen Naundorf ist die Ökostation Naundorf.
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- Natur erleben, erforschen und schützen – Der Mai 2026 bei den Jungen Naturwächtern Chemnitz →
Der Mai bot den Jungen Naturwächtern zahlreiche spannende Möglichkeiten, die Natur vor der eigenen Haustür zu entdecken und aktiv zum Naturschutz beizutragen.
Im JuNa-Grundkurs standen abwechslungsreiche Exkursionen und Forschungsaufgaben auf dem Programm. Im Knappteichgarten erkundeten die JuNas die Vielfalt des naturnahen Gartens und machten spannende Beobachtungen am Knappteich mitten im Chemnitzer Yorckgebiet. Dabei lernten sie, wie mithilfe von Mikroorganismen der Teichschlamm reduziert und die Wasserqualität auf natürliche Weise verbessert werden kann. Anschließend durften sie bei der Herstellung der EM-Dangos helfen, mit denen die Mikroorganismen in den Teich eingebracht werden.


Bei einer Vogelzählung und Vogelbeobachtung lernten sie mit Unterstützung eines erfahrenen Ornithologen heimische Arten kennen und übten sich im Bestimmen von Vogelstimmen.


Außerdem tauchten sie in die verborgene Welt der Bodenlebewesen ein und untersuchten die zahlreichen Tiere, die im Boden und in der Laubstreu leben.


Bei einer Krautschau richteten die JuNas ihren Blick auf die oft übersehenen Wildpflanzen am Wegesrand und erfuhren viel über deren Bedeutung für die Artenvielfalt. Mancher Anwohner staunte nicht schlecht über das große Interesse der Jungen Naturwächter und die erstaunliche Pflanzenvielfalt direkt vor der eigenen Haustür.


Auch der JuNa-Aufbaukurs war im Mai vielfältig aktiv. Neben der Teilnahme an einer Vogelzählung und Vogelbeobachtung engagierten sich die JuNas im FLOW-Projekt und sammelten wichtige Daten zur wissenschaftlichen Untersuchung des Gablenzbaches in Chemnitz-Adelsberg. Dabei wurden sowohl der allgemeine Zustand des Baches als auch die dort vorkommenden Tier- und Pflanzenarten dokumentiert.





Bei einer Insektensafari im Naturgarten einer JuNa-Familie in Oberlichtenau konnten zahlreiche spannende Arten entdeckt und bestimmt werden, darunter auch eine Kamelhalsfliege. Ein besonderes Highlight war die gemeinsame Pflanzaktion für ein vom Freistaat Sachsen gefördertes iNUVERSUMM-Projekt im Botanischen Garten Chemnitz. Dort gestalteten die JuNas aktiv neue Lebensräume für Wildbienen, Schmetterlinge und andere Insekten und leisteten damit einen wertvollen Beitrag zum Schutz der biologischen Vielfalt. Dabei arbeiteten sie Hand in Hand mit Freiwilligen des BUND Chemnitz sowie des Naturgarten e. V. (Regionalgruppe Sachsen) und schafften es, alle 300 Pflanzen innerhalb der vorgesehenen Zeit einzupflanzen. Der Botanische Garten Chemnitz ist nun um eine weitere Attraktion und einen wertvollen Lebensraum reicher, der hoffentlich viele Gartenbesitzerinnen und Gartenbesitzer zum Nachahmen anregen wird.


An dieser Stelle gilt allen Helferinnen und Helfern der zahlreichen JuNa-Veranstaltungen im Mai ein herzliches Dankeschön. Ebenso bedanken wir uns bei den JuNas, die unsereAngebote regelmäßig nutzen, sich engagiert einbringen und die Veranstaltungen mit ihrer Begeisterung für die Natur bereichern. Mit viel Neugier, Entdeckergeist und Engagement konnten die Jungen Naturwächter im Mai zahlreiche neue Erfahrungen sammeln und gleichzeitig einen wichtigen Beitrag zum Natur- und Artenschutz leisten.
Junge Naturwächter der Naturschutzstation Adelsbergstraße in Chemnitz-Gablenz, betreut durch die BUND Regionalgruppe Chemnitz. Die Veranstaltungen finden in Kooperation des Umweltamtes der Stadt Chemnitz und der BUND Regionalgruppe Chemnitz statt.
Text: B. Franke (JuNa-Koordinator Chemnitz); Bilder: B. Franke & L. Heinrich
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- Mit dem Paddelboot durch den Leipziger Auwald & Besuch im Wildpark Leipzig →
