Artenforscher-Camp „VÖGEL!“
Ihr möchtet das Naturschutzgebiet „Werbeliner See“ und das Vogelschutzgebiet „Leipziger Auwald“ erkunden und die faszinierende Artenfülle erleben? Ihr wollt dabei sein, wenn es heißt, seltene Arten wie Seeadler, Blaukehlchen, Raubwürger und
Eisvogel zu beobachten?
Die Marotten und und das Geträller der Vögel kennenzulernen, ist Thema des 3-tägigen Artenforscher-Camps zu Beginn der Sommerferien.
Wissen macht Spaß und ist ein Beitrag zum Artenschutz.
Damit das wichtigste klar ist: hier handelt es sich um ein Camp mit echtem Camp-Charakter: mit eigenem Zelt, Campinggeschirr, Fahrrad und Fernglas…und den Schulalltag einfach vergessen.
Wer Lust hat seltene, wunderbare und spannende Vögel…äh Freunde kennenzulernen, sollte sich ganz schnell anmelden: Alle Daten in der Bio oder eine Mail an naturkontext@posteo.de. Frau Heike Franke leitet nicht nur das Camp, sondern beantwortet auch alle Fragen und lädt alle Interessierten Menschen zwischen 12 und 18 Jahren herzlich zur Teilnahme ein 🦅🦉

Klickt auf den Link um zur Seite der Artenforschercamps zu gelangen oder ladet euch den Flyer für alle wichtigen Info herunter!

Grün. Vielleicht DIE Farbe des Frühlings. Die beginnt zart und kämpft sich zum Sonnenlicht empor. Und dann kommt der Moment, an dem sich selbst vertraute Orte völlig verwandeln. Sie sind auf einmal eingehüllt in einen grünen Mantel und unter einem geschlossenen Blätterdach beschattet.

Diese Erfahrung kommt auch unseren JuNas aus Borna bekannt vor. Sie näherten sich in den letzten Tagen des Vollfrühlings den Frühlingskräutern. Auf einer Kräuterwanderung mit Schüttelkräuterbutter, beim Mörsern von Brennnesselsalz, dem Zeichnen von Pflanzen, dem Verkosten und Herstellen einer schmackhaften Kräuterlimonade gab es an diesem JuNa-Samstag zahlreiche einprägsame Pflanzenbegegnungen.

Wir danken Domi und René (napikra.de) für ihre inhaltliche Gestaltung unseres Kräutertages.

Kräuterküche der Junge NaturwächterInnen an der ökologischen Station Borna Birkenhain.

Verantwortlich für den Beitrag und die Bilder ist die ökologische Station Borna-Birkenhain.

…das ist das Motto des Artenforschercamps im Vogtland vom 2.-4. August. Eingeladen sind alle Kinder und Jugendlichen zwischen 12 und 18 Jahren, die sich nicht vor kleinen Krabbeltieren scheuen und lieber mit Wissen über deren Bedeutsamkeit für unsere Umwelt punkten wollen. Mit Lupe, Mikroskop und Bestimmungsbüchern gehen die MitarbeiterInnen der Naturschutzstation Gräfenmühle mit Euch auf Entdeckungstour rund um das Natur- und Umweltzentrum Oberlauterbach im Vogland.

Alle weiteren Infos und die Möglichkeit zur Anmeldung findet ihr hier: https://jungenaturwaechter.de/spinnencamp/

Die Jungen Naturwächter*innen aus Hirschfeld (Landkreis Zwickau) packten am 26. April 2022 in „ihrem“ Waldstück in der Nähe der Lochmühle kräftig mit an, um 50 Baumsetzlinge, die der Sachsenforst dort auf einer nach Sturmschäden und Borkenkäferbefall gerodeten Fläche gepflanzt hat, vor Wildverbiss zu schützen. Unter Anleitung durch den zuständigen Revierförster Karsten Preußner bereiteten sie in 2er-Teams Wuchshüllen vor und brachten diese um den Baumnachwuchs – Weißtannen, Berg-Ahorn und Lärchen – an.

Die JuNas konnten sich so nicht nur ganz praktisch ein Bild von der Arbeit eines Försters machen, sondern auch ihr Wissen um die Bedeutung von Artenvielfalt in einem gesunden (Wirtschafts-)Wald vertiefen und selbst aktiv werden. Am Ende der Aktion waren die Kinder zu Recht stolz auf ihre Arbeit! Da die jungen Bäume in unmittelbarer Nähe des AG-Standortes stehen, werden die JuNas nun regelmäßig schauen, ob es ihren Schützlingen gut geht.

Kontakt: Peggy Stöckigt

LPV Westsachsen e.V.
Kreisnaturschutzstation Gräfenmühle
Pestalozzistraße 21A
08459 Neukirchen/Pl.

Tel. 03762/75935-16
E-Mail: peggy.stoeckigt@lpv-westsachsen.de
www.graefenmuehle.de

Fotos: Franziska Simon

In den Osterferien fand unser Artenforscherinnen Camp zum Thema Amphibien statt. Akteurinnen des Naturschutzbundes (NABU) Freiberg und der Naturschutzjugend (NAJU) Sachsen erarbeiteten, in Kooperation mit der Sächsischen Landesstiftung für Natur und Umwelt (LANU), ein Praxisbaustein-Angebot für Jugendliche zwischen 12 und 18 Jahren.


Insgesamt 15 Teilnehmerinnen erkundeten gemeinsam in Freiberg und Neschwitz (Oberlausitz) über eine knappe Woche hinweg regional vorkommende Amphibien und verbrachten viel Zeit in der Natur. Uns interessierte dabei besonders: Woran erkennt man Amphibien und wie unterscheidet man die einzelnen Arten voneinander? Mit welchen Methoden ist es möglich, Amphibien im Gelände aufzuspüren und nachzuweisen? Wie werden die Funde dokumentiert und wie kann man die Arten schützen?

Im Raum Freiberg begleitete uns der Amphibienexperte und Naturschutzreferent Andreas Püwert auf unseren Exkursionen u. a. in den Ludwig-Renn-Park, Fürstenbusch sowie nach Mönchenfrei. Wir kescherten in Reifenspuren, Pfützen und in Teichen, leerten Eimerfallen und kontrollierten Amphibienschutzzäune. Dabei entdeckten wir zahlreiche Kamm-, Teich- und Bergmolche sowie Grasfrösche in verschieden Altersstufen vom Laich bis zur ausgewachsenen Amphibie. Die Tiere selbst behutsam zu halten, ihre Haut und ihren Geruch wahrzunehmen und sie anhand ihrer Merkmale zu bestimmen, war für viele von uns ein besonderes Erlebnis. Gemeinsam suchten wir nach Verstecken, zum Beispiel unter Steinen oder unter liegendem Totholz. Wir fanden dabei nicht nur Amphibien, sondern auch andere Tiere, wie zum Beispiel die Blindschleiche aus der Artengruppe der Reptilien.

In Neschwitz lauschten wir zusammen mit dem Amphibienexperten Holger Lueg den dumpfen Rufen der Rotbauchunken. Besonders viele Exemplare von Rotbauchunken, Grünfröschen sowie Knoblauchkröten fanden wir an den Amphibienschutzzäunen entlang der stark befahrenen B96. Neben den Amphibien sahen wir Laufkäfer, Wasserschnecken, Weißstörche, Graugänse und Kraniche. Ein weiteres Highlight war der Ruf der Rohrdommel. Immer wieder wurden wir mit den Gefahren konfrontiert, denen die Amphibien ausgesetzt und fanden beispielsweise von Fressfeinden liegengelassene Haut der giftigen Erdkröte sowie leider auch zahlreiche Verkehrsopfer. Wir erfuhren, weshalb Amphibienschutzzäune beiderseits der Straße stehen und weshalb man Hin- und Rückwanderung unterscheidet. Alle Amphibien wurden gezählt, bestimmt und anschließend in Eimern zu nahegelegenen Gewässern getragen. Durch Ton- und Bildaufnahmen sowie durch die schriftliche Dokumentation ist es möglich, den Zustand der Populationen zu beurteilen. Daraus lassen sich neben dem Vorkommen der Art auch gezielte Schutzmaßnahmen ableiten und entwickeln.

Beim gemeinsamen Kochen und bei Spielen, wie „Werwolf“ oder „Wer bin ich?“, lernten wir uns untereinander schnell kennen und wuchsen im Laufe der Woche zu einem guten Team zusammen. In Neschwitz lud uns unweit der naturnahe Wald des Fischereihofes Kleinholscha zu ausgelassenen Naturabenteuern ein. In einem abgelassenen Teich stapften wir barfuß durch den Matsch oder wateten mit Gummistiefeln durch die Teiche. Eine Woche voller schöner Erlebnisse ging viel zu rasch zu Ende. Ein Wiedersehen ist zum zweiten Teil des Artenforscherinnen Camps am 09.07.2022 geplant, wenn wir einen Arbeitseinsatz mit der Wiederherstellung eines Amphibien-Laichgewässers durchführen. Wir freuen uns drauf, unser erlerntes Wissen anwenden zu können und vor der eigenen Haustür auf Amphibiensuche zu gehen!

Artenforscher:innencamp Amphibien in Freiberg und Neschwitz vom 19.-24.04.2022 +++ Fotos von Robert Michalk