Am 25.04.2026 begab sich die JuNa Gruppe Partheland auf Biberspurensuche. Im Landkreis Leipzig in Kössern betreut Sven Möhring von der Unteren Naturschutzbehörde ein Biberrevier. Rund um den Schmelzteich zeigte er uns verschiedene Biberspuren und eine Biberburg.

Weil das Thema so spannend ist, waren die Eltern eingeladen, gemeinsam mit Ihren Kindern an der Exkursion teilzunehmen. Dieser Einladung kamen alle gerne nach.

Sven zeigte uns den Biber hautnah durch ein mitgebrachtes Biberfell. Wir konnten die unterschiedlichen Fellstrukturen z.B. am Bauch und Rücken ertasten. Sein Fell ist extrem dicht. Auf einem Quadratzentimeter wachsen bis zu 23.000 Haare. Zum Vergleich: bei uns Menschen wachsen 150 – 300 Haare pro Quadratzentimeter.

Die Biberkelle schauten wir uns auch genau an. Der breite mit schuppenartigen Hornplättchen besetzte Schwanz hat für den Biber mehrere Funktionen. Zum einen ist die sogenannte „Kelle“ Steuer und Ruder beim Schwimmen. Als „Sitzkissen“ umgeklappt, stützt sie beim Sitzen und im Winter dient sie als Fettspeicher. Droht Gefahr klatscht der Biber damit auf die Wasseroberfläche, um seine Artgenossen zu warnen. Wenn es sehr heiß ist, hält der Biber seine Kelle ins kalte Wasser und kühlt sich so.

Die gespaltene Biberkralle: Biber verbringen sehr viel Zeit mit der Fellpflege. Die gespaltene Kralle an der zweiten Zehe der Hinterfüße hilft dem Biber dabei, sein dichtes Fell zu durchkämmen, Luftschichten im Fell zu regulieren und ein wasserabweisendes Sekret (das sogenannte Bibergeil) gleichmäßig im Haarkleid zu verteilen.

Nachdem wir einiges über den Biber erfahren durften, wollten wie jetzt die Frass -und Bauspuren des Bibers entdecken. Wir wanderte rund um den See und an jeder Uferseite fanden wir neue Spuren.

In nur fünf Minuten kann der Biber einen etwa acht Zentimeter dicken Baum fällen. Für den im Bild zu sehenden braucht er noch etwas Zeit. Nicht nur der Biber hat Spuren hinterlassen. Auf einem Baumstamm über den wir drüber kletterten, entdeckten wir eine Waschbär-Toilette.

Drüber mussten wir trotzdem, um zur Biberburg zu gelangen.

Auf leisen Sohlen überquerten wir die Biberburg. Um uns einen Überblick von dem gesamten Meisterwerk zu verschaffen.

Ein Herzlicher Dank geht an Sven Möhring von der Unteren Naturschutzbehörde für eine spannende Exkursion und seinen Einsatz für die Biber im Landkreis Leipzig.

Text und Fotos: E. Wegner

Verantwortlich für den Beitrag und Ansprechpartner für diese JuNa-Gruppe ist die Naturschutzstation Partheland.

Am Freitag, den 8. Mai 2026 trafen sich 13 Kinder der großen Kinderumweltgruppe und der Jugendumweltgruppe der Ökostation in Naundorf. Zu Gast waren zwei Kinder der Wohlauer Kinderumweltgruppe.

Nach einer kurzen Vorstellungsrunde wurden die jungen Naturwächter von Janine Meißner und Jochen Dallmer begrüßt. Janine Meißner ist Bibermanagerin im Verein Dübener Heide e.V.. Sie erstellte zusammen mit Jochen Dallmer ein Biberplanspiel.

Herr Dallmer erklärte uns das Spiel. Dann wurden wir in acht Gruppen aufgeteilt. Jedes Team hatte eine Rolle, wie z. B. der Bürgerverein „Wir für Schönholz“ oder die Arbeitsgemeinschaft „Mensch – Natur – Zukunft“. Das Biberplanspiel spielt in dem Dorf Schönholz. In Schönholz hat sich ein Biber angesiedelt. Das Ziel des Spiels war eine Lösung zu finden, wie im Dorf mit dem Biber umgegangen wird. Die Lösung sollte das ganze Dorf, also alle Gruppen, in Ordnung finden. Das schafften wir nicht.

In einem weiteren Treffen wollen wir uns dazu nochmal austauschen. Es war interessant, welche Ideen wir hatten, die für oder gegen den Biber sprachen. Zum Abschluss gab es leckere Pizza.

Vielen Dank an Janine Meißner und Jochen Dallmer. Es war sehr interessanter, lustiger und schöner Nachmittag.

Wenn Interesse an dem Projekt des Biberplanspiels besteht, kann man sich auf der Website
https://www.regiocrowd.com/regionen-die-mitmachen/sachsen/duebener-heide/
erkundigen.
Hier sind weitere Termine für

die Fortbildung für Multiplikator*innen zur Nutzung des „Planspiels Biber“ für die Bildungsarbeit:
Juni 2026:
https://www.regiocrowd.com/projekte-zum-mitmachen/detail/fortbildung-fuer-multiplikatorinnen-zur-nutzung-des-planspiels-biber-fuer-die-bildungsarbeit-1/
 
und für das Planspiel:

  1. September 2026:
    https://www.regiocrowd.com/projekte-zum-mitmachen/detail/planspiel-in-schoenholz-ist-der-biber-los/
    https://weltoffenes-nordsachsen.de/termin/planspiel-in-schoenholz-ist-der-biber-los/

Text: Juna – Kind Estelle Brandt
Fotos: J. Meißner

Ansprechpartner für die Kinder- und Jugendumweltgruppen Naundorf ist die Ökostation Naundorf.

Am Sonntag den 2. Mai 2026 trafen sich viele Naturfreunde. Die Fachgruppe Ornithologie hatte zur Vogelstimmenwanderung eingeladen. 7:30 Uhr ging es los. 5 Kinder der kleinen und großen Kinderumweltgruppe waren auch dabei. Olaf Schmidt, unser Ornithologe, begrüßte uns. Anschließend ging es los. Wir liefen vom Oschatzer Stadtpark, durch den O – Park, entlang des Eulenstegs, weiter durch den Stranggraben bis zum Wüsten Schloss Osterland. Wir hörten 50 verschiedene Vogelarten. Ausgerüstet mit Fernglas und Adlerauge sahen wir auch viele davon.

Zum Beispiel hörten wir die Nachtigall, den Schwarzspecht, den Stieglitz und den Rotmilan. Kuckuck Kuckuck rief es natürlich auch und Zilp Zalp war auch zu hören. Vielen Dank an Olaf Schmidt. Es war sehr interessant.

Am Montag trafen wir uns gleich nochmal, um im Park Naundorf Fledermauskästen und Nistkästen aufzuhängen. Gunter, Olaf und Mario unterstützen uns und erklärten uns viel. Ganz schön hoch auf die Leiter ging es, besonders bei den Fledermauskästen. Aber wir haben uns getraut. Vielen Dank für die Unterstützung und wir sind schon gespannt wer einzieht.

Text: Juna-Kind Estelle Brandt
Fotos: C. Brandt

Ansprechpartner für die Kinder- und Jugendumweltgruppen Naundorf ist die Ökostation Naundorf.

Am 30. April 2026 trafen sich 10 Kinder der kleinen Kinderumweltgruppe der Ökostation in Naundorf. Tatkräftig unterstützt wurden die Kleinen von Emil und Estelle von den Großen. Es gab ein buntes Programm für die Kinder. Zuerst wurde die Kartoffel-Challenge besprochen. In vier Gruppen wurden 5 verschiedene Kartoffelsorten ausgesucht und in große Töpfe gepflanzt. Nun heißt es die Kartoffeln pflegen und warten bis sie im Herbst geerntet werden. Dann schauen wir welche Gruppe die größte Kartoffel hat, die kleinste Kartoffel hat und welche Gruppe insgesamt am meisten Kartoffeln geerntet hat. Mit unserer Ernte werden wir dann gemeinsam kochen. Danach ging es etwas ruhiger zu. Alle Gruppen gaben sich einen Namen und gestalteten ein Schild für den Topf.

Jetzt hieß es die nächste Challenge vorbereiten. Die Kinder füllten sich jeder einen Topf mit Erde und steckten zwei Sonnenblumensamen rein. Die Töpfe nahmen die Kinder mit nach Hause und kümmern sich jetzt darum. Das Wachstum soll jetzt beobachtet werden und im Herbst schauen wir dann, wer die höchste Sonnenblume hat.

Parallel dazu bauten die Kinder, die 2025 keinen Nistkasten gebaut hatten, ihren eigenen Nistkasten.

Zum Abschluss wurden noch ein paar Kräuter eingepflanzt und dann ging es für viele Kinder zum Maibaumstellen und hinein in das verlängerte Wochenende. 

Text: Juna-Kind Estelle Brandt 
Fotos: C. Brandt 

Ansprechpartner für die Kinder- und Jugendumweltgruppen Naundorf ist die Ökostation Naundorf.

Vor einigen Tagen hatten wir auf einer Exkursion in einem Teich Froschlaich entdeckt, der sich nicht weiterentwickelt hat und abgestorben schien. Das kam uns komisch vor, denn normalerweise müssten die Kaulquappen längst geschlüpft sein. Die JuNas sollten den Teich genauer unter die Lupe nehmen und herausfinden, was mit dem Wasser nicht stimmt.

Mit Teststreifen und einer App konnten die Kinder verschiedene Werte messen. Dabei haben wir festgestellt, dass der pH-Wert zu hoch war, die Nitratwerte die Grenzwerte weit überschritten und dass im Wasser Chlor enthalten war. All diese im Wasser gelösten Stoffe können für die Tiere und Pflanzen im Teich schädlich sein.

Die Jungen Naturwächter stellten sich die Frage, ob man das Wasser reinigen kann. Kurzum bauten wir gemeinsam kleine Wasserfilter aus Blumentöpfen. Das Loch im Boden der Tontöpfe wurde mit einem Stofftuch abgedeckt, dann wurden die Töpfe mit Sand, wieder einem Tuch, danach mit Steinen und zum Schluss mit einem Kaffeefilter befüllt.

Während das Wasser langsam durch die Filter lief, wollten wir uns die Wasserorganismen im Teich näher betrachten. Denn auch diese verraten einiges über die Wasserqualität. Unter anderem fanden die Kinder verschiedene Arten von Strudelwürmern, Schlammröhrenwürmer und Wasserasseln. Allesamt Indikatoren, also Zeigerorganismen, für sehr nährstoffreiches und überdüngtes Wasser.

Als die Wasserproben vollständig durch die Filter gelaufen waren, wiederholten wir die Messung mit den Teststreifen und siehe da: die Werte hatten sich tatsächlich sehr verbessert. Sogar mehr als wir erwartet hatten. Das daraufhin ins Gespräch gebrachte Vorhaben, den gesamten Wasserinhalt des Teiches durch unsere „Anlagen“ zu schicken, haben wir vorerst vertagt 😉.

Habt ihr bei euch in der Nähe einen Teich, wo die Amphibien ihre Eier gelegt haben? Dann geht doch auch hin und wieder mal nachschauen, wie sich die Kaulquappen dort entwickeln!

Ansprechpartner für diese Gruppe ist das Naturschutzzentrum „Zittauer Gebirge“ gGmbh.

Text: Olivia Böhm und Elfi Kühnel; Fotos: Elfi Kühnel