Zum JuNa-Treffen am Mittwoch vor Himmelfahrt trafen sich die JuNa-biBBerkids auf dem ehemaligen Konzertplatz des Landesgartenschau-Geländes. Hier auf den brachliegenden Blühflächen haben sich inzwischen viele Wildkräuter ausgesamt und bieten einen reichgedeckten Tisch für zahlreiche Insekten. Insgesamt konnten wir 31 Wildkräuter bestimmen. Neben vielen „altbekannten“ Kräutern, wie Rot- und Weißklee, Spitzwegerich, Kamille und Mohn, konnten die Kids auch das giftige Jakobskreuzkraut entdecken, dass sich seit einigen Jahren verstärkt ausbreitet. Einige Zeigerpflanzen für trockene Standorte, wie z. B. die Königskerze, waren auch dabei. Zum Abschluss untersuchten wir mit einem kleinen Experiment die Wasserhaltefähigkeit des Bodens in Abhängigkeit von der Partikelgröße.

Verantwortlich für den Beitrag ist der LPV Torgau. Ansprechpartner für die JuNas aus Torgau sind die NABU Naturschutzstation Biberhof Torgau und der LPV Torgau.

Am 27. April erlebten die Jungen Naturwächter Partheland einen aufregenden Tag im Staditzwald. Bei strahlendem Sonnenschein und begleitet von melodischem Vogelgesang erkundeten wir einen malerischen Rundweg. Unsere Wanderung führte uns vorbei an der vielfältigen Flora und Fauna des Waldes, und wir nahmen uns die Zeit, die zahlreichen Pflanzen und Tiere am Wegesrand genauer zu betrachten und mehr über sie zu erfahren.

Jeder Teilnehmer hatte im Vorfeld einen Naturgegenstand mitgebracht, der für ihn eine besondere Verbindung zum Wald symbolisiert. Diese Gegenstände reichten von einem gefundenen Rehgeweih über glänzende Steine bis hin zu Holzstücken, die kreativ zu einem kleinen Boot zusammengefügt wurden. Jeder hatte die Gelegenheit, seinen Gegenstand vorzustellen und die faszinierenden Geschichten dahinter zu teilen. Dabei gab es beeindruckende Erzählungen, wie die von einem jungen Teilnehmer, der aus einer einfachen Kastanie einen kleinen Baum gezüchtet hatte.

Zur Auflockerung des Tages veranstalteten wir ein Tierstimmen-Quiz, bei dem die Kinder die Geräusche von heimischen Tieren wie Rehen, Kohlmeisen und Dachsen zu erkennen versuchten. Dieses Spiel brachte viel Spaß und förderte das akustische Verständnis der Kinder für die Tierwelt.

Ein weiteres Highlight war die Einführung in die Heilwirkungen heimischer Kräuter und Wildblumen durch unsere Kräuterexpertin Nila. Sie teilte ihr Wissen über die vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten von Pflanzen, während wir Kräuterbutter und Nilas köstlichen Löwenzahnblütenhonig auf frischem Baguette genossen.

Nicht nur die Flora, auch die Fauna kam nicht zu kurz: Wir bestaunten glänzende Rosenkäfer, einen klebrigen Maikäfer und flinke Tausendfüßler. Am Staditzteich konnten wir zudem Kaulquappen und Wasservögel wie Blässhühner und Teichhühner beobachten, die geschäftig ihre Bahnen zogen.

Der Tag im Staditzwald war für alle Beteiligten eine wunderbare Gelegenheit, in die Natur einzutauchen, sie mit allen Sinnen zu erleben und dabei spielerisch wertvolles Wissen zu erlangen. Es war ein Tag, der uns allen noch lange in Erinnerung bleiben wird und die Begeisterung für die Natur weiter entfacht hat. Wir freuen uns schon auf das nächste Abenteuer mit den jungen Naturwächtern Partheland.

Verantwortlich für den Beitrag und Ansprechpartner für die JuNas aus Partheland ist die Naturschutzstation Partheland.

Die JuNa-biBBerkids hatten sich in den vergangenen Wochen intensiv mit dem Thema Amphibien beschäftigt. Gestern gab es zum Abschluss noch einen kleinen Film und ein anschließendes Quiz. Dazu traf sich die Gruppe direkt im Kentmannzimmer in der Schloßstraße 25, dass diesmal als kleiner Kinosaal fungierte. Im Film „Wie viel Kröte steckt im Frosch?“ zeigte sich nochmals sehr anschaulich, warum der Aufbau der Amphibienzäune so wichtig ist. Tierreporterin Anna ging mit uns auf Wanderschaft mit Erdkröten und folgte den Tieren auf ihrer jährlichen Wanderung vom Wintergarten zum Laichgewässer. Wir lernten das Kröten den Laich in Schnüren und Frösche in Ballen ablegen. Wie sie atmen und wo sie leben. Anschließend ging es in den Rosengarten. Auf einer kleinen Quizrallye konnten die Kids das Erlernte gleich vertiefen. Der berühmte Naturforscher Johann Kentmann wäre bestimmt begeistert gewesen, was unsere „biBBerkids“ bereits alles über Frösche und Kröten wissen.

Verantwortlich für den Beitrag ist der LPV Torgau. Ansprechpartner für die JuNas aus Torgau sind die NABU Naturschutzstation Biberhof Torgau und der LPV Torgau.

In den Osterferien stand zum ersten Mal eine gemeinsame Exkursion der Jungen Naturwächter aus Chemnitz und Herrenhaide auf dem Plan. Dazu kamen noch JuNa-Eltern, Kids vom Feriencamp-Team der BUND Regionalgruppe Chemnitz und mehrere Betreuer. Ziel des Ausflugs war das wunderschöne Vogtland. Denn hier wollten sich die Teilnehmenden über zwei besondere Tierarten informieren, welche sich seit jahrzehntelanger Abwesenheit nun wieder in Sachsens Natur ansiedeln. Begleitet wurde die Veranstaltung von Andreas Strzodka, Referent der Fachstelle Wolf des Landesamtes für Umwelt, Landwirtschaft und Ökologie (LfULG). Gemeinsam mit ihm gingen die Teilnehmenden zunächst auf eine Wanderung am Moorlehrpfad Muldenhammer, um etwas über die bei uns heimischen Wildtiere zu lernen.

Zum einen ist das der Wolf, der sich mittlerweile auch in Sachsens Wäldern ausgebreitet hat. Leider gehen die Ansichten zu diesem interessanten Beutegreifer weit auseinander. Aufgrund von wirtschaftlichen Schäden an Nutztieren und vielen unbegründeten Vorurteilen ist der Wolf nicht überall gern gesehen. Zeit also, sich mal genau über diese für das ökologische Gleichgewicht sehr wichtige Art zu informieren.

Zum anderen wurde das Thema Luchs bei der Exkursion genauer unter die Lupe genommen. Über das Projekt „RELynx“, das 2022 startete, soll eine stabile Luchspopulation durch Auswilderung im Erz- und Elbsandsteingebirge etabliert werden. Dazu wurden bereits im März 2024 zwei besenderte Luchse im Vogtland in die Freiheit entlassen. „Nova“ und „Juno“ lauten die Namen der beiden Karpatenluchse, die nun neue Hoffnungsträger für eine Ausbreitung der Art sind.

Der Referent erklärte an einer Nachbildung von Wolfslosung und Bildern, woran Spuren der beiden Wildtiere erkennbar sind. Auf der Wanderung suchten die Teilnehmenden daher nach Anzeichen dieser und auch ihrer Beutetiere. Auch wenn weder Wolf noch Luchs sichtbar waren, war die Wanderung voller spannender Entdeckungen.

Im zweiten Teil der Veranstaltung vertiefte der Referent nach einer Mittagspause im Natur- und Umweltzentrum (NUZ) Vogtland das Wissen über Wölfe anhand von Populationsentwicklungen in Sachsen und aktuellen Daten zur Verbreitung. Andreas Strzodka zeigte zudem beeindruckende Videos von Wildtierkameras. Er brachte auch anschauliche Objekte wie Wolfs- und Luchsschädel mit, um den Unterschied zwischen den beiden Arten zu verdeutlichen. Die Gruppe konnte sogar in die Rolle eines Wolfes schlüpfen und seinen charakteristischen Gang nachahmen. Ein Sendehalsband wurde ausführlich betrachtet, da es wichtige Informationen über das Verhalten der Tiere liefert.

Die gemeinsame Exkursion ins Vogtland war eine spannende Reise der JuNas Chemnitz und Herrenhaide voller Entdeckungen, auch wenn sie keine direkten Begegnungen mit diesen faszinierenden Tieren hatten. Trotzdem war es eine wertvolle Gelegenheit, mehr über die Lebensräume und die ökologische Bedeutung von Wölfen und Luchsen zu erfahren. Durch die Wanderung und die Gespräche mit dem Experten haben die Teilnehmenden Einblicke gewonnen, die das Verständnis für die komplexen Zusammenhänge in der Natur vertieft haben. Diese Erfahrung hat nochmal daran erinnert, wie wichtig es ist, die natürliche Umwelt zu schützen und zu respektieren, selbst wenn wir nicht immer alle Aspekte hautnah erleben können.

Vielen Dank an dieser Stelle an alle Organisierenden, Helfenden und Unterstützenden. Danke an Ben und Jan vom BUND für die Organisation, an Andreas Strzodka von der Fachstelle Wolf und an das NUZ Vogtland für die Bereitstellung der Räumlichkeit und das leckere Mittagessen. Diese tolle Veranstaltung wird sicherlich allen Teilnehmenden noch lange im Gedächtnis bleiben.

Autoren: Benjamin Franke und Linda Heinrich

Verantwortlich für den Beitrag und Ansprechpartner für die JuNas aus Chemnitz ist Naturschutzstation Chemnitz.

Am 13.04.2024 trafen sich die JuNa-biBBerkids, um ein wiederbelebtes Gewässer in der Fischeraue Torgau zu erforschen. Diesmal waren auch handwerkliche Fähigkeiten gefragt, denn wir wollten ein neues Schild zum Kammmolch aufstellen und ein weiteres erneuern. So wurde Erde mit dem Spaten ausgehoben, Mörtel angerührt, verfüllt, verdichtet und der Pinsel geschwungen. Dies machte allen viel Spaß. Danach schauten wir uns das Gewässer genauer an. Hier wurde vor einigen Jahren das verlandete Areal wiederbelebt, um Amphibien, insbesondere dem Kammmolch, nicht nur das Laichen sondern auch einen neuen, sicheren Lebensraum zu ermöglichen. Einen Molch entdeckten wir nicht, dafür jedoch einen Laubfrosch, der hier bisher noch nicht erfasst wurde. Auch verschiedene Larven konnten wir in unseren Becherlupen untersuchen.

Leider gab es im Bereich des Gewässers schon mehrmals illegale Müllablagerungen. Daher wollten wir uns auch an dem großen Frühjahrsputz beteiligen, zu dem die Stadt Torgau an diesem Tag aufgerufen hatte. Zur Einstimmung hatten wir beim letzten Treffen den Kinofilm „The North Drift – Plastik in Strömen“ angeschaut. Und so zogen die JuNa-biBBerkids mit einem Bollerwagen, Eimern und Handschuhen ausgestattet, los, um Müll zu sammeln. So ging es von der Fischeraue, über den Torgauer Hafen zur Kulturbastion. Es war erschreckend, wie viel Müll wir fanden. Von Papier, Glas, Metall Plastik und sogar einem Auspuff war alles dabei. Nach nur einer Stunde hatten wir bereits eine ganze Flasche voller Zigarettenkippen gesammelt – und es gab noch jede Menge mehr.

Verantwortlich für den Beitrag ist der LPV Torgau. Ansprechpartner für die JuNas aus Torgau sind die NABU Naturschutzstation Biberhof Torgau und der LPV Torgau.