Vor einigen Tagen hatten wir auf einer Exkursion in einem Teich Froschlaich entdeckt, der sich nicht weiterentwickelt hat und abgestorben schien. Das kam uns komisch vor, denn normalerweise müssten die Kaulquappen längst geschlüpft sein. Die JuNas sollten den Teich genauer unter die Lupe nehmen und herausfinden, was mit dem Wasser nicht stimmt.

Mit Teststreifen und einer App konnten die Kinder verschiedene Werte messen. Dabei haben wir festgestellt, dass der pH-Wert zu hoch war, die Nitratwerte die Grenzwerte weit überschritten und dass im Wasser Chlor enthalten war. All diese im Wasser gelösten Stoffe können für die Tiere und Pflanzen im Teich schädlich sein.

Die Jungen Naturwächter stellten sich die Frage, ob man das Wasser reinigen kann. Kurzum bauten wir gemeinsam kleine Wasserfilter aus Blumentöpfen. Das Loch im Boden der Tontöpfe wurde mit einem Stofftuch abgedeckt, dann wurden die Töpfe mit Sand, wieder einem Tuch, danach mit Steinen und zum Schluss mit einem Kaffeefilter befüllt.

Während das Wasser langsam durch die Filter lief, wollten wir uns die Wasserorganismen im Teich näher betrachten. Denn auch diese verraten einiges über die Wasserqualität. Unter anderem fanden die Kinder verschiedene Arten von Strudelwürmern, Schlammröhrenwürmer und Wasserasseln. Allesamt Indikatoren, also Zeigerorganismen, für sehr nährstoffreiches und überdüngtes Wasser.

Als die Wasserproben vollständig durch die Filter gelaufen waren, wiederholten wir die Messung mit den Teststreifen und siehe da: die Werte hatten sich tatsächlich sehr verbessert. Sogar mehr als wir erwartet hatten. Das daraufhin ins Gespräch gebrachte Vorhaben, den gesamten Wasserinhalt des Teiches durch unsere „Anlagen“ zu schicken, haben wir vorerst vertagt 😉.

Habt ihr bei euch in der Nähe einen Teich, wo die Amphibien ihre Eier gelegt haben? Dann geht doch auch hin und wieder mal nachschauen, wie sich die Kaulquappen dort entwickeln!

Ansprechpartner für diese Gruppe ist das Naturschutzzentrum „Zittauer Gebirge“ gGmbh.

Text: Olivia Böhm und Elfi Kühnel; Fotos: Elfi Kühnel