Anfang Februar. Feuchtes, sonniges Wetter. Einstellige Plusgrade. Der Vorfrühling klopfte schon kräftig an der Tür. Kein Schnee, aber herrliche Bedingungen um Vögel zu beobachten.

Das Thema „Wintervögel“ stand heute auf dem Programm. Unsere Jungen Naturwächter*innen setzten sich mit den häufigsten heimischen Arten im Winter, ihren Fressgewohnheiten und Verhaltensweisen auseinander. Immer wieder hörten sie genau hin, um singende Vögel an ihrem Gesang zu identifizieren.

Und dann kam er. Der magische Moment, die Vögel aus der Nähe zu beobachten obwohl die Kinder selbst in großem Abstand zu den Tieren standen oder saßen: Der Blick durch das Fernglas. Voller Eifer waren alle gefesselt von dieser Erfahrung und hatten große Freude beim Artenerfassen an Futterstellen der Ökostation Borna-Birkenhain. Manche wollten gar nicht mehr aufhören.

Verantwortlich für den Beitrag und die Bilder ist die ökologische Station Borna-Birkenhain.

Ein lautes Schmatzen in der Dunkelheit, ein rundes stacheliges Etwas auf der Wiese oder raschelndes Laub – da könnte ein Igel seine Finger mit im Spiel haben! Besonders jetzt im Herbst, wenn die Tage wieder kürzer und die Nächte kühler werden, könnt ihr mit etwas Glück einem der Stachelknäule begegnen.

Die geschützten Wildtiere sind gerade dabei ihre überlebensnotwendigen Hausaufgaben zu machen. Und das bedeutet: Winterspeck anfressen und auf die kalten Monate vorbereiten. Dazu zählen auch das Aufspüren und Einrichten eines kuscheligen Winterquartiers. Denn wer bis zu fünf Monate lang schläft, seine Körpertemperatur von 36 °C auf 5 °C runterfährt und nichts frisst, der braucht definitiv ein warmes Plätzchen!

Doch manche Menschen räumen dem Igel die wunderbarsten Baustoffe wie wärmendes Laub und höhlenfähiges Totholz direkt vor der Schnauze weg. Der geplante Winterschlaf rückt immer näher, das Nahrungsangebot wird immer knapper und dem Stachelknäuel immer kälter. Ohne Winterquartier wird es dann immer unwahrscheinlicher, dass es den nahenden Winter unbeschadet übersteht.

Die NABU-Naturschutzstation Stadt und Aue Leipzig hat sich deswegen eine tolle Mitmachaktion für den Oktober überlegt. Auf ihrer Homepage bekommt ihr die stachelig geballte Ladung Igelinfos und dazu eine Schritt-für-Schritt-Anleitung zum Bau einer Igelbude. Auf der NAJUversum-Seite findet ihr außerdem noch eine Anleitung für einen Igeltunnel.

Fotos von euren fertigen Winterquartieren sendet ihr bis Ende Oktober an Luise Winkler (winkler@nabu-sachsen.de). Auf der Homepage der Naturschutzstation könnt ihr anschließend alle Ergebnisse sehen.

Und nun raus, in die Hände gespuckt und ran an den Budenbau für unsere kleinen Igelfreunde!

Du liebst Fledermäuse über alles? Du willst dich für deren Schutz einsetzen? Du bist zwischen 12 und 18 Jahre alt? Du willst Leute in deinem Alter treffen, denen es auch so geht?
Dann melde dich zum spannenden Artenforschercamp „Fledermäuse“ in der Naturschutzstation Borna-Birkenhain an!


Was erwartet Dich?
• Kontakt zu Pflegefledermäusen und ihrem Pfleger
• Vorstellung des Projekts Quartierpatenschaften
• Bioakustik und Netzfang
• Exkursion mit Quartierssuche, Spurensuche und Öffentlichkeitsarbeit für Fledermäuse
• Artbestimmung anhand von Haaren im Kot


Wie läuft das Camp ab?
• Ankommen: Freitag 10. September, 15.00 Uhr
• Abreisen: Sonntag, 12.September, 15.00 Uhr

Für 15 Teilnehmende stehen 4 Tipi-Zelte zur Verfügung. Eigene Zelte dürfen gern mitgebracht werden. Übernachtet wird auf dem eingezäunten Projektplatz der Naturschutzstation im Wald. Hier gibt es eine Trockentrenntoilette. Einfache Dusch- und Waschmöglichkeiten können im nahe gelegenen Hauptgebäude genutzt werden.


TEILNAHMEBEITRAG
Für einen Teilnahmebeitrag von 70,00 € bekommst du neben einer gut betreuten Fledermaus-Zeit inkl. Exkursion, täglich ein gutes Frühstück, Mittag- und Abendessen, einen Vormittags- und Nachmittags-Snack, sowie Getränke.

Alles noch einmal nachlesen und ausdrucken kannst Du hier auf dem Flyer und wenn Du möchtest, lass Dich von Deinen Eltern gleich anmelden. Verantwortlich für die Organisation des Camps sind Christin Berndt und Maximilian Riedel-Binder, die Dir gerne alle Fragen beantworten:

Ökostation Borna-Birkenhain
Am Lerchenberg
04552 Borna

In den Ferien die Natur erkunden – das konnten Kinder und Jugendliche bei den JuNa-Schnuppertagen und Feriencamps des Naturschutzzentrums in Neukirch und der Naturschutzstation Neschwitz e.V. Die Kinder erkundeten einen Teich und lernten seine Bewohner kennen. Sie begaben sich in Rietschen auf die Spuren des Wolfes und lagen in Bad Schandau dem Luchs auf der Lauer.

In den Camps der Naturschutzstation Neschwitz gingen die Kinder- und Jugendlichen auf Spurensuche nach einheimischen Insekten. Sie lernten im Kräutercamp unterschiedliche Kräuter und ihre heilende Wirkung kennen. Im Camp der Jungen Ornithologen beobachteten die Jugendlichen Wasservögel und unterstützten bei Artenschutzmaßnahmen wie der Entbuschung von Offenland.

Die Kinder hatten sehr viel Freude bei den Camps und Schnuppertagen. Einige von ihnen haben sich bereits für die JuNa-Kurse angemeldet.

Wenn Du ein Junger Naturwächter oder eine Junge Naturwächterin im Landkreis Bautzen werden möchtest, erhältst du weitere Informationen von Cornelia Kobalz als Ansprechpartnerin der

Naturzentrale Landkreis Bautzen
Park 1
02699 Neschwitz

Es tut sich was auf der Seite zum Tag der Jungen Naturwächter 2021! Es kommen immer mehr Naturschutzstationen hinzu, die ihr euch alle auf der Karte auf der Seite anschauen könnt. Bei vielen Punkten könnt ihr euch auch das Programm der Naturschutzstation anschauen.

Am und um den 3.7. ist es soweit! Schaut bis dahin doch immer mal wieder auf unserer Homepage vorbei. Es gibt bestimmt immer wieder kleine Updates.