Welche Tiergruppe lebte bereits lange Zeit vor den Dinosauriern auf unserer Erde und umfasst heute ca. 70% aller existierenden Tierarten? Die JuNas Zittauer Gebirge hatten ziemlich schnell erraten, um wen es uns dieses Mal geht. Die Insekten! Hexapoda auf Latein, was so viel heißt wie die Sechsfüßer. In mannigfaltiger Artenvielfalt bevölkern sie unsere Erde, sind an beinahe allen Nahrungsketten und ökologischen Stoffkreisläufen beteiligt und sorgen für die Nahrungsgrundlagen für uns Menschen. So machten sich die jungen Forscherinnen und Forscher daran, Fragen auf den Grund zu gehen wie: Warum hätten wir ohne Insekten keine Baumwollkleidung? Warum haben einige Insekten Frostschutzmittel im Blut? Und warum erleichtern ihre Stinkefüße den Hummeln die Arbeit beim Pollen- und Nektarsammeln? Die Antworten auf diese Fragen waren schnell gefunden. Wisst ihr es auch? Wenn nicht, dann recherchiert mal nach und findet es heraus!



Gerade hatte es noch in Strömen geregnet und so wirklich optimistisch waren wir nicht, dass wir überhaupt Insekten finden. Doch kaum war der Regen vorüber, waren sie auf einmal überall: Auf Blüten, fliegend in der Luft, auf Blättern, an Bäumen, auf den Wegen. Auf einer kleinen Rundwanderung um das Ökozentrum Schülerbusch entdeckten die Kinder ein faszinierendes Insekt nach dem anderen.
Angekommen am Waldrand ging es in Zweierteams auf eine Challenge: Wer findet wohl die meisten Insekten? Eine Strichliste half hierbei, die Übersicht zu bewahren. Schnell füllten sich die Blätter mit Fünferbündeln an Strichen. Spätestens als ein Team Holunderäste mit Blattläusen entdeckte war klar: es sind einfach zu viele. Sie sind überall! Und: es sind unzählige!
Einige waren schnell bestimmt und erkannt. Nicht so jedoch ein asselähnliches Tier mit 6 Beinen, welches die erste Bestimmungsapp als Bandfüßer erkannte. Dass dies nicht sein konnte war uns klar, also wurde weiter geforscht und es stellte sich heraus, dass die Kinder Larven des Vierpunkt Aaskäfer entdeckt hatten.
Unter dem Mikroskop betrachtet sahen die Tiere mit ihren Facettenaugen und stark untergliedertem Körper noch faszinierender aus, als mit bloßem Auge. Immer wieder wurden neue Tiere gefunden und genau untersucht.

Da wir Menschen auf die Leistungen der Insekten angewiesen sind, sollten auch wir uns für sie interessieren und ihnen helfen, Nistmöglichkeiten und Nahrung zu finden. Das gelingt zum Beispiel mit einem naturnahen Garten oder der biologischen Landwirtschaft, die Lebensräume für Insekten schaffen.
Tipps zur Ökologischen Gartenbewirtschaftung findet ihr z.B. hier.
Text und Fotos: Elfi Kühnel.
Ansprechpartner für diese Gruppe ist das Naturschutzzentrum „Zittauer Gebirge“ gGmbh.
