Am 03.02.2024 waren die Jungen Naturwächter der Ökologischen Station Borna-Birkenhain gemeinsam mit Annett Bellmann und Christin Berndt auf der Streuobstwiese Bockwitz unterwegs. Auf der rund ein Hektar großen Fläche wurde vor 10 Jahren der dichte Bestand an Kirschpflaumen aufgelichtet und junge hochstämmige Obstbäume nachgepflanzt. Dank der verstärkten Besonnung und der extensiven Beweidung entwickelte sich seitdem auch eine blüten- und insektenreiche Krautschicht. Im Randbereich befindet sich ein niedriger, mittlerweile bemooster Wall aus Wurzeln und Stammstücken der anteilig entnommenen Kirschpflaumen. Der Wall dient unter anderem als Versteck für Kleinsäuger und Reptilien.

Jahreszeitlich bedingt war diese Vielfalt aktuell nur anhand von Bildmaterial zu vermitteln. Dennoch fiel es den jungen Naturschützern leicht, typische Tierarten zu nennen. Neben Spielen und Wissensvermittlung zum Thema Streuobstwiese standen an diesem Tag vor allem praktische Arbeiten im Fokus. Dabei erhielten die Bäume einen neuen Kalkanstrich und wurden gedüngt. Christin Bernd zeigte den JuNaS wie man einen jungen Obstbaum schneidet. Wer wollte, durfte auch selbst auf die Leiter, um unter Anleitung Zweige zu kappen. 

Eine Spur auf Bewohner der Streuobstwiese ergab sich zum Schluss durch die Kontrolle und Säuberung der Nistkästen. Hier fanden sich Federn von Blaumeise und Feldsperling. Es war ein schönes abwechslungsreiches Programm und die Kinder waren vier Stunden lang mit Begeisterung dabei.

Zu Beginn des JuNa-Treffens erfolgte ein Austausch über typische Tierarten der Streuobstwiese.

Der Schutzanstrich der jungen Obstbäume wird erneuert. Das hinterließ auch Spuren auf Jacken und Hosen, machte aber Spaß.

Nach dem Freilegen einer Baumscheibe wird Kompost aufgebracht.

Ein Blick in die Nistkästen gab Auskunft über deren bisherige Bewohner. es folgte die Reinigung der insgesamt zwei Meisen- und zwei Wendehalskästen.

Verantwortlich für den Beitrag und Ansprechpartner für die JuNas aus Borna-Birkenhain ist die NFG Ökologische Station Borna-Birkenhain e. V.

Am 03.02.2024 hat sich unsere JuNa- Gruppe (Leipzig Mitte) in Plaußig getroffen und sich mit dem Thema „Tierspuren“ auseinandergesetzt. Bei der gemeinsamen Exkursion durch die Parthenaue konnten wir sehr viele  Hinterlassenschaften und Anzeichen von tierischen Aktivitäten entdecken. Wir haben Gipsabdrücke von Trittsiegeln angefertigt. Es war für alle ein sehr spannendes Naturerlebnis.

Verantwortlich für den Beitrag und Ansprechpartner für die JuNas aus Leipzig Mitte ist das Deutsche Kleingärtnermuseum.

Am 31.01.2024 ging es bei unserem Treffen noch ein letztes Mal um die Fledermaus, bevor wir dann nach den Winterferien mit den neuen Themenwünschen starten. Die Naturschutzwerkstatt Torgau hatte die „JuNa-Bibberkids“ eingeladen, Fledermauskästen zu bauen. Aus den bereits vorbereiteten Bausätzen konnte jeder sein eigenes Exemplar bauen und kreativ gestalten. Fleißig wurde mit Hammer, Bohrer und Akkuschrauber gewerkelt. Einige stellten sich als wahre Naturtalente im Umgang mit den Werkzeugen heraus. Unsere Jüngsten bekamen sachkundige Unterstützung von den Mitarbeitern der Werkstatt, die geduldig alle Arbeitsgänge zeigten. Gerade das Anbringen der Dachpappe gestaltete sich doch etwas knifflig. Bevor jedes JuNa-Kind den Kasten mit nach Hause nehmen durfte, wurde er noch mit einer individuell gestalteten Fledermaussilhouette verziert. Nun heißt es warten und schauen, wann und von wem der „Neubau“ bezogen wird. Wir drücken mal die Daumen!

Ein herzliches Dankeschön an die Mitarbeiter der Naturschutzstation Herrn Baloun und Herrn Talheim für die tatkräftige Hilfe, sowie Herrn Plaszkorski von der Stadtverwaltung Torgau, der uns bereits im vorigen Jahr einen beeindruckenden Einblick in den Jahreszyklus dieser faszinierenden Flugakrobaten bot.

Verantwortlich für den Beitrag ist der  LPV Torgau. Ansprechpartner für die JuNas aus Torgau ist die NABU Naturschutzstation Biberhof Torgau und der  LPV Torgau. Die Fotos wurden vom Biberhofteam aufgenommen.

Dieser Frage, in der es darum ging, wo denn eigentlich die ganzen Tiere, die wir im Laufe des Jahres behandelt bzw. angetroffen haben, jetzt im Winter sind, gingen die Zittauer JuNas am 30. Januar 2024 auf den Grund.

Natürlich wussten die Kinder schnell einige Strategien zu nennen, die unterschiedliche Tiere im Winter anwenden. Eine der ersten Einwürfe war die Winterruhe des Eichhörnchens. Nachdem wir den Unterschied zwischen Winterschlaf und Winterruhe erörtert hatten und auch über die Aktivität von Tieren als Strategie gesprochen hatten, mussten wir selbst aktiv werden, denn ein starker und eisiger Wind fuhr uns durch die Kleidung und ließ unsere Finger gefrieren. Bevor sich die Kinder in winterruhende Eichhörnchen und winteraktive Marder verwandelten, fühlte jedes Kind den eigenen Puls. Die Eichhörnchen rannten dann von Kobel zu Kobel, um so dem Marder mehr oder weniger erfolgreich zu entkommen.

Die erneute Pulsfühlung nach dem vielen Rennen verdeutlichte, dass der Körper in der aktiven Phase viel Energie benötigt. Jede unnötige Bewegung während der Wintermonate bedeutet für winterruhende oder –schlafende Arten immer ein Risiko. Denn sie fahren den Energiehaushalt so weit wie möglich herunter, um so mit sehr wenig Nahrung über die Runden zu kommen. Doch sie müssen sich entsprechend gut vor Kälte schützen. Etwas aufgewärmt, bekam jedes Kind nun die Aufgabe, ein mit heißem Wasser gefülltes Filmdöschen bestmöglich vor Kälte geschützt an einem Ort in der Natur zu lagern. Während diese Filmdosen-Tiere in ihren Verstecken vor sich hinschlummerten, konnten die Kinder eine weitere Anpassung an den Winter nachempfinden: die Abwanderung. Als Störche flogen die Kinder von einer markierten Nord- zu einer Südlinie und mussten dabei den Gefahren der Reise, welche durch ein weiteres Kind repräsentiert wurden, ausweichen. Bei einem kleinen Imbiss auf der Decke, sprachen wir über andere Tierarten und deren Strategien, wie beispielsweise die Winterstarre der Amphibien und Fische oder über den Generationswechsel bei den Insekten.

Anschließend konnte die Wassertemperatur in den Filmdöschen gemessen werden. Von ursprünglichen 70°C erzielten die Kinder Ergebnisse zwischen 12 °C (unter die Grasnarbe gelegt) und 32 °C (in Moos und Gras verpackt und windgeschützt gelagert). Über die verschiedenen Ergebnisse kamen wir dazu, was denn gute Winterunterschlüpfe sind und welche Orte eher weniger geeignet sind bzw. wie sich die Tiere in weniger geschützten Bereichen anders wärmen können, zum Beispiel mit einem dichten Winterfell bei den winteraktiven Tieren.

Es hat allen viel Spaß gemacht, spielerisch die Winterstrategien der Tiere nachzuempfinden. Dennoch waren wir sehr froh, dass wir uns jetzt keinen solchen Unterschlupf bauen müssen, sondern zum Aufwärmen den Luxus einer geheizten Wohnung genießen können!

Verantwortlich für den Beitrag und Ansprechpartner für die JuNas aus Zittau ist das Naturschutzzentrum Zittauer Gebirge.

… aber die JuNas hielten auch diesen kalten Temperaturen des vergangenen Wochenendes stand. Denn dieses Mal hatte sie das Schatzfieber gepackt. Ausgerüstet mit Karten, suchten wir verschiedene Standorte im Stadtgebiet Lützschena. Was die Stadt mit Flora und Fauna zu tun hat, wurde immer deutlicher. Die Tiere und Pflanzen haben sich angepasst, stoßen in der Stadt teilweise auf vorteilhafte Bedingungen, die sie auf dem Land nicht immer finden. Zudem sind manche Tiere unserer Städte gar keine Wildtiere, sondern nur von Menschen entlaufene Haustiere, die ohne unsere Hilfe kein tierwürdiges Leben haben können. Spielerisch wurden die JuNas auf das Leben zwischen Pflasterritzen aufmerksam und damit ganz schnell zum Rebellen-Botaniker. Auf der Suche nach Waschbärspuren stießen die EntdeckerInnen auf erstaunliche Tropfsteine. Und für die, die zum Ende die kalten Zehen noch bewegen konnten, ging es zum Nasentraining – ganz nach Wildschweinmanier – den Bauernsteg entlang.
Schließlich schafften es alle zum ersehnten Ziel, die Auwaldstation. Dank warmer Suppe, Tee und flackerndem Kamin ließen wir gemeinsam den Nachmittag in wohliger Wärme ausklingen.

Es war wieder ein lebendiger, lustiger Tag!

Verantwortlich für den Beitrag und Ansprechpartner für die JuNas im Auwald ist die Auwaldstation Leipzig.