Viele Kinder unserer Kinderumweltgruppe Naundorf sind schon lange ehrenamtlich tätig (einige schon sieben Jahre) und aktiv im Programm der Jungen Naturwächter. Wir haben allein in diesem Jahr neben unseren Treffen schon viele praktische Einsätze gehabt.
Streuobstwiese pflanzen, Blumenwiese säen (34 kg Saatgut) und anwalzen, Eiben pflanzen, Waldrandstreifen pflanzen, Springfroschmonitoring, Lockstockkontrolle bei den Wildkatzen, Teilnehme an Exkursionen sind nur einige Beispiel. Zeit also Zertifikate der Jungen Naturwächter zu überreichen. Zu den letzten Treffen in der Ökostation vor den Ferien wurden einige Mitglieder mit den Zertifikaten überrascht. Die Freude war groß und spornt den Rest der Gruppe an, bis zum Jahresende die Stunden zu schaffen.
Für die Ferien gab es für alle noch die „Kinderumweltgruppe-Sommerchallenge“. Es gilt 40 Aufgaben zu erfüllen. Das klingt viel? Mal sehen. Wir sind gespannt und freuen uns schon auf die Auswertung. Aber jetzt wünschen wir allen erstmal viel Spaß dabei und genießt eure Sommerferien.
Wie geht es weiter? Zum Kinderumweltgruppentag in den Ferien erwartet uns ein Projekt mit dem Anglerverband Leipzig. Wie jedes Jahr wollen wir auch wieder in der Ökostation zelten. Im August sind eine Exkursion in die Gohrischheide und die Fortführung unseres Kräuterprojektes mit Frau Böhme geplant und die Kinderumweltgruppe groß freut sich schon auf die Bienenexkursion.


Verantwortlich für den Beitrag und Ansprechpartner für die JuNas aus Naundorf ist die Ökostation Naundorf.
Für das fünfte Treffen zum Thema „Tiere und Pflanzen am und im Teich“ haben wir uns zentral in Leipzig im „Palmengarten“ (Park) getroffen. Gemeinsam haben wir die Tier- und Pflanzenwelt über und unter Wasser erkundet. Besonders spannend war das Kennenlernen von Anpassungsstrategien von Wassertieren, z.B. dem Wasserläufer und auch die Entwicklung von verschiedenen Insektenarten und Amphibien im Teich. Hierzu haben wir u.a. Mückeneier, die Larven, Puppen und adulte Insekten genau beobachtet und untersucht. Unsere „JuNas“ haben im Teich gekeschert und die gefundenen Tiere bestimmt. Wir konnten durch die Art und Anzahl der gefangenen Tiere auch Rückschlüsse auf die Wasserqualität ziehen.
Besonders viel Spaß hatten wir bei einem Teamspiel, in dem wir uns der Beutefang- und Abwehrmechanismen von Erdkröte, Graureiher und Ringelnatter bedienen konnten.



Verantwortlich für den Beitrag und Ansprechpartner für die JuNas aus Leipzig Mitte ist das Deutsche Kleingärtnermuseum.
Im April und Mai besuchte die Imkerin Britta Wölkner unsere JuNas der Kinderumweltgruppe Naundorf zum Bienenprojekt. Sehr anschaulich bekamen wir viele tolle Infos und Einblicke in die Welt der Honigbienen und der Wildbienen. Wir lernten viel über das Leben im Bienenstock und die Arbeit der Imkerin und natürlich über die Bedeutung der Bienen. Reichlich Anschauungsmaterial zum Anfassen und Ausprobieren begeisterten uns und sorgten für ein kurzweiliges Projekt. Die Projektzeit verging wie im Flug. Quiz, Spiele und Experimente machten das Thema spannend und aus Wachs und Öl konnte sich jeder eine Creme herstellen. Für daheim säten wir eine Blumenschale mit Wildblumen ein, die jetzt jeder zu Hause pflegt. Höhepunkt war die Exkursion zum Bienenstand von Frau Wölkner. Die Imkerin brachte eine frisch geschlüpfte Bienenkönigin mit. Abwechseln wärmten wir sie und sie bekam dann einen neuen Bienenstock. Hautnah konnten wir die Bienen im Bienenstock beobachten. Wir aßen Honig direkt aus der Bienenwabe… lecker. Auch eine Honigverkostung durfte nicht fehlen. 5 Sorten verkosteten wir und am Ende bekam der Honig von Frau Wölkner die meisten Punkte von uns. Beim abschließenden Blattlausspiel ging es noch mal rasant zu.
Vielen Dank an Frau Wölkner für das tolle Projekt. Fragt doch mal einen Imker in eurer Nähe, ob ihr auch mal so tolle Einblicke erhalten könnt. Wir haben mit Spaß viel gelernt.











Verantwortlich für den Beitrag und Ansprechpartner für die JuNas aus Naundorf ist die Ökostation Naundorf.
Zum JuNa-Treffen am Mittwoch vor Himmelfahrt trafen sich die JuNa-biBBerkids auf dem ehemaligen Konzertplatz des Landesgartenschau-Geländes. Hier auf den brachliegenden Blühflächen haben sich inzwischen viele Wildkräuter ausgesamt und bieten einen reichgedeckten Tisch für zahlreiche Insekten. Insgesamt konnten wir 31 Wildkräuter bestimmen. Neben vielen „altbekannten“ Kräutern, wie Rot- und Weißklee, Spitzwegerich, Kamille und Mohn, konnten die Kids auch das giftige Jakobskreuzkraut entdecken, dass sich seit einigen Jahren verstärkt ausbreitet. Einige Zeigerpflanzen für trockene Standorte, wie z. B. die Königskerze, waren auch dabei. Zum Abschluss untersuchten wir mit einem kleinen Experiment die Wasserhaltefähigkeit des Bodens in Abhängigkeit von der Partikelgröße.







Verantwortlich für den Beitrag ist der LPV Torgau. Ansprechpartner für die JuNas aus Torgau sind die NABU Naturschutzstation Biberhof Torgau und der LPV Torgau.
Naturschutzstation Weißwasser:
In der Naturschutzstation haben wir in Bungalows übernachtet. Wir hatten richtig viel Platz zum (Tischtennis-)Spielen und es gab eine coole Bude, die wir weitergebaut haben.
Tagebau Nochten:
Direkt hinter der Naturschutzstation gibt es einen Aussichtsturm, von dem aus man einen weiten Blick über den Braunkohletagebau Nochten hat. Von hier aus konnten wir das Kraftwerk Boxberg mit seinen Kühltürmen und den riesigen Wasserdampf-Wolken sehen und in der Ferne auch den aktiven Tagebau. Die Erwachsenen haben mit bunten Bildern versucht, uns zu erklären was im Tagebau passiert. Ganz schön kompliziert! Direkt unterhalb des Aussichtsturmes haben wir eine Feldgrille beobachtet, die war echt groß und hat gezirpt! Außerdem gab es im Sand viele Trichter von Ameisenlöwen. Wir wollten zu gern sehen, wie eine Ameise von einem Ameisenlöwen gefangen wird. Leider hatten wir kein Glück…
Rhododendronpark Kromlau:
Hier waren wir mit Keschern unterwegs und haben in verschiedenen Gewässern nach den dort lebenden Tieren Ausschau gehalten. Holger hat einen Bergmolch aus dem Wasser geholt. Der Bauch des Molchs war orange! Außerdem konnten wir eine kleine Blindschleiche beobachten. Die war total niedlich! Im Park gibt es eine herrliche Steinbogenbrücke, die über einen Teich führt. An einem Aussichtspunkt spiegelt sich die Brücke komplett im Wasser und ergibt einen Kreis. Da haben wir aber gestaunt! Nach der Wanderrunde gab’s noch ein leckeres Eis 🙂
Bad Muskau, westlicher Teil des Fürst Pückler Parks (Bergpark):
Ganz am Anfang des Wegs ist uns wieder eine Blindschleiche begegnet. Sie war echt gut getarnt im alten Herbstlaub und manche mussten zwei Mal hinschauen, um sie zu entdecken. Unseren ersten Halt haben wir an einem riesigen morschen Baumstamm einer alten, umgefallenen Eiche gemacht. Ein echt guter Kletterbaum, auf dem schon wieder neue Bäume gewachsen sind! Am zweiten Halt haben Torfmoose in einem kleinen Moor einen Schwingrasen gebildet. Sieht aus wie Wiese, schwimmt aber auf dem Wasser! Holger erzählt uns, dass der Schwingrasen die Menschen täuscht und man deshalb im Moor einsinken kann. Wir haben direkt am Ufer trotzdem mal einen Schritt auf den Rasen gewagt – wir mussten ja überprüfen, ob Holger Recht hat. War ein komisches Gefühl! Der Schwingrasen schwingt wirklich! Fast so wie ein Trampolin. Und: Wir sind nicht wirklich untergegangen – ein paar von uns haben aber nasse Füße bekommen!






Autoren und Autorinnen: Frederik, Karlotta, Ronja, Nele, Frieda und Johanne
Verantwortlich für dein Beitrag und Ansprechpartner für die JuNas aus Freiberg ist der NABU Freiberg.
