Vom 09. bis 12.10.2023 hieß es in Borna-Birkenhain: „Auf ins geheimnisvolle Reich der Pilze!“ Domenica Kraußer von Napikra nahm die JuNas und andere Interessierte mit in die geheime Welt der Fadenwesen. Uns ist nun klar, dass Pilze uns gar nicht so unähnlich sind, denn auch hier gibt es Räuber, Partner und Resteverwerter. In vier Tagen beschäftigten wir uns mit den Grundlagen der Pilzsystematik, lernten Röhrlinge, Porlinge, Sprödblätterpilze und Faserblätterpilze von Anderen zu unterscheiden; entdeckten Pilzmycele und ließen die Sporen tanzen. So entstand nach und neben einem üppigen Pilzmuseum auch unser eigenes Pilz-Buch. Am Nachmittag wurde kreativ gewerkelt: Es entstanden Schnitzlinge und Tonlinge, Pilzkreide, Pilzpapier und leckerer Pilztee.

Verantwortlich für den Beitrag und Ansprechpartner für die JuNas aus Borna-Birkenhain ist die Ökologischen Station Borna-Birkenhain e. V.

Am 21.11.2023 begaben sich die Jungen Naturwächter im Naturpark Zittauer Gebirge auf eine geologische Zeitreise und tauchten ein in die Entstehungsgeschichte des Gebirges und der umliegenden Landschaftselemente. Spielerisch näherten wir uns der Vorstellung der unglaublichen Zeiträume, in denen geologische Prozesse das Gebirge geformt haben und gingen dem Unterschied zwischen Sedimentgestein und vulkanischen Gesteinen auf den Grund. Auf einer Rundwanderung begegneten wir vielen verschiedenen Sandsteinformationen sowie Basalt und Phonolith und weiteren metamorphen Gesteinen, zu denen jeweils die Entstehungsgeschichte verinnerlicht wurde. Wir stellten fest, dass da, wo wir heute stehen, vor 100 Millionen Jahren ein Meer war und dass die am Meeresboden entstandene Sandsteinschicht viele Millionen Jahre später durch Vulkane mit Gesteinen aus dem Erdinneren durchbrochen wurde. An Felsenklüften tasteten wir uns durch die Erdzeitalter und konnten erahnen, was sich hier, lange bevor es die Menschheit gab, alles abgespielt hatte und wie es zu diesen Zeiten hier aussah.

Alle waren fasziniert von dem unglaublichen Alter unseres Gebirges und waren stolz, einige Millionen Jahre alte Steinchen und Sande als wertvolle Schätze mit nach Hause zu nehmen.

Verantwortlich für den Beitrag und Ansprechpartner für die JuNas aus Zittau ist das Naturschutzzentrum Zittauer Gebirge gGmbH.

Beim ersten Treffen der neuen Jungen Naturwächter an der Auwaldstation konnte sich alle Kinder erstmal kennenlernen. Sie stellten für sich eigene Regeln auf mit dem Wunsch, dass sich alle daran halten. Zuhören bis man ausgeredet hat ist eine dieser Regeln, aber auch rücksichtsvoller Umgang untereinander und mit der Natur war allen besonders wichtig.

Als es nun endlich los ging in den Wald, führte der Weg die Gruppe zu einer mächtigen Stiel-Eiche. Hier konnten die Kinder schätzen wie alt dieser Baum sein möge. Etwa sechs JuNa brauchte es, um den Stamm ganz zu umfassen. Es wurde geschätzt und gerechnet, und am Ende schauten alle auf der Tafel nach dem richtigen Alter. Wie viele Tiere in diesem Baum wohl wohnten oder über die vielen hunderte Jahre gelebt hatten. Es war beeindruckend für alle JuNa!
Gemeinsam suchten wir nun nach den Früchten der Eiche und mussten feststellen, dass es in diesem Jahr gar nicht so viele gibt. Am Ende hatten alle ein Eichelhütchen gefunden und testeten damit einen kurzen Pfiff. So wissen nun alle, wie sie auf sich aufmerksam machen können, sollte man sich mal im Wald verlaufen.
Weitere Bäume kreuzten unseren Weg durch den Wald, angefangen bei den beeindruckenden Eschen über die kleine Brücke bis zur Lindenallee.

Unterwegs entdeckten wir ein Naturphänomen namens Guttation. Wie eine Perlenkette reihten sich die Wassertropfen um die Blattränder des Giersch.
An einigen Stellen im Wald lag einfach altes Holz, was ganz vollgesogen war mit Regenwasser. Wir untersuchten es gemeinsam und fanden Pilze, Flechten und kleine Krabbeltiere, die es gerne dunkel und feucht mögen. Eine Rollassel wurde genauer unter die Lupe genommen.

Es wurden von allen JuNa herabgefallene Naturmaterialien eingesammelt, die am Schluss der Wanderung gemeinsam begutachtet wurden.

Jedes Kind gestaltete sich damit ein eigenes Bild vom Wald.
Im Hof der Auwaldstation konnte jeder seinen JuNa-Anhänger mit dem Brenneisen dekorieren. Wir überlegten uns einen Wunschbaum und zeichneten nach dem Vorbild der Natur. Viel zu entdecken gab es in der Ausstellung und auf der Baumplattform. Wir sprachen abschließend noch über die Gefahren für den Auwald und probierten durch Holzscheiben zu pusten.
Es hat allen viel Spaß gemacht und sie freuen sich schon auf den nächsten Ausflug in den Auwald

Verantwortlich für den Beitrag und Ansprechpartner für die JuNas im Auwald ist die Auwaldstation Leipzig.

Bei der AG Junge Naturwächter am Standort Limbach-Oberfrohna ging es im März dieses Jahres um das gleichzeitige Aneignen von naturschutzfachlichem Wissen und handwerklichen Fähigkeiten. Die Kinder der AG bauten unter Anleitung Nistkästen für die Blau- und für die Kohlmeise zusammen. Unterstützung bekamen sie dabei von ca. 10 Kindern der Pestalozzi-Oberschule Limbach-Oberfrohna. Die Zusammenarbeit ist durch Philip Obtmeier, der an der Schule sein FSJ absolvierte und dieses auch praktisch ausgestalten wollte, angestoßen worden. Die Vorbereitungen liefen sehr gut, sodass die Kinder bald vorgefertigte Bausätze zusammenbauen konnten. Somit waren kein Sägen und kaum Bohren notwendig, die Kinder sahen schnell ein Ergebnis und hatten Freude bei der Arbeit. Begleitet wurde das Vorhaben durch Dieter Kronbach, einen führenden Ornithologen aus der Umgebung. Zu Beginn gab er eine mit vielen Bildern unterlegte Einführung in die Welt der Singvögel. Er wählte dann gemeinsam mit den Kindern Bäume aus, an denen die Nistkästen zum Schluss befestigt wurden.

Verantwortlich für den Beitrag und Ansprechpartner für die Jungen Naturwächter in Limbach-Oberfrohna ist die Kreisnaturschutzstation Gräfenmühle.

An drei spannenden Tagen tauchten 10 naturinteressierte Jugendliche mit uns intensiv in die Welt der Moose ein. Ziel des Camps vom 20. – 23.10.2023 war es, die Artenkenntnis zum Thema Moose zu fördern. Dabei wurden analoge und digitale Bestimmungsmethoden angewendet. Neben dem Tablet kamen dafür vor allem Lupen und Mikroskope zum Einsatz.  Auf einer Exkursion in das Schwarzwassertal wurden möglichst viele Moosarten eines Biotopes zur weiteren Bestimmung gesammelt. Wir haben geübt, wie man Moos-Funde dokumentieren kann (Herbarisieren). Außerdem gestalteten die Jugendlichen u. a. auch ein Moosarium sowie ein Moos-Beet auf dem Gelände des Vereins. Natürlich war an diesem verlängerten Wochenende auch ausreichend Zeit für gesellige Aktivitäten, Austausch unter Gleichgesinnten sowie für Erholung am dann schon herbstlich gewordenen Erzgebirgskamm.

Weiter Infos zu den Jungen Naturwächtern aus dem Erzgebirge findet ihr hier.