Der Mai bot den Jungen Naturwächtern zahlreiche spannende Möglichkeiten, die Natur vor der eigenen Haustür zu entdecken und aktiv zum Naturschutz beizutragen.

Im JuNa-Grundkurs standen abwechslungsreiche Exkursionen und Forschungsaufgaben auf dem Programm. Im Knappteichgarten erkundeten die JuNas die Vielfalt des naturnahen Gartens und machten spannende Beobachtungen am Knappteich mitten im Chemnitzer Yorckgebiet. Dabei lernten sie, wie mithilfe von Mikroorganismen der Teichschlamm reduziert und die Wasserqualität auf natürliche Weise verbessert werden kann. Anschließend durften sie bei der Herstellung der EM-Dangos helfen, mit denen die Mikroorganismen in den Teich eingebracht werden.

Bei einer Vogelzählung und Vogelbeobachtung lernten sie mit Unterstützung eines erfahrenen Ornithologen heimische Arten kennen und übten sich im Bestimmen von Vogelstimmen.

Außerdem tauchten sie in die verborgene Welt der Bodenlebewesen ein und untersuchten die zahlreichen Tiere, die im Boden und in der Laubstreu leben.

Bei einer Krautschau richteten die JuNas ihren Blick auf die oft übersehenen Wildpflanzen am Wegesrand und erfuhren viel über deren Bedeutung für die Artenvielfalt. Mancher Anwohner staunte nicht schlecht über das große Interesse der Jungen Naturwächter und die erstaunliche Pflanzenvielfalt direkt vor der eigenen Haustür.

Auch der JuNa-Aufbaukurs war im Mai vielfältig aktiv. Neben der Teilnahme an einer Vogelzählung und Vogelbeobachtung engagierten sich die JuNas im FLOW-Projekt und sammelten wichtige Daten zur wissenschaftlichen Untersuchung des Gablenzbaches in Chemnitz-Adelsberg. Dabei wurden sowohl der allgemeine Zustand des Baches als auch die dort vorkommenden Tier- und Pflanzenarten dokumentiert.

Bei einer Insektensafari im Naturgarten einer JuNa-Familie in Oberlichtenau konnten zahlreiche spannende Arten entdeckt und bestimmt werden, darunter auch eine Kamelhalsfliege. Ein besonderes Highlight war die gemeinsame Pflanzaktion für ein vom Freistaat Sachsen gefördertes iNUVERSUMM-Projekt im Botanischen Garten Chemnitz. Dort gestalteten die JuNas aktiv neue Lebensräume für Wildbienen, Schmetterlinge und andere Insekten und leisteten damit einen wertvollen Beitrag zum Schutz der biologischen Vielfalt. Dabei arbeiteten sie Hand in Hand mit Freiwilligen des BUND Chemnitz sowie des Naturgarten e. V. (Regionalgruppe Sachsen) und schafften es, alle 300 Pflanzen innerhalb der vorgesehenen Zeit einzupflanzen. Der Botanische Garten Chemnitz ist nun um eine weitere Attraktion und einen wertvollen Lebensraum reicher, der hoffentlich viele Gartenbesitzerinnen und Gartenbesitzer zum Nachahmen anregen wird.

An dieser Stelle gilt allen Helferinnen und Helfern der zahlreichen JuNa-Veranstaltungen im Mai ein herzliches Dankeschön. Ebenso bedanken wir uns bei den JuNas, die unsereAngebote regelmäßig nutzen, sich engagiert einbringen und die Veranstaltungen mit ihrer Begeisterung für die Natur bereichern. Mit viel Neugier, Entdeckergeist und Engagement konnten die Jungen Naturwächter im Mai zahlreiche neue Erfahrungen sammeln und gleichzeitig einen wichtigen Beitrag zum Natur- und Artenschutz leisten.

Junge Naturwächter der Naturschutzstation Adelsbergstraße in Chemnitz-Gablenz, betreut durch die BUND Regionalgruppe Chemnitz. Die Veranstaltungen finden in Kooperation des Umweltamtes der Stadt Chemnitz und der BUND Regionalgruppe Chemnitz statt.

Text: B. Franke (JuNa-Koordinator Chemnitz); Bilder: B. Franke & L. Heinrich