Im März war bei den Jungen Naturwächtern Chemnitz wieder einiges los – mit spannenden Themen, praktischen Aktionen und vielen gemeinsamen Erlebnissen in der Natur. Der Grundkurs startete mit einem Einblick in die faszinierende Welt der heimischen Amphibien. Dabei lernten die JuNas typische Arten wie Erdkröte, Grasfrosch und Teichmolch näher kennen und erfuhren, warum diese Tiere auf feuchte Lebensräume angewiesen sind und welche Gefahren ihnen auf ihren Wanderungen drohen. Neben der Artenkenntnis stand auch die besondere Lebensweise zwischen Wasser und Land im Fokus sowie die Frage, wie so viele Eier in ein Kröten- oder Froschweibchen passen. Ein Experiment mit aufquellenden Gummibärchen im Wasser verschaffte etwas Klarheit.

Im Aufbaukurs drehte sich zuächst alles um das wichtige Thema Erste Hilfe. Die Teilnehmenden konnten ihre Kenntnisse mit Malteser-Ausbilderin Julia und JuNa-Papa Martin gemeinsam vertiefen und vor allem praktisch anwenden. Besonders eindrücklich war das Üben der Reanimation an einer Übungspuppe, wodurch Sicherheit für den Ernstfall gewonnen wurde. Ein Kurs, der nicht nur Wissen vermittelt, sondern auch Selbstvertrauen stärkt.

Ein echtes Highlight im März war die Nistkastenbauaktion „Max Meise“, eine gemeinsame Veranstaltung des Umweltamtes/UNB Chemnitz, BUND RG Chemnitz und dem Verein Pilzfreunde Chemnitz e.V. Gemeinsam wurde gehämmert, geschraubt und gelernt – mit viel Engagement und handwerklichem Geschick entstanden zahlreiche Nistkästen für heimische Vogelarten. Auch einige JuNas waren bei dieser öffentlichen Veranstaltung dabei. In der Station konnte Vogelwissen für Groß und Klein getestet werden mit einigen Spiel- und Wissenstischen. Die fertigen Kästen leisten nun einen wichtigen Beitrag zum Vogelschutz in Chemnitzer Gärten.

Auch das Thema Müll und Müllvermeidung spielte eine große Rolle. In den Veranstaltungen wurde nicht nur über die Auswirkungen von Abfällen auf Natur und Tiere gesprochen, sondern auch ganz konkret überlegt, wie jeder Einzelne im Alltag Müll reduzieren kann. In der folgenden Woche standen die Müllsammelaktionen an: Der Grundkurs befreite das Gebiet rund um die Naturschutzstation in Chemnitz-Gablenz von Unrat, während sich der Aufbaukurs an der Aktion “Müll- und abfallfreie Naturschutzgebiete” in Chemnitz-Draisdorf in Kooperation mit der UNB beteiligte.

Zum Abschluss des Monats wurde es beim Osterbasteln etwas ruhiger, aber nicht weniger kreativ. In entspannter Atmosphäre entstanden individuelle Bastelarbeiten rund um das Osterfest oder allgemein zum Frühling.

Insgesamt war der März ein Monat voller Abwechslung: von spannender Artenkenntnis über wichtige Alltagskompetenzen bis hin zu praktischen Naturschutzaktionen und kreativen Momenten. Genau diese Mischung macht die Arbeit der Jungen Naturwächter so besonders – Lernen, Erleben und Mitgestalten gehen hier Hand in Hand. Vielen Dank an alle Unterstützenden!

Ansprechpartner für diese Gruppe ist die Naturschutzstation Chemnitz.

Die Veranstaltungen der Jungen Naturwächter in der Naturschutzstation Chemnitz (Adelsbergstr. 192) finden in Kooperation des Umweltamtes der Stadt Chemnitz und der BUND Regionalgruppe Chemnitz statt.

Text: L. Heinrich (BUND Regionalgruppe Chemnitz) – JuNa-Koordination Chemnitz; Fotos: L. Heinrich und B. Franke