Am Sonntag, den 22.03,. war das wilde Wolfsrudel bei einem spannenden Ausflug unterwegs.
Diesmal war unser Treffpunkt nicht an der Auwaldstation sondern im Botanischen Garten
Leipzig. Wir waren alle ganz aufgeregt, was uns heute erwarten wird. Nicht nur unser
Ausflugsort sorgte bei den JuNas für Begeisterung sondern auch der Überraschungsbesuch
von Daya, die von ihrem Auslandsprojekt zurück war und ihr wildes Wolfsrudel begrüßte.


Zusammen mit Rolf Engelmann vom Botanischen Garten begaben wir uns auf eine
spannende Erkundungstour durch die Gewächshäuser. Gemeinsam mit den JuNas erklärte er,
warum Botanische Gärten eine wichtige Arbeit für den Arten und Naturschutz leisten und
dass die Artenvielfalt dort nicht nur schön anzusehen ist, sondern auch eine wichtige Rolle
für die Forschung
spielt. Die JuNas lernten, warum in verschiedenen Gewächshäusern
unterschiedliches Klima herrscht und welche Pflanzen im Toskana Garten, im Tropenhaus und
im Kakteenbereich zu Hause sind. Besonders im Tropenhaus fühlte sich Daya wieder
zurückversetzt in ihre Zeit in Costa Rica. Rolfs scheinbar unendliches Wissen begeisterte die
wilden Wölfe sehr. Es gab so viele interessierte und spannende Fragen, dass wir an den
einzelnen Stationen oft gar kein Ende fanden und länger verweilten als geplant.

Ein besonderes Highlight war für die JuNas und auch für uns Kursleitende der Blick hinter die
Kulissen des Botanischen Gartens.
Dort, wo sonst Türen verschlossen sind und Besuchende
keinen Zutritt haben, konnten wir zwischen Blumenerde, Substraten und Anzuchttöpfen
mehr über die wissenschaftliche Arbeit vor Ort erfahren
und auch spannende Einblicke in
teilweise giftige und fleischfressende Pflanzen bekommen.

Auch der Außenbereich des Gartens war mindestens genauso spannend. Hier konnten die JuNas mit ihrem Wissen aus
dem Leipziger Auwald überzeugen und zeigten großes Interesse an der aktuellen Baustelle.
Dort soll ein künstlicher Auwald entstehen, der die natürliche Überflutungsdynamik
nachahmt, die im echten Auwald durch zunehmende Wasserknappheit immer weiter
verloren geht. Außerdem erfuhren wir, dass im Teich des Botanischen Gartens rund 800
Teichmolche
leben. Rolf zeigte den wilden Wölfen, wie Forschende der Uni Leipzig mit
selbstgebauten Fangapparaturen die Molche fangen und bestimmen, um mehr über ihre
Lebensweise zu erfahren. Diese Forschungsarbeit weckte bei vielen JuNas großes Interesse
und vielleicht wurde hier der oder die ein oder andere zukünftiger Molchforscherin
geweckt.

Nach einer verdienten Mittagspause, in der der Wissensdurst der JuNas zum Thema
Schmetterlinge gestillt wurde, ging es in den lang ersehnten Schmetterlingsgarten. Dort
warteten schillernde Falter, Kokons und frisch geschlüpfte Schmetterlinge auf uns. Den
restlichen Nachmittag verbrachten wir damit, Schmetterlinge, Bienen und Hummeln zu
beobachten und ihre Vielfalt und Lebensweisen zu entdecken.


Zum Abschluss durften die JuNas noch eine eigene kleine Entdeckungstour durch den
Außenbereich machen, bevor sich unser Treffen langsam dem Ende näherte. In einer letzten
Gesprächsrunde verabschiedete ich (Caro) mich von der Gruppe und fragte nach den
Highlights aus dem letzten halben Jahr mit mir. Besonders schön war es zu hören, wie gut
den JuNas unsere Vogelzählung, der Teamtag und das Weidenschneiden gefallen haben.
Nun heißt es für mich Abschied nehmen vom wilden Wolfsrudel und ich übergebe sie wieder
in die bekannten Hände von Daya.


Mit einem letzten lauten Rudelheulen verabschiede ich mich und wünsche dem ganzen
Rudel weiterhin ganz viel Naturfreude und Begeisterung.

Text und Fotos: Caro Rackwitz & Daya Södje

Ansprechpartner für diese JuNa-Gruppe ist die Auwaldstation Leipzig gGmbH.