Ein besonderes Highlight für die JuNa-Gruppe in Limbach-Oberfrohna ist die enge Zusammenarbeit mit dem dortigen Amerika-Tierpark. Mit Unterstützung der Sächsischen Landesstiftung Natur und Umwelt (LaNU) entsteht dort nun im Rahmen des Programms iNUVERSUMM ein abwechslungsreicher „JuNa-Insektengarten“, der Naturerlebnis, Umweltbildung und praktischen Naturschutz miteinander verbindet.
Nachdem die JuNas im vergangenen Jahr schon aktiv beim Anlegen eines Moorbeetes halfen, entsteht nun ein Insektengarten mit verschiedenen Wildstauden und Gehölzen, die Nahrung und Lebensraum für zahlreiche Arten bieten. Schon in der Planung haben sich die JuNas mit vielen guten Ideen eingebracht, um einen möglichst strukturreichen Lebensraum zu schaffen. Von April bis Juni ging es dann in die praktische Phase: Gemeinsam mit den JuNas entstand ein mehrschichtiges Trockenstaudenbeet: Das Ausbaggern der Fläche und das anschließende Verfüllen mit durchlässigen Substraten wie Ziegelbruch, Kalkschotter und ungewaschenem Sand übernahmen zum Glück Roland vom Tierparkförderverein und sein Bagger. Die JuNas halfen zwischendurch beim Anlegen des Sandbetts für die Steinumrandung, füllten dabei unermüdlich Eimer um Eimer mit Steinsand und transportieren ihn in einer Kette zum Beet. Die Landschaftspfleger des LPV puzzelten dann mit Geduld und Augenmaß einen schönen Rand um das Beet. Als alles mit Sand aufgefüllt war, brauchte es zuerst ein Dekoelement und gleichzeitig Lande- und vielleicht sogar Nistplatz für Insekten in der Beetmitte. Eine formschöne Wurzel war im angrenzenden Alpakagehege rasch gefunden und von den JuNas schließlich gut sichtbar im Beet positioniert.

Dann ging es endlich ans Pflanzen der vor allem raupen- und schmetterlingsfreundlichen Wildstauden wie Kriechender Günsel, Knoblauchsrauke, Natternkopf, verschiedenen Glocken- und Flockenblumen und Lab-, Lein- und Leimkräutern. Für die JuNas war es dabei noch gar nicht so leicht, die richtige Verteilung im Beet zu finden, aber die Grundregel „große Pflanzen in die Mitte, kleine an den Rand“ haben sie mit Hilfe einiger Erläuterungen der JuNa-Betreuerin und Bestimmungsbuch prima gemeistert. Und alle wissen, dass es perfekt nicht gibt und sich die Pflanzen spätestens im nächsten Frühjahr selbst ihren Lieblingsplatz im Beet suchen werden. Vorsichtig angegossen wurden die Pflänzchen noch… und im Winter wird hoffentlich Zeit sein, gemeinsam schöne Pflanzschilder zu basteln… bevor es dann in der wärmeren Jahreszeit auf Insektensuche gehen kann!


Ergänzt wird der Insektengarten übrigens auch durch eine Mitmach-Station mit Lebenszyklen verschiedener Insektenarten und auf Wunsch der JuNas durch einen Barfußpfad, der Besucherinnen und Besucher dazu einladen wird, die Natur auch mit den Füßen zu entdecken.
Text und Fotos: Peggy Stöckigt
Ansprechpartner für diese Gruppe ist die Kreisnaturschutzstation Gräfenmühle/LPV Westsachsen e.V.
