Auf der Streuobstwiese des Landschaftspflegeverbands Nordwestsachsen herrscht gespannte Erwartung. Die Eilenburger JuNa’s haben sich nämlich einem ganz besonderen Vogel verschrieben: dem Wiedehopf. Mit seiner auffälligen Federhaube, die er wie ein kleiner Punk stolz aufstellen kann, und seinem elegant gebogenen Schnabel sieht er ziemlich exotisch aus – und doch ist er tatsächlich auch bei uns an der Mulde zuhause.
Damit sich der Offenlandbewohner in Eilenburg noch wohler fühlt, haben die JuNA’s im Winter kräftig zu Hammer und Säge gegriffen. Heraus kam ein stattlicher Nistkasten – und „stattlich“ ist hier keine Übertreibung. Das gute Stück ist groß, schwer und alles andere als ein gewöhnliches Vogelhäuschen.


Als im Frühjahr die ersten warmen Sonnenstrahlen die Streuobstwiese erreichten, war es dann so weit: Der Kasten sollte an seinen Platz. Doch einfach auf den Boden stellen oder schnell an einen Baum nageln? Fehlanzeige! Der Wiedehopf hat schließlich Ansprüche. In etwa 1 bis 1,50 Meter Höhe muss das neue Zuhause angebracht werden – mit freiem Blick Richtung Südosten, bitte schön. Schließlich liebt der Wiedehopf Waldränder, offene Wiesen und Weiden, wo er genügend Platz zum Jagen und Leben hat.

Mit vereinten Kräften haben die JuNA’s die Herausforderung gemeistert und den Kasten fachgerecht installiert. Jetzt steht er da, mitten in der Natur, bereit für seine ersten gefiederten Bewohner. Und nun beginnt das Warten und Beobachten. Wird ein Wiedehopf-Pärchen den neuen Nistkasten entdecken? Werden wir bald das typische „Hub-Hub-Hub“ hören? Oder zieht vielleicht jemand ganz anderes ein? Wir sind jedenfalls gespannt.
Text und Fotos: Angela Richter, LPV Nordwestsachsen
Ansprechpartner für diese Gruppe ist der LPV Nordwestsachsen e.V.
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