Voller Spannung starteten die Jungen Naturwächter Zittauer Gebirge in ihr Treffen am 27.01.2026. Denn zunächst mussten die Kinder das Thema, um das es dieses Mal gehen sollte, erraten. Mit geschickt gestellten „Wer bin ich?“ Fragen, welche nur mit „Ja“ oder „Nein“ beantwortet werden durften, fanden drei Kinder bald heraus, dass sie ein Keiler, eine Bache und ein Frischling, also eine heimische Wildschweinfamilie waren. Nach einem kurzen Wissensinput zum Wildschwein, wurden 2 Rotten, also zwei Gruppen von Wildschweinkindern und -müttern, gebildet, die auf einer Wiese auf Futtersuche gehen sollten. Da die Wiese ziemlich hoch war und etwas Schnee lag, war es gar nicht so einfach, alles Futter zu finden. Die Wildschweine mit ihren superfeinen Spürnasen hätten dabei bessere Karten gehabt. Selbst Kastanien können sie unter der Erde erriechen. Für unsere menschliche Nase undenkbar. Das gefundene Futter wurde dann ausgewertet. Also: was davon fressen Wildschweine und was nicht? Heraus kam: fast alles. Baumfrüchte, Beeren, Wurzeln, Pilze, Mäuse, Amphibien, Insekten, Würmer und Co.

Dann ging es auf Spurensuche. Wo sind Wildschweine unseren Weg gekreuzt? Wo haben sie nach Nahrung gesucht? Wo geschlafen? Und wo haben sie sich an Bäumen, sogenannten Malbäumen, geschuppert? Nach und nach entdeckten wir eine Spur nach der anderen. Das Highlight war die Tagesaufgabe. Jedes Kind sollte den Gruppenleitern eine Wildschweinborste bringen. Binnen kurzer Zeit später wuchs die Sammlung auf zwei Dutzend Borsten. Die kleinen Detektive untersuchten jeden Malbaum genau und wurden immer wieder fündig, so dass jeder ein paar Borsten mit nach Hause nehmen konnte. Im abschließenden Quiz wurden alle Fragen richtig beantwortet. Darunter auch die Frage: „Wer fördert durch sein Wühlen das Keimen von Baumsamen und hilft so dem Wald, sich selbst zu erneuern?“ Wisst ihr es auch??

Text und Fotos: Elfi Kühnel

Verantwortlich für diese JuNa-Gruppe ist die Naturschutzstation südliche Oberlausitz.