Zum ersten Mal im neuen Jahr traf sich die Praxisgruppe der Naturschutzgruppe JuNa von der Auwaldstation zu ihrem regelmäßigen Treffen. Bei winterlichen Bedingungen setzten sich die Kinder und Jugendlichen intensiv mit dem Thema Überlebensstrategien in der Natur auseinander. Begleitet wurden sie dabei von Heike Bürger, einer erfahrenen Expertin im Bereich Natur- und Umweltbildung. Ziel der Veranstaltung war es, sowohl praktische Fähigkeiten zu vermitteln als auch das Verständnis für die Anpassungen von Tieren im Winter zu vertiefen.

Ein Schwerpunkt lag auf den Überlebensstrategien des Menschen in der kalten Jahreszeit. Gemeinsam überlegten die Teilnehmenden, welche Grundbedürfnisse bei niedrigen Temperaturen besonders wichtig sind. Beim Bau eines Unterschlupfs beziehungsweise einer kleinen Hütte aus Naturmaterialien stießen sie zudem auf verschiedene Tierspuren im Schnee und am Boden. Diese wurden gemeinsam untersucht und gedeutet, sodass die Kinder und Jugendlichen einen direkten Einblick in die Aktivitäten der Tiere im Winter erhielten. Dabei wurde großer Wert darauf gelegt, nur vorhandenes Material zu nutzen und die Natur so wenig wie möglich zu beeinträchtigen.

Ein weiterer Programmpunkt war das sichere Entzünden eines Feuers. Die Kinder und Jugendlichen lernten, dass Feuer in der Natur mithilfe von Zündstahl oder Feuerstein sowie geeignetem Zündmaterial wie Birkenrinde, trockenem Gras oder Zunder entfacht werden kann. Zudem wurde besprochen, wofür Feuer im Winter genutzt wird, etwa zum Wärmen oder zum Zubereiten von Nahrung, und welche Sicherheitsregeln und gesetzlichen Vorgaben dabei unbedingt einzuhalten sind.

Ergänzend dazu stellten die Teilnehmenden mit Schnitzmessern einfache Gebrauchsgegenstände her, zum Beispiel ein Buttermesser oder einen Quirl. Diese praktische Arbeit förderte nicht nur handwerkliche Fähigkeiten, sondern auch Geduld und einen verantwortungsvollen Umgang mit Werkzeugen.

Parallel dazu beschäftigten sich die JuNas mit den Überlebensstrategien der Tiere im Winter. Heike erklärte anschaulich, wie Tiere sich an die kalte Jahreszeit anpassen, beispielsweise durch Winterschlaf, Winterruhe oder ein dichteres Fell. So wurde deutlich, dass Tiere andere, oft sehr spezialisierte Wege gefunden haben, um Energie zu sparen und den Winter zu überstehen.

Während der gesamten Aktion spielte die Beachtung der Naturschutzgesetze eine zentrale Rolle. Die Teilnehmenden lernten, warum diese Regeln wichtig sind und wie ein rücksichtsvoller und verantwortungsvoller Umgang mit der Natur aussieht und was ein Landschaftsschutzgebiet von einem Naturschutzgebiet unterscheidet.

Die Veranstaltung verband praktisches Lernen mit theoretischem Wissen und bot einen gelungenen Start ins Jahr für die JuNa-Praxisgruppe. Die JuNas waren sehr glücklich mit ihrer Hütte und beschlossen, sich auch außerhalb der JuNa-Treffen dort für gemeinsame Zeit in der Natur zu verabreden.

Text und Fotos: Beatrice Schlabes

Verantwortlich für diese JuNa-Gruppe ist die Auwaldstation Leipzig gGmbH.