Am 17. Januar 2026 verwandelte sich die Auwaldstation in ein echtes Detektivbüro: Unsere JuNa-Gruppe „Krähenschar“ begab sich auf Spurensuche und ging der Frage nach, welche Tiere im Auwald unterwegs sind.
Zum Start hieß es erst einmal: Kino! In einer gemeinsamen Einführung lernten die Kinder unterschiedlichste Spuren kennen. Anhand von Bildern und Anschauungsmaterial gab es einen Crashkurs zu Trittsiegeln: Welche Tiere haben Hufen? Wer hinterlässt Abdrücke mit drei Zehen? Und wie kann man Hund, Fuchs und Wolf voneinander unterscheiden? Schnell wurde klar: kleine Details verraten oft mehr, als man denkt. Gut vorbereitet ging es anschließend nach draußen. Dort haben wir erst mal ein kleines Aufmerksamkeitsspiel gemacht: die Kinder mussten versteckte Gegenstände am Wegesrand finden. Man muss gut hinschauen, um nichts zu verpassen!



Draußen unterwegs waren wir an einer geheimen Stelle im Auwald: einem geschäftigen Wildwechsel. Kinder entdeckten die wilden Pfade in der Hecke und kamen so der Wildkatze auf die Spur. Auf unserer Exkursion begegneten uns außerdem Rehspuren – und ein echter Tatort: zahlreiche Vogelfedern lagen verstreut auf dem Boden. Gemeinsam untersuchten wir die Federkiele und konnten feststellen, dass sie nicht abgebissen, sondern ausgerupft waren. Hier war also kein Säugetier, sondern ein anderer Vogel am Werk. Ein weiteres Highlight im Auwald war ein alter Dachs- bzw. Fuchsbau.
Zurück an der Auwaldstation machten die Kinder zunächst die Ausstellung unsicher. Sie erkundeten Trittsiegel im Sand, Wildtierkamera-Aufnahmen, Federn und Felle. Nach einem herzhaften Bissen ins Mittagsbrot ging es weiter. Nach der Mittagspause haben wir Gipsabdrücke verschiedener Tierspuren hergestellt. Dafür mussten die Spuren vorsichtig in den Sand gedrückt, der Gips in der richtigen Konsistenz angerührt und anschließend behutsam eingegossen werden. Schon nach kurzer Zeit konnten die Abdrücke herausgelöst und mit Pinseln freigelegt werden.

Auch die Spurenkiste gab es noch genau unter die Lupe zu nehmen. Dort gab es allerlei zu deuten: angenagte Nüsse und Zapfen, Eierschalen und sogar Knochenreste von einem Fuchs. Wer hat den Fuchs gefressen? Die Flügelspanne des Uhus (der mit 1.80m so groß ist wie Luca) hat die Kinder regelrecht umgehauen. Zum Abschluss haben wir sorgfältig ein Eulen- und Falkengewölle aufgelöst und die darin zu findenden Reste sorgfältig herausgelöst und untersucht.
Am Ende des Tages gingen die Kinder nicht nur mit ihren selbstgemachten Gipsabdrücken nach Hause, sondern auch mit vielen neuen Eindrücken, geschärften Detektivaugen und einer großen Portion Begeisterung für die Spuren der Tiere im Auwald.
Wir freuen uns schon auf das nächste Abenteuer! Krah Krah!
Text und Fotos: Luca und Florian, Auwaldstation Leipzig
Verantwortlich für diese JuNa-Gruppe ist die Auwaldstation Leipzig gGmbH.
