Am Samstag, den 21.03.26, traf sich die JuNa-Gruppe der Naturschutzstation Partheland, um etwas ganz Besonderes zu lernen: Alles rund um Amphibien. Gemeinsam mit dem NABU Leipzig wollten wir außerdem den Kröten im Stötteritzer Wäldchen helfen.

Die Kröten haben es nämlich gar nicht so leicht: Auf ihrem Weg zu ihrem Laichgewässer müssen sie stark befahrene Fahrradwege überqueren. Damit sie sicher ankommen, wollten wir sie dabei unterstützen. Leider war das Wetter nicht ideal (dachten wir zuerst). Damit Kröten aus ihrer Winterstarre aufwachen, brauchen sie mehrere Nächte mit mindestens 5 Grad. Doch es war noch ziemlich kalt – nachts sogar bis zu -1 Grad!

Als Einstieg in das Thema, gab es mehrere Wissensstationen zum Mitmachen. Die Stationen waren sowohl für Einsteigerwissen geeignet, aber auch für unsere älteren JuNas in der Gruppe mit bald schon Expert*innenwissen. So konnte z.B. bei einem Dosenwurfspiel der Lebenszyklus eines Frosches sortiert werden (auf den Dosen sind Bilder mit dem Lebenszyklus aufgeklebt, die nach dem abwerfen wieder sortiert werden konnten

oder mit Hilfe von Glibberhänden (wie die klebrige Zunge eines Frosches) konnte Nahrung, die Amphibien mögen, gefangen werden.

Für Profis gab es noch eine Station an der verschiedene Amphibien mit Hilfe einer Bestimmungshilfe bestimmt werden konnten und dann in Ihre Gruppen (z.B. Schwanzlurche oder Froschlurche) sortiert werden konnten. Kreative und geduldige Köpfe konnten an einer Station Origamifrösche falten und auch diese bestimmen und zuordnen. Das Origamipapier war je nach Art des Frosches oder der Kröte spezifisch bedruckt.

Dann ging es endlich los zum Stötteritzer Wäldchen – im strömenden Regen! Erst dachten wir: „Oh nein!“ Aber dann merkten wir: Genau dieses Wetter lieben die Kröten.

Und tatsächlich: Überall entdeckten wir Kröten, die sich auf den Weg zu ihrem Gewässer gemacht hatten. Mit viel Einsatz halfen wir über 40 Kröten sicher ans Ziel – oder zurück in den Wald. Tony vom NABU zeigte noch spannende Details z.B. die sogenannte „Brunstschwiele“. Das sind raue Stellen an den Vorderbeinen der männlichen Kröten, damit sie sich bei der Fortpflanzung gut festhalten können.

Nach etwa einer Stunde wurde es uns aber doch zu kalt und nass. Also machten wir uns auf den Rückweg und wärmten uns bei einem heißen Tee in der Naturschutzstation auf. Eins steht fest: Nächstes Jahr sind wir wieder dabei.

Verantwortlich für den Beitrag und Ansprechpartner für diese JuNa-Gruppe ist die Naturschutzstation Partheland.

Text und Fotos: E. Wegner.