Im Februar startete der Grundkurs mit einem Erste-Hilfe-Kurs, der vom Malteser Hilfsdienst durchgeführt wurde. Die JuNas wurden von Ausbilderin Julia und JuNa-Papa Martin, einem professionellen Notfallsanitäter, in der Naturschutzstation unterrichtet. Hier lernten die Kinder erste Hilfemaßnahmen, die auch jüngere Kinder schon kennen sollten: wie man sich in Notsituationen richtig verhält, Hilfe organisiert und selber leisten kann, zum Beispiel die stabile Seitenlage anzuwenden oder Verbände anzulegen.

Erste-Hilfe-Kurs durch den Malteser Hilfsdienst e.V. Ausbildung Süd-/ Westsachsen.

Weiterhin beschäftigten sich die JuNas beider Kurse mit der Jahreszeit entsprechenden Natur, wie den Frühblühern und den heimischen Amphibien, die im Februar schon in den „Startlöchern“ sitzen. Die Frühblüher überraschen mit eigener Energieversorgung und speziellen Anpassungen, die ihnen erlauben, sich auch bei Schnee, wenig Tageslicht und Kälte zu entfalten. Die Amphibien warten auf die ersten milden Nächte, um zu ihren Laichgewässern zu wandern – dabei müssen sie Gefahren wie Straßen und Fressfeinde überwinden. Beim Besuch im Garten der Naturschutzstation konnten die JuNas sogar zwei junge Bergmolche (Ichthyosaura alpestris) bewundern. Als praktische Übung durften die JuNas vom Aufbaukurs sich mit den Rufen der Amphibien und anderer Gewässerbewohner beschäftigen – gar nicht so einfach, die vielen Rufe auseinanderzuhalten! Manche Rufe sorgten für großes Staunen und waren eine wichtige Übung für angehende Naturschützer.

In den Ferien wurde es wieder kreativ: Bei zwei Flechtkursen hatten die JuNas und Feriengäste die Möglichkeit, erste Erfahrungen im Flechten zu sammeln oder ihre Fähigkeiten auszubauen. Unter fachkundiger Anleitung von Linda und ihrer Mama wurden praktische Alltagsgegenstände wie Meisenknödelhalter, kleine Vogelfutterhäuser und verschiedene Dekoelemente geflochten. Die fleißige Nutzung unserer Flechtanleitungen in anderen JuNa-Einrichtungen freut uns sehr – so können nachhaltige Dinge selbst hergestellt werden, und die bei der Kopfweidenpflege anfallenden Weidenzweige finden so eine sinnvolle und kreative Verwendung. Ein herzliches Dankeschön geht an alle ehrenamtlichen Helfer*innen, die diesen abwechslungsreichen Winter- und Frühjahrsstart ermöglicht haben – ohne ihr Engagement wären diese vielfältigen Naturerlebnisse nicht möglich gewesen.

Beim Flechtkurs mit Weidenzweigen in den Winterferien

Text: Benjamin Franke (BUND Regionalgruppe Chemnitz)
Fotos: B. Franke, M. Fanghänel und L. Heinrich

Verantwortlich für diese JuNa-Gruppe ist der BUND Regionalgruppe Chemnitz.