Die JuNas vom Naturschutzzentrum Zittauer Gebirge haben sich bei ihrem Treffen Anfang März im Ökozentrum Schülerbusch so richtig ins Zeug gelegt. Die Ärmel wurden hochgekrempelt, die Gummistiefel angezogen und dann ging es an die Arbeit. Auf dem Plan stand, einen beinahe verlandeten und sichtlich zugewachsenen Tümpel wieder schick für unsere Amphibien, und natürlich auch alle anderen Wassertiere, zu machen. Nachdem die Arbeiten verteilt und jeder seinen Platz in der Arbeitskette gefunden hatte, packten alle fleißig mit an. Steine wurden heran gekarrt, Laub, Schlamm und Holzteile aus dem Tümpel geborgen, nach Lebewesen untersucht und dann ins nahegelegene Gebüsch gebracht.

Wahres Aufsehen erregte ein gleich zu Anfang entdecktes Bergmolch Weibchen. Für Anfang März war die Molchdame sehr früh dran. Sie wurde von allen bestaunt, beobachtet und natürlich auch gleich mit einem Namen versehen. Während Emma im mit Wasser gefüllten Eimer darauf wartete, wieder in ihren Tümpel zu können, wurde mit Feldsteinen eine neue Flachwasserzone geschaffen sowie der Uferbereich neu gestaltet. Die Steine am Ufer sind ein prima Versteck für viele seltene und gefährdete Tierarten. Unterstützt wurden wir hierbei von Herrn Wolff, der als Teichplaner im Naturschutzzentrum Zittauer Gebirge arbeitet. Herr Wolff gab den Kindern auch den wertvollen Tipp, nicht den ganzen Teich zu entschlammen und von Pflanzenbewuchs zu befreien, sondern etwa ein Drittel des Tümpels unberührt zu belassen. So konnte sich Emma nach Abschluss der Arbeiten über eine neu entstandene freie Wasserfläche zum Schwimmen und Sonnen und gleichzeitig über ausreichend sichere Verstecke und Eiablageplätze freuen.

Alle waren stolz auf ihr Werk und waren glücklich, etwas für unsere Amphibien getan zu haben. Sicherlich gesellen sich zu Emma auch bald die ersten Grasfrösche, Erdkröten und Teichmolche. Könntest du diese Amphibien erkennen? Erkundige dich doch mal bei dir in der Umgebung, ob du bei einer Naturschutzstation an einer Zaunkontrolle helfen kannst. Dabei kannst du auch ganz viel über diese gefährdeten Tiere erfahren und erlebst sie hautnah!

Text: E. Kühnel (Naturschutzzentrum Zittauer Gebirge); Fotos: M. Schubach (Naturschutzstation südliche Oberlausitz)

Verantwortlich für diese JuNa-Gruppe ist das Naturschutzzentrum „Zittauer Gebirge“ gGmbH.

Einmal im Jahr treffen sich die Jungen Naturwächter der Kinder- und Jugendumweltgruppen Naundorf mit dem Staatsbetrieb Sachsenforst zur gemeinsamen Pflanzaktion. Wir waren auf der ca. 10 ha großen Aufforstungsfläche aktiv, auf der wir vor 2 Jahren schon 2 Streuobstwiesen und Hecke gepflanzt haben. Damals war das Wetter nebelig, kalt und es regnete. Diesmal begrüßte uns Revierförster Mario Erdmann am 7. März 2026 bei frühlingshaftem Wetter recht herzlich und stellte uns und unseren Helfern (Eltern, Großeltern, Geschwister) das Vorhaben vor.

Obstbäume, Faulbaum, Schwarzdorn, Weißdorn, Pfaffenhütchen, Elsbeere, Speierling, Eberesche, Hainbuche, Feldahorn und Traubeneiche wachsen bereits auf der Fläche. Diesmal warteten kleine Flatterulmenpflanzen auf uns. Vom Treffpunkt aus gingen wir gemeinsam auf die Fläche und wurden von den Forstwirten Herrn Plänitz und Herrn Kube bereits erwartet. Sie staunten nicht schlecht als wir kamen, denn 50 Helfer sind schon eine ganze Menge. Sie zeigten uns, wie man einen Baum richtig pflanzt und in welchen Abstand die Bäume gepflanzt werden. Zusätzlich zu unseren Spaten konnten wir den „Fahrradlenker“ zum Pflanzen verwenden, ein Forstwerkzeug der Forstwirte. Mit viel Elan gingen alle an die Arbeit und sehr schnell konnten viele Pflanzen in die Erde gebracht werden. Es war eine super Zusammenarbeit und alle unterstützen sich gegenseitig. Die Kinder durften sogar die Pflanzstellen mit dem Spray markieren… ein sehr begehrter Job. So viel Arbeit macht hungrig und so gab es eine kleine Pause.  Zur Stärkung gab es Kinderpunsch und leckeren Kuchen sowie Zeit, miteinander ins Gespräch zu kommen.

Nach der Pause hatten wir wieder Kraft getankt und schafften es, die 2800 Flatterulmen fertig zu pflanzen.  Die Fläche war voll gepflanzt und es hat uns viel Spaß gemacht. Man ist mächtig stolz, wenn man sieht, dass die Pflanzen in der Erde sind. Gemeinsam mit dem Förster machten wir uns auf „Wanderschaft“. Es ging zum Schwarzwildgatter und wir konnten die Wildschweine füttern. Beim gemeinsamen Abschlussgrillen holten wir uns noch eine Stärkung, bevor wir uns auf den Rückweg machten. Auf alle Fälle werden wir unseren Wald beim Wachsen zusehen. Vielen Dank an alle die diese Aktion möglich gemacht und unterstützt haben. Danke an den Staatsbetrieb Sachsenforst und wir freuen uns schon auf unsere nächste gemeinsame Pflanzaktion.

Text & Bilder: A. Erdmann

Verantwortlich für diese JuNa-Gruppe ist die Ökostation Naundorf.

Die große Kinderumweltgruppe und die Jugendgruppe der Ökostation Naundorf säuberten bei zwei Treffen mehrere Nistkästen.

Dazu trafen wir uns zuerst 20. Februar 2026 im Wermsdorfer Wald. 27 Nistkästen wurden geprüft und gereinigt. Zwei tote Blaumeisen, Hornissennester, in einem anderen Nest fünf Eier und eine lebende Maus im nächsten Nistkasten waren die Highlights auf der Runde. Zum Abschluss gab es Nudeln mit Bolognese und ein Lagerfeuer. Das war ein gelungener Ferienabschluss und ein schöner Vormittag. Vielen Dank an die Mitarbeiter vom Staatsbetrieb Sachsenforst für ihre Unterstützung.


Die zweite Runde drehten wir am 27. Februar 2026 in Naundorf. Hier prüften wir 17 Nistkästen. Leere Nistkästen, ein Nest mit einem Vogelskelett und auch eine lebende Maus beeindruckten uns auf dieser Runde. Bei fast 20 Grad und Sonnenschein – der erste Frühlingstag im Jahr 2026 – sahen wir viele Farbtupfer. Krokusse und Schneeglöckchen blühten überall. Einige von uns arbeiteten am Weidenschmetterling, schlugen schon mal die Pfähle ein und begannen mit flechten. Nun ist alles vorbereitet für die Kinderumweltgruppe klein, die flechten dann nächste Woche weiter.

Der Frühjahrsputz ist beendet und die Nistkästen warten auf neue Mieter.


Text: Juna-Kind Estelle Brandt
Fotos: Annett Erdmann, Corina Brandt

Verantwortlich für diese JuNa-Gruppe ist die Ökostation Naundorf.

In der ersten Winterferienwoche verbrachten 20 Kinder und Jugendliche Zeit in unserer Naturherberge zum „Wintercamp 2026“. Der am Erzgebirgskamm noch vorhandene Schnee wurde eifrig zum Rodeln, Langlauf fahren und für das Bauen von Schneelaternen genutzt. Das Thema „Die Natur im Winter“ begleitete uns durch die gesamte Woche: von gebastelten Vogelfutterstationen bis hin zu einer Rallye zum Feldhasen im Winter. Auch bei unserer traditionellen Ganztagswanderung musste neben der Bewältigung der 11 km Strecke, auch aktiv mitgedacht werden. Dabei bekamen die Kinder und Jugendlichen verschiedene kleine Aufgaben und Rätsel zur Naturbeobachtung am Wegesrand.

In einem kleinen Bildungsprogramm zum Thema „Wolle“ lernten die TeilnehmerInnen die verschiedenen Verarbeitungstechniken kennen, von Kämmen über Spinnen bis hin zu Filzen. Dabei ging es auch um die ökologischen und nachhaltigen Aspekte von Wolle. Sie hatten die Möglichkeit, selbst in drei Techniken zu proben, wobei der Schwerpunkt auf Trockenfilzen lag. Auch die gesunde Ernährung spielte eine zentrale Rolle: Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer bereiteten an zwei Tagen ihr Mittagessen selbst zu.

Nebenbei lernten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer durch verschiedenste Campspiele näher kennen. In der Freizeit wurde unser Außengelände erkundet und im Haus Tischspiele getestet, gelesen und gemeinsam musiziert.

Die Woche fand ihren Abschluss mit der Winterolympiade. Dabei durften die TeilnehmerInnen im Außengelände noch einmal ihr Geschick und ihre Zusammenarbeit unter Beweis stellen. Am Abend rundete die Camp-Disko die Woche ab.

Text/Bild: Natura Miriquidica e.V.

Verantwortlich für die JuNas im Erzgebirge ist die Naturschutzstation Pobershau.

Im Februar startete der Grundkurs mit einem Erste-Hilfe-Kurs, der vom Malteser Hilfsdienst durchgeführt wurde. Die JuNas wurden von Ausbilderin Julia und JuNa-Papa Martin, einem professionellen Notfallsanitäter, in der Naturschutzstation unterrichtet. Hier lernten die Kinder erste Hilfemaßnahmen, die auch jüngere Kinder schon kennen sollten: wie man sich in Notsituationen richtig verhält, Hilfe organisiert und selber leisten kann, zum Beispiel die stabile Seitenlage anzuwenden oder Verbände anzulegen.

Erste-Hilfe-Kurs durch den Malteser Hilfsdienst e.V. Ausbildung Süd-/ Westsachsen.

Weiterhin beschäftigten sich die JuNas beider Kurse mit der Jahreszeit entsprechenden Natur, wie den Frühblühern und den heimischen Amphibien, die im Februar schon in den „Startlöchern“ sitzen. Die Frühblüher überraschen mit eigener Energieversorgung und speziellen Anpassungen, die ihnen erlauben, sich auch bei Schnee, wenig Tageslicht und Kälte zu entfalten. Die Amphibien warten auf die ersten milden Nächte, um zu ihren Laichgewässern zu wandern – dabei müssen sie Gefahren wie Straßen und Fressfeinde überwinden. Beim Besuch im Garten der Naturschutzstation konnten die JuNas sogar zwei junge Bergmolche (Ichthyosaura alpestris) bewundern. Als praktische Übung durften die JuNas vom Aufbaukurs sich mit den Rufen der Amphibien und anderer Gewässerbewohner beschäftigen – gar nicht so einfach, die vielen Rufe auseinanderzuhalten! Manche Rufe sorgten für großes Staunen und waren eine wichtige Übung für angehende Naturschützer.

In den Ferien wurde es wieder kreativ: Bei zwei Flechtkursen hatten die JuNas und Feriengäste die Möglichkeit, erste Erfahrungen im Flechten zu sammeln oder ihre Fähigkeiten auszubauen. Unter fachkundiger Anleitung von Linda und ihrer Mama wurden praktische Alltagsgegenstände wie Meisenknödelhalter, kleine Vogelfutterhäuser und verschiedene Dekoelemente geflochten. Die fleißige Nutzung unserer Flechtanleitungen in anderen JuNa-Einrichtungen freut uns sehr – so können nachhaltige Dinge selbst hergestellt werden, und die bei der Kopfweidenpflege anfallenden Weidenzweige finden so eine sinnvolle und kreative Verwendung. Ein herzliches Dankeschön geht an alle ehrenamtlichen Helfer*innen, die diesen abwechslungsreichen Winter- und Frühjahrsstart ermöglicht haben – ohne ihr Engagement wären diese vielfältigen Naturerlebnisse nicht möglich gewesen.

Beim Flechtkurs mit Weidenzweigen in den Winterferien

Text: Benjamin Franke (BUND Regionalgruppe Chemnitz)
Fotos: B. Franke, M. Fanghänel und L. Heinrich

Verantwortlich für diese JuNa-Gruppe ist der BUND Regionalgruppe Chemnitz.