Im September 2025 traf sich unsere neu zusammengesetzte JuNa-Gruppe „Das wilde Wolfsrudel“ zu einem spannenden Tag rund um das Thema Bodentiere. Von 10 bis 15 Uhr verbrachten wir gemeinsam einen abwechslungsreichen Tag in und um der Auwaldstation Leipzig.

Zu Beginn stempelten die JuNas ihre Logbücher und stellten sich in einer Kennenlernrunde vor. Da ich, Caro, die neue Gruppenleitung übernommen habe, war es ein guter Start, Namen, Lieblingstiere und Hobbys auszutauschen. Anschließend erklärten die Kinder ihre Gruppenregeln. Neu dazu kam unsere „Jaul-Regel“: Wenn der Leitwolf jault, versammelt sich das ganze Rudel, jault gemeinsam und danach wird aufmerksam zugehört.

An unserem Thementisch stand diesmal der Maulwurf im Mittelpunkt. Wir sprachen darüber, wie er lebt, jagt und was er frisst. Dazu passte das Spiel „Maulwurf und Regenwurm“: Mit verbundenen Augen mussten die „Maulwürfe“ die langsam kriechenden „Regenwürmer“ fangen.

Im Anschluss widmeten wir uns den Bodentieren. Gemeinsam sammelten wir Bodenproben, bestimmten die Tiere mit Pinseln, Becherlupen und Handmikroskopen und lernten Begriffe wie Mikro-, Meso- und Makrofauna kennen. Besonders spannend war es, einen Regenwurm auf Alufolie kriechen zu lassen, denn durch die feinen Borsten ist tatsächlich ein leises Rascheln hörbar. Auch einen Tausendfüßer konnten wir vorsichtig über unsere Hände laufen lassen, um die vielen kleinen Beine zu spüren.

Bei einer gemütlichen Mittagspause mit Tee hörten wir einen spannenden Hörbeitrag über Ameisen, was uns für einen Moment zur Ruhe brachte. Danach warteten drei Aktionen auf die Kinder:

Beim Tonbasteln entstanden aus Ton, Zahnstochern, Pfeifenreinigern und vielen Wackelaugen Mäuse, Hermeline, Asseln und Regenwürmer. Im neuen JuNa-Ordner gestaltete jedes Kind ein eigenes Infoblatt mit Einklebebildern von Bodentieren und kleinen Wissensfragen. Im Sobble-Spiel wiederholten wir spielerisch verschiedene Bodenorganismen, sodass die Kinder ganze 31 Arten unterscheiden konnten – WOW!

Dazu gab es Wimmelbilder, Erkundungsbücher und Malstationen. Als aktiver Abschluss wurde anschließend das Spiel „Wer hat meinen Regenwurm geklaut?“ gemeinsam gespielt.

Am Ende gab es die Fritzi-Schleimfuß-Runde. Mit dem Schnecken-Kuscheltier in der Hand erzählte jedes Kind, was ihm besonders gefallen hat: Das Basteln mit Ton und das Graben nach Bodentieren waren klare Favoriten. Weniger schön fanden die Kinder, dass es manchmal sehr laut und unruhig war. Gemeinsam beschlossen wir, künftig stärker darauf zu achten, ein angenehmeres Gruppenklima zu schaffen, damit sich jeder Wolf im Rudel wohlfühlt und gehört wird.

So ging ein ereignisreicher Tag voller Entdeckungen und Gemeinschaft zu Ende und das wilde Wolfsrudel wächst weiter zusammen.

Ein lautes Rudel-Heulen zum Abschied, wir sehen uns beim nächsten Treffen!

Text: Caro und das wilde Wolfsrudel; Fotos: Caro und Fabiana

Verantwortlich für diese JuNa-Gruppe ist die Auwaldstation Leipzig GmbH.

Warum sind Enten im Wasser nicht sofort durchnässt? Wieso sehen Eulenfedern aus wie Baumrinde? Und weshalb wechseln Vögel jedes Jahr ihr Gefieder?
Das haben sich die Grashüpfer beim letzten Treffen gefragt und tauchten ins spannende Thema „Vogelfedern“ ein. Gemeinsam entdeckten sie, dass Federn nicht nur wunderschön aussehen, sondern auch viele spezielle Aufgaben haben: Sie halten warm, machen unsichtbar, helfen beim Fliegen oder beeindrucken bei der Partnersuche.
Beim Feder-Zuordnungsspiel konnten die Kinder selbst zum Federforscher werden: Welche Feder gehört zu welchem Vogel? Da wurde genau geschaut und verglichen – und so mancher Aha-Moment erlebt. Die weißen Punkte auf der Feder des Perlhuhns sind z.B. viel kleiner als die des Buntspechtes.
Zum Abschluss wurde es kreativ: Aus Pappe entstanden bunte Schreibfedern, die jedes Kind nach eigenen Ideen gestaltete. So konnte alle nicht nur Wissen, sondern auch eine selbstgemachte Schreibfeder mit nach Hause nehmen.
Ein Nachmittag, bei dem klar wurde: Federn erzählen Geschichten – man muss nur genau hinschauen.

Text und Fotos: Judith Hoffmeister

Verantwortlich für den Beitrag und Ansprechpartner für die JuNa-Gruppe „Grashüpfer“ ist die NAJU Dresden mit dem Haus der Natur.

waren die Jungen Naturwächter im Zittauer Gebirge bei ihrem letzten Treffen zum Thema „Wer hat an meinen Blättern gefressen?“. Nach dem obligatorischen Anfangsspiel, bei dem die Kinder in die Rollen aller möglichen Tiere schlüpfen konnten verschafften wir uns bei einem Rundgang durch das Ökozentrum Schülerbusch zunächst einmal einen Überblick über angefressene Blätter. Und tatsächlich: den Blick einmal dafür geschärft, konnten wir kaum Blätter finden, an denen nicht wenigstens ein kleines Stück fehlte, in denen keine kleineren oder größere Löcher reingefressen wurden oder sich nicht irgendwelche merkwürdige Gebilde an den Blättern befanden. Nun ging es darum, herauszufinden, wer hier Hunger hatte. Die kleinen Naturdetektive bekamen die Aufgabe, verschiedene Blätter mit Löchern zu sammeln. Die zahlreichen gefundenen Blätter wurden nun nach Arten sortiert und Vermutungen angestellt, wer denn daran gefressen haben könnte. Hierbei hatten die JuNas schon viele gute Ideen, aber wir wollten es genauer wissen. Mit zahlreichen Büchern und einer Zusammenstellung von blätterfressenden Tierarten fanden die Kinder den oder die möglichen Täter. Mit unter den Bäumen ausgelegten hellen Tüchern und mehreren Klopfproben konnten wir die vermuteten Täter Dickmaulrüssler und die Raupe des Frostspanners sogar direkt überführen.
Bei den Klopfproben waren alle erstaunt, wie viele Tiere, nebst der gesuchten Blätterfresser, von den Bäumen regneten. Neben einigen Käfern und Raupen krabbelten auch zahlreiche Spinnen, Wanzen und Läuse über die Tücher.


Die Kinder lernten, dass viele Tiere auf eine oder einige wenige Baumarten spezialisiert sind. Oft findet man die Vorliebe der Tiere oder deren Larven bereits im Namen: Buchenspringrüssler, Eichenprozessionsspinner und Pappelblattroller sind nur einige Beispiele. Die Kinder ertappten die Larve des Eichelbohrers, eines imposanten Rüsselkäfers, der seine Eier in Eicheln legt, auf frischer Tat, fanden in Eichengallen die Larven sowie ein ausgewachsenes Insekt der Eichengallwespe und konnten sogar Lindenminiermotten im Mikroskop beobachten.
Die detektivische Suche nach den Lochverursachern war für alle sehr spannend und die Kinder nahmen viele neue Erkenntnisse mit nach Hause.

Text & Fotos: Elfi Kühnel

Verantwortlich für den Beitrag und Ansprechpartner für die JuNas im Zittauer Gebirge ist das Naturschutzzentrum Zittauer Gebirge gGmbH.

Am 12. September 2025 trafen sich die Kinder der Kinder- und Jugendumweltgruppe in der Grünen Welle in Naundorf zum 2. Teil des Projektes.

Zwischen 16 und 17 Uhr trudelten alle ein und die Zelte wurden auf der Wiese in der Ökostation aufgebaut. Danach trafen wir uns alle in der Außenküche und der Plan für den Abend wurde besprochen. Zuerst haben wir in Gruppen das Abendessen vorbereitet und gekocht.

Es gab die Stationen

  • Chili con Carne kochen,
  • Apfelsaft herstellen,
  • Käsebrötchen backen,
  • Apfelmus machen,
  • Kartoffel- und Gemüsepuffer vorbereiten und
  • Dips zubereiten.

Wichtig war, dass wir Äpfel von Bäumen der Station genutzt haben, regionale Produkte eingekauft haben und auf Technik verzichtet haben. Beim Apfelmus kam die „Flotte Lotte“ zum Einsatz. Auch nutzten wir den Holzofen in der Außenküche für das Chili con Carne und das Lagerfeuer wurde auch angezündet. An allen Stationen herrschte reges Treiben und alle halfen mit. Gemeinsam ging es ganz schnell und wir hatten Spaß.

Nachdem alle Gerichte fertig waren, gab es Essen. Es war sehr lecker und alle sind satt geworden. Kurz danach kam Mario Teumer. Er führte eine Fledermausexkursion mit uns durch. Leider konnten wir nicht so viele Fledermäuse beobachten. Am Teich in Naundorf sahen wir Wasserfledermäuse. Wir konnten einen großen Abendsegler hören, jedoch nicht sehen. An den zwei kleinen Teichen waren wir nicht erfolgreich – keine Fledermaus unterwegs. Als wir wieder in der Ökostation zurück waren, kam eine kleine Regenwolke. Wir konnten den Regen mit ein paar Spielen überbrücken. Nachdem der Spieleabend vorbei war, gingen alle in ihr Zelt und versuchten zu schlafen. Die Nacht verlief ruhig.

Am nächsten Morgen, als alle wach waren, gab es Frühstück. Danach wurden alle Zelte abgebaut und um 10 Uhr wurden alle Kinder wieder abgeholt. Die beiden Teilprojekte waren sehr interessant und haben viel Spaß gemacht.

Vielen Dank an Mario Teumer, für die schöne Fledermausexkursion.

„Diese Maßnahme wird mitfinanziert mit Steuermitteln auf der Grundlage des von den Abgeordneten des Sächsischen Landtages beschlossenen Haushalts“

Text: Juna – Kind Estelle Brandt; Fotos: Corina Brandt

Verantwortlich für den Beitrag und Ansprechpartner für die JuNas aus Naundorf ist die Ökostation Naundorf.

Im September war es soweit, unsere neue JuNa-Gruppe traf sich zum ersten Mal, um den Leipziger Auwald zu erforschen. Herzlich begrüßt wurden die Kinder auch von unserem Gruppentier, einer Krähe. Krähen sind sehr intelligente und anpassungsfähige Vögel, wie die Kinder bereits wussten. Wie unsere Krähe heißt, bleibt bei den kommenden Treffen noch herauszufinden. Mit praktischen Namens- und Kennenlernspielen zu Beginn kamen die Kinder schnell in der Gruppe an.

Dann starteten wir unsere Erkundung in den Auwald. Doch was macht einen Auwald so besonders? Und warum steckt in Totholz so viel Leben? Das sind die Fragen, denen wir auf den Grund gegangen sind. Außerdem haben die Kinder in einem Suchauftrag ein paar typische Bäume kennen gelernt und dabei möglichst viele zu einem Baum gehörigen Materialien gesammelt: Blätter, Zweige, Früchte und Rinde.

Als kleinen Exkurs hat auch die Echoortung der Fledermäuse einen Platz im spätsommerlichen Programm gefunden. In dem Spiel Fledermaus-Motte empfanden die Kinder nach, wie Fledermäuse sich per Schall orientieren.



Weiter ging es dann ganz praktisch. Aus Ästen, Zweigen, Moos und Laub bauten die Kinder kleine Totholz-Tipis. Viele Käferarten und auch andere Tiere sind auf Altholzbestände mit einem hohen Anteil an Totholz angewiesen. Durch die Totholz-Tipis entstehen kleine Lebensräume, die nicht nur Käfer, sondern auch Igel, Spitzmäuse und Spinnen nutzen.Nach der Mittagspause konnten die Kinder im Hof der Auwaldstation schließlich Anhänger mit einem Brenneisen dekorieren, Bilder aus selbst gesammelten Naturmaterialien aus dem Wald gestalten und Blätter pressen. Dabei wurden teilweise ganze Geschichten mit der JuNa-Gruppe im Mittelpunkt gesponnen.

In unserem Abschlusskreis bekam jedes Kind noch einmal die Möglichkeit über das Erlebte und Wünsche für die nächsten Treffen zu sprechen. Es war ein sehr schöner Tag.

Text und Fotos: Luca Räther und Florian Döhle

Verantwortlich für den Beitrag ist die JuNa-Gruppe der Auwaldstation Leipzig gGmbH.