Unter dem Motto „Lauter Herbstgeflatter“ verbargen sich bunt wie ein Herbstlaubhaufen gemischte Themen rund um Vogelzug, Baumfrüchte und Pilze. Doch zunächst ist die JuNa-Gruppe „Wildes Wolfsrudel“ von der Auwaldstation Leipzig wie gewohnt mit der Fritzi Schleimfuß-Runde in den Tag gestartet und haben Fritzi und der Gruppe von Erlebnissen aus den Herbstferien berichtet. Außerdem hat das Wilde Wolfsrudel Zuwachs bekommen und wir haben noch zwei JuNas aufgenommen, die aus einer anderen Gruppe zu uns gekommen sind. Statt wie gewohnt in den Schlosspark ging es dieses Mal in das wunderschöne Naturschutzgebiet Burgaue auf der anderen Seite der Luppe. Für den Weg dorthin waren die JuNas mit Ferngläsern ausgestattet, um möglicherweise noch in den Süden ziehende Gänse oder Kraniche beobachten zu können. Womöglich aufgrund des stürmischen Wetters war uns das Schnattern der Gänse oder Trompeten der Kraniche leider nicht vergönnt. Nichtsdestotrotz haben wir gelernt, dass wir Kraniche und Gänse beim Vogelzug nicht nur an ihren Rufen unterscheiden können, sondern auch daran, dass die Beine der Kraniche im Flug über deren Schwanzfedern hinausschauen, bei Gänsen nicht. Außerdem, dass die meisten ziehenden Arten bereits nicht mehr in Deutschland anzutreffen sind, während es aber auch Vogelarten wie die Blässgans oder die Saatkrähe gibt, die nach Deutschland zum Überwintern kommen.

Im Wald der Burgaue angekommen hat das Wilde Wolfsrudel seinen Suchauftrag erfolgreich gemeistert, zu verschiedenen Bäumen gehöriges Herbstlaub und Früchte ausfindig zu machen. Außerdem gab es eine große Vielfalt an Pilzen zu beobachten und genauer zu studieren. Jede Menge Wissen über Pilze war bei den JuNas bereits vorhanden und so wussten die meisten schon, dass das, was wir üblicherweise als Pilz bezeichnen, lediglich der für uns sichtbare Fruchtkörper ist und sich der gesamte Pilz wie ein Geflecht durch den Boden oder Bäume zieht. Manche Arten gehen dabei eine Symbiose mit den Wurzeln der Bäume ein, andere Arten sind wichtige Zersetzer von Holz oder Laub. Wir lernten, dass Pilze üblicherweise von uns Menschen danach eingeteilt werden, wo diese ihre Sporen ausbilden. Das kann zum Beispiel in Röhren, blattartigen auch Lamellen genannten Strukturen, oder im Innern des Fruchtkörpers als Bauchpilz sein. Um sich das dann genauer anzuschauen, hatten wir auch einige Pilze von außerhalb des Naturschutzgebietes dabei, weil wir im Naturschutzgebiet selbst grundsätzlich keine Sammeln dürfen.

Nach dem langen Spaziergang zurück zur Auwaldstation haben sich die JuNas ihre Pause im Kaminzimmer ordentlich verdient, bevor es in den Nachmittag mit verschiedenen Kreativaktionen ging. Zum Einen haben die JuNas Kunst mit Blättern und Pilzhüten gemacht, indem diese mit Wasserfarbe bemalt und dann als Stempel verwendet worden sind. Zum Andern haben sich die Kinder kleine Umschläge selbst gestaltet. Was diese persönlichen „Postkästen“ für einen genauen Zweck haben, wird beim nächsten Treffen des Wilden Wolfsrudels aufgeklärt. In unserem Abschlusskreis bekam jedes Kind noch einmal die Möglichkeit über das Erlebte und Wünsche für die nächsten Treffen zu sprechen. Es war ein erlebnisreicher Tag.

Text: Florian und das Wilde Wolfsrudel; Foto: Cara Grün

Verantwortlich für diese JuNa-Gruppe ist die Auwaldstation Leipzig gGmbH.

In Freiberg, gut zwischen den Häuser versteckt, liegt eine große Streuobstwiese. Das artenreiche Biotop mit vielen alten Ostbäumen ist stark verwildert. Büsche und invasive Pflanzen haben sich ausgebreitet und drohen die Wiese zu ersticken. Das soll nun geändert werden. Durch viele ehrenamtliche Einsätze werden Stück für Stück die Bäume vom Unterwuchs befreit. Auch die JuNas aus Freiberg sind nicht faul und helfen fleißig mit. So trafen sich am Mittwochnachmittag fünf JuNas an der Streuobstwiese, bewaffnet mit Arbeitshandschuhen, kleinen Sägen und Astscheren. Schnell wurde eine verbuschte Ecke wieder licht. Dabei wurde vorher genaustens kontrolliert, welche Arten dort wachsen und ob nicht doch der eine oder andere Busch oder kleine Baum stehen bleiben kann, als Bereicherung der Wiese. Dabei konnten die JuNas ihre Artenkenntnis unter Beweis stellen. Zum Abschluss konnten alle die vielen verschiedenen Sorten probieren und so viele Äpfel und Birnen mitnehmen, wie sie nur tragen konnten.

Fotos: D. Grimm

Verantwortlich für den Beitrag und Ansprechperson für die JuNa-Gruppe ist der NABU Freiberg.

Die Jungen Naturwächter aus Eppendorf haben es sich zur Aufgabe gemacht, wie jedes Jahr, die Nistkästen um Eppendorf zu reinigen und zu kontrollieren. Gemeinsam mit ihrem Gruppenleiter Herrn Vogel, ziehen sie mit einer langen Leiter und Spezialwerkzeug los. Sicherheit geht natürlich vor, nicht nur beim Steigen in luftige Höhe, sondern auch beim Reinigen: Die Nester sollten nicht direkt angefasst werden, Handschuhe und Hilfswerkzeug sind Pflicht.

Die Reinigung ist aber nicht nur wichtig, damit die Vögel im Frühjahr freie Nistmöglichkeiten finden, in denen sie ihre Nester bauen können. Die Nester werden auch dokumentiert: welche Art in welchem Kasten gebrütet hat und ob die Brut erfolgreich war, erkennen die kleinen Experten anhand von Nistmaterial und Spuren im Nistkasten. Auch die Kästen selbst müssen überprüft werden. Kaputte Kästen werden ausgetauscht oder in der kleinen Werkstatt der JuNas repariert.

300 Nistkästen gibt es insgesamt, um die sich gekümmert werden muss. Die drei Eppendorfer JuNa-Gruppen helfen bei gutem Wetter fleißig mit. Am Montag haben die 13 JuNa-Kinder im Alter von 7 bis 10 Jahren insgesamt 8 Kästen kontrolliert. Dabei wurden Nester von Meisenarten, Star, Kleiber und Trauerschnäpper gefunden. Manchmal sind die Nisthöhlen auch von Gelbhalsmäusen, Fledermäusen, Hornissen oder Hummeln bewohnt.

Fotos: Dorothea Grimm

Verantwortlich für den Text und Ansprechperson für die JuNa-Gruppe in Eppendorf ist der LPV Mulde/Flöha e.V.

In unserer Naturherberge in Rübenau verbrachten 23 Kinder und Jugendliche eine ereignisreiche Ferienwoche am Erzgebirgskamm. Dank großzügiger Apfelspenden war es möglich, den Saft selbst zu pressen. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer hatten die Möglichkeit, sich aktiv zu beteiligen, und den gesamten Prozess vom Schneiden über das Pressen bis hin zum Abfüllen kennenzulernen und das Ergebnis ihrer Arbeit in Bag-in-Boxen mit nach Hause zu nehmen.

Bei der traditionellen Ganztagswanderung ging es dieses Mal nach Tschechien auf den Lauschhübel (Cihadlo). Dabei wurde die Gelegenheit zum Sammeln und Bestimmen von Pilzen genutzt. Darüber hinaus konnten die TeilnehmerInnen die Rübenauer Umgebung sowie den Nachbarort Kalek erkunden. Für die Wanderung wurden außerdem Wanderstöcke angefertigt, wobei sich die Kinder in einer Kreativ-Challenge messen konnten.

Da Medienkompetenz ein essenzielles Thema der heutigen Generation ist, wurde sie auch in unserer Campwoche bewusst geschult. Unter fachlicher Betreuung von Manuela und Max von der Erzgebirgischen Medienkompetenzstelle hatten die TeilnehmerInnen die Möglichkeit, ein Stop-Motion-Video zum Thema Natur mit selbst gesammeltem Naturmaterial zu erstellen.

Sophia, eine Naturpädagogin aus dem Osterzgebirge, bereicherte die Campwoche mit einem Projektabend zum Thema Eulen. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer konnten auf spielerische Weise Wissen erwerben und nahmen im Anschluss an einer Nachtwanderung teil.

Aufgrund des durchwachsenen Wetters mit viel Regen fanden viele Freizeitaktivitäten im Haus statt, wie Musizieren, Henna, Malen und Gemeinschaftsspiele sowie Gruppenspiele. Darüber hinaus engagierten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer bei der Vor- und Nachbereitung der Mahlzeiten.

Traditionell wurde die Woche mit unserer Heu-Olympiade und der Camp-Disco abgerundet.

Text: Hannah Zoll; Fotos: Babett Schreiter

Verantwortlich für die JuNa-Angebote im Erzgebirge ist die Naturschutzstation Pobershau.

Im Jahr 2025 haben sich die Jungen Naturwächter vom Haus der Natur vertieft mit dem spannenden Thema Wildbienen und einheimische Wildpflanzen beschäftigt. Gemeinsam mit dem Projekt Bienen-Brücken-Bauen vom Umweltzentrum Dresden konnten die Jugendlichen tief in die faszinierende Welt der fleißigen Bestäuber eintauchen.
Im April führte Annett Römer mit einem anschaulichen Wildbienen-Workshop in das Thema ein: Warum sind Wildbienen so wichtig? Wie unterscheiden sie sich von Honigbienen? Und was brauchen sie zum Leben?


Anschließend durften die JuNas mit Christine Hausdorf die Gärtnerei des Projektes besuchen. Dort werden heimische Wildpflanzen herangezogen, die besonders wertvoll als Nahrungsquelle für Wildbienen sind. Zwischen duftenden Kräutern und blühenden Wiesenpflanzen lernten die Jugendlichen verschiedene Wildbienen-Bruthilfen und Lebensräume kennen – und packten selbst mit an!

Beim sogenannten Pikieren, also dem vorsichtigen Vereinzeln junger Pflänzchen, sorgten sie dafür, dass jede Pflanze genug Platz zum Wachsen bekommt. Im Mai stand Topfpflege auf dem Programm: Mit viel Geduld und Fingerspitzengefühl drehten die JuNas zahlreiche Pflanzen in ihren Töpfen, damit die Wurzeln nicht einwachsen und die Pflanzen später gut umgesetzt werden können.

Und im August folgte der krönende Abschluss – die Samenernte! Die Jugendlichen sammelten die reifen Samen der Wildblumen, um sie im kommenden Jahr wieder aussäen zu können.
So schloss sich der Naturkreislauf – vom Keimling bis zur neuen Saat. → → Ein spannendes, lehrreiches und vor allem bienenfreundliches Jahr, das allen großen Spaß gemacht hat!
Text und Fotos: Judith Hoffmeister und Eva-Maria Bühn.

Ansprechpartner für diese Jungen Naturwächter ist das Haus der Natur Dresden.