Am 30. November 2025 traf sich unser wildes Wolfsrudel zu einem besonderen JuNa-Tag, der ganz im Zeichen des Teambuildings stand. Da die Gruppendynamik in den letzten Wochen nicht optimal war, wollten wir uns an diesem Tag Zeit nehmen, um uns besser kennenzulernen, den Zusammenhalt zu stärken und das kooperative Miteinander zu üben. Dafür begaben wir uns auf eine magische Schnipseljagd durch den Auwald, der von einem bösen Drachen bedroht wurde. Um überhaupt mit den Waldtieren kommunizieren zu können, lernten wir zunächst verschiedene Tierstimmen kennen, darunter die von Fuchs, Dachs und Meisenarten. Im Wald begegneten wir einer Reihe besonderer Tierbegleiter wie Holzkäfer, Wildkatze, Laubfrosch, Kreuzspinne, Weißstorch, Eisvogel und Biber, die uns knifflige Aufgaben stellten, die nur mit Teamgeist zu lösen waren. Die JuNas entwickelten gemeinsam Strategien, unterstützten sich gegenseitig und schafften es sogar, einige Herausforderungen wortlos zu meistern. Am Ende unserer erfolgreichen Zusammenarbeit durften wir den Schatz des Drachen bergen, den wir später bei einer gemütlichen Bastelrunde gemeinsam verputzten. Während der Mittagspause wärmten wir uns mit einem Hörbeitrag über Raben und Krähen auf, den sich die Kinder gewünscht hatten. Danach wurde es kreativ und wir gestalteten bunte Zauberpilze, bei denen die JuNas ihrer Fantasie freien Lauf lassen konnten. Besonders wichtig war uns eine intensive Feedbackrunde, in der jedes Kind zunächst eine Selbsteinschätzung vornahm und anschließend wertschätzende Rückmeldungen aus der Gruppe erhielt. So wurde allen bewusst, welchen wertvollen Beitrag sie für das Rudel leisten und wir konnten viel über uns selbst und unser Verhalten lernen. Zum Abschluss wartete noch ein letztes kooperatives Knobelspiel auf uns, das den Teamgedanken des Tages wunderbar abrundete. Die JuNas nahmen sich fest vor, die gemeinsam gesammelten Erfahrungen beim nächsten Treffen mit den anderen zu teilen, um das Miteinander weiter zu stärken.

Auuuuuuh – bis bald, liebes Wolfsrudel!

Text und Fotos: Caro Rackwitz

Verantwortlich für diese JuNa-Gruppe ist die Auwaldstation Leipzig GmbH.

Diesmal trafen sich die JuNas der Praxisgruppe von der Auwaldstation Leipzig an einem sonnigen Samstag, um gemeinsam den Lebensraum Baum an Beispielen näher kennenzulernen. Dabei gingen wir einen langen Weg durch den Schlosspark bis ans Ende und weiter durch den Polenz, ein Revier nahe der geschützten Wiese des Wiesenknopf-Ameisenbläulings. Unterwegs sprachen wir an verschiedenen passenden Stellen über den Lebensraum Baum an Beispielen wie Hainbuche, Linde, Esche und Eiche. Die JuNas lernten außerdem den Weißdorn kennen, der ein Strauch (Hecke) und ein Baum sein kann. Auf dem Weg schauten wir an allen Stellen nach Vögeln und hielten dabei Ausschau mit den Ferngläsern. Dabei entdeckten wir einen Mäusebussard, einen Turmfalken, viele kleine Meisen und Spatzen und auch eine Taube hoch oben im Geäst. Insgesamt gab es mehr Vögel zu sehen als zur belaubten Zeit im Wald. Die JuNas erfuhren auch einiges über den Lebensraum von Eulen und ihrem saisonalen Verhalten während der Dämmerungszeit.

Am Waldrand entdeckten wir einen noch kleinen Weißdorn mit den auffälligen roten Früchten. Daneben wuchs eine Heckenrose mit ihren rotorangenen Hagebutten. Der Vergleich erlaubte uns, auf die Unterschiede der Dornen und Stacheln einzugehen und die Nutzung der Früchte zu besprechen. Jeder JuNa erhielt anschließend ein Bild eines Teils des Weißdorns oder eines Tieres, welches daran lebt oder davon profitiert. Sie hörten etwas über die Nutzung des Weißdorns (umgangssprachlich Hagedorn) und die Herkunft des Namens sowie über die Wirkung der Blüten, Blätter und der Früchte auf den menschlichen Organismus.

Anschließend gingen die JuNas zurück in die Auwaldstation, brauchten nach einer Mittagspause etwas Erholung von der Wanderung und hörten sich währenddessen eine Geschichte über das Parkgespenst an – den Waldkauz. Jetzt zur Winterzeit sind genau diese Vögel oft am Abend hörbar. Bestimmt werden ein paar mutige JuNas mit den Eltern demnächst einen abendlichen Spaziergang im Wald unternehmen, nur um einmal die Eulen rufen zu hören. Während dieser Hörgeschichte bastelten die JuNas ihre persönliche Botanisiertrommel, ein Gefäß zum Sammeln von Pflanzen. Bevor die Fotografie das Ablichten der Pflanzen direkt am Wuchsort ermöglichte, war das die beliebte Weise, Pflanzen sicher zu transportieren und zu Hause bis auf die Art zu bestimmen. Anschließend wurden diese Funde in einem Herbarium aufbewahrt. Diese Trommel gab es auch im Kleinformat und war zum Anfang des 20. Jahrhundert eine beliebte Geschenkidee für Kinder. Nun können die JuNas mit ihrer Botanisiertrommel, die mit Zweigen, Knospen und teilweise auch den Fruchtständen der jeweiligen Bäume bestückt wurde, die Bäume zu Hause, im Garten oder Park anhand der sichtbaren Merkmale vor Ort bestimmen.

Zum Schluss gab es noch genügend Zeit, um unseren Gruppennamen festzulegen. Da es eine gemischte Gruppe ist, wurde ein Wahlverfahren angewendet. Am Ende entschieden alle gemeinsam, dass „die Eisvögel“ ein passender Name sei. Wir verabschiedeten uns im Ausstellungsraum der Auwaldstation bei unserem Eisvogel-Präparat und gingen zufrieden und mit Vorfreude auf ein Wiedersehen nach Hause. Das nächste JuNa-Treffen findet am 3. Advent statt unter dem Motto: „Nachhaltige Weihnachten -Wie geht das?“. Wir werden Ideen dafür und geschichtliches darüber erfahren, diskutieren und basteln. Später gibt es für die JuNas die die Möglichkeit, mit naturinteressierten Kindern und Familien darüber ins Gespräch zu kommen, sowie über den Naturschutz und die „Jungen Naturwächter“ zu sprechen, unter Anleitung zu basteln und Naturgeschichten vorzulesen.

Text und Fotos: Beatrice Schlabes

Verantwortlich für diese JuNa-Gruppe ist die Auwaldstation Leipzig gGmbH.

Im Rahmen ihres FÖJ beim Landschaftspflegeverband Nordwestsachsen hatte Leni die Idee, mit den JuNA’s aus Eilenburg von Januar bis August eine Amphibienkartierung an einem Altarm der Mulde hinter der LPV-gepflegten Streuobstwiese in Hainichen durchzuführen. Das Ganze wurde dann zu ihrem Hauptprojekt und umfasste viele spannende Treffen mit den JuNA’s.

Nach einem Einstieg ins Thema im Januar, bei dem wir erstmal den Unterschied zwischen Fröschen und Kröten und Unken herausfanden, folgte im März eine erste Gelände-Erkundung mit Keschern und eine Fachexkursion zum Amphibienzaun mit unserem lokalen Artexperten Rolf Schulze. Im Verlauf des Frühjahrs bauten wir gemeinsam Molchreusen, setzten diese über Nacht ins Gewässer und kontrollierten sie dann. Dabei konnten wir einen weiblichen und später auch einen männlichen Teichmolch nachweisen, worüber wir uns natürlich sehr freuten – die sind wirklich niedlich.

Außerdem haben wir das Gewässer auch in der Dämmerung besucht und dabei dem Rufen der Frösche und Kröten gelauscht. Während des Projekts haben wir spezielle Kartierungsbögen genutzt und konnten den Teichmolch, den Wasserfrosch und den Laubfrosch zweifelsfrei nachweisen. Außerdem haben wir auch viele Insekten und deren Larven und auch sehr viele Vögel beobachtet und sogar eine gerandete Jagdspinne gefangen und gleich wieder freigelassen.

Leider haben wir auch festgestellt, dass immer weniger Wasser in den Altarmen der Mulde zu finden ist und der Lebensraum der Amphibien auch sonst sehr gefährdet ist. Die JuNA-Jugend aus Eilenburg möchte das Projekt daher unbedingt weiterführen und gemeinsam herausfinden, wie man den Amphibien und ihrem Lebensraum helfen kann.

Text: Angela Richter; Fotos: Richter, LPV NWS

Verantwortlich für diese JuNa-Gruppe ist der LPV Nordwestsachsen e.V.

Diese Frage stellten sich die JuNas im Zittauer Gebirge, nachdem sie auf einer Rundwanderung alle möglichen Blätter, Zweige und Früchte von Bäumen gesammelt hatten und diese zunächst den jeweiligen Baumarten zuordneten. Aber nein. Natürlich nicht. Aber: eigentlich müsste es doch so sein!? Bei den Unmengen an Blättern, Ästen und Baumfrüchten, die jedes Jahr von den Bäumen herabfallen. Übermannshohe Berge von Laub und Astwerk müssten doch den Wald bis oben hin füllen. Man müsste sich mit Schwimmbewegungen hindurcharbeiten. Und sehen würde man auch nichts! Zum Glück ist das ja nicht so. Um festzustellen, was denn mit all diesen Dingen passiert, begaben wir uns auf eine kleine Zeitreise.  Mit vereinten Kräften bauten wir uns ein Zeitfenster aus herabgefallenen Ästen, um dadurch in die Vergangenheit zurückzublicken. Das Fenster bestand aus vier Teilfenstern und in jedem Teil trugen die JuNas unterschiedlich viele Blätter und Streuschichten ab, bis im vierten Fenster schließlich in die Tiefe gebuddelt wurde. In jedem Fenster unterschiedenen sich die aufgefundenen Blätter oder deren Teile deutlich. Immer welker, immer kleiner zerteilt und immer brüchiger wurden sie. Wer war hier am Werk? Natürlich! Die geheimen Helden unseres Lebens auf der Erde. Die Bodentiere! Tausendfüßer, Asseln, Springschwänze, Regenwürmer und viele weitere, oft unterschätzte, Helden arbeiten, also in diesem Fall, fressen Tag für Tag alles was ihnen zufällt und verwandeln es in immer kleinere Bruchstücke, bis.. ja bis es schließlich zu wertvollem Kompostboden wird. Unterstützt werden sie dabei von Millionen von Bakterien und verschiedenen Pilzen. Selbst in einer Handvoll des tief dunklen Waldbodens waren noch winzige Bruchstücke von Blättern zu finden. Der Beweis war perfekt.. es waren die Blätter aus denen diese tolle neue Erde entstanden war. Der Wald düngt sich also selbst. Recycling made by nature! Faszinierend! Was wir Menschen erst langsam und noch längst nicht vollständig beherrschen, meistert die Natur von ganz alleine!

Nun wollten wir diese Verwandlungskünstler natürlich auch aufspüren und gingen frohen Mutes auf die Suche nach den kleinen Tierchen. Doch es war nicht leicht. Viele hatten sich an diesem nassen, kühlen, Tag in tiefere Bodenschichten zurückgezogen. Einige Erdläufer, Regenwürmer, Schnecken und Tausendfüßer gingen uns trotzdem in die Fänge. Will heißen in unsere Becherlupen und dann zum näheren Betrachten unter unsere mobilen Superlupen. Die Kinder waren fasziniert von den Details, die sie an den Tieren entdecken konnten. So eine Superlupe, also ein mobiles digitales Mikroskop steht jetzt auf einigen Geburtstags- und Weihnachtswunschzetteln.

Zum Abschluss verwandelten wir den nun schon von der Dämmerung eingenommen Herbstwald in ein kleines Bastelstübchen. Während einige weiter gespannt mit den Superlupen der Waldboden nach geheimen Bewohnern absuchten, bastelte ein Teil der Gruppe einen kleinen Tausendfüßer aus Holz und Wolle. Nebenbei wurden von den JuNas Antworten auf Quizfragen gesucht wie: Hat der Tausendfüßer wirklich 1000 Füße? Wie viele Regenwurmarten gibt es in Deutschland? Oder: Wie alt kann ein Regenwurm eigentlich werden? Weißt du es? Wenn nicht, dann recherchiere doch mal und finde es heraus! Viel Spaß wünschen dir die JuNas aus dem Zittauer Gebirge!

Verantwortlich für Text, Fotos sowie diese JuNa Gruppe das Naturschutzzentrum „Zittauer Gebirge“ gGmbH.

Bei der JuNa Gruppe des BUND Dresden der „Grüne Welle“ drehte sich in diesem Herbst alles um ein spannendes Thema: Spinnen!

Zu Beginn schauten wir ein informatives Video und erfuhren, welche verschiedenen Arten von Spinnenfäden es gibt und wofür sie genutzt werden. Anschließend gingen die Kinder selbst auf Entdeckungstour und fanden dabei unter anderem kunstvolle Trichternetze und zahlreiche Kreuzspinnen.

Mit viel Begeisterung spielten wir danach ein Spinnenspiel, bei dem die Kinder spielerisch verschiedene Spinnenarten kennenlernten. Zum Abschluss entstand mit Seilen ein großes, selbstgebautes „Spinnennetz“, das alle gemeinsam erkletterten und erforschten – ein tolles Erlebnis, das zeigte, wie neugierig und wissbegierig die jungen Naturforscherinnen und Naturforscher bei der Sache waren!

Text und Fotos von: Frederike Becker

Ansprechpartner für diese JuNa-Gruppe ist der BUND Dresden.