Passend zu den sommerlich heißen Temperaturen trafen sich die Jungen Naturwächter Zittauer Gebirge gestern an der Mandau, einem in die Neiße mündenden Flüsschen, welches viele Dörfer der südlichen Oberlausitz durchfließt und die Landschaft mit seinen abwechslungsreichen Uferlandschaften prägt. Welche Tiere und Pflanzen leben am Ufer von Fließgewässern? Und wie haben sie sich an diesen speziellen Lebensraum angepasst? Diese Fragen mussten recht schnell beantwortet werden, denn bei 35 °C im Schatten und den Wasserkeschern in Sichtweite waren die JuNas kaum zu halten, um nicht endlich in den Fluss zu springen und mit Keschern und Bestimmungsbögen ausgestattet auf die abenteuerliche Suche nach den im Wasser lebenden Tieren zu gehen. Rasch füllten sich die Schüsseln mit den Fundtieren der kleinen Forscher und ein Highlight jagte das andere. Kleine Babybachforellen, unzählige verschiedene Wasserschnecken, Larven von Libellen, Ruderwanzen und Wasserskorpionen und sogar ein riesiger Pferdeegel waren dabei. Besonders viele Tiere konnten die Kinder dort finden, wo viele Steine und Pflanzen das Gewässer bereichern. Somit wurde den JuNas klar, dass es auch in Gewässern wichtig für die Artenvielfalt ist, viele verschiedene Strukturen zu haben.
Es war ein spannender, lehrreicher Nachmittag mit allerhand Spaß im kühlen Nass.




Verantwortlich für den Beitrag und Ansprechpartner für die JuNas aus dem Zittauer Gebirge ist das Naturschutzzentrum Zittauer Gebirge.
Am 30. August trafen wir uns in Oschatz, um gemeinsam nach Zeithain in die Gohrischheide zu fahren. Schnell wurden Fahrgemeinschaften gebildet und los ging es. In der Gohrischheide erwartete uns Stefan Müller, der zuständige Revierförster vom Staatsbetrieb Sachsenforst.
Das Naturschutzgebiet (NSG) Gohrischheide ist ein besonderer Lebensraum. Bis 1992 wurden die Flächen militärisch genutzt. Das NSG umfasst einen Komplex seltener, wertvoller und empfindlicher Lebensräume der trocken-warmen Sandheiden. Herr Müller besuchte mit uns als erstes den Aussichtsturm. Wir hatten einen super Blick auf die blühende Heide und erfuhren viel Interessantes zum Gebiet, zur Pflege der Heideflächen und zur Tier- und Pflanzenwelt. Leider war es für die Beobachtung von Wiedehopf und Ziegenmelker schon zu spät. Aber an vielen Stellen haben wir Spuren vom Wolf gesehen, u. a. Wolfslosung… also Kacke/Kot.
Wir konnten aber auch viele verschiedene Insekten entdecken. Die meisten von uns hatten vorher noch keine Gottesanbeterin beobachten können. Sie war an diesem Tag ein beliebtes Fotomotiv und konnte von uns an mehreren Stellen beobachtet werden.
Sehr interessant fanden wir es, die Waldbrandflächen anzusehen und zu beobachten, welche natürliche Entwicklung in diesem Bereich war. Durch Brandstiftung wurden große Bereiche zerstört und so langsam entwickelt sich die Natur hier wieder. Die Sukzessionsfläche war nach den großen Bränden nun mit Birke, Kiefer und Aspe bewachsen.
Es war für alle ein interessanter Tag. Wir bedanken uns recht herzlich bei Stefan Müller für die tolle Exkursion, das Beantworten von vielen Fragen und bei unseren Eltern für den Transport.












Verantwortlich für den Beitrag und Ansprechpartner für die JuNas aus Naundorf ist die Ökostation Naundorf.
Unser Treffen der Jungen Naturwächter „Bibberkids“ war dieses Mal eingebettet in eine iNUVERSUMM-Veranstaltung am 17.08.2024 im Rolandpark Belgern zum Tag der Schmetterlingswiese.
Als erste Aktion ging es über die Wiese. Hier wurden die Tiere und Pflanzen erforscht. Ausgerüstet mit Kescher und Becherlupen, sowie zahlreicher Bestimmungsliteratur ging es los. Die Kräuterexpertin Brigitte Bussenius konnte uns hier viele tolle Infos zu den einzelnen Pflanzen geben. Anschließend wurde Samen gesammelt, welcher dann zu wunderschönen „Samenbomben“ verarbeitet wurde.
Nach einer kurzen Pause konnten sich die „Bibberkids“ beim Sensen versuchen. Die Mitglieder des Heimatvereines Malkwitz erklärten wie eine Sense zu führen ist, wie man sie schärft und auf welche Dinge man besonders achten muss. Unseren JuNa´s machte das besonders viel Spaß. Gleich im Anschluss bauten wir Holzschober und legten dort das Gras zum Trocknen ab.
Zum Ende der Veranstaltung bauten wir für die Ohrwürmer noch jeder ein Ohrwurmhotel.













Text: Karola Horn und Nicole Müller
Fotos: Biberhof Torgau und LPV Torgau-Oschatz
Verantwortlich für den Beitrag ist der LPV Torgau. Ansprechpartner für die JuNas aus Torgau sind die NABU Naturschutzstation Biberhof Torgau und der LPV Torgau.
1040 Jahre Mügeln wurde im August mit einem Stadtfest gefeiert und wir waren dabei. Am Samstag gestalteten wir gemeinsam mit der Natur- und Umweltgruppe Mügeln einen Programmpunkt. Ein Sensenworkshop auf der Schmetterlingswiese lockte die Besucher an und wir hatten Bastel- und Spielangebote mitgebracht und verschiedene Sachen zum Forschen, u. a. die Mikroskope. Estelle von der Kinderumweltgruppe „Klein“ half bei der Standbetreuung und konnte viele Fragen beantworten, u. a. was man als Junger Naturwächter in der Kinderumweltgruppe Naundorf alles macht.
Am Sonntag gab es einen großen Festumzug, den wir unterstützten und gemeinsam mit der Natur- und Umweltgruppe Mügeln präsentierten wir uns als Junge Naturwächter der Kinderumweltgruppe Naundorf. Es hat uns viel Spaß gemacht.








Verantwortlich für den Beitrag und Ansprechpartner für die JuNas aus Naundorf ist die Ökostation Naundorf.
Am 17. August 2024 fand unser erstes Treffen der Jungen Naturwächter (JuNa) statt. Unter dem Motto
„Bäume im Auwald“ erlebten wir einen aufregenden und lehrreichen Tag in der Auwaldstation und im
Schlosspark.
Unser gemeinsamer Tag begann mit einer besonderen Begegnung: Fritzi Schleimfuß. Fritzi Schleimfuß
ist unsere Weinbergschnecke (Fingerpuppe). Sie wurde von den JuNa‘s liebevoll benannt und
begleitete uns den ganzen Tag. Wir haben festgestellt, dass der aus vielen Ideen selbst
zusammengestellter Name perfekt passt, da Fritzi wie alle Schnecken männlich und weiblich zugleich
(zwittrig) ist und nur einen Fuß besitzt. Fritzi war neugierig auf alle Kinder und krabbelte einmal im
Kreis herum, um sich jedem persönlich vorzustellen und die Kinder stellten sich Fritzi vor. Schnell
merkten wir, dass wir alle eines gemeinsam hatten: Wir waren aufgeregt und gespannt, was der Tag
uns bringen würde.
Bevor wir richtig in die Erkundung des Auwalds starteten, wiederholten wir die wichtigen Regeln, die
in einem Naturschutzgebiet gelten. Die Kinder besprachen, warum diese Regeln notwendig sind und
wie sie dazu beitragen, die Natur zu schützen. Mit Fritzi an unserer Seite spielten wir Kennenlernspiele
an der Auwaldstation und im Schlosspark. Diese halfen uns nicht nur, die Namen der anderen Kinder
zu lernen, sondern auch spannende Eigenschaften voneinander zu erfahren und miteinander zu teilen.
Wer von uns hat schon mal einen Baum gepflanzt? Wer ist schon mal zu spät zur Schule gekommen?
Und wer hat vielleicht schon einmal einen Fuchs gesehen? Zusätzlich spielten wir auch ein
Gruppenspiel, bei dem wir als echtes Team zusammenarbeiten mussten – und das klappte erstaunlich
gut!
Danach statteten wir der über 380 Jahre alten Eiche einen Besuch ab. Es brauchte sechs Kinder, um
einmal um den riesigen Stamm zu fassen. Dabei entdeckten wir viele kleine Waldtiere wie Ameisen,
Feuerwanzen mit ihren jungen Nymphen und Käfer, die an der alten Eiche leben. Wir lernten, dass der
Wald wie eine große Familie ist, mit alten und jungen, großen und winzig kleinen Mitgliedern, in der
jeder wichtige und unersetzliche Aufgaben hat. Anschließend führten wir ein spannendes Experiment
durch: Mit dem „Baumscheiben pusten“ lernten wir, wie ein Baumstamm aufgebaut ist und welche
Funktionen die verschiedenen Schichten – von der Borke bis zum Kernholz – haben. Mit frischer Energie
ging es weiter zum alten, langen Baumstamm. Dort sammelten wir verschiedene Naturmaterialien wie
Blätter, Früchte und Rinde, um später damit zu basteln. Einer der JuNa’s fand ein altes Fahrradlicht, in
welches Waldameisen eingezogen sind. Das war eine wirklich knifflige Situation, weil wir eigentlich den
Müll aus dem Naturschutzgebiet mit rausnehmen wollten, aber den Ameisen nicht ihr zuhause
wegnehmen können. Da alle Ameisen unter Naturschutz stehen haben wir uns entschieden sie nicht
weiter zu stören und das Fahrradlicht dort zu lassen.
Zur Mittagszeit machten wir eine Pause, in der wir nicht nur unsere Kräfte sammelten, sondern auch
viel lachten und Witze erzählten. Frisch gestärkt starteten wir in den Nachmittag. Zuerst lösten wir ein
Rätsel, bei dem es darum ging, verschiedene Baumarten zu erkennen. Dabei lernten wir, wie man die
Bäume auseinanderhalten kann und welche Waldtypen es gibt. Wir haben besprochen was den Auwald
ausmacht und was für Besonderheiten in ihm zu finden sind. Im Anschluss konnten alle mit ihren
gesammelten Waldschätzen basteln und zeichnen. Jedes Kind gestaltete sein eigenes Waldbild aus den
und zeichnete verschiedene Blattformen nach. Währenddessen sprachen wir über die wichtigen
Funktionen der Bäume und die Gefahren, denen Wälder heute ausgesetzt sind.
Zum Abschluss des Tages besuchten wir noch den Dianatempel, bevor wir den Tag auf der
Baumplattform gemütlich ausklingen ließen. Dort nahmen wir bewusst die frische Luft wahr, die uns
die Bäume schenken – ein Moment der Ruhe und des Dankes an die Natur. Auch Fritzi Schleimfuß
genoss den Tag mit den Kindern sehr und verabschiedete sich von jedem Kind persönlich.
Wir freuen uns schon auf das nächste Treffen der Jungen Naturwächter und sind gespannt, welche
Abenteuer die Natur für uns bereithält.
Herzliche Grüße senden euch aus der Auwaldstation
Fritzi Schleimfuß, Alina und Daya
Verantwortlich für den Beitrag und Ansprechpartner für die JuNas der Stadt Leipzig ist die Auwaldstation Leipzig.
