Am 24. August 2024 veranstaltete unsere Außenstelle „Permahof“ im idyllischen Hohburkersdorf einen JuNa-Praxistag der offenen Tür. Eingeladen waren neben den JuNas auch interessierte Kinder und Jugendliche sowie ihre Eltern. Der Tag stand unter dem Motto „Rund um die Wolle“. Woher stammt unsere Wolle? Welche Schritte – wie Waschen, Spinnen, Weben, Färben und Filzen – sind notwendig, um sie zu verarbeiten? Welche Produkte lassen sich daraus herstellen?
Elona Schneider, eine erfahrene „Spinnerin“, entdeckte vor etwa zehn Jahren ihre Leidenschaft dafür und trat seitdem auf vielen Messen, Stadtfesten und Veranstaltungen auf. Mit ihrer Begeisterung und ihrem Geschick zog sie auch die JuNa-Kinder und Eltern in ihren Bann. Ob beim geduldigen Vorführen der Handspindeltechnik oder bei Erklärungen zur passenden Wollwahl für verschiedene Zwecke – Elona Schneider zeigte, dass dieses traditionelle Handwerk keineswegs verstaubt ist, sondern ganz schön viel Spaß macht. Auch für den Naturschutz hat das Handwerks des Spinnens eine wichtige Bedeutung, da es unter anderem auf die Verwendung von natürlichen, biologisch abbaubaren Materialien setzt. Auch die Bewahrung traditioneller Techniken und die Unterstützung lokaler Landwirtschaften (z.B. durch den Kauf von lokaler Schaf- oder Ziegenwolle) tragen zum Erhalt von wichtigen Ökosystemen und nachhaltigen Anbaumethoden bei.
Während am Tisch von Elona Schneider eine ruhige, aber gesellige Spinnstuben-Atmosphäre herrschte, ging es am benachbarten Tisch beim Filzen lebhaft zu. Dort konnten die Teilnehmer die bunte Wolle mit einer Kardiermaschine vorbereiten, mit Seifenwasser bearbeiten und in die gewünschten Formen bringen. Es war ein rundum faszinierender Tag, an dem wir gemeinsam die vielfältigen Möglichkeiten der Wollverarbeitung entdecken und erleben konnten.
Ein großes Dankeschön an Elona Schneider für ihr Engagement und ihre Begeisterung sowie Frank Eichler und Karla Reinartz vom Permahof, die diesen Tag möglich gemacht haben. Wir freuen uns schon auf das nächste Mal!









Verantwortlich für den Beitrag und Ansprechpartner für die JuNas aus Partheland ist die Naturschutzstation Osterzgebirge.
Verschlafen waren die Kinder der JuNa-Gruppe Zittauer Gebirge keinesfalls, als wir uns am 10.09. auf eine Spurensuche der besonderen Art begeben haben. Um die viele Energie raus zu lassen, die sich scheinbar während des vielen Sitzens und Konzentrierens im Schulalltag angestaut hatte, erdachten sich die älteren Kinder ein Fangespiel mit einer besonderen Regel: Die Schlafmäuse, die von den Jägern wie z. B. Eulen oder Mardern gefangen werden, dürfen von ihresgleichen wieder freigeschlagen werden – allerdings nicht einfach mit der Hand. Die Kinder müssen während ihrer Flucht vor den Fängern die vorher versteckten, lebensgroßen Holzbilche finden – nur mit einem solchen Bilch in der Hand ist es erlaubt, eine gefangene Schlafmaus zu befreien.
Im Anschluss wurden die gefundenen Holzfiguren sortiert und bestimmt: Siebenschläfer, Gartenschläfer, Baumschläfer und Haselmaus. Um letztere ausfindig zu machen, steuerte die Gruppe einen etwas entfernt liegenden Waldrand an, der mit vielen Haselsträuchern gesäumt ist. Dort angekommen, mussten sich die hungrigen Entdecker und Entdeckerinnen erst einmal stärken. Doch gab es dieses Mal einen besonderen Snack: Was frisst denn eine Haselmaus alles über das Jahr? Angelehnt an den Speiseplan dieses kleinen Bilches gab es Nuss-Schoko-Aufstrich, Himbeer- und Waldfruchtmarmelade und Pollen zu verkosten. Insekten waren leider aus.
Dann war die Zeit auch schon wieder ran, den Rückweg anzutreten – nicht ohne vorher noch emsig nach angenagten Nüssen gesucht zu haben! Waren auch Haselmäuse unter den Nusshungrigen? Das gilt es beim nächsten Mal herauszufinden.





Verantwortlich für den Beitrag ist die Naturschutzstation südliche Oberlausitz. Ansprechpartner für die JuNas aus dem Zittauer Gebirge ist das Naturschutzzentrum Zittauer Gebirge.
Am 17. August traf sich die Gruppe der Jungen Naturwächter Partheland zu einer
spannenden Veranstaltung, die ganz im Zeichen der ökologischen Landwirtschaft und des
Gemüseanbaus stand. Ziel des Tages war der Besuch bei „Gemüsebau Maria Bienert“, einer
Expertin auf diesem Gebiet, die ihr Wissen und ihre Leidenschaft für die ökologische
Landwirtschaft mit uns teilte.
Bei strahlendem Sonnenschein begann unser Abenteuer auf dem Zwiebel-Feld. Die Kinder
waren von Anfang an hochmotiviert und packten trotz der heißen Temperaturen fleißig mit
an. Mit großer Sorgfalt wurden die Zwiebeln geerntet, die Kisten füllten sich schnell und
konnten bald verladen und eingelagert werden. Dabei bekamen die Jungen Naturwächter
einen eindrucksvollen Einblick in die harte Arbeit, die hinter dem Anbau unseres täglichen
Gemüses steckt.
Anschließend führte uns Frau Bienert in den Lagerraum, wo wir verschiedene Getreidesorten
wie Hirse begutachteten, die zum Trocknen dort eingelagert wurden. Gemeinsam sprachen
wir darüber, wie unterschiedlich schnell Gemüse- und Getreidesorten wachsen und wie
lange es dauert, bis sie erntereif sind. Besonders faszinierend war es für die JuNas, die
Vielfalt und die Besonderheiten der verschiedenen Pflanzen hautnah zu erleben.
Vor der Mittagspause statteten wir dem großen Gewächshaus einen Besuch ab, wo wir
frische Tomaten und eine Salatgurke ernten durften, um uns mit dem köstlichen,
selbstgepflückten Gemüse zu stärken. Frau Bienert erklärte uns, wie sie das Gewächshaus
und den Trockenraum größtenteils ohne Strom und Heizung betreibt, und zeigte uns einige
alte Gemüsesorten, die heute nur noch selten zu finden sind. Ein besonderes Highlight war
das Probieren der Blüten der Salatgurke, die bei modernen Sorten nicht mehr vorhanden
sind. Diese Blüten schmecken nach Gurke und könnten so manch einen Salat zu einem
echten Hingucker machen.
Frisch gestärkt ging es danach auf das nächste Feld, wo Möhren auf uns warteten. Mit Hilfe
eines Traktors wurde der Boden aufgelockert, sodass wir die Möhren leicht herausziehen
und das Grün entfernen konnten. Auch hier zeigten die Jungen Naturwächter wieder vollen
Einsatz, und die Kisten füllten sich rasch.
Am Ende des Tages waren alle ziemlich erschöpft, doch das Gefühl, etwas Wertvolles
geleistet zu haben, war überwältigend. Mit vollen Kisten und einem zufriedenen Lächeln
verließen wir das Feld und nahmen viele neue Eindrücke und Erfahrungen mit nach Hause.
Diese Veranstaltung war nicht nur lehrreich, sondern auch ein tolles Erlebnis für die Jungen
Naturwächter. Sie haben hautnah erfahren, wie viel Arbeit und Liebe in der Produktion
unseres Gemüses steckt und wie wichtig es ist, die Natur und die Landwirtschaft zu schätzen
und zu schützen. Diese Erfahrung wird hoffentlich bei jedem Bissen ins Gemüse wieder in
Erinnerung gerufen.









Verantwortlich für den Beitrag und Ansprechpartner für die JuNas aus Partheland ist die Naturschutzstation Partheland.
Am 07.09.2024 hat sich unsere JuNa- Gruppe im Entdeckergarten des Kleingärtnermuseums getroffen und mit dem Thema „Boden“ beschäftigt.
Bodenprobe sammeln, einen Teil hiervon in ein Schraubglas füllen, mit Wasser aufgiesen, verschließen und schütteln und ganz wichtig! – stehen lassen und beobachten, was passiert. So funktioniert die Schlämmprobe. Wir haben sie ebenfalls bei unserem JuNa-Treffen ausprobiert und auf diese Art und Weise die Unterschiede von Boden von verschiedenen Orten untersuchen und vergleichen könnten. Wir haben viel über die Zusammensetzung von Böden gelernt. Weiterhin haben wir herausgefunden, wie kostbar und rar dauerhaft landwirtschaftlich nutzbarer Boden ist und welche Faktoren hierbei eine wichtige Rolle spielen.
Natürlich dürfen beim Thema Boden die Bodenlebewesen nicht fehlen. Die JuNa- Kinder haben sie in in der Wurmkiste, im Kompost und der Erde unserer Kartoffelsäcke entdeckt, beobachtet und bestimmt. Diesmal konnten wir sogar unsere im Frühjahr gesteckten Kartoffeln ernten und sie uns mit Kräuterquark schmecken lassen.





Verantwortlich für den Beitrag und Ansprechpartner für die JuNas aus Leipzig Mitte ist das Deutsche Kleingärtnermuseum.
Infos aus erster Hand… das versprachen unsere Termine im Mai und September mit der Imkerin Britta Wöllkner. Wir erfuhren sehr viel über die Honigbiene, die Arbeit als Imkerin, aber auch zu Wildbienen. Unsere vielen Fragen konnte Frau Wöllkner immer gut beantworten und sie gestaltete die einzelnen Termine sehr abwechslungsreich und bezog uns immer super ein. Wir lernten die Ausrüstungsgegenstände einer Imkerei kennen, konnten alles inspizieren und ausprobieren. Wir stellten einen Lippenpflegestift her, bauten ein Model eines Bienenstockes im Baum (welches jetzt in der Ökostation steht) und wir waren zur Exkursion am Bienenstand im Wermsdorfer Wald.
Unseren ersten Exkursionstermin mussten wir leider absagen, da die Bienen in dieser Woche schlechte Laune hatten und sehr stechfreudig waren. Aber beim nächsten Mal passte es. Wir machten eine Honigverkostung… lecker und konnten in die Bienenstände schauen. Vielen Dank an Frau Wöllkner für das tolle Projekt.














Verantwortlich für den Beitrag und Ansprechpartner für die JuNas aus Naundorf ist die Ökostation Naundorf.
