Wie sieht der Lebenszyklus eines Apfels aus? Welcher Apfel schmeckt am besten? Und was hat der Apfel mit dem Klima zu tun?
Es ist Apfelzeit! Oder auch nicht?
Am Samstag den 14. September 2024 trafen sich die Jungen Naturwächter „biBBerkids“ an der NABU Naturschutzstation Biberhof Torgau, um gemeinsam spannendes über den „Apfel“ zu erfahren.
Gemeinsam überlegten die biBBerkids was war zuerst da: der Samen oder der Apfel? Beim verdeckten Apfeltest von drei verschiedenen Apfelsorten aus verschiedenen Regionen der Welt, stellten die biBBerkids überraschenderweise fest, dass ihnen vom Aussehen und vom Geruch her der Apfel aus Chile am besten gefiel, aber geschmacklich der Apfel aus Sachsen am besten geschmeckt hat. Der Apfel von der Streuobstwiese nebenan fiel leider komplett durch. Es wurde wild darüber diskutiert warum es in diesem Jahr kaum Äpfel an den Bäumen hingen und warum der Apfel von der Streuobstwiese von nebenan so schlecht im Test ausfiel.
Fleißig backten die biBBerkids im Anschluss je einen Apfel- und einen Birnenkuchen im Lehmofen und pressten fleißig frischen Apfelsaft. Trotz schlechter Apfelernte und der zu Kauf von Äpfeln aus dem Supermarkt, pressten die biBberkids insgesamt ca. 12 Liter Apfelsaft. Zwischenzeitlich wurde bei der Apfelrally am Biberhof fleißig geraten.
Zum Abschluss konnten alle die fleißig erarbeiteten Ergebnisse beim gemütlichen zusammensitzen Verköstigen. Der Tag hat allen sehr viel Spaß gemacht und Wiederholung ist erwünscht!













Text: Katja Barth
Fotos: Biberhof Torgau und LPV Torgau-Oschatz
Verantwortlich für den Beitrag ist der NABU Naturschutzstation Biberhof Torgau. Ansprechpartner für die JuNas aus Torgau sind die NABU Naturschutzstation Biberhof Torgau und der LPV Torgau.
Was frisst der Biber? Wo bringt er seine Großfamilie unter und warum baut der Biber Dämme?
Am Mittwoch, dem 25. September 2024 gingen die Jungen Naturwächter „biBBerkids“ an der NABU Naturschutzstation Biberhof Torgau auf Erkundungstour. Ziel war es, den Biber und seine Lebensweise näher kennen zu lernen.
Mit großer Begeisterung begann die Suche nach Biberspuren und endete erfolgreich – es wurden Fraßspuren und Biberdamme von den Kids entdeckt. Außerdem erfuhren die biBBerkids warum die Bude des Bibers auch als „Burg“ bezeichnet wird, welcher Räuber sich an das größte Nagetier Europas heran traut und wer dem Castor fiber zum Verwechseln ähnlich sieht.
Wer schon mal ein Bibergebiss gesehen hat, kommt schnell auf die Idee, dass der Biber die Reinigung seiner Zähne stark vernachlässigt. Doch die äußere Schicht, der Zahnschmelz, ist durch Eiseneinlagerungen, orange gefärbt, was sie besonders widerstandsfähig gegen Abnutzung macht. Diese und viele weitere spannende Infos wurden den Kindern spielerisch vermittelt. So bestand eine Herausforderung darin, unter einem schwingenden Seil hindurchzulaufen, ohne es zu berühren – der Biber muss sich schließlich auch oftmals dem gnadenlosen Straßenverkehr stellen. Weitere Spiele verdeutlichten unter anderem die Gefahren bei der Futtersuche und bereiteten den Kids eine Menge Spaß.
Zum Schluss gab es leckeren frisch gepressten Apfelsaft vom letzten JuNa biBBerkids Treffen, welcher den Tag perfekt abrundete. Der Nachmittag hat allen großen Spaß bereitet und das nächste Treffen der biBBerkids wird bereits mit Freude erwartet.







Bist du zwischen 6 und 18 Jahren und hast Lust bei uns mitzumachen, dann melde dich bei uns!
Mail: barth@nabu-sachsen.de
oder Tele.: 03421-902703
Wir freuen uns immer über Neuzugänge!
Text: Katja Barth NABU Natrurschutzstation Biberhof Torgau
Fotos: Nicole Müller LPV Torgau/Oschatz
Am 21.09.2024 stand für die Jungen Naturwächter der AG Chemnitzer NATUREntdecker mal kein Treffen in der städtischen Naturschutzstation an, sondern am anderen Ende der Stadt im Wildgatter Oberrabenstein. Denn dort fand pünktlich zum Herbstbeginn das jährliche Wildgatterfest statt. Zahlreiche Vereine und Akteure waren der Einladung des Fördervereins Tierparkfreunde Chemnitz e.V. gefolgt und lockten so zahlreiche Besucher bei schönstem Wetter in das Wildgatter. Mit dabei waren auch die Ehrenamtlichen des „Rettungsnetz Wildkatze“, welches vom BUND-Landesverband Sachsen betreut wird. Am Wildkatzenstand konnten sich die Besucher über die Wildkatze, deren Verbreitung in Sachsen und das Projekt informieren. Dies war natürlich eine tolle Gelegenheit für die JuNas mehr über diesen scheuen und in Sachsen noch seltenen Waldbewohner zu erfahren und auch all ihre Fragen loszuwerden. Im Anschluss an den kurzen Vortrag und die vielen Fragen konnte das neu erworbene oder schon vorhandene Wissen bei einem kleinen Quiz getestet und sogar das Wildkatzendiplom erworben werden. Das gefiel natürlich den teilnehmenden JuNas und sie waren auch ganz stolz darauf. Für Anschauungszwecke hatte der BUND noch ein echtes Fell und Bilder von Wildtierkameras aus dem Auwald in Leipzig mitgebracht. Dann stand um 11 Uhr der Besuch der neu eröffneten Dachsanlage mit seinen neuen Bewohnern Yoshi und Brummi an. Der Leiter des Wildgatters wollte sie eigentlich mit Futter aus ihrem Bau locken, aber die beiden Dachse waren wegen der vielen Zuschauer noch sehr scheu. Etwas frustriert ging es dann gemeinsam zum benachbarten Wildkatzengehege. Zu unserer Freude präsentierten sich diese gleich in voller Stärke. Denn in diesem Jahr gab es dort vierfachen Nachwuchs und die JuNas konnten alle sechs Wildkatzen des Wildgatters entdecken. Schnell wurden alle bestimmungsrelevanten Details nochmal durchgegangen und festgestellt, wie gut ihr Fell mit der Umgebung verschmilzt und sie so perfekt getarnt sind. Im Anschluss an unsere Wildkatzen-Veranstaltung konnten die JuNas dann mit ihren Familien noch das Wildgatter mit seinen vielen Angeboten genießen und Spaß haben. Ob beim Glücksrad, beim Filzen, beim Nistkastenbau, am Wolfs- oder Wildkatzenstand oder beim Bogenschießen. Da war bestimmt für jeden was dabei und natürlich konnten auch die zahlreichen anderen Tiere des Wildgatters beobachtet werden.
Begleitet wurden wir zu dieser Veranstaltung von einem Reporter des MDR Sachsen. Natürlich wollte er gerne wissen, warum es so toll ist bei den Jungen Naturwächtern mitzumachen und warum dieses vom Freistaat geförderte Umweltbildungsprojekt so wichtig für den sächsischen Naturschutz ist. Interviews geben gehört eigentlich nicht zu den alltäglichen Aufgaben der großen und kleinen JuNa-Akteure, aber es war eine wertvolle Erfahrung und hat auch allen Beteiligten viel Spaß gemacht, ihre Aktivitäten stellvertretend für die vielen JuNa-Gruppen in Sachsen präsentieren zu dürfen. Vielen Dank an Adam Beyer für den tollen Bericht und alle, die diesen Bericht mit ermöglicht haben. Besonders den Ehrenamtlichen des BUND-Projekts „Rettungsnetz Wildkatze“ wollen wir für die interessante Veranstaltung zu diesem tollen Tier und ihrem Engagement für den Erhalt dieser gefährdeten Art danken.
Den Beitrag über den Besuch der Jungen Naturwächter der AG Chemnitzer NATUREntdecker beim Wildgatterfest Oberrabenstein findet ihr hier: Junge Naturwächter – Diese Kinder jubeln, wenn sie Müll sammeln sollen
















Text: Benjamin Franke (JuNa-Koordinator BUND RG Chemnitz)
Verantwortlich für den Beitrag und Ansprechpartner für die JuNas aus Chemnitz ist Naturschutzstation Chemnitz
Die Veranstaltungen der AG Chemnitzer NATUREntdecker sind eine Gemeinschaftsveranstaltung der Stadt Chemnitz und der BUND Regionalgruppe Chemnitz.
Beim letzten Treffen der schlauen Eisvögel stand alles im Zeichen des neuen Jahresmottos „Abgehoben“. Nachdem wir in einer Abstimmung festgelegt hatten, welche Themen wir genauer unter die Lupe nehmen wollen, setzten sich die Fledermäuse mit großem Abstand durch.
Das Treffen begann mit einem gemütlichen Ankommen. Gemeinsam besprachen wir, was wir bereits über Fledermäuse wissen und welche besonderen Eigenschaften sie haben. Dabei kamen einige spannende Fakten auf den Tisch – von ihrer Fähigkeit, als einzige Säugetiere fliegen zu können, bis hin zu ihrer Orientierung im Dunkeln mithilfe von Ultraschall. Anschließend gingen wir auf Spurensuche. Auch wenn Fledermäuse tagsüber nicht zu sehen sind, gibt es doch Zeichen, die auf ihre Anwesenheit hinweisen.
Wir machten uns auf den Weg, um in der Auwaldstation und im Schlosspark nach Spuren zu suchen. Die Anzahl der Fledermauskästen wurde dokumentiert. Dabei achteten wir darauf, welche Arten von Kästen aufgehängt wurden. Es gab flache Kästen, die Gebäudespalten nachstellen, und runde Kästen, die Baumhöhlen ersetzen. Den schlauen Eisvögeln wurde schnell klar, warum diese Kästen nach unten geöffnet sind und wofür die Rillen im Holz wichtig sind – damit sich die Fledermäuse besser festhalten und losfliegen können.
Ein besonderes Highlight unserer Spurensuche war der Fund von Fledermauskot unter einem Kasten. Wir testeten, ob der Kot zerkrümelt, wenn man ihn verreibt, und siehe da – es war eindeutig Fledermauskot! Mäusekot würde sich nicht so leicht zerreiben lassen, da sich die Ernährungsweise der beiden Tiere unterscheidet.
Weiter ging es durch den Schlosspark. Vom Weg aus entdeckten wir ein weiteres Anzeichen für Fledermäuse in einer Baumhöhle. Der dunkle Streifen an der Borke unterhalb der Höhle deutete darauf hin, dass hier Fledermäuse ihren Unterschlupf haben – dieser Streifen entsteht durch den ausgeschiedenen Urin der Tiere. Außerdem überlegten wir gemeinsam, was Fledermäuse auf der ganzen Welt als Nahrungsquellen nutzen, und deckten im Spiel „1, 2 oder 3“ ein paar Lügen über Fledermäuse auf.
Zurück in der Auwaldstation konnte sich jeder nach seinen Interessen beschäftigen. Einige Kinder lösten Fledermausrätsel und verglichen die Gemeinsamkeiten und Unterschiede im Körperbau verschiedener Fledermausarten. Andere spielten ein Brettspiel mit Quizfragen rund um Fledermäuse. Kreativ wurden die Kinder, die die Fledermauskästen, die wir im letzten Jahr gebaut hatten, weiter verzierten, sowie jene, die das Treffen im JuNa-Buch festhielten.
Das Treffen fand so einen entspannten Ausklang, und alle gewannen neue Erkenntnisse über die geheimnisvollen Nachtschwärmer. Wir freuen uns schon auf das nächste Abenteuer der schlauen Eisvögel!



Verantwortlich für den Beitrag und Ansprechpartner für die JuNas der Stadt Leipzig ist die Auwaldstation Leipzig.
Unser zweites Treffen der JuNas stand ganz im Zeichen des Wildtiers Wolf. Zu Gast war diesmal der Wolfsexperte Jan Schöne, der uns im Auftrag der Fachstelle Wolf und des NABU Sachsens viele spannende Einblicke gab.
Der Tag begann mit einer Fühlirunde, geleitet von unserer lieben Weinbergschnecke Fritzi Schleimfuß. Hier konnte jede/r von uns erzählen, was sie/ihn gerade beschäftigt und wie es ihr/ihm geht. Danach folgte eine Umfrage zum Thema Wolf. Wir sollten überlegen, was wir über den Wolf denken: Haben wir oder unsere Eltern Angst, wenn wir alleine im Wald unterwegs sind? Wie fühlen wir uns, wenn wir an Wölfe denken? So hat jeder seine eigene Sichtweise eingebracht und unsere Diskussionen waren bereits zu Beginn sehr lebhaft. Im Anschluss führte uns Jan in die Welt der Wolfsforschung ein. Wir lernten, wie man mit Wildtierkameras arbeitet, welche Aufnahmen sie liefern können und welche Besonderheiten Schädel, Gebiss und Losungen (Kot) von Wölfen aufweisen. Es war zwar kühl, aber im gemütlichen Kaminzimmer konnten wir uns bei Früchtetee aufwärmen. Dabei zeigte uns Jan Bilder von den Wolfsgebieten in Sachsen und erklärte uns, wie man Wölfe von Hunden unterscheiden kann. Besonders spannend war der Einblick in die Kommunikation innerhalb eines Wolfsrudels, die wir z.T. nachgestellt haben. Nachdem uns wieder warm geworden ist, machten wir uns auf den Weg in den Schlosspark. Dort überlegten wir gemeinsam, welche Tiere der Wolf jagt und welche Gefahren dabei auf ihn zukommen. In den Losungen entdeckten wir sogar Fell- und Federreste, die Hinweise auf seine Beute gaben. Alina las uns eine kurze Geschichte über das Markieren und Verteidigen von Revieren vor. Danach wurden wir selbst zu zwei Wolfsrudeln – mit Fähe, Rüde, Jährling und Welpe. Unsere Aufgabe war es, anhand von Gerüchen unsere Reviere zu finden und die Nahrung vor dem anderen Rudel zu verteidigen. Das war eine echte Herausforderung, denn Taktik und Teamarbeit waren gefragt! Ein drittes Rudel kam ins Spiel, als die „Jährlinge“ ihr Rudel verlassen mussten und ein eigenes Territorium beanspruchten. Am Ende dieses Spiels waren wir alle ordentlich ausgetobt und machten es uns für die Mittagspause wieder im Kaminzimmer gemütlich.
Nach dem Mittagessen wurde es ruhiger. Wir bastelten und jede/r durfte einen Pfotenabdruck vom Wolf stempeln. Dazu überlegten wir uns passende Namen für unsere Wölfe, die alle mit dem Buchstaben „W“ beginnen sollten. Auch die Frage, warum der Wolf „Europäischer Grauwolf“ heißt, obwohl sein Fell so viele verschiedene Farben hat, wurde mit selbst gestalteten Fellkreiseln geklärt. Gestärkt und ausgeruht zog es uns dann wieder nach draußen in die Sonne. Dort lernten wir, wie man Wolfsspuren von Hunde- und Fuchsspuren unterscheiden kann und welche Gangarten Wölfe besitzen. Wir versuchten selbst, auf allen Vieren in einer geraden Linie zu laufen – wie die Wölfe im sogenannten „geschnürten Trab“. Zum Abschluss wollten wir herausfinden, wie Wölfe miteinander durchs heulen kommunizieren. Mit verbundenen Augen versuchten wir, uns durch Rufen wiederzufinden, während die anderen darauf achteten, dass niemand stolpert oder gegen einen Baum läuft.
Am Ende des Tages machten wir noch unsere Abschlussrunde, in der jede/r sagen konnte, was ihr/ihm gefallen oder nicht gefallen hat. Schnell wurde klar: Wir waren heute wie eine richtige Wolfsfamilie. Wir haben uns unterstützt, ab und zu ein wenig gezankt, aber am Ende wieder vertragen – wie es in einem Rudel eben so ist.
Es war ein toller Tag, der uns die Welt der Wölfe nähergebracht hat.
Herzliche Grüße senden euch aus der Auwaldstation
Fritzi Schleimfuß, Alina und Daya















Verantwortlich für den Beitrag und Ansprechpartner für die JuNas der Stadt Leipzig ist die Auwaldstation Leipzig.
