Früh aufstehen, hieß es für die mutigen Molche bei ihrem letzten Treffen. Schon um 7:30 Uhr trafen sie sich an der NABU-Naturschutzstation in Ebersbach, um gemeinsam nach Neschwitz zur Amphibienzaunkontrolle zu fahren. Die Teichlandschaft rund um Neschwitz gilt als Eldorado für unterschiedlichste Amphibienarten. Trotz des Artenreichtums in dieser Gegend war die Ausbeute an diesem Morgen eher übersichtlich. Zu kalt war es in der Nacht, als dass sich viele Tiere auf den Weg aus ihrem Winterquartier zu den Gewässern gemacht hätten. Zwei verschiedene Arten konnten die Kinder jedoch trotzdem sicher über die Straße bringen. Ein Grasfrosch und ein Bergmolch warteten auf die Mutigen Molche in den Fangeimern. Rasch wurden die beiden auf die Namen „Froggy” und „Bärbel” getauft. Nach dem die Tiere bestaunt, beobachtet und bestimmt waren, wurden sie am Rande des Doberschützer Dorfteiches freigelassen. In den Eimern fanden sich auch zahlreiche Ölkäfermännchen und -weibchen sowie verschiedene Laufkäfer.



Nach der Zaunkontrolle lernten die „Mutigen Molche” noch Einiges über die Artenvielfalt und Ökologie unserer heimischen Amphibienwelt. Bildkarten mit verschiedenen Amphibienarten sollten den einzelnen Gruppen: Molche, Salamander, Frösche, Kröten und Unken zugeordnet werden und der Entwicklungszyklus von Erdkröten wurde anschaulich nachgespielt. Beim abschließenden Richtig-/Falschquiz wurde klar, dass die Mutigen Molche, auch wenn nicht so viele Tiere in den Fangeimern waren, richtig viel über die heimischen Amphibien gelernt hatten.
Nach so vielen Informationen gab es noch ein stärkendes Picknick, bei dem die Kinder ein Blässhuhn und ein Rohrweihenpaar am Teich beobachten konnten, bevor schließlich der Heimweg angetreten wurde.

Text: Elfi Kühnel (Naturschutzzentrum „Zittauer Gebirge“); Fotos: Romy Heinrich (NABU Ebersbach)
Ansprechpartner für diese Gruppe ist die NABU-Naturschutzstation Ebersbach.
Aktuell sind in der Ökostation Naundorf 40 Kinder und Jugendliche in 3 Umweltgruppen im Programm Junge Naturwächter aktiv. Hier ein kleiner Rückblick in den Monat März.
Die „Kinderumweltgruppe klein“ übernahm das Flechten am Weidenschmetterling. Gar nicht so einfach, aber wir haben es gut geschafft. Ein bisschen Material fehlt uns noch, das wird dann noch erledigt. Die „Jugendumweltgruppe“ übernahm eine erste Pflege beim Schmetterling und verschönerte ihn. Gleichzeitig wurden unsere selbstgestalteten Froschschilder angebracht, um auf die aktuelle Wanderung hinzuweisen. Wir hoffen, dass viele Kröten und Frösche den Weg zum Laichgewässer unbeschadet überstehen und den Rückweg natürlich auch. Einige der Jugendlichen bauten Nistkästen für die nächste Aktion. Die fand im Leubener Park statt. Die „Kinderumweltgruppe groß“ und die „Jugendumweltgruppe“ trafen sich an 2 Terminen um eine Benjeshecke zu bauen und Nistkästen aufzuhängen. Es war ganz schön anstrengend, das Holz und die Äste zusammenzutragen und zu einer Hecke aufzustapeln. Aber es ist ein schöner Lebensraum entstanden den viele Tiere als Unterschlupf, Lebensraum und zum Nestbau nutzen können. Zum Abschluss haben wir noch gemeinsam zusammengesessen und haben Pizza bzw. Nudeln gegessen. Super lecker und eine willkommene Stärkung nach der Arbeit. Vielen Dank an Marek Schurig und sein Team. Es hat uns viel Spaß gemacht.



Gemeinsam mit Olaf Schmidt von der Fachgruppe Ornithologie und dem Förster Mario Erdmann waren einige von uns bei der Springfroschexkursion dabei. Dabei werden eine festgelegte Anzahl Teiche im Wermsdorfer Wald kontrolliert und nach Springfröschen und Laichballen Ausschau gehalten. Es wurden 23 Seen, Teiche und Tümpel kontrolliert. Insgesamt entdeckten wir 134 Laichballen, mehrere Frösche, aber leider auch tote Frösche. An einem Teich zählten wir 120 Erdkröten (begannen gerade mit dem Laichen) und einen Teichmolch entdeckten wir auch.



Text und Bilder: Annett Erdmann
Ansprechpartner für die Kinder- und Jugendumweltgruppen Naundorf ist die Ökostation Naundorf.
Die zweite Etappe unseres Teichprojekts ist erfolgreich abgeschlossen! Gemeinsam mit den engagierten NABU Biberhof biBBerkids, gefördert durch das JuNa-Programm, konnten wir einen weiteren wichtigen Schritt umsetzen. Beim biBBerkids-Treffen am 18. März wurde unter der fachkundigen Anleitung von Michael Lahn vom MeinKreativhof fleißig gearbeitet: Es wurde gehämmert, gesägt und geschraubt, sodass unser Projekt sichtbar weitergewachsen ist.
Ein besonderes Highlight war die kreative Gestaltung von Holztafeln mit liebevoll gestalteten Wassertier-Motiven. Diese kleinen Kunstwerke werden schon bald das Geländer am Teich schmücken und dem Projekt eine ganz persönliche Note verleihen.





Auch das Wetter spielte hervorragend mit: Bei strahlendem Sonnenschein und bester Stimmung waren alle mit großer Begeisterung dabei. Die gute Laune war überall spürbar, und viele wollten am liebsten gar nicht mehr aufhören zu werkeln.
Wir freuen uns schon jetzt auf das nächste Treffen, bei dem unser Teichprojekt in die letzten Züge geht. Bald wird ein neuer Lebensraum entstehen, an dem sich Amphibien und Reptilien gleichermaßen wohlfühlen können.
Text und Fotos: Katja Barth
Ansprechpartner für diese Gruppe ist die NABU Naturschutzstation Biberhof Torgau.
Am Freitag, den 27. März 2026, traf sich die große Kinderumweltgruppe in der Ökostation in Naundorf. Viele kleine Projekte wurden umgesetzt:
- Grasnarbe wurde auf der Schmetterlingswiese abgestochen, um damit ein Storchennest in Kleinforst auszulegen.
- Samen für Blumen wurden in die grasfreie Fläche gesät und damit die Grundlage für Nahrung für Insekten geschaffen.
- Das Schmetterlingsbeet auf der Schmetterlingswiese wurde fertig eingefasst und von Unkraut befreit. Nun ist es startklar für den Sommer.
- Auf dem Gelände der Ökostation wurde ein Hochbeet gebaut und vorbereitet, um Lein auszusäen.
- Und um die im letzten Jahr gepflanzten Bäume haben die Kinder Rindenmulch verteilt, um die Bäume und Sträucher vorm Austrocknen zu schützen.



Also viele kleine Aufgaben wurden erledigt und alle haben fleißig mitgeholfen. Doch erstmal genießen die Jungen Naturwächter Ostern und die Osterferien.
Text: Juna-Kind Estelle Brandt; Fotos: Corina Brandt
Ansprechpartner für die Kinder- und Jugendumweltgruppen Naundorf ist die Ökostation Naundorf.
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- JuNas für die Kröten: Ein nasser, aber erfolgreicher Tag im Stötteritzer Wäldchen →
Am Samstag, den 21.03.26, traf sich die JuNa-Gruppe der Naturschutzstation Partheland, um etwas ganz Besonderes zu lernen: Alles rund um Amphibien. Gemeinsam mit dem NABU Leipzig wollten wir außerdem den Kröten im Stötteritzer Wäldchen helfen.
Die Kröten haben es nämlich gar nicht so leicht: Auf ihrem Weg zu ihrem Laichgewässer müssen sie stark befahrene Fahrradwege überqueren. Damit sie sicher ankommen, wollten wir sie dabei unterstützen. Leider war das Wetter nicht ideal (dachten wir zuerst). Damit Kröten aus ihrer Winterstarre aufwachen, brauchen sie mehrere Nächte mit mindestens 5 Grad. Doch es war noch ziemlich kalt – nachts sogar bis zu -1 Grad!
Als Einstieg in das Thema, gab es mehrere Wissensstationen zum Mitmachen. Die Stationen waren sowohl für Einsteigerwissen geeignet, aber auch für unsere älteren JuNas in der Gruppe mit bald schon Expert*innenwissen. So konnte z.B. bei einem Dosenwurfspiel der Lebenszyklus eines Frosches sortiert werden (auf den Dosen sind Bilder mit dem Lebenszyklus aufgeklebt, die nach dem abwerfen wieder sortiert werden konnten


oder mit Hilfe von Glibberhänden (wie die klebrige Zunge eines Frosches) konnte Nahrung, die Amphibien mögen, gefangen werden.

Für Profis gab es noch eine Station an der verschiedene Amphibien mit Hilfe einer Bestimmungshilfe bestimmt werden konnten und dann in Ihre Gruppen (z.B. Schwanzlurche oder Froschlurche) sortiert werden konnten. Kreative und geduldige Köpfe konnten an einer Station Origamifrösche falten und auch diese bestimmen und zuordnen. Das Origamipapier war je nach Art des Frosches oder der Kröte spezifisch bedruckt.

Dann ging es endlich los zum Stötteritzer Wäldchen – im strömenden Regen! Erst dachten wir: „Oh nein!“ Aber dann merkten wir: Genau dieses Wetter lieben die Kröten.


Und tatsächlich: Überall entdeckten wir Kröten, die sich auf den Weg zu ihrem Gewässer gemacht hatten. Mit viel Einsatz halfen wir über 40 Kröten sicher ans Ziel – oder zurück in den Wald. Tony vom NABU zeigte noch spannende Details z.B. die sogenannte „Brunstschwiele“. Das sind raue Stellen an den Vorderbeinen der männlichen Kröten, damit sie sich bei der Fortpflanzung gut festhalten können.


Nach etwa einer Stunde wurde es uns aber doch zu kalt und nass. Also machten wir uns auf den Rückweg und wärmten uns bei einem heißen Tee in der Naturschutzstation auf. Eins steht fest: Nächstes Jahr sind wir wieder dabei.


Verantwortlich für den Beitrag und Ansprechpartner für diese JuNa-Gruppe ist die Naturschutzstation Partheland.
Text und Fotos: E. Wegner.
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