Am 30. Mai 2026 machten 19 Kinder der großen Kinderumweltgruppe und der Jugendumweltgruppe gemeinsam mit einigen Eltern oder Großeltern einen Tagesausflug in den Leipziger Auwald. Falko Haak begrüßte uns am Bootsverleih am Wildpark. Nach der Sicherheitsbelehrung und der Einweisung in den Umgang mit dem Paddel verteilten sich alle auf 11 Boote.

Los ging die Fahrt. Aber einfach nur Paddeln war nicht angesagt. Falko hatte sechs Flaschenposten versteckt, die gefunden werden sollten. Der Reihe nach fanden wir alle sechs. In jeder Flasche gab es Fragen und den Hinweis auf die nächste Flaschenpost. Wir erfuhren viel über die Pleiße, den Auwald und die Umgebung. Das war sehr interessant und die Zeit verging wie im Flug.

Unterwegs konnten wir viele verschiedene Libellen zu sehen. Mandarinenten, Stockenten, ein Stockentenküken und kleine Fische beobachteten wir auch. Nachdem alle trocken wieder am Bootsverleih waren, wartete ein Picknick auf uns. Wraps, Würstchen, Melone und viele Leckereien gab es. Vielen Dank an Corina für die tolle Picknickvorbereitung.

Danach sind wir eine Runde durch den Wildpark gegangen. Ein paar Tiere sahen wir. Zwischendrin gab es ein Eis für die Kinder. Auf dem Rückweg haben wir noch eine Pause auf dem Spielplatz gemacht und dann ging es nach Hause.

Es war ein toller und erlebnisreicher Tag und er hat uns allen sehr gut gefallen.

Vielen lieben Dank an den Kinderschutzbund Oschatz, der uns Kindern den Ausflug ermöglicht hat.


Text: Juna-Kind Estelle Brandt 

Bilder: Corina Brandt, Katrin Franke, Annett Erdmann

Ansprechpartner für die Kinder- und Jugendumweltgruppen Naundorf ist die Ökostation Naundorf.

Die kleine Umweltgruppe aus Naundorf traf sich am 28. Mai 2026.

Zuerst haben alle ihre tierischen Beobachtungen seit dem letzten Treffen erzählt. In viele Nistkästen, die letztes Jahr gebaut wurden, sind Vögel eingezogen. Über Kaulquappen, springende Frösche und einen Wiedehopf im Garten berichteten die Kinder.

Nun ging es zum Programm des Tages. Alle Kinder bauten sich eine Pflanzenpresse und gestalteten sie bunt. Dann wurden Blüten gesammelt und in die Presse gelegt und nun warten wir ab. Im Herbst soll damit ein Lesezeichen entstehen.

Kartoffelpflege stand auch auf dem Plan. Erde auffüllen und Kartoffeln gießen – jede Gruppe kümmerte sich um ihren Kartoffeltopf. Alle waren erstaunt wir groß die Pflanzen schon geworden sind. Einen Abstecher an den Naundorfer Teich machten wir zwischendurch. Einige Kaulquappen konnten wir sehen.

Ganz schnell war der Nachmittag vorbei und alle freuen sich auf das nächste Treffen.

Text: Juna-Kind Estelle Brandt
Fotos: Annett Erdmann

Ansprechpartner für die Kinder- und Jugendumweltgruppen Naundorf ist die Ökostation Naundorf.

Ein besonderes Highlight für die JuNa-Gruppe in Limbach-Oberfrohna ist die enge Zusammenarbeit mit dem dortigen Amerika-Tierpark. Mit Unterstützung der Sächsischen Landesstiftung Natur und Umwelt (LaNU) entsteht dort nun im Rahmen des Programms iNUVERSUMM ein abwechslungsreicher „JuNa-Insektengarten“, der Naturerlebnis, Umweltbildung und praktischen Naturschutz miteinander verbindet.

Nachdem die JuNas im vergangenen Jahr schon aktiv beim Anlegen eines Moorbeetes halfen, entsteht nun ein Insektengarten mit verschiedenen Wildstauden und Gehölzen, die Nahrung und Lebensraum für zahlreiche Arten bieten. Schon in der Planung haben sich die JuNas mit vielen guten Ideen eingebracht, um einen möglichst strukturreichen Lebensraum zu schaffen. Von April bis Juni ging es dann in die praktische Phase: Gemeinsam mit den JuNas entstand ein mehrschichtiges Trockenstaudenbeet: Das Ausbaggern der Fläche und das anschließende Verfüllen mit durchlässigen Substraten wie Ziegelbruch, Kalkschotter und ungewaschenem Sand übernahmen zum Glück Roland vom Tierparkförderverein und sein Bagger. Die JuNas halfen zwischendurch beim Anlegen des Sandbetts für die Steinumrandung, füllten dabei unermüdlich Eimer um Eimer mit Steinsand und transportieren ihn in einer Kette zum Beet. Die Landschaftspfleger des LPV puzzelten dann mit Geduld und Augenmaß einen schönen Rand um das Beet. Als alles mit Sand aufgefüllt war, brauchte es zuerst ein Dekoelement und gleichzeitig Lande- und vielleicht sogar Nistplatz für Insekten in der Beetmitte. Eine formschöne Wurzel war im angrenzenden Alpakagehege rasch gefunden und von den JuNas schließlich gut sichtbar im Beet positioniert.

Dann ging es endlich ans Pflanzen der vor allem raupen- und schmetterlingsfreundlichen Wildstauden wie Kriechender Günsel, Knoblauchsrauke, Natternkopf, verschiedenen Glocken- und Flockenblumen und Lab-, Lein- und Leimkräutern. Für die JuNas war es dabei noch gar nicht so leicht, die richtige Verteilung im Beet zu finden, aber die Grundregel „große Pflanzen in die Mitte, kleine an den Rand“ haben sie mit Hilfe einiger Erläuterungen der JuNa-Betreuerin und Bestimmungsbuch prima gemeistert. Und alle wissen, dass es perfekt nicht gibt und sich die Pflanzen spätestens im nächsten Frühjahr selbst ihren Lieblingsplatz im Beet suchen werden. Vorsichtig angegossen wurden die Pflänzchen noch… und im Winter wird hoffentlich Zeit sein, gemeinsam schöne Pflanzschilder zu basteln… bevor es dann in der wärmeren Jahreszeit auf Insektensuche gehen kann!

Ergänzt wird der Insektengarten übrigens auch durch eine Mitmach-Station mit Lebenszyklen verschiedener Insektenarten und auf Wunsch der JuNas durch einen Barfußpfad, der Besucherinnen und Besucher dazu einladen wird, die Natur auch mit den Füßen zu entdecken.

Text und Fotos: Peggy Stöckigt

Ansprechpartner für diese Gruppe ist die Kreisnaturschutzstation Gräfenmühle/LPV Westsachsen e.V.

Am 21. und 22. Mai 2026 trafen wir uns in zwei Gruppen in Nasenberg. Die Sonne schien und Frau Reinhardt wartete mit ihren Alpakas auf uns.

Zuerst halfen wir dabei, die Alpakas in einer Gruppe zu sammeln und mit den Leinen zu versehen. Dann bekam jeder ein Tier oder zwei Kinder waren für ein Tier verantwortlich. Hintereinander ging es dann los.

Die Alpakas liefen gut mit. Der kleinste Hengst bildete das Ende der Reihe. Er war erst zum 3. Mal dabei und manchmal etwas störrisch. Estelle und Marlen hatten ihn aber gut im Griff. Auf dem Weg beantwortete Frau Reinhardt unsere Fragen. 17 Tiere hat ihre Herde. 10 Stuten und 7 Hengste sind es. Zwischendurch machten wir zwei kleine Pausen. Einmal gab es frisches Gras für die Alpakas und dann für uns Kekse und etwas zum Trinken.

Wieder zurück auf dem Hof zeigte sie uns die Tiere, die nicht mit waren. Damwild und eine Ente mit Küken konnten wir auch sehen.

Vielen Dank an Frau Reinhardt. Es war sehr schön und ein guter Start in das Pfingstwochenende.

Text: Juna-Kind Estelle Brandt
Fotos: Annett Erdmann und Corina Brandt

Ansprechpartner für diese Gruppe im Programm „Junge Naturwächter Sachsen“ ist die Ökostation Naundorf.

Was genau ist eigentlich ein Gewölle? Und was hat es mit dieser etwas ungewöhnlichen „Eulenkotze“ auf sich? Mit diesen Fragen starteten die JuNa-Gruppen im Mai in Rödlitz, Neukirchen und Langenweißbach in eine spannende Forschungsaktion rund um die heimischen Eulen.

Gewölle sind unverdauliche Nahrungsreste, die Eulen nach einer Mahlzeit wieder auswürgen. Während die weichen Bestandteile der Beute verdaut werden, bleiben Knochen, Fell, Federn oder andere unverdauliche Teile zurück und werden in Form eines Gewölles ausgeschieden. Für Naturforscherinnen und Naturforscher sind diese Hinterlassenschaften besonders interessant, denn sie verraten viel über die Ernährung und Lebensweise der Eulen.

Ausgestattet mit Pinzetten, Lupen und jeder Menge Neugier machten sich die Kinder daran, die Gewölle sorgfältig zu untersuchen. Schicht für Schicht wurden Fellreste beiseitegelegt und dabei zahlreiche kleine Knochen freigelegt. Besonders spannend war das Entdecken von Schädeln, Kieferknochen und Zähnen, anhand derer sich die Beutetiere bestimmen ließen. So konnten die jungen Naturwächterinnen und Naturwächter herausfinden, welche Mäuse- und Kleinsäugerarten auf dem Speiseplan der Eulen standen.

Die Untersuchung der Gewölle bot einen faszinierenden Einblick in die Lebensweise heimischer Eulen und zeigte zugleich, wie eng verschiedene Tierarten in einem Ökosystem miteinander verbunden sind. Ganz nebenbei lernten die Kinder auch viel über den Aufbau von Skeletten und die Anatomie kleiner Säugetiere. Die Aktion machte deutlich, dass selbst unscheinbare Funde wertvolle Hinweise auf das Leben unserer heimischen Tiere liefern und wie wichtig es ist, die Natur aufmerksam zu beobachten.

Für die Kinder war es beeindruckend zu erleben, wie sich aus einem unscheinbaren Gewölle eine kleine Detektivgeschichte aus der Natur entwickeln ließ. Mit viel Begeisterung und Forschergeist gingen die Kinder den Spuren der Eulen auf den Grund und konnten dabei selbst erleben, wie spannend Naturschutz und wissenschaftliches Arbeiten sein können.

Text und Fotos: Peggy Stöckigt

Ansprechpartner für diese Gruppe ist die Kreisnaturschutzstation Gräfenmühle/LPV Westsachsen e.V.