Am 15. und 16. Januar 2025 fand das erste Treffen des Naturforscherclubs unter winterlichen Bedingungen statt. Als Gast begrüßten wir den Biologen Kay Meister, der als Experte eingeladen wurde, um uns in die faszinierende Welt der Wintervögel einzuführen.

Ziel unseres Treffens war es, sich an der NABU-Aktion „Stunde der Wintervögel“ zu beteiligen – der größten wissenschaftlichen Mitmachaktion in Deutschland. Diese Aktion soll erfassen, welche Vogelarten in den Wintermonaten wo gesichtet werden.

Während des Treffens erhielten wir wertvolle Informationen über die heimische Vogelwelt. Kay Meister zeigte uns, wie wir verschiedene Vogelarten erkennen und voneinander unterscheiden können. Bei winterlichen Bedingungen konnten wir unsere vereinseigene Futterstelle gut beobachten und sowohl die Anzahl als auch die Arten der anwesenden Vögel erfassen.

Damit leisteten wir einen wichtigen Beitrag zur deutschlandweiten Vogelzählung des NABU.

Autor*innen: Babett Schreiter und Jonathan Breidel

Verantwortlich für den Beitrag und Ansprechpartnerin für die JuNas aus dem Erzgebirge ist die Naturschutzstation Pobershau.

Am Mittwoch, den 15. Januar 2025, fand das erste Treffen der neuen und damit ersten eigenen JuNa-Gruppe des Landschaftspflegeverbandes Torgau-Oschatz in Wohlau statt.

Die ersten Eltern und Kinder trudelten gegen 15:15 Uhr ein, denn pünktlich um 15:30 Uhr sollte es losgehen. Als alle 11 Kinder angekommen waren, starteten wir direkt draußen vor dem Forsthaus mit einer Kennenlernrunde. Dabei fanden wir heraus, welche Hobbys, Wünsche und Interessen die Kinder haben.

Anschließend ging es schnell ins Warme. Drinnen bildeten wir einen Stuhlkreis und spielten verschiedene teambildende Spiele. Zum Beispiel mussten die Kinder eine Decke, auf der sie standen, umdrehen, ohne den Boden zu berühren – eine echte Herausforderung! Außerdem spielten wir Bingo in Verbindung mit dem Schneeballspiel, damit sich die Kinder untereinander besser kennenlernen konnten. Zum Abschluss sorgte das Bewegungsspiel „Obstsalat“ für viel Spaß und Action.

Dann war das erste Treffen der JuNa-Kinder in Wohlau auch schon wieder vorbei und alle wurden nach und nach von ihren Eltern abgeholt.

Wir freuen uns schon riesig auf das nächste Mal! 😊

Fotos und Text: Nicole Müller

Verantwortlich für den Beitrag und Ansprechpartner für die JuNas aus Wohlau ist der Landschaftspflegeverband Torgau-Oschatz e. V.

Wintervogel-Rallye

Am Mittwoch, dem 15. Januar, war es endlich wieder soweit: Das neue Jahr hat begonnen, die Ferien sind vorbei, und die biBBerkids trafen sich wie gewohnt auf dem Biberhof in Torgau.

Passend zur winterlichen Jahreszeit starteten wir mit einer spannenden „Wintervogel-Rallye“, die alle JuNas begeisterte. Die Rallye bestand aus sechs abwechslungsreichen Stationen, die nicht nur Wissen, sondern auch Geschicklichkeit und Teamgeist der biBBerkids forderten. Gemeinsam meisterten die Kinder alle Herausforderungen und sammelten für jede gelöste Station einen Buchstaben, um am Ende das Lösungswort zu knacken. Und so viel sei gesagt: Es wurde ordentlich gerätselt – und einiges gelernt!

Die Stationen im Überblick:

Station 1: Achtung, der Greifvogel kommt!
Hier lernten die Kinder spielerisch, wie schwer es für Vögel ist, sich vor Fressfeinden wie dem Sperber zu schützen. Bewegung und Schnelligkeit waren gefragt!

Foto: Katja Barth

Station 2: Vogelquiz
Wer kennt sich in der Welt der gefiederten Freunde aus? Hier konnten die JuNas unter Beweis stellen, wie gut sie sich bereits in der Welt der Vögel auskennen.

Station 3: Hören und Fühlen statt Sehen
Mit verbundenen Augen gingen die Kinder an einem gespannten Seil entlang. Dabei erlebten sie unmittelbar, wie Vögel ihre Umgebung wahrnehmen und verschiedenste Sinnesfähigkeiten zu Orientierung nutzen.

Foto: Katja Barth

Station 4: Fuß-Akrobaten
Vögel benutzen ihre Zehen und Krallen wie Werkzeuge. Das probierten die Kids selbst aus – eine knifflige und lustige Aufgabe, die viel Geschicklichkeit erforderte.

Foto Anne Pirl

Station 5: Vogelgeschichten
In spannenden Geschichten mussten die biBBerkids herausfinden, welcher Vogel die Hauptrolle spielte – ein Rätselspaß für echte Detektive!

Station 6: Wer bin ich?
Hier galt es, Bilder den richtigen Vogelarten zuzuordnen – eine tolle Übung, um verschiedene Arten besser zu erkennen.

Die Kinder hatten nicht nur jede Menge Spaß, sondern nahmen auch viel neues Wissen mit. Wir freuen uns schon auf das nächste Treffen – bis dahin heißt es: Augen aufhalten und Vögel entdecken!

Verantwortlich für den Beitrag und Ansprechpartner für die JuNas aus Torgau ist die NABU Naturschutzstation Biberhof Torgau.

JuNas in Limbach-Oberfrohna stellen aus Wachsresten neue Teelichter her
In der dunklen Jahreszeit erfreuen sich viele Menschen am gemütlich-warmen Kerzenlicht. Meist bleibt ein Rest Wachs zurück, der nicht selten im Mülleimer landet. Dabei kann der Rohstoff leicht wiederverwendet werden. Die JuNa-Gruppe in Limbach-Oberfrohna (Landkreis Zwickau) hat zum Jahresbeginn aus Alt Neu gemacht: Die Teilnehmende zerkleinerten ihre mitgebrachten Kerzenreste, schmolzen diese ein und gossen neue Teelichter in bunten Farben und mit hübschen Naturmotiven.

Dazu gab es jede Menge Wissen darüber, woraus Kerzenwachs eigentlich gemacht wird, woher die Rohstoffe kommen und wie wir möglichst umweltfreundliches Kerzenlicht genießen können. Für einen nächsten kalten AG-Tag wünschen sich die Teilnehmende, Kerzen zu ziehen. Also heißt es weiterhin: Wachsreste sammeln, nicht wegwerfen!

Verantwortlich für den Beitrag und Ansprechpartner für die JuNas aus Limbach-Oberfrohna ist die Kreisnaturschutzstation Gräfenmühle.

Tiere und Pflanzen im Winter, Mikroskopiere, NABU Wintervogelzählung

Es war eisig kalt draußen und die „Blindschleichen“ wollten sich beim ersten Treffen im neuen Jahr nicht gleich in die Kälte wagen. Darum haben wir uns zu Beginn im Kaminzimmer der Auwaldstation einige Bilder von Tieren angeschaut, die wir im Auwald finden könnten. Eigentlich wissen alle schon Bescheid, wer Winterschlaf, Winterruhe oder Winterstarre hält, aber doch wollten sich alle nochmal darüber austauschen und ihr Wissen weitergeben. Dabei gab es auch einige spannende Naturerlebnisse von Zuhause oder aus dem Urlaub zu berichten. So konnten die JuNa auch hier noch einiges mehr über die Gruppe der Säugetiere lernen.
Dazu wollten wir nun ein Spiel ausprobieren. Ein Teil der Gruppe verwandelte sich hierzu in Rehe und der andere Teil in Wölfe. Die Rehe sollten sich auf den Weg in den Wald zu ihrem Versteck begeben und eine Spur dorthin legen. Die Wölfe hatten in der Zwischenzeit die Gelegenheit die richtigen Jagdstrategien zu testen. Als die Zeit gekommen war, machten sich die Wölfe auf die Suche nach den Rehen. Nach vielen Hinweisen und manchen falschen Fährten gelangten sie schließlich ins Gebiet der Rehe, die dann sogleich in Schrecken und Panik ausbrachen. Die Rehe waren mit Stofftücher gekennzeichnet, welche erbeutet werden sollten. Nicht alle konnten gefasst werden. Eines hat sich als das fitteste erwiesen und verfügte über ausgezeichnete Tricks beim Flüchten vor den Wölfen.
Nach dieser ausgiebigen Bewegung hatten alle Zeit und Konzentration, um sich die mitgebrachten Zweige verschiedener Bäume anzuschauen. Nun sollten sie in Zweiergruppen zwei gleiche Zweige aussuchen und diese beschreiben. Hierbei haben die JuNa schon einige Fachbegriffe eigenständig genutzt und neue hinzugewonnen. Sie betrachteten Wuchsform, Stand der Knospen und Farbe. Die Lentizellen wurden verglichen sowie die Knospenschuppen und deren Anordnung.
Gleich danach ging es zurück zu Auwaldstation zum Aufwärmen und für einen stärkenden Imbiss. Auf dem Weg konnten die JuNa verschiedene Spuren von Tieren erkennen: Nester hoch oben in den Bäumen, einen Wildwechsel, verschiedene Fraßspuren an Bäumen, Baumhöhlen und sogenannte Spechtschmieden.
Im Kaminzimmer der Auwaldstation angekommen, sollte der nächste Punkt des Tages die Teilnahme an der Stunde der Wintervögel des NABU werden. Deshalb wurde erstmal die Benutzung der Ferngläser geübt. Die richtige Position zur Beobachtung und die Feinjustierung der vielen Rädchen an den Ferngläsern ist hierfür wichtig. Einige Vögel aus Stadt und Garten kenne die JuNa schon aus vorigen Treffen oder aufgrund eigenen Interesses an der Vogelkunde. Andere sollten sie hierbei kennenlernen. Die Stunde der Wintervögel wurde nahe der Auwaldstation an dem Fließgewässer Weiße Elster durchgeführt. Ein JuNa-Kind trug die Ergebnisse in den Meldebogen ein, die anderen beobachteten mit Bestimmungshilfen im Gepäck in Zweiergruppen die Umgebung. Neben Rabenkrähen, Kohlmeisen und Stockenten, entdeckten die Kinder auch einen Rotmilan und ein Paar Schellenten. Durch den regen Besucherverkehr und eine Gruppe Mountainbiker wurden die Kinder mehrfach aus ihrer stillen Beobachtung geholt. Das machte den Kinder bewusst, wie es für die Tiere sein muss, den Menschen immer wieder auszuweichen.
Nach der Stunde kehrten die JuNa zurück in die Auwaldstation, um den Nachmittag mit dem Stereomikroskop die kleinen Lebensformen zu betrachten. Zur Auswahl waren Knospen verschiedener Zweige, Flechten, ein Baumpilz und einige Präparate. In Zweiergruppen konnte jedes Kind seinen eigenen Interessen nachgehen, abzeichnen und Notizen zu den gesehenen Details unter der Lupe machen. Im JuNa-Forscherbuch wurde eine neue Seite gestaltet und dabei die gemachten Beobachtungen aufgeschrieben. An einem Tisch konnten die Kinder Knospen mit einer Pinzette vorsichtig auseinandernehmen und jedes einzelne Teil auf ein Blatt kleben. Andere haben sich mehr dem auseinandernehmen von Gewölle zugewandt oder Knochen mit der Lupe untersucht. Die Wuchsformen der Zweige und die Besonderheiten verschiedener Baumknospen konnten mithilfe Bestimmungsliteratur genauer in ihren Arten unterschieden werden.
Am Ende versammelten sich alle für eine Abschlusspantomime. Jeder durfte in einem Standbild sein Gefühl von dem Tag darstellen. So wussten alle voneinander wer den Tag gut fand. Zum nächsten Treffen soll es rund um Weiden gehen, da wir die Kopfweiden am Gewässerrand schneiden wollen.

Fotos und Text: Beatrice Schlabes

Verantwortlich für den Beitrag und Ansprechpartner für die JuNas der Stadt Leipzig ist die Auwaldstation Leipzig.