Anlässlich des „Tag des Wassers“, der am 22. März stattfindet, trafen sich am 20. März 2025 14 Jungen und Mädchen der Umweltgruppen der Naundorfer Ökostation an der Kläranlage in Naundorf.
Der Abwasserverband „Untere Döllnitz“ hatte für uns die Tore geöffnet. Herr Jahn erklärte uns den Weg des Wassers. Er beschrieb, was mit dem Wasser nach dem Duschen, Waschen, Wäsche waschen, dem Toilettengang usw. passiert, bis es gereinigt wieder in den Bach fließt. Dabei durften wir die Schritte der Reinigung des Wassers in der Kläranlage beobachten. Der Vorher-Nachher-Unterschied des Wassers hat uns alle beeindruckt.
Frau Harnapp und Frau Wohllebe hatten zwei weitere Stationen aufgebaut. An einer Station durften wir experimentieren. „Wasser fließt bergauf“, „Wasser fließt nicht durch ein Sieb“ und „Flaschentaucher“ waren die Experimente. Wir lernten dabei etwas über das Wasser. Das fanden alle interessant und hatten viel Spaß beim ausprobieren.
Beim Spiel „Die Toilette ist kein Mülleimer“ sortierten wir Müll und lernten bzw. wussten schon, was wo hin gehört. Biotonne, Restmülltonne, gelbe Tonne und die Toiletten standen zur Auswahl. Wir waren gut im Sortieren. Gelernt haben wir, dass Öl, Fett, Essensreste und auch Haare nicht in die Toilette oder den Abfluss gehören. Sie können größere Schäden in den Abwasserkanälen verursachen.
Die älteren Juna-Kinder nutzten die Möglichkeit auch dazu, um mit Herrn Jahn etwas Berufskunde zu machen. Er beantwortete die Fragen.
Wir bedanken uns bei Frau Wohllebe, Frau Harnapp und Herrn Jahn vom Abwasserverband „Untere Döllnitz “ für den interessanten Nachmittag.







Text und Fotos: Juna-Kind Estelle Brandt
Verantwortlich für den Beitrag und Ansprechpartner für die JuNas aus Naundorf ist die Ökostation Naundorf.
Ein neuer spannender Tag bei der JuNa-Gruppe die „Cleveren Kitz“ begann mit einem entspannten Ankommen an der Auwaldstation. Während einer gemütlichen Erzählrunde mit Fritzi Schleimfuß wurden Geburtstagskinder beglückwünscht, und die Vorfreude auf die bevorstehende Amphibienwanderung wuchs spürbar. Bevor es losging, rüsteten die Kinder ihre Entdeckerrucksäcken aus: Klemmbretter, Notizzettel, Bleistifte und Ferngläser wurden verteilt. Eine gemeinsame Entdeckerkarte half dabei, die Route und die Stationen der Rallye in Teamarbeit festzuhalten.
Station 1: Amphibien oder Reptilien? Bei den drei großen Kastanien erwartete die Gruppe die erste Herausforderung. Es galt, Bilderkarten den richtigen Tiergruppen zuzuordnen. Woran erkennt man eigentlich den Unterschied zwischen Amphibien und Reptilien? Nachdem diese Frage geklärt war, wurden die Amphibien in ihre biologischen Ordnungen und Familien unterteilt: Froschlurche mit Kröten, Fröschen und Unken sowie Schwanzlurche mit Molchen und Salamandern. Die cleveren Kitz fragten sich, welche Farbe das Blut der Amphibien hat. Alle Wirbeltiere, zu denen Säugetiere, Amphibien, Reptilien und Vögel zählen, haben rotes Blut. Ein erstes Rätsel war gelöst – und mit einem Tipp ging es weiter zur nächsten Station.
Station 2: Ist das Hundewasser ein guter Laichplatz? An der Brücke über das Hundewasser wurde das Gewässer genau unter die Lupe genommen. Wie schnell fließt das Wasser? Gibt es genug Pflanzen? Würden sich Amphibien hier wohlfühlen? Die Clever-Kitz-Gruppe entschied einstimmig: Ein perfekter Laichplatz! Um den Lebenszyklus der Frösche zu veranschaulichen, legten die Kinder Figuren und Beschreibungen passend zusammen und durchliefen die einzelnen Stationen des Lebenszyklus anschließend spielerisch und pantomimisch. Dabei tauchte eine interessante Forscherfrage auf: Warum bekommen Schwanzlurche zuerst Vorderbeine und Froschlurche zuerst Hinterbeinen? Das liegt daran, dass Froschlurche sich vor allem durch Springen fortbewegen und dafür kräftige Hinterbeine benötigen. Schwanzlurch behalten ihren Schwanz und benötigen für das kriechen zuerst die Vorderbeine.
Station 3: Lebensraum oder Hindernis? Auf der Brücke über die Neue Luppe wurde das Gewässer kritisch geprüft. Der künstliche Kanal bot den Amphibien keinen geeigneten Lebensraum – zu schnelles Wasser, fehlende Anheftungsmöglichkeiten für den Laich und steile Ufer machen es unmöglich für Amphibien dort zu leben. Diesmal zeigten alle Daumen nach unten.
Station 4: Das Geheimtier mit den Saugnäpfen: Mathias las einen spannenden Text über ein Tier, das auf Bäume klettert und Saugnäpfe an Fingern und Zehen hat. Die Kinder zeichneten eifrig ihre Vermutungen – schnell war klar: Es musste der Laubfrosch sein! Dann kam Alessia mit einem Karton voller Luftlöcher. Hatte sie wirklich einen Laubfrosch gefangen? Es ist doch nachts noch viel zu kalt für die Tiere zu wandern! Nein – aber viele kleine Haribo-Frösche! Perfekt für eine süße Snackpause.
Mittagspause mit Naturbeobachtungen: Nach einem langen Fußmarsch beschlossen alle gemeinsam, dass es Zeit war für eine Pause. An einem schönen Plätzchen zwischen Wald und Wasser wurde gegessen. Der Entdeckergeist blieb nicht lange still… Pilze wurden unter die Lupe genommen und Graugänse sowie Schwäne mit dem Fernglas beobachtet. So lässt es sich gut aushalten!
Station 5: Amphibien sicher über die Straße bringen: Obwohl es in der Umgebung der Auwaldstation keinen Amphibienzaun gibt, konnten die JuNa im „Krötenzaunspiel“ hautnah erleben, wie Amphibien geschützt werden. Einige Kinder verwandelten sich in Frösche, Unken und Kröten, andere in Fahrzeuge, und zwei blieben junge Naturwächter. Die Amphibien müssen im Frühjahr immer vom Wald über die Straße zum Gewässer gelangen und natürlich auch wieder zurück, ohne überfahren zu werden. Die JuNa regelten den Verkehr mit Geschwindigkeitsbegrenzungen, Straßensperrungen oder mit einem Schutzzaun und trugen die Amphibien über die Straße. Schnell wurde klar: Die Straßensperrung war für die Amphibien am sichersten! Das Spiel zeigte eindrücklich, wie wichtig Schutzmaßnahmen für wandernde Tiere sind. Die Fahrzeuge fanden die Variante mit dem Krötenzaun und der Geschwindigkeitsbegrenzung am besten, da sie mit Vorsicht auf der gewohnten Strecke fahren konnten. Am Ende applaudierten alle für die jungen Naturwächter für ihre tolle Arbeit und ihren Einsatz für den Amphibienschutz.
Hakenteich – ein Paradies für Amphibien: Ein weiteres Stillgewässer mit viel Totholz wurde als hervorragender Laichplatz bewertet und alle Daumen zeigten nach oben. Weiter ging es Richtung Ziel unserer Exkursion. Um dieses zu erreichen, stampften wir im Entenmarsch durch eine matschige Passage – verursacht durch den fleißigen Biber, der das Wasser angestaut hatte.
Zum Abschluss: Die wackelige Nahrungspyramide: Am Unterstellpilz konnten die Kinder frei spielen. Vor dem Rückweg wartete noch eine letzte Teamchallenge auf die cleveren Kitz: Gemeinsam wurde eine Nahrungspyramide gebaut – von den Pflanzen als Basis über Kaulquappen und Insekten bis zu erwachsenen Amphibien und dem Storch als Spitzenräuber. Schnell wurde klar: Wenn eine Ebene wackelt, gerät das ganze System ins Schwanken.
Rückweg mit offenen Augen für die Natur: Nun müssen wir aber wirklich los. Auf dem Heimweg gab es dennoch viel zu entdecken: schöne Orte, spannende Tiere und Pflanzen verzauberten uns den Rückweg. Es wird einfach nie langweilig, wenn man offene Augen für die kleinen und großen Naturwunder hat. Zurück an der Auwaldstation waren alle erschöpft, aber voller Eindrücke. In der Abschlussrunde konnte jedes Kind die Amphibienwanderung noch einmal durchlaufen – ein unvergesslicher Tag voller Entdeckungen und spannender Erlebnisse!
Bis zum nächsten Abenteuer!




Text und Fotos: Daya Södje
Verantwortlich für den Beitrag und Ansprechpartner für die JuNas der Stadt Leipzig ist die Auwaldstation Leipzig.
Am 15.03. hieß es für 10 teilnehmende JuNa-Kinder, ein Gastkind und uns beiden Betreuenden gemeinsam die Bäume als Lebewesen besser kennen zu lernen.
Hierzu waren wir in einem Waldstück in Plaußig gemeinsam auf Erkundungstour.
Nach einem Warm-Up- Spiel haben die Kinder aus Naturmaterialien ein Baummodell auf dem Boden zusammengestellt. Dieses wurde mit verschiedenen Materialien ergänzt. Auf diese Weise entstand ein „Baum“ mit Wurzeln, Stamm und Krone, bei dem wir auch die Wurzelhaare (Wollfäden) und Leitungsbahnen (Strohhalme) von den Wurzeln bis in die Blätter nachstellen konnten. Gemeinsam trugen wir die Begrifflichkeiten für die einzelnen Bestandteile zusammen, schauten uns genau den Aufbau und deren Funktionen an. Wir haben auf eine Astscheibe einseitig etwas Spülmittel aufgetragen und von der anderen Seite hindurch gepustet. So entstand Seifenschaum und wir konnten winzige Löcher im Holz, die Leitungsbahnen, nachweisen.
Woran kann man erkennen, dass Bäume Lebewesen sind? Auch dieser Frage sind wir auf den Grund gegangen und die JuNas fanden viele spannende Antworten. Nach einer kurzen Pause konnten wir ein Rollenspiel durchführen. Hierbei standen die Kinder in einem Kreis und haben ihre jeweiligen Nachbarn untergeharkt. Zuvor wurde jedem JuNa per Los eine Baumart zugelost. Ich habe einen Text vorgelesen bei dem es um verschiedene Ereignisse ging, die bestimmten Baumarten in unserem „Wald“ zugesetzt haben. Die genannten Baumarten ließen sich fallen, stürzten aber nicht, da sie von den Baumnachbarn gestützt wurden. In einer zweiten Runde zogen alle verdeckt erneut ein Baum-Los, was die Kinder nicht wussten, sie hatten alle die gleiche Baumart auf ihren Zettel zu stehen. Als nun das Absterben der Fichten vorgelesen wurde, ließen sich alle Kinder gleichzeitig fallen und purzelten um. Dies nutzten wir als Gesprächsaufhänger für die Funktion eines Mischwaldes im Gegensatz zu einer Monokultur. Wir haben etliche weitere Funktionen der Bäume im Ökosystem zusammentragen können. Nach einer Pause und einem Bewegungsspiel sollten sich die Kinder als Paare zusammenfinden. Einem Kind wurden die Augen verbunden, es wurde vom Partner zu einem Baum geführt und konnte diesen befühlen. Anschließend wurde es wieder weggebracht und sollte sehend diesen Baum wiederfinden. Dieses Spiel machte den JuNas viel Freude.
In einem weiteren Theorieblock haben wir die Photosynthese der Bäume anhand von einem Modell besprochen, ebenso die Blattverfärbung und den Laubabwurf im Herbst. Gespannt hörten die Kinder auch zu, als es um die „Sinneswahrnehmungen“ von Bäumen ging.
Angekommen in den Räumlichkeiten konnte jedes Kind eine „Botanisiertrommel“ aus einer Eierverpackung anfertigen und Zweige mit Knospen von elf Baumarten kennenlernen und mit Namensschild versehen. Wir werden im Jahresverlauf diese Kiste mit weiteren Baumschätzen wie den jeweiligen Früchten und Blättern füllen. Nach einem Teamspiel „Capture the flag“ war unsere gemeinsame Zeit bereits wieder verstrichen.
Zusammenfassend finden wir es sehr schön, dass die JuNas unserer Gruppe die gemeinsame Zeit so genießen und sich intensiv miteinander austauschen und gemeinsam spielen.





Fotos: Stanley Schober
Text: Iris Zerreich
Verantwortlich für diesen Beitrag ist die JuNa- Gruppe „die schlauen Füchse“ unter Leitung von Iris Zerreich (Naturpädagogik Ameisenstraße). Ansprechpartnerin und Koordinierung für diese JuNas der Stadt Leipzig ist die Auwaldstation Leipzig.“
Letzten Donnerstag drehte sich bei den Füchsen aus dem Haus der Natur Dresden alles um Frühjahrsblüher!
Einige Kinder waren schon ein bisschen früher da und haben mit uns ein Frühjahrsblüher-Memory gespielt. Dabei mussten sie Fotos von den Pflanzen den passenden Zeichnungen mit Namen zu Ordnen – eine tolle Möglichkeit, die verschiedenen Pflanzen besser kennenzulernen!
Zum Start des Füchse-Treffs gab es eine kleine Einführung: Die Gruppenleiterin hatte eine Pflanzschale mit verschiedenen Frühblühern mitgebracht – darunter Perlhyazinthen, Blausterne, Märzenbecher, Schneeglöckchen und Narzissen.
Wir gingen dann der Frage nach: Warum können diese Pflanzen schon so früh im Jahr blühen? Die Antwort liegt in den Zwiebeln und Knollen, die viele Frühjahrsblüher besitzen. Diese speichern bereits im Vorjahr Nährstoffe und Energie, sodass die Pflanzen im Frühjahr blitzschnell austreiben können. Wirklich eine spannende Anpassung!
Anschließend ging es die Runde um und jeder konnte einen Frühblüher aus dem Kopf nennen – und fast jeder hatte eine Antwort parat! Neben nicht-heimischen Arten, wie z.B. der Traubenhyazinthe und dem Krokus, wurden auch viele heimische Arten genannt. So waren Buschwindröschen, Leberblümchen, Huflattich und die Schlüsselblume fast allen Kindern ein Begriff.
Danach ging es kreativ weiter:
🌸 Station 1: Aus Perlen, Pappe und Faden haben wir bunte Blüten gebastelt, die nun an Zweigen in Vasen den Frühling ins Haus holen.
🎨 Station 2: Wir haben leere Saftkartons auseinander geschnitten und die äußeren Schichten entfernt, um auf dem freigelegten Material kreativ zu malen und zu gestalten.
🌱 Station 3: In Anzuchttöpfe haben wir Gold-Lauch (Allium moly) und Perlhyazinthen gepflanzt. Die Töpfe fanden anschließend ihren Platz in den bunt verzierten Saftkartons.
Es war ein bunter und kreativer Nachmittag, bei dem die Kinder viel über Frühjahrsblüher gelernt haben – und nebenbei wunderschöne Frühlingsdeko gestalten konnten!








Fotos und Text: Judith Hoffmeister
Verantwortlich für den Beitrag und Ansprechpartner für die JuNas aus Dresden ist das Haus der Natur.
Dieser Frage gingen die Jungen Naturwächter Zittauer Gebirge bei ihrem letzten Treffen nach. Gemeint sind nicht die anderen JuNas sondern Rebhühner und Fasane. Welche Lebensräume brauchen diese seltenen Tiere? Was fressen sie, und wer könnte ihnen gefährlich werden? Schnell hatten wir gemeinsam mit den Kindern herausgefunden, dass wir gerade mitten im optimalen Gebiet für die Hühnervögel stehen – eine halboffene Landschaft, in der sich kleinräumig Wiesenflächen mit Hecken und Büschen abwechseln.
Das anfängliche Bewegungsspiel wird von unseren Kindern stets eingefordert. Sogleich verwandelte sich ein Kind, in einen orangenen Pelz gehüllt, in einen der Feinde der bodenbewohnenden Hühnervögel – den Fuchs – und hielt Ausschau nach Nahrung. Die Rebhühner und Fasane ihrerseits hatten die Aufgabe, gleich ihrer wilden Stellvertreter im offenen Land nach bereitgelegtem Futter zu suchen. Hierfür mussten sie immer wieder ihre Büsche verlassen, an denen sie vor dem Fuchs sicher waren.
Schnell merkten die Kinder, wie wichtig die Büsche für den Schutz und die Deckung waren. Immer wieder trauten sie sich dennoch heraus, um Futter zu holen. Einige Hühnervögel konnte der Fuchs tatsächlich erbeuten.
Nachdem sich die Kinder mit den gesammelten Futtervorräten gestärkt hatten, ging es auf Expedition. Ausgestattet mit Ferngläsern und leisen Schritten schlichen die Naturforscher durch die Landschaft. Hin und wieder spielten wir einen Fasanenruf ab, um eventuell ein Fasanenmännchen zum Antworten zu animieren. Die Suche nach einem der Hühnervögel blieb zwar erfolglos, doch Spuren der Tiere haben die Kinder voller Stolz unter dem ein oder anderen Busch entdeckt.
Die JuNas haben viel gelernt und hatten eine Menge Spaß in der Natur.











Fotos und Text: Elfi Kühnel
Verantwortlich für den Beitrag und Ansprechpartner für die JuNas aus dem Zittauer Gebirge ist das Naturschutzzentrum Zittauer Gebirge.
