Nachdem die Mutigen Molche im Januar bereits die Taggreife Deutschlands kennengelernt haben, folgen nun die Nachtgreife. Mit dem Thema „Auf lautlosen Schwingen durch die Nacht“ witmeten die Mutigen Molche sich einen Abend lang den Eulen & Käuzen Deutschlands. Dabei entdeckten sie welche Eulen und Käuze hier in Sachsen vorkommen, welche Ansprüche die einzelnen Arten an ihre Nahrungs- und Bruthabitate stellen und wie deren aktuelle Bestandsentwicklung und Gefährdungssituation aussieht.



Doch bevor sich die Mutigen Molche den Nachtgreifen zuwenden konnten, erwartete sie noch ein eines kleines Quiz in Rückschau auf die Januarexkursion. Das Quiz haben die Molche mit pravour gelöst.
Gegen 17:15 Uhr ging es dann auf abendliche Exkursion an den Rand des Steinbruches Klunst in Ebersbach, um den Rufen des Uhu zu Lauschen. Trotz Minustemperaturen harten die Mutigen Molche tapfer aus, bis nach 30 min der Ruf des Uhu-Männchens zu vernehmen war. Der Uhu ist also in sein Brutrevier zurückgekehrt. Gebannt lauschten die Molche minutenlang dem Uhu bis dessen Rufe in der Nacht verhallten.
Durchgefroren ging es anschließend wieder zurück in die NABU-Naturschutzstation, wo sich die Molche mit einer heißen Suppe aufwärmten und den Abend mit dem Dokumentarfilm „Der Flug der Eule“ ausklingen ließen.
Fotos und Text: R. Heinrich
Verantwortlich für den Beitrag und Ansprechpartner für die JuNas in Ebersbach ist die NABU Naturschutzstation Ebersbach.

Die Grashüpfer vom Haus der Natur waren wieder fleißig unterwegs! Dieses Mal haben wir auf dem Friedhof die Vogelfuttersäulen aufgefüllt, damit unsere gefiederten Freunde gut durch den Winter kommen.
Ausgerüstet mit einer Schubkarre voller Vogelfutterboxen, einer Leiter und einem Lageplan der Futtersäulen machten wir uns an die Arbeit. Doch zuerst mussten wir klären: Wie hält man den Lageplan richtig? Und wo genau sind wir gerade? Nachdem sich die Grashüpfer beraten hatten, fanden wir schnell den richtigen Weg.
Während ein Grashüpfer als Kartenleser vorausging, wollten die anderen natürlich auch ihr Können beweisen. Also schnappten sie sich die Leiter und die Schubkarre und zogen los. Auf die Frage: „Ist euch das denn gar nicht zu schwer? Ich kann euch das gern abnehmen.“ kam nur die selbstbewusste Antwort:
„Das ist gar kein Problem! Schließlich sind wir nicht nur schlau, sondern auch stark!“
Und so arbeiteten wir uns gemeinsam durch den Plan, fanden alle Säulen und füllten sie auf. Dabei achteten wir darauf, dass jede*r mal an die Reihe kam. So macht Naturschutz richtig Spaß!
Jetzt freuen wir uns darauf, die Vögel beim Futtern zu beobachten. Mal sehen, wer alles vorbeikommt…





Fotos: Judith Hoffmeister
Verantwortlich für den Beitrag und Ansprechpartner für die JuNas aus Dresden ist das Haus der Natur.
Den Tag starteten wir aufgrund der aktuellen Schnupfenzeit mit sieben Kindern. Auch wenn die Gruppe klein war, war die Vorfreude umso größer. Schon vorher konnten es die Kinder nicht abwarten, mich auszufragen, was wir machen und welche Tiere wir finden würden. Nachdem die Kinder herausfanden, dass die Revierförsterin ihren Hund dabeihatte, konnten sie es kaum erwarten, dass es losging.
„Wie alt ist der Hund?“, „Kennst du jeden Stein im Borsbergwald?“, „Hast du schon mal einen Fuchs gesehen?“, „Welche Tiere kennst du?“ – Frau Rödiger wurde von Fragen förmlich bombardiert, und die Begeisterung ebbte auch im Laufe der Veranstaltung nicht ab.
Unser erstes Ziel war das grüne Klassenzimmer der Schule, kurz vor den Pforten des Borsbergwaldes. Auf dem Weg kamen wir vor lauter Spuren kaum voran. Ihr könnt euch sicher sein, dass die Kinder jede noch so kleine Spur fanden und neugierig darauf waren, wer sie wohl hinterlassen hatte. Die Kinder kannten den Weg zu ihrem grünen Lernort gut, und so überließen wir die Führung zunächst ihnen.
Am grünen Klassenzimmer angekommen, holte Frau Rödiger einen Beutel aus ihrem Geländewagen. Natürlich wollten die Kinder wissen, was darin war – und sie wurden nicht enttäuscht. Zunächst erklärte die Revierförsterin das Spiel, das folgte. Wir spielten eine Runde „Wer bin ich?“, bei der jedes Kind verdeckt eine Tiermotivkarte erhielt und erraten musste, welches Tier es darstellte. Auch ich als Leiter des GTAs wurde nicht verschont, nachdem die Kinder sich lauthals wünschten, dass auch ich ein Tier erraten sollte.
Doch das Spiel war nur die Vorbereitung für das, was folgte. Auf den Rückseiten der Tiermotivkarten befanden sich die Tierspuren, die die jeweiligen Tiere auf dem Boden hinterlassen. Die Aufgabe der Kinder war es nun, Tierspuren, die ähnlich waren, einander zuzuordnen. Sie verstanden schnell das Prinzip, und die Reise konnte weitergehen. Zunächst besprachen wir mit den Kindern dialogisch, welche Spuren Tiere alles hinterlassen können und wie man erkennen kann, welches Tier hier gelebt oder vorbeigehuscht sein könnte. Frau Rödiger hatte für uns bereits eine Route vorbereitet, und die Kinder waren begeistert dabei, jede Spur zu erkunden – mit ein wenig Lenkung ging es gemeinsam voran.
Wir fanden in vielen älteren Bäumen Spechthöhlen und erforschten die Fraßgänge, die von winzigen Käfern im Holz einer Buche hinterlassen wurden. Die Kinder entdeckten außerdem einen abgerissenen Fuchsschwanz und erfuhren von Frau Rödiger die vermutliche Geschichte dahinter. Zudem fanden wir Wildschweinkot und besprachen mit den Kindern, warum dieser dem des Menschen sehr ähnlich ist. Dass Wildschweine Allesfresser sind, wussten einige von ihnen sofort.
Schließlich hatte die Revierförsterin für uns auch Wolfskot und Rehkot mitgebracht, und wir betrachteten die Unterschiede in der Nahrung. Unsere letzte Station war ein kleiner Fichtenbestand. Da das Thema der letzten Jahre nicht wegzudenken war, mussten die Kinder nicht lange nachdenken. Wir fragten – und die Kinder antworteten einstimmig: „Borkenkäfer!“
Auf Wunsch aller Kinder durften sie sich am Ende noch mit dem Hund von Frau Rödiger im Wettrennen messen. Auch wenn niemand von ihnen gewann, gingen alle glücklich mit zum grünen Klassenzimmer zurück. Wir bedankten uns herzlich, verabschiedeten uns von Frau Rödiger und traten nach einem sehr erfolgreichen Ausflug den Rückweg zur Schule an.




Fotos: Philipp Miersch
Verantwortlich für den Beitrag und Ansprechpartner für die JuNas aus Graupa ist die Naturschutzstation Osterzgebirge.
Über den Winter sind der Landschaftspflegeverband Nordwestsachsen e.V. und die Eilenburger JuNa-Gruppe emsig damit beschäftigt, Nistkästen für den Wiedehopf zu bauen.
Im Bastelkeller hört man in diesen Tagen vor allem Hämmern, Sägen, Bohren, denn hier werden für den Wiedehopf 10 große Nistkästen gebaut, die dann im Presseler Heidewald- und Moorgebiet, genauer im Authausener Wald nahe der Heideflächen ausgebracht werden sollen. Der unverwechselbare Vogel mit seinem langen dünnen Schnabel und seinen orangefarbenen Scheitelfedern mit schwarzer Spitze ist mittlerweile in Deutschland gefährdet, da sein Lebensraum immer weiter eingeschränkt wird. Er benötigt offene bis halboffene Landschaften mit ausreichend Insekten und die artenreichen Heideflächen der Dübener Heide wären ein passendes Habitat. Um es dem Wiedehopf leichter zu machen, richten wir ihm schon einmal passende „Höhlen“ ein.
Da der Lebensraum vieler anderer Vögel ebenfalls weiter begrenzt wird, haben wir auch an unsere kleinen Singvögel gedacht und auch für sie passende Buden gebaut. Anfang März muss alles fertig sein.








Am 08.02.2025 fuhren die Jungen Naturwächter der Naturschutzstation Weiditz e. V. nach Leipzig ins Naturkundemuseum. Dort ist zurzeit eine Sonderausstellung zu Insekten zu sehen. Mit zehn Kindern fuhren wir mit dem Bus nach Leipzig.
Im Naturkundemuseum angekommen, wurden wir gleich herzlich begrüßt und bekamen eine sehr interessante Führung durch die Sonderausstellung. Dabei konnten die JuNas auch gleich zeigen, was sie schon über Insekten wissen.
Im Anschluss an die Führung gab es dann noch etwas ganz Besonderes: einen Workshop zum Körperbau der Insekten. Die JuNas konnten entweder eine Heuschrecke präparieren oder selbst ein Insekt erfinden und mit Naturmaterialien nachbauen. Dabei wurde natürlich der Körperbau von Insekten genauestens beachtet: die Gliederung des Körpers in Kopf, Brust und Hinterleib, drei Paar Beine, die an der Brust sitzen, und ein bis zwei Flügelpaare oder ganz ohne Flügel.
Die Heuschrecken, die als Nahrung für Reptilien gezüchtet werden, kamen aus dem Zoohandel.
Bevor wir den Rückweg antraten, hatten wir noch Zeit, die Ausstellung auf eigene Faust zu erkunden.









Fotos: Dorothea Grimm
Verantwortlich für den Beitrag und Ansprechpartnerin für die JuNas aus Weiditz ist die Naturschutzstation Weiditz.
