Am 28. Februar 2025 ging es für acht Kinder der großen Kinderumweltgruppe mit der Unterstützung der Jugendumweltgruppe der Ökostation Naundorf in den Wermsdorfer Wald zum Nistkästen leeren, sauber machen und austauschen.

Auf unserer Strecke gab es 41 Nistkästen, um die wir uns gekümmert haben. In 27 gefüllten Nistkästen fanden wir noch 47 Eier, Wolle von Schafen, Fell von Rehen, Plastik, Moos, Stroh und Hühnerfedern. In fünf Nistkästen waren kleine Wespenwaben, und in einem gab es ein Hornissennest zu sehen. Neun Kästen waren leer. Sie wurden nicht genutzt. Fünf wurden getauscht oder neu aufgehängt.

Bei einer Pause am Wildschweingatter wurden die drei Wildschweine mit Walnüssen und Mais gefüttert. Nachdem die Wildschweine satt waren, brauchten auch die Kinder eine kleine Stärkung. Diese bestand aus frisch gebackenen Zimtschnecken, Keksen sowie Tee und Wasser. Zurück am Forsthaus Seelitz blieben einige Kinder bei den Köchen. Es wurden Spirelli mit Tomatensoße gekocht.

Die restlichen Kinder gingen mit Frau Erdmann und Frau Franke auf die Streuobstwiesen, die im letzten Jahr gepflanzt wurden. Auch dort gab es Nistkästen zu leeren. In einem fanden die Kinder ein überbautes Vogelnest mit Wolle von Schafen und vielen Hühnerfedern vom Nachbarn.

Zum Abschluss eines schönen Vormittags mit der Kinderumweltgruppe gab es das gemeinsame Mittagessen.

Vielen Dank an die Forstmitarbeiter, die uns begleitet haben.

Text: Juna–Kind Estelle Brandt
Fotos: Annett Erdmann

Verantwortlich für den Beitrag und Ansprechpartner für die JuNas aus Naundorf ist die Ökostation Naundorf.

Was verbindet die Biberhof-biBBerkids mit dem Biber und dem Biberschutz?

Im letzem Jahr haben sich die Biberhof biBBerkids intensiv mit dem Thema Biber und deren Schutz beschäftigt. Die Begegnung mit diesen faszinierenden Tieren und die Auseinandersetzung mit den Herausforderungen, die sie mit Menschen teilen, war sowohl lehrreich als auch spannend.

Auf den Spuren des Bibers (Biberexkursion)

Der Biber, dieser einzigartige Wasser- sowie Landbewohner, hat in der Natur viele Spuren hinterlassen, die die biBBerkids auf der Biberexkursion entdecken konnten.

Auf der Biberexkursion in ein altes Biberrevier entdeckten die Kids viele Spuren die auf einen Biber hinwiesen. Baumstümpfen mit schrägen Rinden- und Holzabdrücken sind ein sicheres Zeichen dafür, dass ein Biber hier aktiv war. Sie nutzen ihre starken Zähne, um Baumstämme zu fällen – nicht nur um Nahrung zu finden, sondern auch um Materialien für ihren Bau zu sammeln. Die biBberkids vielen viele Überreste von Ästen und Zweigen auf, die sorgfältig abgeknabbert waren.

Die Fußspuren eines Bibers sind ebenfalls spannend zu entdecken. Sie haben große, schwimmhäutige Füße, die ihnen helfen, im Wasser zu bewegen. An Land erkennt der Mensch ihre Abdrücke oft als breite Klumpen, die rund und ziemlich platt sind.

Den biBBerkids vielen einige Biberrutschen auf. Diese kleinen Rampen, die ins Wasser führen, sind das Resultat einer genialen Baukunst. Sie helfen den Bibern dabei, von ihrem Wohnort ins Wasser zu gelangen, ohne zu viel Gefahr zu laufen, entdeckt zu werden.

Biber leben hauptsächlich in Gewässern, wo sie sich mithilfe ihrer Fähigkeiten perfekt anpassen können. Die Kids entdeckten auf der Tour einige Dämme die im Verlauf des Baches immer größer wurden. Die gebauten Dämme des Bibers, die oft mehrere Meter hoch sind, sind erstaunliche Bauwerke, die nicht nur ihrem eigenen Schutz dienen, sondern auch anderen Tieren einen Lebensraum bieten. Und das Beste? Biber sind monogam und bleiben oft ein Leben lang ihrem Partner treu. Das ist in der Tierwelt eher selten und zeigt, wie stark die sozialen Bande dieser Tiere sind.

Die Zähne des Bibers sind sein wichtigstes Werkzeug. Sie sind extrem kräftig und vor allem orange gefärbt, was durch den hohen Gehalt an Eisen verursacht wird. Dies macht sie besonders robust und widerstandsfähig. Ein Biber kann mit seinen Zähnen Äste durchbeißen, die bis zu 25 cm dick sind! Diese Fähigkeit ist nicht nur entscheidend für ihre Ernährung, sondern auch für den Bau ihrer Dämme und Höhlen.

Der Biber ist also nicht nur ein Baumeister der Natur, sondern auch ein faszinierendes Tier, das den Kids zeigte, wie wichtig der Schutz von Gewässern und ihrer Bewohner ist.

Wildkameras in Raum Torgau aufgehängt

Es war ein cooler Mittwoch, als die biBBerkids an den Fluss gingen, um ein paar Wildkameras aufzuhängen. Ziel war es, die Biber zu beobachten, die in der Gegend wohnen. Denn das Tier ist sehr scheu und lässt sich am Tage selten blicken. Jeder half mit, die Kameras sicher an den Bäumen anzubringen. Die Kids waren aufgeregt und gespannt, was sie alles festhalten würden! Die Auflösung guckte sich die biBBerkids beim nächsten Treffen an. Und tatsächlich hatten die Wildkameras den Biber beim Nagen aufgenommen. Eine schöne Erfahrung!

Praktischer Naturschutz hautnah

Ein wichtiger Bestandteil, um das größte Nagetier Europas genau kennen zu lernen, ist der praktische Naturschutz. Die Kids hatten die Möglichkeit, aktiv in den Lebensraum der Biber einzugreifen. Ihr erstes großes Projekt bestand darin, Weiden zu beschneiden und diese anschließend einzuzäunen. Diese Maßnahmen sind nicht nur wichtig für den Schutz der Weiden selbst, sondern auch für den Lebensraum der Biber. Durch das Einzäunen verhindern die biBBerkids, dass die Tiere übermäßig gefüttert werden und damit die nötige Nahrungsvielfalt fehlt. Außerdem werden die jungen Weiden vor dem Verbiss der Biber geschützt, sodass sie wachsen und eine wichtige Nahrungsquelle bleiben können.

Das Beschneiden der Weiden war eine körperliche Herausforderung, jedoch wurde es schnell zu einer spaßigen Teamaktion. Jeder der Kids hatte eine Aufgabe, und das gemeinsame Arbeiten förderte den Teamgeist. Mit jeder geschnittenen Weide schätzten die biBBerkids mehr die Vitalität und Schönheit der Natur um sie herum. Für die Kids war es sehr beeindruckend zu sehen, wie sie durch ihre Arbeit einen direkten Einfluss auf das Ökosystem nahmen.

Konflikte zwischen Bibern und Menschen

Während des Biber Projekts lernten die biBBerkids auch viel über die Konflikte, die zwischen Bibern und Menschen auftreten können. Biber sind als „Ökosystem-Ingenieure“ bekannt, die durch ihre Staudämme sowie Baumfällungen das Landschaftsbild verändern. Oftmals führt das zu Problemen für Landwirte und Grundstückseigentümer, deren Grundstücke durch Überflutung gefährdet werden. Gemeinsame informative Diskussionen gemeinsam mit Artenexperten und BiberrevierbetreuerInnen half den Kids, diese komplexe Beziehung besser zu verstehen.

Die biBBerkids erkannten, dass viele der Konflikte, die sie während ihrer Recherchen entdeckten, aus einem Mangel an Kommunikation und Verständnis resultieren. Ein Beispiel ist die Angst der Landwirte vor Ernteverlust. Wir diskutierten gemeinsam Ansätze, wie man durch Aufklärung und Zusammenarbeit Lösungen finden kann, die sowohl den Bibern als auch den Menschen zugutekommen. Der Einsatz von Zäunen, wie die biBBerkids ihn bei den Weiden praktizierten, kann eine Möglichkeit sein, die Interessen beider Seiten zu harmonisieren.

Fazit

Diese Erfahrung hat den biBBerkids nicht nur gezeigt, wie wichtig aktiver Naturschutz ist, sondern auch, wie wertvoll die Zusammenarbeit zwischen Mensch und Tier sein kann. Unser Engagement für den Biberschutz stärkt unser Bewusstsein für die Artenvielfalt und die ökologischen Zusammenhänge.

Bei dieser Initiative ging es nicht nur darum, etwas über die Biber zu lernen, sondern auch die Verantwortung zu erkennen, die Natur zu schützen und Lebensräume zu bewahren. Die biBBerkids hoffen, dass sie durch ihre Arbeit einen kleinen Beitrag leisten konnten, um das Bewusstsein für die Bedeutung des Biberschutzes zu fördern und zukünftige Konflikte zu minimieren.

Foto und Text: Katja Barth

Verantwortlich für den Beitrag und Ansprechpartner für die JuNas aus Torgau ist die NABU Naturschutzstation Biberhof Torgau.

Bei herrlichem Winterwetter verbrachten 25 Kinder und Jugendliche ihre erste Winterferienwoche auf dem Erzgebirgskamm in Rübenau. Die TeilnehmerInnen lernten bei einer Nachtrallye nachtaktive Tiere kennen, erfuhren wie man Bäume anhand ihrer Rinde bestimmen kann und beschäftigten sich mit dem Thema „Mimikry“, also wie durch Tarnung oder Nachahmung die Umwelt getäuscht wird, sei es zum Schutz vor Fressfeinden oder um potentielle Bestäuber anzulocken. Dabei wurde von allen TeilnehmerInnen eine eigene Maske gestaltet, bei der dieses Thema „verarbeitet“ werden konnte.
Auf unserer Wanderung zum Stößerfelsen konnten die Jungendlichen ihr Wissen zur Orientierung unter Beweis stellen. Bei herrlichem Sonnenschein wurden immerhin über 16 Kilometerzurückgelegt.Neben Spiel, Spaß und Freizeit wurde auch wieder gemeinsam unter dem Aspekt „gesunde Ernährung“ gekocht, wobei gesunde vegetarische Aufstriche, Gemüsesuppen sowie ein leckeres Vollkornfladenbrot als Ergebnis auf dem Abendbrottisch zu sehen waren. Doch auch Spiel und Spaß kamen nicht zu kurz. Der Schnee ermöglichte in diesem Jahr ausgiebiges Rodeln, das Basteln von fantasievollen Eisbildern sowie das Bauen von Schneelaternen, die – abends mit Teelichtern beleuchtet – wahre Kunstwerke darstellten.

Fotos und Text: Babett Schreiter

Verantwortlich für den Beitrag und Ansprechpartner für die JuNas im Erzgebirge ist die Naturschutzstation Pobershau.

Aufgrund der Ferienangebote finden im Haus der Natur Dresden während der Ferienzeit die wöchentlichen JuNa-Treffs nicht statt. Um die JuNas aber trotzdem miteinzubinden, können sie an den Angeboten teilnehmen oder – wie unsere ältesten JuNas – selbst zum/zur Umweltbildner*in werden. Da sich die „AG Natur- und Terrarienfreunde“ fast wöchentlich mit den Terrarientieren beschäftigt und sie pflegt, sind ihre Mitglieder schon fast Expert*innen im Umgang mit ihnen. Das Handling einer Schlange und die spannendsten Fakten zu ihr kommen den Jugendlichen mittlerweile wie aus dem FF geschossen.

Und so haben unsere Jugendlichen aus der „AG Natur- und Terrarienfreunde“ am 20.02. die Besucher*innen in die faszinierende Welt unserer Terrarientiere eingeführt. Mit viel Geduld und Feingefühl erklärten sie interessante Fakten über unsere Schlangen, Echsen, Spinnen und Insekten – z. B. dass der Blauzungenskink tatsächlich eine blaue Zunge hat und damit Fressfeinde abschrecken kann! Und wer wollte, konnte die Tiere sogar hautnah erleben – ein Highlight für Groß und Klein! Behutsam und mit sicherer Hand ermöglichten die Jugendlichen vorsichtige Berührungen und zeigten, wie sanft und faszinierend diese Tiere wirklich sind. Die größte Verwunderung gibt es immer wieder bei den Schlangen, denn: „Die sind ja gar nicht glitschig?! Die fühlen sich richtig toll an!“

Dank der Jugendlichen war das Ferienangebot eine besondere Erfahrung für alle Beteiligten und für das Team vom Haus der Natur Dresden eine unglaublich wertvolle Bereicherung! Vielen Dank!

Fotos: Felix Pintscher und Judith Hoffmeister

Verantwortlich für den Beitrag und Ansprechpartner für die JuNas aus Dresden ist das Haus der Natur.

Am 15.02.2025 haben sich 10 Junge Naturwächter aus vier verschiedenen Leipziger JuNa-Gruppen gemeinsam im Naturkundemuseum Leipzig getroffen, um mehr über die geheimnisvolle Welt der Schmetterlinge zu erfahren. Von den „schlauen Füchsen“ haben vier Kinder teilgenommen.
Gemeinsam erforschten wir Falter unter dem Mikroskop und beschäftigten uns insbesondere mit ihren Sinnesleistungen und ihrer Anatomie. Die Kinder lernen die Lebensweise von ausgesuchten Schmetterlingsarten besser kennen. Beim Gang durch die Sonderausstellung „Facettenreiche Insekten“ gab es viel zu Staunen aber auch zum Nachdenklich werden. Hier wurde u. a. die Artenvielfalt der Insekten aber auch ihre Gefährdung thematisiert. Eine selbst gefertigte Raupe, die sich sogar fortbewegen kann, dürften die Kinder als Erinnerung mit nach Hause nehmen.

Fotos: Beatrice Schables
Text: Iris Zerreich


Verantwortlich für diesen Beitrag ist die JuNa- Gruppe „die schlauen Füchse“ unter Leitung von Iris Zerreich (Naturpädagogik Ameisenstraße). Ansprechpartnerin und Koordinierung für diese JuNas der Stadt Leipzig ist die Auwaldstation Leipzig.“