Am vergangenen 03.04.2025 fand der Schnuppertag für die neue Gruppe der „Jungen Naturwächter“ im Pfaffengut Plauen statt. 14 Kinder kamen mit ihren Eltern zu diesem allerersten Treffen. Neben Informationen zum JuNa-Programm und einem kurzen Kennenlernen gab es eine Bastelaktion, eine Führung über das Pfaffengut-Gelände und zum Abschluss die Fütterung der Wildkatzen.

Die beiden Pfaffengut-Mitarbeiterinnen Anna Schuster und Doreen Safar staunten nicht schlecht, als am Donnerstagnachmittag eine Familie nach der anderen im Innenhof des Pfaffenguts eintrudelte. 14 Kinder waren mit ihren Eltern der Einladung zum Schnuppertag gefolgt – ein tolles Zeichen, dass sich so viele naturbegeisterte Kinder gefunden haben. Nach einer kurzen Begrüßung wurden die Erwachsenen über das Programm und den Ablauf informiert, während die Kinder eigene Buttons mit dem JuNa-Logo und ihrem Namen herstellen durften.

Danach führte Anna Schuster die Familien über das Pfaffengut-Gelände und zeigte die verschiedenen Orte und Lebensräume, an denen in Zukunft Projekte durchgeführt werden können. Besonders spannend war zum Beispiel der Teich, in dem die Kinder bereits einige Posthornschnecken entdeckten. Am Ende der Runde lag das Gehege der beiden Wildkatzen Wilma und Walli. Während die Tiere gefüttert wurden, konnten zwei junge Experten der restlichen Gruppe von ihrer Mithilfe beim Wildkatzen-Monitoring berichten. Beeindruckend war zu sehen, wie viel die Kinder schon wussten und sich für den Artenschutz engagierten.

Zum Abschluss wurde noch ein Gruppenfoto mit allen Kindern geschossen, JuNa-Broschüren und ein Willkommensbrief ausgeteilt und herzlich zum nächsten Treffen in 14 Tagen eingeladen. Unter dem Strich ein sehr gelungener Start für die neue JuNa-Gruppe im Pfaffengut Plauen.

Fotos und Text: Anna Schuster

Verantwortlich für den Beitrag und Ansprechpartner für die JuNas aus Plauen ist das Pfaffengut Plauen.

Der Frühling ist endlich da und damit auch viele Vögel, die uns mit ihrem Gesang schon früh am Morgen wecken. Unsere JuNas wussten natürlich, warum die Vögel besonders jetzt so aktiv sind und regelrecht um die Wette singen. Ganz klar, die Paarungszeit hat begonnen. Und so tauschten wir uns darüber aus, wo Vögel überall brüten und ihr Nest bauen – ob in der Baumkrone, unterm Dachvorsprung am Haus oder am Boden auf der Wiese – jede Vogelart hat ihren eigenen Brutstandort. Viele Vögel brüten in Höhlen oder brauchen einen geschützten Standort. Nistkästen bieten tolle Ersatzhabitate. Dann hat uns Wolfgang auf eine kleine Tour durch den Wald mitgenommen. Er kontrolliert schon seit einigen Jahren über 100 selbstgebaute Kästen in der Wohlauer Umgebung und betreut diese auch. Ein paar Kästen haben wir nun übernommen und dokumentiert. Dabei konnten wir mehrere Schwarzspechte bei der Balz beobachten, haben dem Gesang des Zilpzalp gelauscht und einem Mistkäfer bei der Arbeit zugeschaut. Die JuNas freuen sich schon auf den nächsten Kontrollgang im Herbst und sind gespannt, wer in die Nistkästen eingezogen sein wird.

Fotos und Text: Karola Horn

Verantwortlich für den Beitrag und Ansprechpartner für die JuNas aus Torgau sind der LPV Torgau.

Im März mussten die Mutigen Molche aus Ebersbach zeitig aufstehen. Den bereits um 7 Uhr ging es los in Richtung Landkreis Bautzen. Das Ziel war der ca. 1 km-lange Amphibienschutzzaun an der B96 zwischen dem Großen Ziegelteich und dem Pischzangenteich bei Königswartha. Der Zaun wird jährlich von der Naturschutzstation Neschwitz aufgebaut und  betreut. Bei guten Wanderbedingungen können hier verschiedenste Amphibienarten beobachtet werden. Von Knoblauch- und Wechselkröte, über Gras- und Wasserfrosch, bis hin zur Rotbauchunke ist alles dabei. Ein idealer Standort um die Artenkenntnisse zu heimischen Amphbien zu vertiefen. Das dachten sich auch die Mutigen Molche und durften mit Erlaubnis der Naturschutzstation Neschwitz am 1.3. und 29.3. die tägliche Zaunkontrolle durchführen. Dabei erfuhren Sie auch was es bei den Zaunkontrollen alles zu beachten gibt: wie erfolgt die Dokumentation der Artvorkommen, was passiert mit den Daten, wozu werden die Daten verwendet, welche Hygienevorschriften müssen am Zaun eingehalten werden und vieles mehr.

Leider hatten die Mutigen Molche in diesem Jahr und trotz ihrer Namensverwandtschaft kein Glück. An beiden Kontrolltagen wurde nicht eine einzige Amphibie gefunden. Wahrscheinlich war die Witterung an beiden Tagen zu kalt und zu trocken gewesen. So mussten die Mutigen Molche lernen, dass manchmal auch Misserfolge zum Alltag eines Naturschützers gehören. Doch die Mutigen Molche wären keine JuNa-Gruppe würden sie aus der Not nicht eine Tugend machen. Die Molche dachten sich, wenn wir schonmal vor Ort sind, dann können wir uns auch nützlich machen und den hermuliegenden Müll aufsammeln. Gesagt getan und so sammelten die Molche an beiden Tagen mindestens 2 Säcke voller Müll.

Zudem waren vielleicht keine Amphibien zu sehen, dafür aber jede Menge anderer Tiere zu entdecken. So fanden die Molche in den Eimern jede Menge Lauf- und Mistkäfer, aber auch die ein oder andere Waldeidechse. An den umgebenen Teichen konnten Seeadler, Graureiher, Silberreiher, Haubentaucher, Nilgänse, Stockente, Mäusebussard, Kranich, Singschwan, Höckerschwan, Schwarzspecht, Graugans, Schellente und Rotmilan beobachtet werden. Das frühe Aufstehen hatte sich also durchaus gelohnt und auf der anschließenden Heimfahrt wurde noch lange über die gemachten Tierbeobachtungen diskutiert.

Text & Fotos: Romy Heinrich

Verantwortlich für den Beitrag und Ansprechpartner für die JuNas „Mutige Molche“ ist die NABU-Naturschutzstation Ebersbach.

Mindestens einmal im Jahr treffen sich die Kinder- und Jugendumweltgruppenkinder zu einer großen Pflanzaktion. Diesmal führte uns unser Weg in den Wermsdorfer Wald in die Nähe von Collm Gemeinsam mit dem Revierförster Mario Erdmann und mit Unterstützung der Waldarbeiter trafen sich fast 50 Teilnehmer am Samstag in der Frühe. Zuerst erklärte uns Herr Erdmann was wir pflanzen und warum, und die Waldarbeiter zeigten uns wie gepflanzt wird. Unterstützung bekamen unsere Kinder von den Eltern und Geschwistern. So ging die Arbeit schnell von der Hand. Als erstes pflanzten wir einen Waldrand aus Vogelkirsche, Heckenrose und Kornelkirsche. Nach einer kleinen Stärkung mit Kuchen, ging es zur nächsten Fläche und wir pflanzen noch Stieleichen. Insgesamt brachten wir ca. 2500 Pflanzen in die Erde. Zum Abschluss grillten wir noch gemeinsam und waren mächtig stolz auf unsere Leistung. Vielen Dank an alle die diesen Tag zu etwas Besonderen gemacht haben.

Ökostation Naundorf

Fotos: Annett Erdmann

Verantwortlich für den Beitrag und Ansprechpartner für die JuNas aus Naundorf ist die Ökostation Naundorf.

An der Kaitzbachquelle in Kleinnaundorf haben die Jungen Naturwächter fünf Bäume gepflanzt.

In Kleinnaundorf gibt es eine Naturoase. An der Kaitzbachquelle stehen alte Kopfweiden, eine artenreiche Wiese und ein See mit Froschlaich. Die Jungen Naturwächter hatten die Möglichkeit, diese Naturoase mit fünf Obstbäumen zu erweitern. Durch einen Anwohner erfuhren wir, dass bereits bei einer Ersatzpflanzung Obstbäume auf diesem Gelände gesetzt wurden. Somit stehen nun zwölf unterschiedliche Sorten im Gebiet der Kaitzbachquelle. Eine Kirsche, zwei Apfelbäume und zwei Birnenbäume haben die Jungen Naturwächter in Teamarbeit gepflanzt. Alle Teilnehmer waren sehr motiviert. Das war auch wichtig, denn einen Baum zu pflanzen ist gar nicht so leicht. Das Loch musste etwa 60 cm tief und 50 cm breit und lang sein. Nachdem wir den Tag mit etwas theoretischem Wissen begonnen hatten, ging es auch schon an den praktischen Naturschutz.

Als das Loch für die Pflanzung vorbereitet war, legten wir einen Draht hinein, der als Schutz vor gefräßigen Tieren dient. Die Wurzeln der jungen Bäume schmecken nämlich so einigen Nagern. Anschließend lockerten wir die ausgebuddelte Erde auf, damit auch die Feinwurzeln schön mit Erde bedeckt sind. Mit jedem weiteren Schritt fühlten sich die Teilnehmer der Natur immer verbundener und merkten, dass es körperliche Arbeit ist, einen Baum zu pflanzen. Schon jetzt freuten sich einige Kinder auf die Ernte der Bäume.

Nachdem die Wurzeln der Bäume mit Erde bedeckt und der Wetterpfahl eingehauen war, haben die Kinder die Bäume noch mit einer Schutzfarbe eingepinselt, um sie vor Frostrissen und Sonnenbrand zu schützen. Abschließend gab es noch einen Schutz in Form einer Schilfmatte, und mit einem Band wurden die Bäume am Wetterpfahl befestigt.

Diese Pflanzaktion wurde von Ulrike Melzer (Kunsttherapeutin) und ihrer Gruppe künstlerisch begleitet. So sind einige Bilder entstanden, die später in einer Ausstellung im Technologiezentrum Freital ausgehängt werden.

Dieser Tag war nicht nur ein Abenteuer, sondern auch ein wichtiger Schritt auf dem Weg, die Natur zu schützen und als Naturwächter für kommende Generationen einzustehen.

Naturschutzfreundliche Grüße
Lukas Vogt & Milana Müller
Umweltzentrum Freital e.V. | Umweltbildungshaus Johannishöhe

Interesse? Mehr Praxistage und Camps der Jungen Naturwächter findet ihr unter https://www.naturschutzstation-osterzgebirge.de/junge-naturwaechter/veranstaltungen/

Fotos und Text: Lukas Vogt

Verantwortlich für den Beitrag und Ansprechpartner für die JuNas aus Freitals ist die Naturschutzstation Osterzgebirge.