Die Jungen Naturwächter aus Eppendorf haben es sich zur Aufgabe gemacht, wie jedes Jahr, die Nistkästen um Eppendorf zu reinigen und zu kontrollieren. Gemeinsam mit ihrem Gruppenleiter Herrn Vogel, ziehen sie mit einer langen Leiter und Spezialwerkzeug los. Sicherheit geht natürlich vor, nicht nur beim Steigen in luftige Höhe, sondern auch beim Reinigen: Die Nester sollten nicht direkt angefasst werden, Handschuhe und Hilfswerkzeug sind Pflicht.



Die Reinigung ist aber nicht nur wichtig, damit die Vögel im Frühjahr freie Nistmöglichkeiten finden, in denen sie ihre Nester bauen können. Die Nester werden auch dokumentiert: welche Art in welchem Kasten gebrütet hat und ob die Brut erfolgreich war, erkennen die kleinen Experten anhand von Nistmaterial und Spuren im Nistkasten. Auch die Kästen selbst müssen überprüft werden. Kaputte Kästen werden ausgetauscht oder in der kleinen Werkstatt der JuNas repariert.
300 Nistkästen gibt es insgesamt, um die sich gekümmert werden muss. Die drei Eppendorfer JuNa-Gruppen helfen bei gutem Wetter fleißig mit. Am Montag haben die 13 JuNa-Kinder im Alter von 7 bis 10 Jahren insgesamt 8 Kästen kontrolliert. Dabei wurden Nester von Meisenarten, Star, Kleiber und Trauerschnäpper gefunden. Manchmal sind die Nisthöhlen auch von Gelbhalsmäusen, Fledermäusen, Hornissen oder Hummeln bewohnt.
Fotos: Dorothea Grimm
Verantwortlich für den Text und Ansprechperson für die JuNa-Gruppe in Eppendorf ist der LPV Mulde/Flöha e.V.
In unserer Naturherberge in Rübenau verbrachten 23 Kinder und Jugendliche eine ereignisreiche Ferienwoche am Erzgebirgskamm. Dank großzügiger Apfelspenden war es möglich, den Saft selbst zu pressen. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer hatten die Möglichkeit, sich aktiv zu beteiligen, und den gesamten Prozess vom Schneiden über das Pressen bis hin zum Abfüllen kennenzulernen und das Ergebnis ihrer Arbeit in Bag-in-Boxen mit nach Hause zu nehmen.
Bei der traditionellen Ganztagswanderung ging es dieses Mal nach Tschechien auf den Lauschhübel (Cihadlo). Dabei wurde die Gelegenheit zum Sammeln und Bestimmen von Pilzen genutzt. Darüber hinaus konnten die TeilnehmerInnen die Rübenauer Umgebung sowie den Nachbarort Kalek erkunden. Für die Wanderung wurden außerdem Wanderstöcke angefertigt, wobei sich die Kinder in einer Kreativ-Challenge messen konnten.



Da Medienkompetenz ein essenzielles Thema der heutigen Generation ist, wurde sie auch in unserer Campwoche bewusst geschult. Unter fachlicher Betreuung von Manuela und Max von der Erzgebirgischen Medienkompetenzstelle hatten die TeilnehmerInnen die Möglichkeit, ein Stop-Motion-Video zum Thema Natur mit selbst gesammeltem Naturmaterial zu erstellen.
Sophia, eine Naturpädagogin aus dem Osterzgebirge, bereicherte die Campwoche mit einem Projektabend zum Thema Eulen. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer konnten auf spielerische Weise Wissen erwerben und nahmen im Anschluss an einer Nachtwanderung teil.
Aufgrund des durchwachsenen Wetters mit viel Regen fanden viele Freizeitaktivitäten im Haus statt, wie Musizieren, Henna, Malen und Gemeinschaftsspiele sowie Gruppenspiele. Darüber hinaus engagierten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer bei der Vor- und Nachbereitung der Mahlzeiten.
Traditionell wurde die Woche mit unserer Heu-Olympiade und der Camp-Disco abgerundet.
Text: Hannah Zoll; Fotos: Babett Schreiter
Verantwortlich für die JuNa-Angebote im Erzgebirge ist die Naturschutzstation Pobershau.
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- Ein Jahr für die Wildbienen – die Jungen Naturwächter und das Projekt Bienen-Brücken-Bauen →
Im Jahr 2025 haben sich die Jungen Naturwächter vom Haus der Natur vertieft mit dem spannenden Thema Wildbienen und einheimische Wildpflanzen beschäftigt. Gemeinsam mit dem Projekt Bienen-Brücken-Bauen vom Umweltzentrum Dresden konnten die Jugendlichen tief in die faszinierende Welt der fleißigen Bestäuber eintauchen.
Im April führte Annett Römer mit einem anschaulichen Wildbienen-Workshop in das Thema ein: Warum sind Wildbienen so wichtig? Wie unterscheiden sie sich von Honigbienen? Und was brauchen sie zum Leben?



Anschließend durften die JuNas mit Christine Hausdorf die Gärtnerei des Projektes besuchen. Dort werden heimische Wildpflanzen herangezogen, die besonders wertvoll als Nahrungsquelle für Wildbienen sind. Zwischen duftenden Kräutern und blühenden Wiesenpflanzen lernten die Jugendlichen verschiedene Wildbienen-Bruthilfen und Lebensräume kennen – und packten selbst mit an!






Beim sogenannten Pikieren, also dem vorsichtigen Vereinzeln junger Pflänzchen, sorgten sie dafür, dass jede Pflanze genug Platz zum Wachsen bekommt. Im Mai stand Topfpflege auf dem Programm: Mit viel Geduld und Fingerspitzengefühl drehten die JuNas zahlreiche Pflanzen in ihren Töpfen, damit die Wurzeln nicht einwachsen und die Pflanzen später gut umgesetzt werden können.



Und im August folgte der krönende Abschluss – die Samenernte! Die Jugendlichen sammelten die reifen Samen der Wildblumen, um sie im kommenden Jahr wieder aussäen zu können.
So schloss sich der Naturkreislauf – vom Keimling bis zur neuen Saat. → → Ein spannendes, lehrreiches und vor allem bienenfreundliches Jahr, das allen großen Spaß gemacht hat!
Text und Fotos: Judith Hoffmeister und Eva-Maria Bühn.
Ansprechpartner für diese Jungen Naturwächter ist das Haus der Natur Dresden.
In den zwei JuNa-Treffen im September 2025 begaben sich die JuNas aus Limbach-Oberfrohna auf die Spuren unserer heimischen Webspinnen. Zunächst zeichneten sie unter Anleitung den zweiteiligen Körperbau einer Spinne und lernten dabei, dass sich die acht Beine immer und ausschließlich am Vorderkörper befinden und dann nach vorn und hinten gestreckt werden können. Mit Klopfschirm, Streifkescher und Becherlupe gingen die JuNas auf Spinnenpirsch und fanden eine Vielzahl unterschiedlicher Arten, die wir anschließend versuchten zu bestimmen – gar nicht so einfach, aber auf Familienniveau reichte uns auch erstmal aus. Dabei machten wir uns mit dem Binokular auf die Suche nach den zumeist acht Augen der Spinnen und bestaunten die Sinneshaare an den Beinen, mit denen die Spinnen fühlen, hören und sogar riechen können.



Spannend war es auch, etwas über das Fressverhalten der Spinnen zu lernen: Dass sie dem Beutetier, zum Beispiel einem Insekt, einer anderen Spinne, einer Assel oder ähnliches, das auch viel größer als sie selbst sein kann, einen Giftbiss zufügen und dabei ein Sekret abgeben, welches das Innere des Beutetiers verflüssigt. Dann „schlürfen“ sie die Beute quasi aus. Wir Menschen werden übrigens nicht als Beute betrachtet und die Kieferklauen kommen nur bei sehr wenigen heimischen Arten überhaupt durch unsere Haut.
Auf jeden Fall hatte zum Schluss keiner der Teilnehmenden mehr Angst vor (kleinen) Spinnen – die schiere Vielfalt an Farben, Formen und Beutestrategien faszinierten uns und Spinnen werden uns bestimmt noch auf weiteren JuNa-Exkursionen begleiten.
Text: Peggy Stöckigt; Fotos: Benjamin Franke und Peggy Stöckigt
Verantwortlich für den Beitrag und Ansprechpartner für die JuNas in Limbach-Oberfrohna ist die Kreisnaturschutzstation Gräfenmühle / LPV Westsachsen e. V.
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- Preisgekrönter Färbergarten →
Die Jungen Naturwächter-Gruppen der Naturschutzstationen Partheland sowie Borna-Birkenhain gehören zu den diesjährigen Preisträgern des Leipziger Kinder- und Umweltwettbewerbs. Bei der feierlichen Preisverleihung am 17. September überreichte Jugendbürgermeisterin Vicki Felthaus die Auszeichnung für ihr gemeinsames Projekt – einen artenreichen Färbergarten.
In der Wettbewerbskategorie „Junge Naturwächter Sachsen – Wir machen mit!“ überzeugten die JuNas mit einem Ton- und Fotobeitrag über ihr Projekt: Seit dem Frühjahr kultivieren die jungen Naturforscher:innen im Alter zwischen 8 und 18 Jahren auf dem Gelände des Leipziger Zaubergartens traditionelle Färberpflanzen – fachlich begleitet vom Leipziger Modelabel Lokaltextil mit Lena Seik und Eva Howitz.

Gemeinsam lernten sie Pflanzen wie Waid, Färberknöterich, Rainfarn oder Färberkamille kennen und pflanzten diese mit viel Hingabe an. Ziel des Projekts: Die Rückbesinnung auf alte, umweltschonende Färbetechniken – ein bewusster Gegenentwurf zur globalen Textilindustrie, in der rund 90 Prozent der Kleidung synthetisch gefärbt werden. Diese Praxis hat dramatische Folgen für die Umwelt: Schätzungsweise 200.000 Tonnen synthetischer Farbstoffe gelangen jährlich über Waschprozesse in Flüsse, Seen und Meere – mit schwerwiegenden Konsequenzen für das weltweite Frischwasser. Die JuNas wollen zeigen, dass es auch anders geht – und das Wissen um nachhaltige Pflanzenfärbung wiederbeleben. Im Oktober werden sie die ersten Pflanzen ernten und mit dem Färben experimentieren.






Das Projekt leistet damit auch einen wichtigen Beitrag zum Nationalen Aktionsplan Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE). Doch der Färbergarten ist weit mehr als ein Lernort: Er ist zugleich ein wertvoller Lebensraum für zahlreiche Tierarten. Viele der eingesetzten Pflanzen bieten heimischen Insekten Nahrung und Schutz – allen voran der Rainfarn. Diese leuchtend gelbe Pflanze ist nicht nur eine hervorragende Färberpflanze, sondern auch ökologisch besonders wertvoll: Ihre Blüten bieten Nektar und Pollen für bis zu 81 Wildbienenarten. Auch 25 Schwebfliegenarten – von denen auch einige Arten als gefährdet gelten – profitieren von dem leicht zugänglichen Nektar des Rainfarns.
Fazit: Der preisgekrönte Färbergarten ist ein inspirierendes Beispiel für praktischen Umweltschutz, gelebte Nachhaltigkeit und intergenerationelles Lernen. Ein Projekt, das zeigt: Wenn junge Menschen anpacken, kann aus einer alten Beetfläche ein blühendes, buntes Zeichen für die Zukunft entstehen.
Fotos und Text: J. E. Wegner
Verantwortlich für den Beitrag und Ansprechperson für diese JuNa-Gruppe ist die Naturschutzstation Partheland.

