Am 18. September bekamen die Jungen Naturwächter im Pfaffengut Besuch von der Fledermaus-Expertin Sonja Fischer. Dabei erfuhren sie allerlei Wissenswertes zu den „Kobolden der Nacht“, erkundeten das Winterquartier der Fledermäuse im Pfaffengut und lernten spielerisch deren Lebensweise kennen.

Text: Anna Schuster

Verantwortlich für diese JuNa-Gruppe ist das Pfaffengut Plauen.

Teil 1 unseres Projektes „Alles Klima oder was?“

Das Projekt naturnahes Bauen stand am 28. August 2025 und 5. September 2025 auf dem Plan der Kinder- und Jugendumweltgruppe der Ökostation in Naundorf. Am 28. August bereiteten die Kinder jede Menge Lehmbausteine vor. Außerdem wurden 2 kleine Fachwerkhäuser gebaut und vorbereitet. Martin und Stefan vom Naturbau Campus aus Oschatz besuchten die Grüne Welle in Naundorf am 5. September 2025.

Sie gaben eine Einführung, warum Lehm gut für nachhaltiges Bauen ist. Lehm ist der älteste Baustoff, den es gibt. Seine Wiederverwendbarkeit zeichnet ihn aus. Dadurch ist er nachhaltig und gut für die Umwelt. Weiterhin sorgt er für ein gutes Wohnklima. Auch Feuchtigkeit wird vom Lehm aufgenommen.

Viele Fragen der Kinder wurden nun beantwortet. Nach der Einführung wurden die Häuser und der Mörtel zum Bauen vorbereitet. Dann ging es los, die Gefache der Fachwerkhäuser wurden ausgemauert. Es herrschte reges Treiben. Es wurden viele Wände gemauert, versiegelt und verspachtelt. Stein auf Stein, das Häuschen wird bald fertig sein, lautete das Motto…

Alle Häuser nahmen Gestalt an. Als die Häuser fertig waren, durften die Kinder ihre Initialen in die Wände, die sie gebaut hatten, schreiben so, dass die Wände später mal wieder erkannt werden. Nachdem alle Wände fertig signiert und verputzt waren, trugen die Kinder, die Häuser an ihren Platz. Die Dächer aus Spanplatten wurden auf die Häuser geschraubt und Martin und Stefan waren stolz auf uns, dass wir das so gut gemacht hatten.

Später sollen mal Insektenhotels aus den Lehmhäusern gemacht werden. Dazu wird u.a. noch ein Schilfdach angefertigt und Sand in das Innere der Hauser gefüllt, so dass sich darin mal die Insekten wohlfühlen. Wir hoffen, dass Insekten sich darin wohlfühlen und wir uns dann immer an unser Projekt erinnern. Vielleich können wir schon im nächsten Frühjahr Insekten in den Häusern beobachten.

Vielen Dank für das erlebnisreiche und spannende Projekt an Stefan und Martin. Es hat sehr viel Spaß gemacht.

„Diese Maßnahme wird mitfinanziert mit Steuermitteln auf der Grundlage des von den Abgeordneten des Sächsischen Landtages beschlossenen Haushalts“

Text: Juna – Kind Estelle Brandt; Fotos: Corina Brandt

Verantwortlich für den Beitrag und Ansprechpartner für die JuNas aus Naundorf ist die Ökostation Naundorf.

Im September 2025 traf sich unsere neu zusammengesetzte JuNa-Gruppe „Das wilde Wolfsrudel“ zu einem spannenden Tag rund um das Thema Bodentiere. Von 10 bis 15 Uhr verbrachten wir gemeinsam einen abwechslungsreichen Tag in und um der Auwaldstation Leipzig.

Zu Beginn stempelten die JuNas ihre Logbücher und stellten sich in einer Kennenlernrunde vor. Da ich, Caro, die neue Gruppenleitung übernommen habe, war es ein guter Start, Namen, Lieblingstiere und Hobbys auszutauschen. Anschließend erklärten die Kinder ihre Gruppenregeln. Neu dazu kam unsere „Jaul-Regel“: Wenn der Leitwolf jault, versammelt sich das ganze Rudel, jault gemeinsam und danach wird aufmerksam zugehört.

An unserem Thementisch stand diesmal der Maulwurf im Mittelpunkt. Wir sprachen darüber, wie er lebt, jagt und was er frisst. Dazu passte das Spiel „Maulwurf und Regenwurm“: Mit verbundenen Augen mussten die „Maulwürfe“ die langsam kriechenden „Regenwürmer“ fangen.

Im Anschluss widmeten wir uns den Bodentieren. Gemeinsam sammelten wir Bodenproben, bestimmten die Tiere mit Pinseln, Becherlupen und Handmikroskopen und lernten Begriffe wie Mikro-, Meso- und Makrofauna kennen. Besonders spannend war es, einen Regenwurm auf Alufolie kriechen zu lassen, denn durch die feinen Borsten ist tatsächlich ein leises Rascheln hörbar. Auch einen Tausendfüßer konnten wir vorsichtig über unsere Hände laufen lassen, um die vielen kleinen Beine zu spüren.

Bei einer gemütlichen Mittagspause mit Tee hörten wir einen spannenden Hörbeitrag über Ameisen, was uns für einen Moment zur Ruhe brachte. Danach warteten drei Aktionen auf die Kinder:

Beim Tonbasteln entstanden aus Ton, Zahnstochern, Pfeifenreinigern und vielen Wackelaugen Mäuse, Hermeline, Asseln und Regenwürmer. Im neuen JuNa-Ordner gestaltete jedes Kind ein eigenes Infoblatt mit Einklebebildern von Bodentieren und kleinen Wissensfragen. Im Sobble-Spiel wiederholten wir spielerisch verschiedene Bodenorganismen, sodass die Kinder ganze 31 Arten unterscheiden konnten – WOW!

Dazu gab es Wimmelbilder, Erkundungsbücher und Malstationen. Als aktiver Abschluss wurde anschließend das Spiel „Wer hat meinen Regenwurm geklaut?“ gemeinsam gespielt.

Am Ende gab es die Fritzi-Schleimfuß-Runde. Mit dem Schnecken-Kuscheltier in der Hand erzählte jedes Kind, was ihm besonders gefallen hat: Das Basteln mit Ton und das Graben nach Bodentieren waren klare Favoriten. Weniger schön fanden die Kinder, dass es manchmal sehr laut und unruhig war. Gemeinsam beschlossen wir, künftig stärker darauf zu achten, ein angenehmeres Gruppenklima zu schaffen, damit sich jeder Wolf im Rudel wohlfühlt und gehört wird.

So ging ein ereignisreicher Tag voller Entdeckungen und Gemeinschaft zu Ende und das wilde Wolfsrudel wächst weiter zusammen.

Ein lautes Rudel-Heulen zum Abschied, wir sehen uns beim nächsten Treffen!

Text: Caro und das wilde Wolfsrudel; Fotos: Caro und Fabiana

Verantwortlich für diese JuNa-Gruppe ist die Auwaldstation Leipzig GmbH.

Warum sind Enten im Wasser nicht sofort durchnässt? Wieso sehen Eulenfedern aus wie Baumrinde? Und weshalb wechseln Vögel jedes Jahr ihr Gefieder?
Das haben sich die Grashüpfer beim letzten Treffen gefragt und tauchten ins spannende Thema „Vogelfedern“ ein. Gemeinsam entdeckten sie, dass Federn nicht nur wunderschön aussehen, sondern auch viele spezielle Aufgaben haben: Sie halten warm, machen unsichtbar, helfen beim Fliegen oder beeindrucken bei der Partnersuche.
Beim Feder-Zuordnungsspiel konnten die Kinder selbst zum Federforscher werden: Welche Feder gehört zu welchem Vogel? Da wurde genau geschaut und verglichen – und so mancher Aha-Moment erlebt. Die weißen Punkte auf der Feder des Perlhuhns sind z.B. viel kleiner als die des Buntspechtes.
Zum Abschluss wurde es kreativ: Aus Pappe entstanden bunte Schreibfedern, die jedes Kind nach eigenen Ideen gestaltete. So konnte alle nicht nur Wissen, sondern auch eine selbstgemachte Schreibfeder mit nach Hause nehmen.
Ein Nachmittag, bei dem klar wurde: Federn erzählen Geschichten – man muss nur genau hinschauen.

Text und Fotos: Judith Hoffmeister

Verantwortlich für den Beitrag und Ansprechpartner für die JuNa-Gruppe „Grashüpfer“ ist die NAJU Dresden mit dem Haus der Natur.

waren die Jungen Naturwächter im Zittauer Gebirge bei ihrem letzten Treffen zum Thema „Wer hat an meinen Blättern gefressen?“. Nach dem obligatorischen Anfangsspiel, bei dem die Kinder in die Rollen aller möglichen Tiere schlüpfen konnten verschafften wir uns bei einem Rundgang durch das Ökozentrum Schülerbusch zunächst einmal einen Überblick über angefressene Blätter. Und tatsächlich: den Blick einmal dafür geschärft, konnten wir kaum Blätter finden, an denen nicht wenigstens ein kleines Stück fehlte, in denen keine kleineren oder größere Löcher reingefressen wurden oder sich nicht irgendwelche merkwürdige Gebilde an den Blättern befanden. Nun ging es darum, herauszufinden, wer hier Hunger hatte. Die kleinen Naturdetektive bekamen die Aufgabe, verschiedene Blätter mit Löchern zu sammeln. Die zahlreichen gefundenen Blätter wurden nun nach Arten sortiert und Vermutungen angestellt, wer denn daran gefressen haben könnte. Hierbei hatten die JuNas schon viele gute Ideen, aber wir wollten es genauer wissen. Mit zahlreichen Büchern und einer Zusammenstellung von blätterfressenden Tierarten fanden die Kinder den oder die möglichen Täter. Mit unter den Bäumen ausgelegten hellen Tüchern und mehreren Klopfproben konnten wir die vermuteten Täter Dickmaulrüssler und die Raupe des Frostspanners sogar direkt überführen.
Bei den Klopfproben waren alle erstaunt, wie viele Tiere, nebst der gesuchten Blätterfresser, von den Bäumen regneten. Neben einigen Käfern und Raupen krabbelten auch zahlreiche Spinnen, Wanzen und Läuse über die Tücher.


Die Kinder lernten, dass viele Tiere auf eine oder einige wenige Baumarten spezialisiert sind. Oft findet man die Vorliebe der Tiere oder deren Larven bereits im Namen: Buchenspringrüssler, Eichenprozessionsspinner und Pappelblattroller sind nur einige Beispiele. Die Kinder ertappten die Larve des Eichelbohrers, eines imposanten Rüsselkäfers, der seine Eier in Eicheln legt, auf frischer Tat, fanden in Eichengallen die Larven sowie ein ausgewachsenes Insekt der Eichengallwespe und konnten sogar Lindenminiermotten im Mikroskop beobachten.
Die detektivische Suche nach den Lochverursachern war für alle sehr spannend und die Kinder nahmen viele neue Erkenntnisse mit nach Hause.

Text & Fotos: Elfi Kühnel

Verantwortlich für den Beitrag und Ansprechpartner für die JuNas im Zittauer Gebirge ist das Naturschutzzentrum Zittauer Gebirge gGmbH.