Der Januar hielt für die Jungen Naturwächter in Chemnitz jede Menge spannende Naturerlebnisse bereit. Los ging es in der Naturschutzstation mit der Artenkenntnisvermittlung zu Wintervögeln: Rotkehlchen, Kohlmeise und Dompfaff standen auf dem Programm, und bei einer kleinen Trockenübung lernten die Kinder, genau hinzuschauen – Ferngläser inklusive. Dieses Wissen konnten sie gleich bei der Exkursion zur „Stunde der Wintervögel“ ausprobieren. Trotz minus 8 °C stapfte ein kleiner Vogelbeobachtungstrupp durch Schnee und Frost und dokumentierte fleißig die gefiederten Wintergäste. Danach war handwerkliches Geschick gefragt: Beim Herstellen von Wintervogelfutter mischten die JuNas Fett, Körner, Nüsse und getrocknete Insekten zu eigenen Futtermischungen. Diese füllten sie in nachhaltige Holz-Futterstangen und nahmen ihre fertigen Werke mit nach Hause, um dort die Vögel beim Naschen zu beobachten.



Auch die heimlichen Nachtschwärmer kamen nicht zu kurz. Fledermausexperte Reimund Francke brachte den JuNas in spannenden Vorträgen die geheimnisvolle Welt der Fledermäuse näher – von ihrer Lebensweise bis zu den erstaunlichen Fähigkeiten der Tiere. Höhepunkt war die Fledermausexkursion zu den Winterquartieren in den Felsendomen Rabenstein, bei der die JuNas gemeinsam mit Holger Tippmann, einem Kollegen von Reimund Francke im sächsischen Fledermausschutz, die Winterquartiere erkundeten. Die Kinder kannten ihn bereits von Fledermausveranstaltungen im vergangenen Jahr und freuten sich auf die erneute gemeinsame Exkursion. Ein großer Dank geht an die Betreiber der Felsendome Rabenstein, die uns erneut kostenfreien Zugang zum Besucherbergwerk ermöglichten, und natürlich an Holger Tippmann für die Organisation und Durchführung. Ausgestattet mit Helm und Taschenlampe gingen die JuNas vorsichtig in die verwinkelten Höhlen auf die Suche nach den ruhenden Fledermäusen – alle fünf vorkommenden Arten konnten entdeckt werden, ein echtes Winterabenteuer!




Abgerundet wurde der Januar mit dem Thema „Lebewesen des Jahres“, bei dem die JuNas spannende Einblicke zu mehreren ausgewählten Arten bekamen. Von seltenen Insekten bis zu außergewöhnlichen Pflanzen – es gab viel zu entdecken und neue Lieblinge zu finden.


Text: Benjamin Franke (BUND Regionalgruppe Chemnitz)
Fotos: B. Franke, M. Fanghänel und L. Heinrich
Verantwortlich für diese JuNa-Gruppe ist der BUND Regionalgruppe Chemnitz.
Voller Spannung starteten die Jungen Naturwächter Zittauer Gebirge in ihr Treffen am 27.01.2026. Denn zunächst mussten die Kinder das Thema, um das es dieses Mal gehen sollte, erraten. Mit geschickt gestellten „Wer bin ich?“ Fragen, welche nur mit „Ja“ oder „Nein“ beantwortet werden durften, fanden drei Kinder bald heraus, dass sie ein Keiler, eine Bache und ein Frischling, also eine heimische Wildschweinfamilie waren. Nach einem kurzen Wissensinput zum Wildschwein, wurden 2 Rotten, also zwei Gruppen von Wildschweinkindern und -müttern, gebildet, die auf einer Wiese auf Futtersuche gehen sollten. Da die Wiese ziemlich hoch war und etwas Schnee lag, war es gar nicht so einfach, alles Futter zu finden. Die Wildschweine mit ihren superfeinen Spürnasen hätten dabei bessere Karten gehabt. Selbst Kastanien können sie unter der Erde erriechen. Für unsere menschliche Nase undenkbar. Das gefundene Futter wurde dann ausgewertet. Also: was davon fressen Wildschweine und was nicht? Heraus kam: fast alles. Baumfrüchte, Beeren, Wurzeln, Pilze, Mäuse, Amphibien, Insekten, Würmer und Co.



Dann ging es auf Spurensuche. Wo sind Wildschweine unseren Weg gekreuzt? Wo haben sie nach Nahrung gesucht? Wo geschlafen? Und wo haben sie sich an Bäumen, sogenannten Malbäumen, geschuppert? Nach und nach entdeckten wir eine Spur nach der anderen. Das Highlight war die Tagesaufgabe. Jedes Kind sollte den Gruppenleitern eine Wildschweinborste bringen. Binnen kurzer Zeit später wuchs die Sammlung auf zwei Dutzend Borsten. Die kleinen Detektive untersuchten jeden Malbaum genau und wurden immer wieder fündig, so dass jeder ein paar Borsten mit nach Hause nehmen konnte. Im abschließenden Quiz wurden alle Fragen richtig beantwortet. Darunter auch die Frage: „Wer fördert durch sein Wühlen das Keimen von Baumsamen und hilft so dem Wald, sich selbst zu erneuern?“ Wisst ihr es auch??


Text und Fotos: Elfi Kühnel
Verantwortlich für diese JuNa-Gruppe ist die Naturschutzstation südliche Oberlausitz.
- ← Winterliche Entdeckungen – Was die Chemnitzer JuNas im Januar erlebt haben
- Bronze für die JuNas in Burgstädt! →
Am Samstag, den 17.01.2026, durften drei Junge Naturwächter von der NABU-Naturschutzstation Herrenhaide e.V. einen ganz besonderen Moment erleben. Statt Wanderschuhen und regenfester Outdoorkleidung, wie sonst, haben wir uns in Schale geworfen – mit schicker Bluse, Hose oder Kleid. Denn wir waren bei der Ehrenamtsehrung in Burgstädt eingeladen. In der Kategorie Jugend waren wir zusammen mit sieben weiteren Kindern/Gruppen nominiert – und haben den dritten Platz gewonnen! Juhu!
Nominiert wurden wir vom Verein der „Freunde und Förderer der Diesterwegschule Burgstädt“, in dem auch zwei Mütter von uns aktiv mitarbeiten. Dafür möchten wir uns herzlich bedanken.


Schon vor der Preisverleihung waren wir sehr aufgeregt, denn wir wussten nicht, ob wir vor den rund 300 Gästen eine Rede halten müssten. Als wir schließlich auf das Siegertreppchen gerufen wurden, war die Freude riesig. Zum Glück mussten wir keine Rede halten, sondern durften „nur“ unsere Geschenke entgegennehmen und für die Fotos lächeln.
Als Preis erhielten wir ein Preisgeld von 100 Euro, eine Urkunde sowie für jeden von uns einen Burgstädt-Rucksack. Besonders schön war es, diesen Moment gemeinsam zu erleben. Die Ehrenamtsfeier wird uns noch lange in Erinnerung bleiben und motiviert uns, uns auch weiterhin mit viel Freude und Einsatz zu engagieren.
Eine letzte Frage bleibt: Wie viel Eis kann man wohl für 100 Euro kaufen?
Text: Betty Neumann; Fotos: Denise Weigelt
Verantwortlich und Ansprechperson für die JuNa-Gruppe ist die NABU-Naturschutzstation Herrenhaide e.V. in Burgstädt.
Am 24. Januar 2026 fand das erste JuNa-Treffen der Gruppe „Das wilde Wolfsrudel“ im neuen Jahr statt. Zum Einstieg sangen wir einem JuNa-Kind ein Geburtstagslied und überreichten einen JuNa-Button. Anschließend erzählten alle, was seit dem letzten Treffen ihr spannendstes Erlebnis gewesen war, ein schöner Start ins neue Jahr.
Ein Blick auf den reich gedeckten Thementisch zeigte sofort, womit wir uns an diesem Tag beschäftigen würden: Vogelpräparate, Schaubilder zu Flügeln und Vogelfüßen sowie verschiedene Federn luden zum Staunen, Vergleichen und Fragenstellen ein. Gemeinsam überlegten wir, was Vögel eigentlich ausmacht, welche typischen Merkmale sie haben und ob wirklich alle Vögel fliegen können. Außerdem sprachen wir darüber, warum naturschutzfachliche Vogelzählungen so wichtig sind, um Populationstrends zu erkennen und Arten langfristig schützen zu können. Schnell war klar: Wir wollten selbst herausfinden, welche Vogelarten es in unserem Naturschutzgebiet gibt. Dafür füllten wir zunächst Futterstationen in und um die Auwaldstation und begaben uns anschließend auf Beobachtungstour. Mit etwas Geduld und ruhigem Verhalten konnten wir verschiedene Arten entdecken, darunter Kohlmeise, Blaumeise, Kleiber und Rotkehlchen sowie Wasservögel wie Stockenten, Gänsesäger und Kormorane.



Da es draußen kalt war, sorgte ein Bewegungsspiel für neue Wärme: Wir probierten aus, ob wir uns wie flinke Amseln in Gruppen sammeln können, um uns vor Greifvögeln zu schützen. Spielerisch erfuhren wir so, welche wichtige Rolle Gemeinschaft und Zusammenhalt in der Vogelwelt spielen. Zum Abschluss im Freien lernten wir noch verschiedene Vogelschnäbel kennen und erfuhren, welche Funktionen sie haben und was sie über die Lebensweise der Vögel verraten, zum Beispiel der Hakenschnabel von Fleischfressern zum Festhalten und Reißen der Beute.
Anschließend ging es ins Warme. In der Mittagspause lauschten wir einem Hörbeitrag über Pinguine und Seeadler, bevor der Nachmittag kreativ wurde. Gemeinsam bastelten wir unsere eigenen Vögel. Jedes Kind wählte eine Lieblingsvogelart und gestaltete das Gefieder der Bastelvorlage ganz nach eigenen Vorstellungen. So entstanden Eisvögel, Rotkehlchen, Buntspechte, Kleiber und sogar ein Haussperlingspaar, bei dem Männchen und Weibchen unterschiedliche Färbungen aufweisen.


Zum Wiederholen unseres neu gewonnenen Wissens gab es ein Kreuzworträtsel, bei dem die JuNas noch einmal zeigen konnten, wie gut sie sich die Vogelarten gemerkt hatten. Zum Abschluss fand wie immer unsere Fritzi-Schleimfuß-Feedbackrunde statt, in der jedes Kind erzählen durfte, was ihm besonders gut gefallen hat und was es sich für das nächste Treffen wünscht.
So ging ein abwechslungsreicher Winter-JuNa-Tag voller Beobachtungen, Bewegung und Kreativität zu Ende.
Wir freuen uns auf viele weitere gemeinsame Entdeckungen im neuen Jahr –
ein fröhliches Rudel-Heulen zum Abschied!
Text und Fotos: Caro Rackwitz
Verantwortlich für diese JuNa-Gruppe ist die Auwaldstation Leipzig gGmbH.
Bei ihrem letzten Treffen haben sich die Jungen Naturwächter Zittauer Gebirge mit der Vogelbeobachtung beschäftigt.
Welche Vögel bleiben im Winter bei uns? Wie füttere ich Vögel richtig und wie verhalten sich die verschiedenen Arten bei ihrer winterlichen Futtersuche? All das lernten die Kinder bei einem einleitenden Verkleidungsspiel und der anschließenden Beobachtung und Vogelzählung an einer Vogelfutterstelle. Natürlich wollten wir unsere Beobachtungen auch teilen und machten mit bei der deutschlandweiten Schulstunde der Wintervögel.

Dafür hieß es zunächst einmal, die heimischen Wintervögel zu wiederholen und zu festigen. Um die richtige Zählmethode einzuüben verkleideten sich die Kinder abwechselnd in Blau- und Kohlmeisen, Feldsperlinge, Grünfinken, Haubenmeisen und Rotkehlchen. Jeder Vogel packte erstmal seinen Aufgabenzettel aus und las, was er wie an der Futterstelle verspeisen sollte. Dann flatterten die hungrigen Vogelkinder zum Buffet, knackten sich Nüsse vor Ort, suchten die richtigen Kekse oder flogen mit einem eingepackten Bonbon eifrig zurück ins Geäst. Je ein Kind übte währenddessen mit den Gruppenleitern die richtige Zählmethode ein. Denn es darf immer nur die höchste Anzahl von Vögeln einer Art, welche zur gleichen Zeit sichtbar sind, notiert werden! So sollen Doppel- und Mehrfachzählungen vermieden werden und die Ergebnisse der Zählung besser vergleichbar sein. Die Kinder hatten viel Spaß dabei, sich in die verschiedenen Vogelarten zu verwandeln und an der Futterstelle zu naschen. Nachdem alle die Zählmethode sicher anwenden konnten und die Futterstelle leergefuttert war, ging es ans Beobachten.

So lange stillsitzen und sich nicht oder nur ganz leise zu unterhalten ist wirklich anstrengend. Also für die Kinder😉. Trotzdem haben wir es mit der Aussicht auf Erfolg dann doch geschafft und konnten Blau- und Kohlmeisen, Kernbeißer, Feldsperlinge, zwei Kleiber und zum Schluss sogar noch einen Baumläufer beobachten!
Text: Elfi Kühnel; Fotos: Martin Schubach
Verantwortlich für diese JuNa-Gruppe ist die Naturschutzstation südliche Oberlausitz.
