Am 3. September 2025 traf sich die große Kinderumweltgruppe aus Naundorf, um mit Olaf Schmidt in die Hohburger Berge zu fahren. Dort angekommen sind wie in sein Waldstück gegangen. Nun hieß es 11 Nistkästen zu finden. Wir gingen Kasten für Kasten ab. Gute Bekleidung war gefragt, denn Brombeeren waren überall und versperrten uns die Wege.

Leere Nistkästen, Kästen in denen Nüsse, die vom Siebenschläfer geknackt wurden und Laub drin war, fanden wir. In einem Nistkasten fanden wir ein Hornissennest. Diesen Kasten ließen wir in Ruhe.Im letzten Nistkasten sahen wir einen Schwanz von einem Siebenschläfer, jedoch bewegte er sich nicht mehr. Er war leider tot. Auf dem Weg fanden wir außerdem einen Baum, der von einem Hirsch zum Geweih fegen genutzt wurde. Eine braune Gottesanbeterin beobachteten wir. Zum Schluss zeigte uns Olaf den Dachsbau. Es war sehr interessant. Vielen Dank an Olaf Schmidt und wir versuchen unser Glück im nächsten Jahr wieder.

Text und Fotos: JuNa-Kind Estelle Brandt und Mutti

Verantwortlich für den Beitrag und Ansprechpartner für die JuNas aus Naundorf ist die Ökostation Naundorf.

Am 4. September trafen sich die Jungen Naturwächter im Pfaffengut, um das Leben im und am Teich zu erforschen. Mit Kescher und Becherlupe wurden die verschiedensten Wasserlebewesen gefunden und bestimmt. Im Fokus stand außerdem der Wasserläufer und seine besondere Fähigkeit, auf dem Wasser zu laufen.

Zum Einstieg durften die Kinder das Element Wasser auf besondere Weise erfahren: zwei Kinder legten sich auf den Boden und die anderen hielten eine große Plane über ihnen, auf die Wasser gegossen wurde. Mit sanften und manchmal auch stürmischen Bewegungen wurden die liegenden Kinder vom Wasser umflossen, (fast) ohne dabei nass zu werden.

Weiter ging es zu unserem Teich auf dem Pfaffengut-Gelände. Während die eine Hälfte der Gruppe mit Beate Groh keschern durfte und dabei von Schnecken über Käfer bis hin zu Molchen allerlei faszinierende Wasserlebewesen entdeckte, ging es für den anderen Teil der Gruppe um den Wasserläufer und die Frage, wie er auf dem Wasser laufen kann. Nach einem kurzen Einführungsvideo lüfteten die Kinder mithilfe von Büroklammern, Wachsmalkreiden und Wasserfarben die Geheimnisse rund um Oberflächenspannung und Fett-Wasser-Abstoßung. Nebenbei entstanden tolle und kreative Unterwasser-Bilder.

Nachdem jede Gruppe beide Stationen durchlaufen hatte, erklärte Beate Groh den JuNas und einigen interessierten Eltern noch einmal die Funde. Zum Abschluss wurden alle gefangenen Tiere wieder im Teich freigelassen.

Text: Anna Schuster und Beate Groh

Verantwortlich für diese JuNa-Gruppe ist das Pfaffengut Plauen.

Am Mittwoch, den 03.09.25, war die JuNa-Gruppe „Die Grashüpfer“ ganz nah bei ihren „Verwandten“ – den Heuschrecken!
Zuerst haben wir gelernt, dass es zwei große Gruppen gibt:
Langfühlerschrecken – Ihr offensichtlichstes Merkmal sind natürlich ihre langen, dünnen Fühler, die so lang wie der Körper und bei manchen Arten sogar noch länger sind! Sie sind meist abends und nachts aktiv und „unterhalten“ sich mit leisen Zirplauten.
Kurzfühlerschrecken – Diese Gruppe hat kurze, dicke Fühler. Sie sind kürzer als der Körper lang ist – also ein super Merkmal, um sie von den Langfühlerschrecken zu unterscheiden! Außerdem sind sie tagaktiv und man kann ihre kräftigen und schnellen Zirp-Konzerte auf sonnigen Wiesen hören.
Natürlich wollten wir auch wissen, wie Heuschrecken leben: Die meisten sind Pflanzenfresser und knabbern an Gräsern und Blättern. Manche Arten mögen aber auch kleine Insekten – richtige Allesfresser also! Besonders spannend fanden die Grashüpfer, dass Heuschrecken „Musik machen“ können. Die Langfühlerschrecken reiben dafür ihre Flügel aneinander und die Kurzfühlerschrecken reiben ihre Hinterbeine über ihre Flügel. Jede Art hat ihre eigene Melodie – ein echtes Wiesenorchester.
Auch die Entwicklung haben wir uns genau angeschaut: Heuschrecken durchlaufen eine unvollständige Metamorphose. Aus den Eiern schlüpfen winzige Nymphen, die den erwachsenen Tieren schon ähnlich sehen, aber noch keine Flügel besitzen. Mit jeder Häutung wachsen sie, bis sie schließlich als erwachsene Heuschrecken Flügel tragen und zirpen können. Dann beginnt der Kreislauf wieder von vorne.
Danach ging es hinaus in die Elbwiesen. Mit Wiesenkeschern, Bestimmungsbüchern und Becherlupen machten sich die Grashüpfer selbst auf Entdeckungstour. Schon nach kurzer Zeit hatten wir die ersten Funde im Kescher. Nach genauer Betrachtung waren sich alle einig, dass es sich bei allen um Kurzfühlerschrecken handelt. Beim letzten Streifzug durch die Wiese kam dann noch ein Erfolgserlebnis: Eine Langfühlerschrecke!

Text & Fotos: Judith Hoffmeister

Verantwortlich für den Beitrag und Ansprechpartner für die JuNas vom Haus der Natur in Dresden ist die NAJU Dresden.

Beinahe in ganz Sachsen können sich die Menschen dieses Jahr über massenweise Äpfel freuen. So auch wir JuNas im Zittauer Gebirge. Während einige Sorten noch am Heranreifen sind, haben andere Bäume ihre Früchte schon komplett abgeworfen. Zu Hunderten lagen die Falläpfel auf der Streuobstwiese nahe des Schülerbusches am Zittauer Stadtrand. Ausgestattet mit Sammelkörben und einer mechanischen Saftpresse trafen sich die JuNas vor Ort um die Äpfel zu „retten“ und leckeren Direktsaft daraus herzustellen. Mit vereinten Kräften wurden die schweren, mit zauberhaft aussehenden Äpfeln, beladenen Körbe zur Waschstation gebracht, die Äpfel anschließend geschnitten, in der Raspelanlage weiter zerkleinert und schließlich in die Presse gefüllt. Die Kinder hatten viel Spaß und entdeckten während ihres Tuns die Einzigartigkeit eines jeden Apfels. Einer war schöner als der andere. Schon bald, brach unter einigen Kindern eine Art Wettstreit darüber aus, wer denn nun den schönsten Apfel gefunden habe. Die Fundstücke wurden poliert, präsentiert und zur allgemeinen Bewunderung angepriesen. So dass wir nicht umhinkamen, eine unabhängige Jury zu bilden und zum Abschluss der Veranstaltung die Fundstücke zu prämieren. Der Besitzer des viertschönsten Apfels wurde feierlich zum Apfelbauer gekürt, die zwei Zweitplatzierten konnten sich über den Titel Vize-Apfelkönig freuen und der Finder der schönsten, glänzendsten und im schillerndsten Rot und Gold gezeichneten Frucht fuhr mit dem Titel „JuNa-Apfelkönig 2025“ nach Hause.
Nach getaner Arbeit wurden wir alle mit dem köstlichsten Apfelsaft belohnt, den wir je getrunken haben. Die Kinder waren so begeistert von dem Saft, dass sie am liebsten jeder noch einen Liter mit nach Hause nehmen wollten. Das war gar nicht so einfach, denn wir haben bei all dem Vergnügen auch gelernt, dass es ein langer Weg und eine Menge Aufwand ist, bevor aus den Äpfeln der leckere Saft fertig ist. Nichts desto Trotz bekam jeder noch eine Kostprobe für die Eltern und Geschwister mit nach Hause. Es war eine gelungene Aktion, die die JuNas jetzt am liebsten bis Ende des Jahres wiederholen würden. Genug Äpfel hätten wir ja 🙂

Text & Fotos: Elfi Kühnel

Verantwortlich für den Beitrag und Ansprechpartner für die JuNas Zittauer Gebirge ist das Naturschutzzentrum „Zittauer Gebirge“ gGmbH.

Am 30. August 2025 ging es für 13 Kinder und Jugendliche der Jungen Naturwächer der Ökostation Naundorf mit Elternunterstützung auf zu einen Tagesausflug. Neben etwas zu Trinken und Essen sollte eine geschälte Möhre in den Rucksack. „Warum brauchen wir eine Möhre?“, fragten sich die Kinder und es wurde geraten, wofür sie im Gepäck ist. Mal sehen…

Unser erstes Ziel war das Naturschutzgebiet Werbeliner See. Dort angekommen begrüßte uns Regen. Wir dachten positiv und wünschten uns besseres Wetter. Pünktlich 9:00 Uhr kamen unsere zwei Exkursionsleiter Heike Franke und Franz Jäger. Sie teilten Ferngläser aus und erklärten deren Handhabung. Nun ging es los. Zuerst gab es eine Einführung in das Naturschutzgebiet und uns wurden die Vögel gezeigt, die im Gebiet leben. Mit dem See im Hintergrund erklärte Heike uns, wie früher Kohle abgebaut wurde und schließlich das Naturschutzgebiet entstand.

Ab jetzt war die Sonne unser Begleiter. Auf dem Weg zum nächsten Halt begegneten uns der Sandschnurfüßer, der Brombeerspinner und das Taubenschwänzchen. Schöne Tiere, die man sonst nicht sieht und bisher nicht kannte. Nun drehte sich alles um den Biber. Franz beschrieb uns den Aufbau der Zähne der Biber, die Biberburg und wo er im Naturschutzgebiet lebt. Da es gar nicht so einfach ist, einen aufrecht stehenden Baum zu fällen, durfte testet werden. Die Möhren aus dem Rucksack stellten den Baum dar und jeder knabberte so an der Möhre, dass sie „umfiel“. Es war lustig.

Weiter ging es. Am nächsten Stopp stellten Heike und Franz Spektive auf. Wir beobachteten Vögel und Nester der Kormorane. Highlight war ein Seeadler, der erst gelandet war und nun im Baum saß. Nach einem Picknick suchten wir Insekten auf einer Wiese. Zuerst stellte uns Franz den Dornfinger vor und zeigte uns die Gespinste dazu. Jetzt hatte jeder ein Stück Wiese, was er beobachten sollte und Heike und Franz bestimmten mit uns die Tiere. Ein Bläuling, Grashüpfer und eine Beerenwanze konnten wir finden. Interessant war auch die blauflüglige Ödlandschrecke, die auf der Wiese rum gesprungen ist. Sie hat tatsächlich blaue Flügel.

Zum Abschluss unserer Runde drehte sich alles um den Wolf. Heike zeigte uns Losungen von Wölfen, Fußabdrücke der Wölfe, erklärte uns anhand einer Spur, wie die Wölfe sich fortbewegen. Sie zeigte uns auch, wie der geschnürte Trab funktioniert. Das Rudel, was im Gebiet lebt, wurde uns beschrieben. Wir durften Fotos einer Wildkamera anschauen und sollten zählen, wie viele Wölfe wir sehen. Acht verschiedene Wölfe waren auf einer Fotostrecke zu erkennen.

Jetzt waren vier erlebnisreiche und interessante Stunden um und wir machten auf dem Parkplatz noch ein Gruppenbild. Ein Ausflug an den Werbeliner See ist sehr zu empfehlen.

Vielen lieben Dank an Heike und Franz für die tollen Einblicke in das Naturschutzgebiet.

Für uns ging es weiter an den Schladitzer See. Dort angekommen wurde das Mittagsbuffet aufgebaut. Wraps, Wiener sowie Obst und Gemüse wurden gegessen und die Akkus, insbesondere der Kinder, wieder aufgeladen. 12 Kinder und zwei Begleiterinnen machten dann den See unsicher. Angeleitet von zwei Trainerinnen machten sie sich mit einem Stand Up Paddle Board vertraut. Spielerisch ging es um die Bojen, über die Boards und zum Schluss gelang es einigen Kindern stehend auf dem Board über der See zu gleiten. Ein gelungener Tagesabschluss für alle, auch wenn es ein paar kleine Wunden gab.

Die glücklichen Kinder machten noch ein Gruppenfoto und dann ging es nach einem Stück Kuchen und Melone für alle nach Hause.

Ein großes Dankeschön geht an den Kinderschutzbund Oschatz, der diese Aktion unterstützt hat.

Text: Juna-Kind Estelle Brandt und Mama; Fotos: A. Erdmann und E. Brandt

Verantwortlich für den Beitrag und Ansprechpartner für die JuNas aus Naundorf ist die Ökostation Naundorf.