Bei ihrem letzten Treffen haben sich die Jungen Naturwächter Zittauer Gebirge mit der Vogelbeobachtung beschäftigt.
Welche Vögel bleiben im Winter bei uns? Wie füttere ich Vögel richtig und wie verhalten sich die verschiedenen Arten bei ihrer winterlichen Futtersuche? All das lernten die Kinder bei einem einleitenden Verkleidungsspiel und der anschließenden Beobachtung und Vogelzählung an einer Vogelfutterstelle. Natürlich wollten wir unsere Beobachtungen auch teilen und machten mit bei der deutschlandweiten Schulstunde der Wintervögel.

Dafür hieß es zunächst einmal, die heimischen Wintervögel zu wiederholen und zu festigen. Um die richtige Zählmethode einzuüben verkleideten sich die Kinder abwechselnd in Blau- und Kohlmeisen, Feldsperlinge, Grünfinken, Haubenmeisen und Rotkehlchen. Jeder Vogel packte erstmal seinen Aufgabenzettel aus und las, was er wie an der Futterstelle verspeisen sollte. Dann flatterten die hungrigen Vogelkinder zum Buffet, knackten sich Nüsse vor Ort, suchten die richtigen Kekse oder flogen mit einem eingepackten Bonbon eifrig zurück ins Geäst. Je ein Kind übte währenddessen mit den Gruppenleitern die richtige Zählmethode ein. Denn es darf immer nur die höchste Anzahl von Vögeln einer Art, welche zur gleichen Zeit sichtbar sind, notiert werden! So sollen Doppel- und Mehrfachzählungen vermieden werden und die Ergebnisse der Zählung besser vergleichbar sein. Die Kinder hatten viel Spaß dabei, sich in die verschiedenen Vogelarten zu verwandeln und an der Futterstelle zu naschen. Nachdem alle die Zählmethode sicher anwenden konnten und die Futterstelle leergefuttert war, ging es ans Beobachten.

So lange stillsitzen und sich nicht oder nur ganz leise zu unterhalten ist wirklich anstrengend. Also für die Kinder😉. Trotzdem haben wir es mit der Aussicht auf Erfolg dann doch geschafft und konnten Blau- und Kohlmeisen, Kernbeißer, Feldsperlinge, zwei Kleiber und zum Schluss sogar noch einen Baumläufer beobachten!
Text: Elfi Kühnel; Fotos: Martin Schubach
Verantwortlich für diese JuNa-Gruppe ist die Naturschutzstation südliche Oberlausitz.
