Löwenzahn kennt eigentlich jedes Kind. Aber wer hat ihn sich schon einmal ganz genau angeschaut? Was gibt es über den Löwenzahn zu wissen? Und welche spannenden Experimente kann man mit Löwenzahn machen?

Am 8.5. traf sich die JuNa-Gruppe im Pfaffengut zum dritten Mal. Diesmal ging es ab auf die Wiese. Die allseits bekannte Löwenzahn-Pflanze wollte erforscht werden.

Zuerst durften sich die Kinder eine eigene Löwenzahn-Pflanze auf der Wiese suchen. Mit Klemmbrett und Buntstiften ausgestattet wurde die Pflanze genau beobachtet und zu Papier gebracht. In einer anschließenden Runde präsentierten die Kinder ihre Bilder und berichteten von ihren Beobachtungen.

Danach wurde an drei Stationen geforscht: Bei der Station „Kringel-Stängel“ teilten die Kinder den Stängel in lange, dünne Streifen und legten diese in eine Schale mit Wasser. Da sich die Innenseite des Stängels stärker mit Wasser vollsaugt als die Außenseite, bildeten sich dabei lustige Kringel.

Bei der Station „Pusteblumen auf Tauchgang“ tauchten die Kinder eine Pusteblume kopfüber ins Wasser und zogen sie vorsichtig wieder heraus. Unter Wasser sahen die Pusteblumen ganz lustig aus, nach dem Herausziehen waren sie aber wieder fast wie vorher. Ein Kind hatte auch gleich die Erklärung parat: Die Schirmchen sind wasserabweisend. So können sich die Samen auch nach einem Regenschauer noch ausbreiten.

Das Highlight war aber sicherlich die Station „Schüttelbutter mit Löwenzahn“. Hier sammelten die Kinder Löwenzahnblüten, füllten ein Schraubglas bis zur Hälfte mit Schlagsahne und gaben die abgezupften Blütenblätter dazu. Dann wurde reihum das Glas geschüttelt, bis sich das Fett von der Flüssigkeit getrennt hatte. Dabei waren viel Geduld und Ausdauer gefragt, aber am Ende hatte jeder ein Brot mit selbstgemachter Löwenzahnbutter in der Hand. Das Fazit: „Sehr lecker!“

Text und Fotos: Anna Schuster

Verantwortlich für den Beitrag und Ansprechpartner für die JuNas aus Plauen ist das Pfaffengut Plauen.

Hoch hinaus ging es Anfang Mai mit den Jungen Naturwächtern des LPV Westsachsen in Neukirchen/Pleiße. Zusammen mit dem Naturschutzhelfer Wolfram Mainer kletterten wir mucksmäuschenstill und vorsichtig die steilen und engen Stiegen der Kirche St. Martin hinauf. Unser Ziel war es, einen Blick in die dort oben ausgebrachten Brutkästen für Schleiereulen zu werfen. Eine erste Spur, dass wir tatsächlich auf Gelege stoßen könnten, hatten die JuNas schon unten am Fuße des Gebäudes entdeckt: Gewölle verschiedener Greifvögel auf dem Boden und Kotspuren an der Kirchenwand. Belustigt stellten die Teilnehmenden fest, dass eines der Einfluglöcher genau über dem Kircheneingang liegt – beim Eintreten könnte man also mit Eulenkot begrüßt werden! Im ersten Kasten hatte sich statt eines Schleiereulenpaares allerdings ein Turmfalkenpaar niedergelassen, zu erkennen an den sechs orange-roten Eiern im vorderen Teil des Nistkastens. Im ganz obersten Kasten wurden die JuNas und der Naturschutzhelfer jedoch fündig: In der hinteren Brutkammer lagen vier große weiße Eier, alle noch warm, also bis zu unserem Eintreffen bebrütet, und wohl erst die Hälfte eines Schleiereulengeleges, das aus bis zu neun Eiern bestehen kann. Daneben gab es auch jede Menge Kadaver und Skelette der Beutetiere zu bestaunen, womit sich die JuNas schon gut auskannten. Schließlich hatten sie vor einem Monat bereits Gewölle der Schleiereule untersucht. Auf die nächsten Veranstaltungen freuen sich die JuNas schon. Dann erfahren sie noch mehr über die verschiedenen Beutetiere der Eulen – und vielleicht sind dann schon Jungtiere geschlüpft? Bei der Beringung in einigen Wochen wollen sie in jedem Falle dabei sein!

Text: Peggy Stöckigt
Fotos: Manja Clemen und Peggy Stöckigt

Verantwortlich für den Beitrag und Ansprechpartner für die JuNas aus Limbach-Oberfrohna ist die Kreisnaturschutzstation Gräfenmühle.

Mit zwölf Kindern begab sich die JuNa-Gruppe Freital-Tharandt am 3. Mai 2025 auf eine spannende Erkundungstour zum Thema Haselmaus. Treffpunkt war um 10:30 Uhr am Bahnhof Tharandt. Von dort aus wanderten wir ein kleines Stück gemeinsam durch den Wald zum Umweltbildungshaus Johannishöhe. Den Weg nutzten wir für eine bewusste Einstimmung: In stiller Atmosphäre nahmen wir den Wald mit all unseren Sinnen wahr und öffneten uns für das bevorstehende Naturerlebnis.

Am Umweltbildungshaus angekommen, starteten wir mit Kennlernspielen im Freien, bevor es in den Seminarraum ging. Dort erwartete uns ein informativer Einstieg in das Thema: Ein kurzer Film über die Haselmaus sowie ein präpariertes Exemplar vermittelten Wissenswertes über Lebensweise, äußere Merkmale und typische Spuren, etwa die charakteristische Öffnungsweise von Haselnüssen. Das erworbene Wissen wurde im Anschluss gemeinsam mit den Kindern in einem Steckbrief zur Haselmaus festgehalten.

Nach dem Mittagessen folgte der kreative Teil des Tages: Der Bau von Spurenfallen aus leeren Tetrapacks, die mit einer speziellen Kohlepaste präpariert wurden. Ziel ist es, mögliche Aktivitäten der scheuen Tiere nachweisen zu können. Im Anschluss begab sich die Gruppe erneut ins Gelände: In umliegenden Haselhecken suchten wir gezielt nach geöffneten Haselnussschalen, hängten spezielle Haselmauskästen auf und brachten die gebastelten Spurenfallen in geeigneten Bereichen an. Dabei gelang sogar der Fund eines verlassenen Nestes. Deutlich wurde auch, wie wichtig Hecken als strukturreiche Lebensräume für Arten wie die Haselmaus sind – gerade in einer zunehmend ausgeräumten Agrarlandschaft.

Gegen 14 Uhr setzte Regen ein, sodass wir ins Haus zurückkehrten. Dort untersuchten wir die gesammelten Haselnussschalen auf charakteristische Fraßspuren – leider ohne Nachweis auf die Haselmaus. In einer gemeinsamen Abschlussrunde reflektierten wir die vielfältigen Eindrücke des Tages, bevor die Kinder abgeholt wurden.

Text und Fotos: Toni Ritzka      
Leitung: Milana Müller (Umweltbildungshaus Johannishöhe) und Lukas Vogt (Umweltzentrum Freital) 

Interesse? Mehr Praxistage und Camps der Jungen Naturwächter findet ihr unter: https://www.naturschutzstation-osterzgebirge.de/junge-naturwaechter/veranstaltungen

Verantwortlich für den Beitrag und Ansprechpartner für die JuNas aus Freitals ist die Naturschutzstation Osterzgebirge.

Gemeinsam mit Irina Kubat und der JuNa Gruppe der Grundschule Graupa zogen wir los in Richtung Grünes Klassenzimmer um essbare Wildkräuter zu sammeln. Wie jede Referentin wurde Frau Kubat auch hier wieder mit Fragen überhäuft. Die erste Möglichkeit ihr Kräuterwissen zu zeigen bekamen die Kinder beim Namensspiel. Auf eine Decke wurden Bildkärtchen von Wildkräutern gelegt. Jedes Kind sollte sich eine Karte schnappen und dann der Refihe nach sich selbst und das Wildkraut vorstellen. Wichtig war hier vor allem, wo die Pflanze gefunden wurde und wie sie geschmeckt hat.

Bevor wir mit dem Sammeln anfingen, gingen wir zunächst Regeln durch, die wichtig sind, damit sowohl Pflanzen als auch Kinder gesund und munter weiterwachsen können. Zunächst stellte uns Frau Kubat zwei Pflanzen vor, bei denen wir die ersten Bestandteile naschen durften. Hirtentäschel und Wicke sollten Pflanzen werden, welche die Kinder auch auf Meter Entfernung noch Monate später bestimmen konnten. Der Hit an diesem Tag war tatsächlich kein Kraut, sondern tatsächlich ein Baum mit herzförmigen Blättern. Viele der Kinder bekamen nicht genug von den Blättern der Linde und wir waren froh, dass der Borsberg-Wald mehr als genug zu bieten hatte.

Neben den genannten drei Arten wurden auch Klassiker wie Rotklee, Spitzwegerich, Schafgarbe und einige Andere vorgestellt. Den meisten Kindern waren die Klassiker auch ein Begriff. Bei fast jeder Veranstaltung konnte ich auch damit rechnen, dass wenigstens ein Kind losrannte um Spitzwegerich zu sammeln, wenn es auch nur das Wort „Biene“ oder „Mücke“ hörte. Auch bei dieser Veranstaltung gab es wieder einen Mückenstich und sofort waren zwei Kinder mit Blättern der lanzettlichen Pflanze zur Stelle.

Auf dem Weg durch das grüne Klassenzimmer sammelte jedes Kind mit einem Beutel bewaffnet nach den besagten Pflanzen. Die Ausbeute zum Schluss konnte sich sehen lassen und war sehr vielfältig.

Zurück auf dem Schulgelände organisierten drei Kinder mit mir aus der Schulküche Tabletts und Messer um die Pflanzen kleinzuschneiden. Außerdem gab ich einem Kind eine große Wasserschüssel mit, um die Pflanzen gut zu waschen. Frau Kubat hatte selbstgebackenes Brot und Kräuterquark mitgebracht und jedes Kind durfte sich ein paar Brote selber belegen. Neben Speisen hatten wir auch vorher kochendes Wasser vorbereitet, so dass sich jeder einen eigenen Tee aufgießen konnte. Zu guter Letzt holte Frau Kubat selbst hergestellte Kräuterlimonade für die Kinder zum Probieren raus.

Im Großen und Ganzen war es ein sehr erfolgreicher Ausflug und die Ausbeute hat auch gereicht, so dass jedes Kind sich ein paar der Kräuter mit nach Hause nehmen konnte. Das Thema der Wildkräuter wurde sich tatsächlich fast seit Anfang an gewünscht.

Fotos und Text: Philipp Miersch

Verantwortlich für den Beitrag und Ansprechpartner für die JuNas aus Freitals ist die Naturschutzstation Osterzgebirge.

Beim zweiten Treffen der neuen JuNa-Gruppe im Pfaffengut Plauen drehte sich alles um die Lebensräume Benjes-Hecke und Sandarium. Die Kinder legten selbst Hand an, bauten eine eigene Totholzhecke und gestalteten das bestehende Sandarium um.

Ist Totholz wirklich tot? Welche Tiere nisten in Sand? Und wie kann man im Garten Lebensräume für verschiedene Arten schaffen? Darum ging es, am Beispiel von Benjes-Hecke und Sandarium, beim zweiten Treffen der JuNas im Pfaffengut.

Nach einer gemeinsamen Einführung in das Thema und einem spaßigen Aufwärmspiel legten die Kinder los: eine Gruppe kümmerte sich um das bestehende Sandarium, das bisher noch nicht gut angenommen worden war und deswegen umgestaltet werden sollte. Hier stand Unkraut zupfen, Sand schaufeln, Lehm untermischen und das Gestalten mit Steinen und Ästen auf dem Programm. Mit den übrigen Steinen wurde der Gesteinshaufen vergrößert, der direkt an das Sandarium angrenzt.

Die andere Gruppe baute eine Benjes-Hecke: hier bearbeiteten die Kinder mit Handsäge, Ast- und Gartenschere einen ganzen Berg von Ästen und Zweigen und schlichteten aus Laub, Schilf, Zweigen und Ästen eine Hecke. Zum Verdichten sprangen und kletterten die Kinder zum Abschluss noch einmal auf der Hecke herum. Ab jetzt gilt aber natürlich: Betreten verboten, damit hier ungestört Leben einziehen kann 😊

Das Bauen und Handwerken machte allen großen Spaß und auch das Ergebnis kann sich wirklich sehen lassen. Wir sind stolz auf unsere Bauwerke und schon gespannt, was hier alles einziehen wird.  

Fotos und Text: Anna Schuster

Verantwortlich für den Beitrag und Ansprechpartner für die JuNas aus Plauen ist das Pfaffengut Plauen.