Am 19. November besuchte Ingolf Wehner von der Umweltbildungsstelle Wolf den Aufbaukurs in der NABU-Naturschutzstation Herrenhaide. Mit allerlei spannendem Anschauungsmaterial begeisterte er die Kinder von Anfang an.
Der Wolf, derzeit das größte Landraubtier in Deutschland, ist ein faszinierendes und oft missverstandenes Geschöpf. Wie leben Wölfe? Was fressen sie? Wie groß ist ein Wolfsterritorium? Welche Spuren hinterlässt der Wolf? Auf all diese Fragen hatte Herr Wehner anschauliche Antworten. Gemeinsam gestalteten die Kinder mit Hilfe eines Fährtenstempels Wolfsspuren und gossen diese mit Gips aus – so konnte jeder ein ganz persönliches Andenken mit nach Hause nehmen.
Unterstützt wurde Ingolf Wehner von seinem Hunderüden Pit. Mit seiner Hilfe konnten sich die Kinder die Struktur des Wolfsgebisses besser vorstellen. Auch ein Replikat eines Wolfsschädels diente als eindrucksvolles Anschauungsmaterial.
Doch nicht nur der Wolf stand im Mittelpunkt. Auch dessen Beutetiere und andere Bewohner des Waldes waren Thema. Mit Schädelrepliken, Fellen und Videoaufnahmen erhielten die Kinder einen faszinierenden Einblick in das Zusammenspiel der Tierwelt im Ökosystem Wald.



Verantwortlich für den Beitrag und Ansprechpartner für die JuNas aus Herrenhaide ist die NABU Naturschutzstation Herrenhaide.
Was macht einen Vogel „exotisch“? Sind es leuchtende Farben, ungewöhnliche Formen oder einfach die Ferne, aus der er kommt? Genau diesen Fragen widmeten sich die Jungen Naturwächter bei ihrem Treffen zum Thema „Exotische Vögel“ – und stellten dabei fest, dass das Wort „exotisch“ relativ ist. Einheimische Vögel wie Stadttauben oder Amseln mögen für uns gewöhnlich sein, aber in anderen Teilen der Welt sind sie genauso exotisch wie ein Papagei für uns. In einem Punkt waren sich die JuNa einig: Exotische Vögel sind solche, die einen gewissen Zauber ausstrahlen.
Auf den Spuren des Storches
Den Auftakt des Treffens machte Herr Seifert mit einem spannenden Einblick in das Leben des Weißstorches. Wusstet ihr, dass Störche den Winter in Afrika verbringen und im Frühjahr nach Deutschland zurückkehren, um hier zu brüten? „Na klar wissen wir das!“, stellten die JuNa selbstbewusst klar. Kein Wunder, denn in mehr als zwei Jahren an der Auwaldstation sind sie zu echten Naturschutzspezialist*innen geworden.
Doch wie haben Menschen herausgefunden, dass Störche zwischen den Kontinenten pendeln? Sogar die Geschichte vom Pfeilstorch kannten einige der Kinder: Der berühmte Beweis, dass Störche wahre Langstreckenreisende sind, wurde 1822 entdeckt, als ein Weißstorch mit einem afrikanischen Speer im Hals im Brutgebiet ankam – und überlebte.
Ein besonderes Highlight war das Storchen-Eier-Quiz: Welches Ei gehört zum Storch? „Die Beine müssen auch reinpassen!“ war der humorvolle Tipp, den die Kinder bekamen. Auch die Unterschiede zwischen Weiß- und Schwarzstorch wurden geklärt. Während Weißstörche als Kulturfolger oft in der Nähe von Menschen brüten, werden Schwarzstörche immer seltener. Ihr Lebensraum, der Wald, wird zunehmend zerstört, was ihre Population bedroht.
Im Anschluss gab Herr Seifert einen Einblick in das Flechten von Storchen-Nistunterlagen. Der erfahrene Horstbauer, der bereits acht solcher Nester aus Haselnuss- und Ulmenzweigen gefertigt hat, erklärte den Kindern seine Technik. Die JuNa durften selbst „Storchenküken“ sein und testeten, wie gemütlich so ein Nest ist. Die Krönung war der Wunsch der Kinder, Herrn Seifert selbst im Nest Platz nehmen zu sehen – eine Premiere für den Horstbauer!
Farbenpracht und Teamgeist
Nach der Storchenkunde wurde es bunt: In einem Vogelquiz ordneten die JuNa im Team Vogelnamen passenden Bildern exotischer Vögel aus aller Welt zu. Dabei lernten sie spielerisch die Herkunft der Vögel kennen und staunten, wie viele farbenfrohe Arten auch in Deutschland heimisch sind. Zu diesen zählen Bienenfresser, Seidenschwanz, Halsbandsittich, Mandarinente, Wiedehopf, Pirol und Eisvogel.
Im warmen Kaminzimmer unternahmen die JuNa eine Weltreise – zumindest auf der Landkarte. Sie lokalisierten die Herkunft verschiedener Vögel und erfuhren, wie weit manche Arten reisen, um nach Deutschland zu gelangen.
Zum Abschluss wurde es spielerisch: In mehreren Runden Vogelpantomime stellten die Kinder unterschiedliche Vögel dar. Ob Specht, Kleiber oder Flamingo – die markanten Merkmale der Tiere machten es leicht, die gesuchten Vögel zu erraten.
Das JuNa-Treffen war ein spannender Ausflug in die Welt der Vögel, bei dem nicht nur Wissen vermittelt wurde, sondern auch Teamgeist und Kreativität gefragt waren.




Verantwortlich für den Beitrag und Ansprechpartner für die JuNas der Stadt Leipzig ist die Auwaldstation Leipzig.
Für das zehnte Treffen zum Thema „Pilze im Ökosystem“ haben wir uns gemeinsam mit der JuNa-Gruppe den „Parthewächtern“ in Leipzig Plaußig getroffen. Diesmal nahmen insgesamt 19 JuNas, ein „Schnupperkind“, 5 JuNa-Gruppenbetreuende und eine Pilzexpertin daran teil.
Nach einer kurzen Vorstellungsrunde und der Erläuterung des geplanten Programms, starteten wir mit einem Zuordnungsspiel. Die Kinder setzten sich mit verschiedenen Pilzarten, deren Vorkommen und Nutzen oder auch Schaden für uns Menschen auseinander. Dann ging es auf zum Plaußiger Wäldchen. Dort bildeten die Kinder drei Team mit jeweils einem Betreuer.
An der ersten Station ging es um die Frage: Was genau ist eigentlich ein Pilz, wie ist er aufgebaut und wo sind Pilze im Wald zu finden. Die Kinder suchten auf dem bodenliegenden Totholz, unter Laub und in der Erde nach Myzel. Sie wurden auch fündig und untersuchten mit Hilfe von Lupen das Pilzgeflecht. Weiterhin leitete die Pilzexpertin Julia van Braak die JuNas bei der Suche nach Fruchtkörpern an. Auch hier wurden unterschiedliche Exemplare von Lamellenpilzen, Korallenpilzen, Bauchpilze und Porlinge zusammengetragen und mit Fachliteratur bestimmt. So entstand eine kleine Pilzausstellung. Julia gab den Kindern noch wichtige Hinweise mit auf den Weg. Die Kinder staunten über die Vielfalt und hatten viel Freude beim Entdecken.
An der zweiten Station ging es zunächst um die Fortpflanzung von Pilzen. Anhand von Sporenbildern und Mikroskopaufnahmen konnten wir auch an dieser Stelle über die Vielfalt von Formen, Farben und Oberflächenstrukturen staunen. Die Kinder probierten die Sporenverteilung mithilfe eines alten Exemplars eines Riesenbovistes aus. Ganz praktisch versuchten wir auch mit einem Lamellenpilz einen Sporenabdruck anzufertigen. Anhand eines vereinfachten Schemas wurde der gesamte Fortpflanzungszyklus von Pilzen anschaulich erklärt.
Was ist Mykorrhiza? Nein, keine Wurstsorte oder Erkrankung, sondern die Symbiose bspw. zwischen Pilzen und Bäumen. Um dies zu verdeutlichen haben wir „Raupen-Alarm“ gespielt. Hierbei ging es um die Vernetzung der Pilze mit den Bäumen, die hierdurch viel effektiver rettende Signale zu ihren Artgenossen senden konnten. Mykorrhiza bringt beiden Symbiosepartnern aber noch mehr Vorteile. Um herauszufinden, welche dies sind haben wir mit Naturmaterialien ein Wurzel-Mykkorhiza-Modell erstellt und Prozesse nachgespielt.
An der dritten Station ging es u. a. um Pilze als Umwandler. Zuerst wurde ein Modell von Produzenten, Konsumenten und Destruenten mit vielen beispielhaften Lebewesen erklärt und gemeinsam an einer Schauwand zusammengefügt. Hierbei wurde vor allem auf die entscheidende Rolle der Pilze als Umwandler und Zersetzer eingegangen. Es folgte ein Spiel, in dem jedes Kind eine Rolle als ein bestimmtes Lebewesen erhielt. Gemeinsam wurde mit Wollfäden ein Nahrungsnetz erstellt. Die Kinder hatten anschließend viel Spaß beim Spiel „1 oder 2 – Letzte Chance vorbei!“. Hier mussten sie sich zu verschiedenen thematischen Aussagen positionieren und die richtige Antwort herausfinden.
Im Anschluss suchten wir die Räumlichkeiten wieder auf, wärmten uns auf und stärkten uns mit warmen Tee und Essen. Die Kinder konnten sich entscheiden, welches praktische Angebot sie zum Thema Pilze durchführen wollten. Es gab folgende Angebote:
- Pilze aus Modelliermasse formen
- Namensschilder aus Birkenporlingen basteln, Namen mit Brennkolben einbrennen
- Ausmalbilder ausmalen oder rätseln beim Suchbild
- Sporenbilder mit Hilfe von Mehl, Kakao, Pilzschablonen und Klebefolien anfertigen
- Feuer mit Hilfe des Zunderschwamms entfachen
Auch hier waren die Kinder eifrig und interessiert bei der Sache und genossen das Kreative sein.













Verantwortlich für den Beitrag und Ansprechpartner für die JuNas aus Leipzig Mitte ist das Deutsche Kleingärtnermuseum.
Am 8. November 2024 traf sich die kleine und die große Kinderumweltgruppe im Bisongehege in Wermsdorf. Cora Lechner und Johannes Boos, die sich um die Bisons kümmern, empfingen uns.
Zuerst fuhren wir mit einem Traktor mit Anhängern zu den Tieren. Dort erzählte uns Johannes viel Wissenswertes zu den Bisons.
Wir erfuhren wie alt Bisons werden, wie schnell sie sich fortbewegen können, wie sich die Herde zusammensetzt und was der Unterschied zwischen Büffel und Bison ist. Außerdem erhielten wir auch Informationen über die ökologische Haltung.
Je ein Horn eines Bullens und einer Kuh durften wir anfassen und ein Schulterblatt eines Bisons wanderte auch durch die Kinderhände.
Ein Highlight war die Fütterung der Bisons mit Möhren während Johannes uns viel erzählt hat. So nah kommt man den Tieren selten. Die Kinder waren begeistert.
Nach Ende unserer Fahrt wartete ein Lagerfeuer auf uns. Dies nutzten wir zum Aufwärmen. Cora hatte in der Zwischenzeit für die Verpflegung gesorgt. Es wartete auf alle eine Bisonbratwurst. Sehr lecker…
Uns hat es gefallen und wir bedanken uns bei Cora und Johannes für den tollen Nachmittag und die Mühe. JuNa-Kind Estelle Brandt und ihre Mutti haben den Bericht geschrieben












Text: JuNa-Kind Estelle Brandt
Verantwortlich für den Beitrag und Ansprechpartner für die JuNas aus Naundorf ist die Ökostation Naundorf.
…und bringt uns viele Farben in Form von Blättern und Früchten
Bei sonnigem und spätsommerlich warmem Wetter trafen sich die Waldkäuze am 28. Oktober, um gemeinsam den Herbst zu erkunden. Die Kreativität stand diesmal besonders im Fokus, denn die Waldkäuze beschäftigten sich mit dem Thema Landart.
Zuerst hieß es also: Sammeln was das Zeug hält! Zapfen, Kastanien, Eicheln und auch die vielen kunterbunten Blätter dürfen nicht fehlen – Aber warum verfärben sich die Blätter überhaupt? Und kann man Kastanien eigentlich auch im Frühjahr finden? Neben Spiel & Spaß lernten die kleinen Künstler*innen auch etwas über die Jahreszeit Herbst und vor allem woran man ihn erkennen kann.
Und die Landart-Ergebnisse lassen sich auf jeden Fall sehen!





Verantwortlich für den Beitrag und Ansprechpartner für die JuNas aus Dresden ist das Haus der Natur.
